Leserforum
Klarheit in der Darstellung
Abstrakt sehen lernen, c’t Fotografie 6/2015, S. 40
Der Beitrag „Abstrakt sehen lernen“ war die Überraschung. Ich bin total begeistert vom Inhalt und von der Klarheit der Darstellung! Meine Schwächen liegen nicht in der Technik, sondern in der Bildgestaltung, was natürlich mit dem richtigen „Sehen“ zusammenhängt. Ihr Beitrag hat nun viele Punkte, die ich im Prinzip schon kannte beziehungsweise hätte kennen sollen, neu und klar formuliert: das abstrakte Grundmuster eines Bildes – Bipolare Bildspannung – Reduktion – Bildrhythmik. Harald Mante habe ich gelesen und ihn auch in Seminaren erlebt und viel gelernt. Martin Zurmühle, Michael Freeman, David duChemin, George Barr bis Tom Moog und sogar der (für mich) schwer verständliche Kandinsky stehen neben den Fotobüchern. Und nun Ihr Artikel! Diesen habe ich schon mehrfach gelesen und werde ihn noch oft zur Hand nehmen.
Danke fürs Lob! Solche Artikel, die abseits aller Technik den Fotografen helfen, das Sehen zu schulen, sind uns wichtig und es freut uns, dass das ankommt. (jr)
Testkritik
Moderne Klassiker im Test: 35mm-Objektive, c’t Fotografie, 1/2016, S. 16
Ich frage mich immer öfter, für welche Zielgruppe die Zeitschrift eigentlich gemacht wird. Ein 35er Objektivtest über 18 Heftseiten, der für Leute geschrieben scheint, die sagen: für mich ist nur das Beste gut genug, ganz egal, was ich damit mache und auch egal, was es kostet. Sie hätten auf nur einer Seite sagen können: Seien Sie unbesorgt, mit allen diesen Objektiven können Sie hervorragende Fotos machen, es ist schlicht egal, welches Sie nehmen.
MTF-Kurven richtig zu interpretieren stellt eine Überforderung des Durchschnittslesers dar. Ob ihm aber mit der simplen Darstellung, die Sie gewählt haben, geholfen ist, darf bezweifelt werden.
Ich würde mir eine Testkultur wünschen, die näher an der Praxis ist. Auf 18 Seiten hätte man viele Beispielfotos unterbringen können, die das Besondere an dieser Brennweite verdeutlichen. Ein sinnvoller Test wäre für mich einer, der mich erkennen lässt, was mit diesen Optiken geht und was eher nicht geht.
Vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen. Die Preisspanne der Objektive beträgt 730 bis 2100 Euro, dazu kommt das teure Leica-Objektiv für 4200 Euro. Wir möchten bei diesen enormen Preisunterschieden unseren Lesern schon mitteilen, welche Qualität sie bekommen. „Preis ist egal“ ist uns zu pauschal und trifft wohl nicht auf die Mehrheit zu.
Die Messwerte aus unserem Labor geben einen Anhaltspunkt unter kontrollierten Bedingungen, wo ein Objektiv Schwächen und Stärken hat. Jedes Testobjektiv wird daraufhin in der Praxis (draußen, im Studio usw.) getestet und die Bilder analysiert. Wir sind da einer Meinung: Testergebnisse allein genügen nicht.
Übrigens: Ein Drittel des Tests besteht aus Beispielfotos, von denen einige unter anderem belegen, wie manche Optiken am Rand hin versagen. (jr)
Tipp für Astro-Fans mit Kameras ohne Astrofunktion
Pentax-Kameras mit Astrotracer-Funktion, c’t Fotografie 1/2016, S. 104
Ich habe einen Tipp für Astronomie-Fans, deren Kameras keine Astrofunktion haben: Nehmen Sie das Programm StarsPi (www.starspi.com) auf dem RaspberryPi zusammen mit der StarsPi-App für Android. Das ist perfekt für mobiles Astroguiding und zum Beispiel mit Skywalker Star Adventurer auch fernreisetauglich.
