Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Tagchen, Ihr Lieben!
Man sagt ja, Stephen King schreibe hauptsächlich Thriller aus der Gattung der Horror-Literatur. Was aber nicht unbedingt stimmt, sondern wohl weitgehend nicht mehr als eine Marketing-Strategie sein dürfte. Denn zumindest auf mein zuletzt gelesenes Buch „Misery“ und auch auf dieses Buch treffen derartige reisserische Attribute eher weniger zu:
So ist denn auch „Christine“ in weiten Teilen eher ein Fantasy- oder Mystery-Roman als ein Horror-Thriller, jendenfalls bevor die Geschichte in den letzten Kapiteln erst richtig Fahrt aufnimmt (und dann aber auch mit einem grossen Show-Down endet). Allerdings, ohne dabei irgendwann die Grenzen des Erträglichen zu überschreiten. Denn auch hier spielt sich wieder viel im „Kopf-Kino“ und damit in der Fantasie der Leser ab, mit der King eigentlich in allen seinen Bücher meisterhaft spielt. Wirklich drastische Beschreibungen sind dafür gar nicht nötig und kommen auch bie auf dei Schluss-Szene kaum vor.
Der Klappentext – gewohnt sparsam, aber auch wieder dem Buch nicht völlig gerecht werdend:
Eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung: Arnie liebt seine Freundin Leigh und »Christine«, seinen 1958er Plymouth Fury. Aber das Auto lebt. Und es ist tödlich eifersüchtig.
Denn es geht in diesem Buch nicht nur um ein altes Auto, das plötzlich ein Eigenleben entwickelt (hat), sondern es erzählt auch die Geschichte einer zu Bruch gegangenen Freundschaft, beginnend in der frühen Kindheit und endend im letzen Jahr der Highschool, als Arnie, einer der beiden Protagonisten, sich in diesen abgerockten Oldtimer names „Christine“ verliebt und als ihr neuer Besitzer mehr und mehr Züge ihres verstorbenen Vorbesitzers annimmt. Sehr zum Missfallen seines ehemals besten Freundes Dennis und seiner Freundin Leigh, die bis zum Ende hoffen, Arni noch aus den Klauen des Autos befreien zu können…. Und tatsächlich rutscht man als Leser auch in diesem Buch (wie auch in den meisten anderen von King) fast unmerklich immer tiefer in die wirklich spannende Geschichte hinein, auch wenn man (wie ich, der sowohl das Buch schon mal vor der Nase hatte und auch die Verfilmung gesehen hat) schon am Anfang in groben Zügen weiss, worauf es am Ende hinausläuft.
Alleine dafür gibt es von mir schon die volle Punktzahl, wozu ich noch ergänzen möchte; dass sich auch von Stil und Machart her dieses Buch wirklich sehr gut lesen liess:
So gut, dass ich direkt noch ein weiteres Buch von King lesen werde.
Und wie immer: Habt noch einen schönen Rest der Woche und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der gerade wirklich Spass an dieser Art von Lesestoff hat…..
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Mahlzeit zusammen!
Mir scheint, da hätte sich etwas ganz grosses anbahnen können zwischen dem Donald und dem Gianni. Wo es doch schon bei der Fussball-Weltmeisterschaft schon so gut geklappt hat mit dem heissen Draht zwischen den beiden „Best Buddys“.
Wenn schon ein Anruf reicht, um eiserne Fussballregeln ausser Kraft zu setzten (wir erinnern uns doch alle an die Sache mit der Rotsperre für einen der US-amerikanischen Balltreter, die auf einen Anruf des Orangsfarbenen hin vom Fifa-Glatzkopf mal eben schnell abgeräumt wurde), dann sollte das doch erst recht funktionieren, wenn ebenjener Glatzkopf an der Spitze der UNO sässe? So – oder zumindest so ähnlich – dürfte Trump sich das wohl vorgestellt haben, wenn man aktuellen Pressemeldungen glauben schenken darf, denen zufolge er genau das vorgeschlagen hat.
