Fotos und Videos bei der Rallye-WM
Mit knapp 400 PS geht es über Straße, Stock und Stein: Einmal im Jahr macht die Rallye-Weltmeisterschaft Station im spanischen Ferienort Salou. Kamerateams, Fotografen, Helikopter- und Drohnenpiloten arbeiten daran, die Zeitrennen möglichst publikumswirksam in Szene zu setzen. Hier erzählen die Medienmacher, wie die Bildberichterstattung hinter den Kulissen funktioniert.
Tauben seien kein Problem, sagt Jordi Monserrat und deutet auf einen vorbeiziehenden Schwarm. „Die sind friedlich.“ Mit Möwen sehe das schon anders aus, von denen werde sein Kopter deutlich öfter attackiert. Dann hilft nur die Landung. Monserrat ist Drohnenpilot und bei der Rallye-Weltmeisterschaft im spanischen Salou für Luftbildfotografie zuständig. Hier, rund eine Autostunde südlich von Barcelona, prägen Hotelblocks und Palmen das Stadtbild, das Meer ist nicht weit. Und auch jetzt, Anfang Oktober, zeigt das Thermometer in dem 25.000-Einwohner-Ort noch 27 °C an. Organisiert vom Internationalen Automobilverband FIA treten hier Rallye-Fahrer und -Teams seit 2002 zur spanischen Etappe der World Rallye Championship (WRC) an. Neben vielen südeuropäischen Ländern sind auch Schweden und Finnland, Mexiko und Argentinien, Deutschland und Großbritannien unter den Austragungsorten.
Während Fahrer und Teams alles daransetzen, in Bestzeit den Parcours entlangzujagen, herrscht auch abseits der Rennstrecke ein stetiges und reges Treiben. Nicht nur die Besucher vor Ort sollen die Rallye mitverfolgen können; hinter den Kulissen unterhalten die Organisatoren eine aufwendige Infrastruktur, um Foto- und Videoaufnahmen möglichst zeitnah von der Strecke in die Welt zu senden. Neben den extra für die Rallye engagierten Fotografen und Kamerateams ist auch eine Helikopter- und eine Drohnen-Crew vor Ort dabei. Hinzu kommen TV-Teams und Reporter für Presseagenturen, fürs Radio, für Zeitungen und Magazine. Insgesamt begleiten rund 360 Journalisten das Spektakel, das nahegelegene Kongresszentrum wird für die Rallye zur Medienzentrale umfunktioniert.
Von hier aus werden seitens der Veranstalter 55 Fernsehsender in 155 Ländern mit Videomaterial beliefert, es gibt Live-Übertragungen und Zusammenschnitte der Tages-Highlights, einmal wöchentlich erscheint ein halbstündiges Magazin, hinzu kommen unzählige Veröffentlichungen von Fotos in Print- und Online-Formaten, die innerhalb des Pressepools zur Verfügung stehen. Fotografen, Drohnen-Crew und Produktionsleiter haben c’t Fotografie gezeigt, wie sie die Rallye-WM medial in Szene setzen.