Danke für den Hinweis! Bei StarsPi handelt es sich darum, die Nachführung eines Teleskops durch eine App auf einem Smartphone zu steuern, insofern ist es kaum mit dem Astrotracer zu vergleichen. Das Smartphone beobachtet durch ein Sucherfernrohr die Sterne und bemerkt, dass ein Stern aus dem Fadenkreuz wandert. Daraufhin gibt es entsprechende Korrekturbefehle an die parallaktische Montierung, damit das Teleskop mit der richtigen Kamera präzise nachgeführt wird. Ferner stellt man am Smartphone ein, wann und wie oft die Kamera ausgelöst wird. Momentan werden nur spezielle Astrokameras und Webcams bedient und das Projekt ist nur mit speziellem Astroequipment brauchbar – immerhin ist StarsPi auf einem guten Weg. (Thomas Gade)
35mm-Objektive an APS-C-Kameras
Moderne Klassiker im Test: 35mm-Objektive, c’t Fotografie, 1/2016, S. 16
Ich habe den Test zu den 35mm-Objektiven gelesen und bin auch der Meinung, dass Festbrennweiten interessante Objektive sind. Leider haben Sie in der Einführung des Artikels einen, wie ich finde, wichtigen Aspekt vergessen: Bei Nicht-Vollformat Kameras mit APS-C-Sensor wird das 35mm-Objektiv zum etwa 55mm-Objektiv und damit fast zur 50mm-Standardbrennweite. Daher ist das 35mm-Objektiv noch interessanter, als es Ihre Einleitung vermuten lässt.
Natürlich kann man 35mm-Objektive auch an APS-C-Kameras einsetzen, wegen des Crop-Faktors gilt dann natürlich mehr das Motto: Mittendrin statt auf Distanz. (jr)
In eigener Sache: Aborechnungen ab sofort nur digital
Ab 2016 versenden wir die Rechnungen für Ihr Abo nicht mehr auf dem Postweg, sondern als PDF per E-Mail an Sie. Voraussetzung hierfür ist, dass uns eine E-Mail-Adresse von Ihnen vorliegt und Sie für Ihr Abo die Zahlweise „per Rechnung“ gewählt haben. Wenn Sie Ihre Rechnung weiterhin in gedruckter Form erhalten möchten, können Sie sich gerne bei unserem Leserservice unter leserservice@heise.de oder 05 41/800 09 120 melden.
Tabelleninhalte vertauscht
Superzoomer im Duell: Sony RX Mark II gegen Canon G3 X, c’t Fotografie 1/2016, S. 38
Beim Vergleich der Sony RX10 Mark II mit der Canon G3X sind Einträge in der Tabelle verrutscht: Die Messwerte wurden vertauscht. Und natürlich beträgt die Auslöseverzögerung nicht 22 s und 24 s bei der Sony RX10, sondern 0,2 s respektive 0,24 s.
Aufsteck-Sucher ist flexibel und funktional
Superzoomer im Duell: Sony RX Mark II gegen Canon G3 X, c’t Fotografie 1/2016, S. 38
Ich bin mit der analogen Fotografie groß geworden und bestehe auf einem Sucher an den von mir erworbenen Kameras. Bei der Canon G3 X war deshalb der zusätzliche Erwerb des externen Aufsteck-Suchers EVF-DC1 nötig. Ich empfinde das aber nicht als Nachteil, sondern eher so wie beim Kauf eines Neuwagens, wo man sich auch die Extras aussucht, die einem wichtig sind.
Dieser Sucher jedenfalls ist funktionell und optisch allererste Sahne (sprich: meines Erachtens so gut wie ein Durchblick-Sucher „alter“ Prägung), und selbst mit dessen Kauf ist die Kamera ja offensichtlich immer noch weit günstiger als das Vergleichsmodell von Sony. Besagter Aufsteck-Sucher hat meiner Meinung nach zudem eine ausgesprochen angenehme Eigenschaft: Dadurch, dass man ihn hochklappen kann, ist man beim Fotografieren deutlich flexibler als mit einem konventionellen Durchblick-Sucher, auch bei nicht besonders bodennahen Aufnahmen.
Viele Hersteller bieten für eigentlich sucherlose Kameras optionale Sucher an. Canon-G3-X-Fotografen können so beispielsweise den EVF-DC1 mit einer hohen Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten für gut 250 Euro dazukaufen. Elektronische Sucher sind mittlerweile deutlich besser als ihr Ruf und mit Fokuslupe und Kantenanhebung kann man mit ihnen viel präziser scharfstellen als mit einem optischen Sucher. Außerdem zeigen sie das Bild so, wie es später auf der Speicherkarte landet. Einige Modelle sind sogar klappbar, was Makro-Fotografen schätzen. Nach wie vor müssen Fotografen allerdings mit Latenzen leben, was gerade bei der Sportfotografie stören kann. Außerdem hapert es hier und da bei der Farbdarstellung. (ssi)
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