Krass, was es alles gibt!
„Krass, was es alles gibt!“, entfuhr es einem CTO auf LinkedIn, nachdem er über ein Schaubild mit unzähligen, meist offensiven Securitytools gestolpert war. „Krass, was es alles gibt! Und das soll jetzt alles in dieses Heft?“, war mein niederschmetterndes Fazit nach einem langen Videocall mit einer größeren Runde von IT-Security-Spezialisten, als wir begannen, diese Ausgabe des „iX Special“ zu planen.
Die Idee war, all die vielen Experten für Incident Response, Pentesting, Securityaudits etc. pp. zusammenzutrommeln, die als regelmäßige iX-Autorinnen und -Autoren, als Speaker auf der secIT oder als Referenten bei den iX-Workshops ihr Wissen weitergeben. Wir baten sie, Werkzeuge vorzustellen, die in ihrer täglichen Arbeit wichtig sind, sich aber auch für Admins und IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen eignen – kostenlose Werkzeuge, die helfen, Sicherheitslücken zu finden, die Infrastruktur abzusichern, Angriffe zu entdecken und aufzuarbeiten. Ein weites Feld, und nur mit Mut zur Lücke zu beackern.
Wir als Redaktion haben also versucht, in die Breite zu gehen, aber dort Akzente zu setzen, wo die aktuellen Probleme liegen – oder dort, wo es für IT-Profis außerhalb der Securityszene am meisten Nützliches und möglicherweise noch Unbekanntes zu entdecken gibt. Beispielsweise liefert die erste Rubrik zur Schwachstellenerkennung einen Rundumschlag vom Attack Surface Management bis zur statischen Codeanalyse, stellt aber auch im Detail Werkzeuge für Schwachstellenscans in Cloud- und M365-Umgebungen vor.
Viele der Tools in diesem Heft sind „Dual Use“, werden also auch von Angreifern genutzt und sind vor allem bei Red-Teamern oder Pentestern bekannt. Doch auch von ihnen profitieren Admins, da sie die Schwächen der eigenen Infrastruktur sehr effizient aufdecken. Oft sind die Werkzeuge automatisierbar, können also permanent im Hintergrund Systeme und Netze überwachen oder lassen sich in DevOps-Pipelines einbinden. Neben oft kompakten, spezialisierten Programmen stellen wir aber mit Wazuh und Shuffle zwei größere Securityplattformen vor, die zeigen, wie leistungsfähig Open Source auch bei IT-Sicherheit geworden ist.
Die iX-Redaktion bedankt sich bei allen Autorinnen und Autoren dieses Heftes, die nicht nur Texte, sondern oft auch wertvolle Ideen und Anregungen beigesteuert haben, besonders aber bei Frank Ully für seine Unterstützung in der Konzeptionsphase. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß beim Stöbern in der Werkzeugkiste der IT-Security.
- Ulrich Wolf
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ist stellvertretender Chefredakteur der iX und beschäftigt sich mit Themen rund um Softwareentwicklung, Data Science und KI.