Leica SL
Teures Edelmetall im Test
Spiegelloses Vollformat „Made in Germany“ – das liefert Leica mit seiner neuen SL. Die technischen Daten und das Design erinnern entfernt an Sonys A7-Serie. Mit ihrem Preis von fast 7000 Euro spielt die SL aber einsam in einer ganz eigenen Liga. Wir haben ihre Bildqualität mit den Leistungen der Sony A7 II und der Spiegelreflexkamera Nikon D750 verglichen.
Die Q gab den Hinweis, der Oktober die Gewissheit: Leica spielt jetzt auch mit im Markt der spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensor und elektronischem Sucher. Mit der 24-Megapixel-Kamera SL begründet der Hersteller aber nur auf den ersten Blick ein völlig neues System. Das Bajonett stammt von der spiegellosen APS-C-Kamera T – und ist freilich mit dessen Objektiven kompatibel. Aus 24 Megapixeln werden dann allerdings zehn, da ihr Bildkreis nicht den gesamten Sensor ausleuchtet. Aufgeschlossen zeigt sich die SL außerdem gegenüber den anderen Bajonetten aus dem Haus: Objektive der S-, M- und der R-Familie passen mittels optional erhältlichem Adapter.
Was nach praktischer Chance klingt, ist bittere Notwendigkeit. Zum Marktstart hält Leica nur ein einziges SL-Objektiv bereit. Das Leica Vario-Elmarit-SL 1:2,8-4/24-90 mm ASPH ist ein lichtstarkes Standardzoom. Später im Jahr sollen noch zwei weitere Optiken folgen: der Telezoom APO-Vario-Elmarit-SL 1:2,8-4/90-280 mm ASPH und die Normalbrennweite Summilux-SL 1:1,4/50 mm ASPH.