Die Sonne scheint durch Ahornblätter in Berlin.

Auch wegen Klimawandel UV-Strahlung hat in Europa deutlich zugenommen

Stand: 19.08.2026 • 17:04 Uhr

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankung in Deutschland - Hauptursache ist die UV-Strahlung der Sonne. Und die hat deutschland- und europaweit in den vergangenen Jahren zugenommen, wie eine neue Studie zeigt.

Von Florian Zinner, mdr

Die jährliche UV-Strahlung hat um 10 bis 20 Prozent innerhalb von zehn Jahren zugenommen, zeigt eine europaweite Studie unter Beteiligung des Bundesamts für Strahlenschutz.

Gemeint ist dabei die Strahlung, die tatsächlich den Boden erreicht. Besonders hoch fällt die Zunahme in Mittel- und Westeuropa aus.

Die Analysen basieren auf Messungen von insgesamt 40 präzisen Stationen auf dem gesamten Kontinent, kombiniert mit satellitengestützten Daten zur Globalstrahlung, an denen das vom Deutschen Wetterdienst betriebene europäische Zentrum Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) beteiligt war. An der Untersuchung haben insgesamt 50 Forschende aus 19 europäischen Ländern mitgewirkt.

Weniger Bewölkung durch Klimawandel

Als Grund für die Zunahme sehen die Forschenden die Abnahme der Bewölkung, unter anderem aufgrund des Klimawandels. In Regionen mit geringer Bewölkung und ohnehin hoher Strahlung, etwa in Spanien, blieb die UV-Belastung gleich oder hat leicht abgenommen. Veränderungen in der Ozonschicht würden keine große Rolle spielen.

Vom Bundesamt für Strahlenschutz heißt es, im Zuge der Klimaanpassung müsse es auch einen besseren Schutz vor UV-Strahlung geben, etwa mehr Schatten durch Stadtgrün, das gleichzeitig auch vor Hitze schützt.

Florian Zinner, MDR, tagesschau, 19.08.2026 • 16:26 Uhr

Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | UV-Strahlung in Deutschland hat zugenommen | 19.08.2026 | 16:26 Uhr

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