Und das hätte dann wohl der Gipfel dieser „Männerfreundschaft“ werden können: Beide korrupt bis zum Anschlag, beide machtgierig und geldgeil ohne Ende – und beide wechselweise tief im Darmausgang des Anderen, wie schon die Verleihung des Friedenspreises der Fifa im letzten Jahr beweist, den Trump als Trostpreis für den nicht erhaltenen Nobelpreis erhielt….
Dumm halt nur, dass dem Infantino der Job bei der Uno offenbar als nicht lukrativ genug erscheint und er lieber an einer weiteren Amtszeit als Fifa-Präsident bastelt. Nur für die Ehre alleine tut er es halt nicht. Und womöglich hat er bei der Fifa auch mehr Macht als ein UNO-Generalsekretär? Schliesslich muss der Fussballverband (und Giannis als sein Präsident) nur pfeifen, um alle Welt zum Springen zu bewegen – ganz anders als bei der UNO, die mehr und mehr zum Papiertiger wird und oft genug nur betteln kann, das man auf sie hört. Da also hat Trump sich wohl verrechnet, zumal auch mehr als fraglich wäre, ob Infantino überhaupt genug Stimmen in der UNO-Generalversammlung auf sich vereinigen könnte, selbst wenn vonseiten der USA genügend Druck aufgebaut worden wäre….
Bleibt also mal wieder nur ein Kopfschütteln über die wirren Pläne eines alten weissen und leider auch viel zu mächtigen Mannes, der offenbar mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert. Und die Frage, mit welchem Klopper er nun wohl als nächstes um die Ecke kommt?
Und einmal mehr: Habt noch einen feinen Nachmittag und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der diese Meldung tatsächlich erst für einen Ente hielt, fett genug, um damit einen Teil des Sommerloches zu füllen – und dann mit offenem Mund ins Staunen geriet, als ihm klar wurde, dass der Donald es tatsächlich ernst gemeint hat mit diesem Vorschlag…..
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Moin allerseits!
Gestern – das hatte sich letztens ja schon angedeutet – haben wir uns zu zweit nochmal auf den Weg nach Nordfriesland gemacht. Zum Speicherkoog, der vielen Vögel wegen, die es dort zu fotografieren gibt.
Allerdings ist das Federvieh ja nicht so meins. Und so habe ich mich fotografisch eher darauf konzentriert, auch mal etwas von der Landschaft zu zeigen, in der wir gestern hauptsächlich unterwegs waren. Die Vögel – bis auf ein paar Ausnahmen – gibt es dann in aller Ausführlichkeit bei meiner Liebsten.
Aber was ist eigentlich der Speicherkoog? Kurz gesagt: ein grosses Vogelschutzgebiet und damit Brutstätte für eine ganze Reihe von Zugvögeln, die dort den Sommer verbringen und ihre Jungen aufziehen. Ursprünglich wohl vor dem (alten) Deich gelegen, wurde er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Langewinnung eingedeicht und immer mehr entwässert, so dass er sich heute als eine flache Wiesenlandschaft präsentiert, mit eingebettenen Tümpeln und Seen und durchzogen von einem grossen Siel, das weiterhin Grundwasser sammelt und bei Ebbe über eine Sielschleuse ins Meer leitet.
Ideal also für Wasservögel und die Unmengen an Schafen und Rindviechern, die auf den riesigen Flächen weiden.
Aber ein wenig gefiederten „Beifang“ habe ich auch. Wenn auch nicht in der Qualität, wie die Liebste ihn zeigen kann:
Eine Bachstelze – habe ich mir sagen lassenImmer noch arg gerupft, aber tatsächlich ein Kampfläufer, wie er seinerzeit den Ausschlag gab, das erste mal zum Speicherkoog zu fahren…„Der Meister und sein Werk“ Zwar nicht „Caught in the Act“ aber schon enorm, was so ein grosser Vogel an Dreck machen kann.
