Stadt Land Kunst
Dido Sotirious Anatolien / Pariser Umland / Ägypten46 Min.
Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Anatolien: Roman eines griechisch-türkischen Traumas / Die "Neue Stadt" als Planungskonzept für das Pariser Umland / Madrid: Gabrielas Fleischklößchen / Ägypten: Von Katzen und Kriegen
(1): Anatolien: Roman eines griechisch-türkischen Traumas
Mit dem Körper in Griechenland und dem Geist in Anatolien, dazwischen die Ägäis. Die griechische Autorin Dido Sotiriou wurde 1909 in Anatolien geboren und als Kind aus der Türkei zu Verwandten nach Athen geschickt. Fast zwei Millionen Griechinnen und Griechen lebten damals in der Türkei. Während des Griechisch-Türkischen Kriegs 1922 wurden die meisten vertrieben. Dido Sotiriou verarbeitete das Trauma literarisch. Ihr 1962 veröffentlichter Roman "Grüß mir die Erde, die uns beide geboren hat" erzählt von der Verbundenheit beider Völker, die an der "großen Katastrophe von 1922" zerbrach.
(2): Die "Neue Stadt" als Planungskonzept für das Pariser Umland
Man sagt, der damalige französische Staatspräsident Charles de Gaulle habe Anfang der 1960er Jahre bei einem Überflug des Pariser Umlands die anarchische Stadtentwicklung beklagt und wütend gefordert: "Bringt mir Ordnung in diesen Mist!". Und so wurde auf Befehl des Generals die Vorstadt Saint-Quentin-en-Yvelines aus dem Boden gestampft, gefolgt von vier weiteren Planstädten. Diese ehrgeizige urbane Utopie war seinerzeit Symbol für den staatlichen Gestaltungswillen.
(3): Madrid: Gabrielas Fleischklößchen
In Madrid bereitet Gabriela spanische Fleischklößchen zu, in die sie ihre mexikanische Kochkultur einfließen lässt. Sie verknetet das Fleisch mit eingeweichtem Brot, Eiern, Knoblauch, Zwiebeln und Pfefferminze und formt Klößchen daraus. Diese werden in einer Tomatensoße mit Gemüse (Möhren, Zucchini) und Bouillon gargekocht und – aus Rücksicht auf den spanischen Gaumen moderat – mit Chili abgeschmeckt. Eine Hommage an die spanisch-mexikanische Küche.
(4): Ägypten: Von Katzen und Kriegen
Ägypten ist berühmt für seine Moscheen und Pyramiden, die Sphinx – und für seine Katzen. Der Philae-Tempel in der Nähe des Assuan-Staudamms beherbergt Hunderte der Tiere. Im alten Ägypten nannte man Katzen "Miu" und verehrte sie als Beschützer von Heim und Herd. Doch ihr Katzenkult wurde den Ägyptern zum Verhängnis ...
Mit dem Körper in Griechenland und dem Geist in Anatolien, dazwischen die Ägäis. Die griechische Autorin Dido Sotiriou wurde 1909 in Anatolien geboren und als Kind aus der Türkei zu Verwandten nach Athen geschickt. Fast zwei Millionen Griechinnen und Griechen lebten damals in der Türkei. Während des Griechisch-Türkischen Kriegs 1922 wurden die meisten vertrieben. Dido Sotiriou verarbeitete das Trauma literarisch. Ihr 1962 veröffentlichter Roman "Grüß mir die Erde, die uns beide geboren hat" erzählt von der Verbundenheit beider Völker, die an der "großen Katastrophe von 1922" zerbrach.
(2): Die "Neue Stadt" als Planungskonzept für das Pariser Umland
Man sagt, der damalige französische Staatspräsident Charles de Gaulle habe Anfang der 1960er Jahre bei einem Überflug des Pariser Umlands die anarchische Stadtentwicklung beklagt und wütend gefordert: "Bringt mir Ordnung in diesen Mist!". Und so wurde auf Befehl des Generals die Vorstadt Saint-Quentin-en-Yvelines aus dem Boden gestampft, gefolgt von vier weiteren Planstädten. Diese ehrgeizige urbane Utopie war seinerzeit Symbol für den staatlichen Gestaltungswillen.
(3): Madrid: Gabrielas Fleischklößchen
In Madrid bereitet Gabriela spanische Fleischklößchen zu, in die sie ihre mexikanische Kochkultur einfließen lässt. Sie verknetet das Fleisch mit eingeweichtem Brot, Eiern, Knoblauch, Zwiebeln und Pfefferminze und formt Klößchen daraus. Diese werden in einer Tomatensoße mit Gemüse (Möhren, Zucchini) und Bouillon gargekocht und – aus Rücksicht auf den spanischen Gaumen moderat – mit Chili abgeschmeckt. Eine Hommage an die spanisch-mexikanische Küche.
(4): Ägypten: Von Katzen und Kriegen
Ägypten ist berühmt für seine Moscheen und Pyramiden, die Sphinx – und für seine Katzen. Der Philae-Tempel in der Nähe des Assuan-Staudamms beherbergt Hunderte der Tiere. Im alten Ägypten nannte man Katzen "Miu" und verehrte sie als Beschützer von Heim und Herd. Doch ihr Katzenkult wurde den Ägyptern zum Verhängnis ...
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