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Anfang der Woche hatte ich ein Gespräch, das mir den Unterschied mal wieder vor Augen geführt hat, zwischen dem was mit AI möglich ist und wie viele Unternehmen das Thema angehen. Ein Kollege, mit dem ich gerade an einem Projekt arbeite (wir entwickeln ein Operator Interface auf Basis von Ignition), hatte kurz zuvor unsere interne AI-Schulung (Agentic Coding Foundation) besucht und mir mit einem Leuchten in den Augen von seinen Learnings berichtet: „Ich habe 1000 neue Ideen im Kopf, die ich für unsere Projekte ausprobieren will." Eines der ersten Dinge, die er umgesetzt hat, war seinen Agents beizubringen, die gesamte Ignition-Doku und das öffentliche Forum (eine echte Goldmine, wenn es um Ignition-Entwicklung geht) bei der Lösung von Aufgaben heranzuziehen. Solche Aha-Momente sind kein Zufall. Unsere Agentic Coding Schulung ist intern so gefragt, dass sie ständig ausgebucht ist – zwei Tage Hands-on, keine Folienschlacht, sondern grundlegende Methodik: - Plan-Implement-Cycle - Backpressure- und Test-Strategien - Context Engineering … und vieles mehr Die Methodik kann man lernen. Und die Tools sind längst da. Trotzdem sehe ich im Gespräch mit produzierenden Unternehmen immer wieder folgendes: Alle beschäftigen sich mit AI – aber die Basics fehlen noch viel zu oft. Dabei würden gerade die internen Entwickler in Digitalisierungs- und Automatisierungsabteilungen doppelt profitieren: Sie sitzen direkt an der Quelle der Anforderungen (oder definieren sie sogar selbst), und es gibt fast immer mehr Anfragen für neue Tools als Kapazität für die Umsetzung. Was der effektiven Nutzung von AI im Wege steht, sind selten die Mitarbeiter. Meist sind es fehlende Rahmenbedingungen: --> Keine lizenzierten Modelle. Im Worst Case greifen Entwickler zu privaten AI-Subscriptions (hoffentlich nicht mit Firmendaten!). --> Nur Copilot statt der wirklich starken Code-Modelle. Wer gut mit AI entwickeln will, braucht Zugriff auf die richtigen Modelle. --> AI lebt im Browserfenster. Eine Integration der Agents in die IDE? Fehlanzeige. Hier verpufft ganz viel Potenzial. --> Keine Methodik. Wie baut man ein Agent-Harness? Wie strukturiert man den Kontext? Ohne das bleiben die Ergebnisse weit hinter dem zurück, was möglich ist. Und das ist nur die AI-Ebene. Richtig düster wird es, wenn IT-Abteilungen vor allem den digitalen Status quo verwalten. Moderne Deployment-Methoden, Containerisierung, vielleicht mal ein Linux-Server? „Nee, brauchen wir nicht!" 😭 Looking at you, deutscher Mittelstand. An den Tools liegt es nicht. An der Methodik auch nicht – die ist lernbar. Packt die Grundlagen endlich an! MaibornWolff GmbH, Tobias Wagner, Philip Brembeck, Yadullah Duman, Felix Ahrens