Fragt mich nicht nach Vor- und Zu-Namen
Eines der besonderen Highlights (und damit ein grosser Magnet für meine Liebste) dieses Vogelschutzgebietes ist aber auch die Beobachtungshütte, von der aus man Plattformen beobachten kann, auf denen einige Vögel brüten:
Eine stolze Mama
Meine Liebtse jedenfalls könnte stundenlang dort sitzen und beobachten –
während ich mich vor der Hütte nochmal an ein paar Makros versucht habe. Denn die Blumen halten ja wenigsten still und sind nicht dauernd in Bewegung:
Auch hier: Fragt mich nicht
Auf jeden Fall aber war es gestern ein wunderbarer Tag mit herrlichem Sonnenschein – ganz anders als heute. Und so haben wir wohl alles richtig gemacht, uns gestern auf den Weg gemacht zu haben.
Brombeeren sind bald reif
Übrigens habe ich nebenher schon mal „nebenan“ geluschert. Diesmal bin ich wohl tatsächlich mal „Erster“ – aber ich hatte ja auch nicht ganz so viele Bilder zu bearbeiten wie meine Liebste Deshalb werde ich den Link zu ihrem Beitrag noch nachreichen, wenn sie soweit ist…..
Nachtrag, einen Tag später: Auch der Beitrag meiner Liebsten ist nun online. Da gibts Vogelbilder fast ohne Ende:
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Tag zusammen!
Liest man das Rücktrittschreiben des Herrn Spahn, dann fällt dabei vor allem Eines auf:
Die zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung hat mich sehr nachdenklich gemacht. Lasst uns bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton bleiben. Denn das zeichnet uns als christlich-demokratische Volksparteien der Mitte aus. Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste.
Das scheinheiliege Selbstmitleid, was darin zum Ausdruck kommt. Denn offenbar war er es ja nicht selbst, der mit seiner Entscheidung für ein Kind einen Fehler gemacht hat – einem Kind, das mit Hilfe einer Leihmutter in den USA auf die Welt gekommen ist – sondern es sind wieder einmal die anderen, die nun mit ihrer „Unerbittlichkeit“ seinen Rückzug erzwungen haben. Ein Rückzug, der vielleicht schon viel eher hätte stattfinden müssen, um sein „Wichtigstes“ , seine Familie „vor Schaden zu bewahren“. Aber nein, er meinte es ja aussitzen zu können, wie jeden der politischen Skandale, in die er vorher schon verwickelt war:
Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.
ebenda
Kein Wort davon, dass er selbst sich immer vehement gegen eine Regelung von Leihmutterschaften in unserem Land gestellt hatte, wie zuletzt auf dem Parteitag der CDU im Februar, als das Kind schon unterwegs war – und auch kein Wort davon, dass er den Schaden bedauert, den er mit seiner Doppelmoral in der politischen Landschaft unseres Landes angerichtet hat. Und Reue? Wohl allenfalls seiner Famile gegenüber und darüber, nun seine politische Ehrbarkeit verspielt zu haben. Aber Hochmut kommt ja bekanntermassen oft genug vor dem Fall.
Andere an seiner Stelle hätten sich vermutlich in Grund und Boden geschämt. Nicht so der Herr Spahn, der nun womöglich hofft, dass möglicht schnell Gras über „die Sache“ wächst und er danach weiter an seiner politischen Karriere basteln kann. Wie sonst erklärt sich wohl, dass er nun widerstrebend zwar das Amt des Fraktionsvorsitzenden aufgegeben hat, aber sein Abgeordneten-Mandat (und weitere Ämter) ganz ungerührt behält?
Übrigens ein Phänomen, dass sich auch bei anderen machtgierigen Politikern beobachten lässt, bei denen letztlich kein Skandal gross genug erscheint, um nicht später wie ein Phönix aus der Asche genauso weiter zu machen wie vorher: Beispielweise der Herr Wegener (ebenfalls von der CDU), der bis zur Wahl im September weiter regierender Bürgermeister von Berlin bleiben will, obwohl er gleich mehrfach beim Lügen ertappt wurde und (genau wie Spahn) nur auf Druck aus seiner Partei heraus von der Spitzenkandidatur zurückgetreten ist.
Und ich fürchte, dass wir uns daran in Zukunft wohl noch mehr gewöhnen müssen: Berufspolitiker ohne Anstand, die meinen, sich wirklich alles erlauben zu können und erst dann die geringst möglichen Konsequenzen zu ziehen bereit sind, wenn ihre vermeintliche Teflon-Beschichtung der Unverwundbarkeit dem Druck aus den eigenen Reihen nicht mehr stand hält; Berufspolitiker, denen völlig egal ist, was sie selbst immer wieder propagieren, denn damit sind ja immer nur die anderen, aber niemals sie selbst gemeint. Und über allem ein Kanzler, der es genauso hält?
Dass Merz Spahn letztlich hat fallen lassen dürfte jedenfalls kaum auf seinem eigenen Mist gewachsen, sondern wohl mehr eine Reaktion auf den wachsenden öffentlichen Druck gewesen sein – und die Angst, dass die Spahn’sche Doppelzüngigkeit der Union bei den kommenden Landtagswahlen noch bitter aufstossen könnte. Bitterer noch als das, was der Kanzler mit seinem eigenen politischen Stil und seiner Empathielosigkeit schon angerichtet hat…. Hinterher (oder eigentlich schon jetzt) sind natürlich wieder mal die ignoranten Wähler schuld, die es „nicht verstanden“ haben (oder nicht verstehen wollen?). Aber ich bin mir sicher: Wir, die Wähler wissen ganz genau, wessen moralischer Kompas in die falsche Richtung zeigt. Und es ist nicht die Richtung, die der Kanzler und seine Partei gerne hätten.
Bleibt als Fazit, dass „der Fall Spahn“ wohl als exemplarisch gelten kann für die hemdärmliche Moral einer Politik, die sich immer weiter von ihrem Volk entfernt und der jede Demut ihren Arbeitgebern, also uns Wählern gegenüber, abhanden gekommen ist. Doch die Quittung dafür wird kommen – leider jetzt schon mit Vorzeichen, die sich auch keiner wünscht. Und ich glaube auch nicht , dass eine mögliche Kabinettsumbildung daran noch etwas ändern wird, selbst wenn damit vielleicht einige Köpfe in der Regierung ausgetauscht werden.
Das Grundproblem – die fehlende Glaubwürdigkeit – bleibt ja trotzdem bestehen und damit auch die Unzufriedenheit, die alles andere übertönt….. Und daran ändert auch der viel zu spät erfolgte (und mehr als halbherzige) Rücktritt der Herrn Spahn nichts mehr, der aus Sicht des Kanzlers wahrscheinlich ohnehin nur ein Bauernopfer war.
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Und nein, es freut mich nicht, dass Jens Spahn nun einen Rückzieher gemacht hat, auch wenn es wohl unausweichlich war. Denn den Schaden hat er ja nicht nur alleine, oder sein Kind und seine Familie, die nun auf ewig damit verbunden sind. Nein, den Schaden haben wir alle, weil durch seinen fehlenden Anstand einmal mehr ein Stück der Illusion zu Bruch gegangen ist, Politikern vertauen zu können. Ihm persönlich und auch seinem Kind kann man deshalb eigentlich nur wünschen, dass er zumindest etwas daraus gelernt hat und vor allem eines in Zukunft ernst nimmt – Menschlich zu bleiben und damit auch zu erkennen, wie wichtig es ist, zu eigenen Fehlern zu stehen. Wie schreib er doch gleich:
„Meine Familie ist mir das Wichtigste“.
ebenda
Und wenn sich das nicht mit seinem Leben als Politiker vereinbaren lässt, dann soll es wohl so sein. Die Politik in unserem Land wird jedenfalls auch gut ohne ihn auskommen.
In diesem Sinne: Habt eine gute Woche und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der sich diesen Nachklapp nicht ersparen konnte…….
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Guten Tag, liebe Lesende!
Samstags – das ist schon langsam Tradition in diesem Blog – gibt es Gemischtes aus all den Themen, die mir bisher keinen eigenen Beitrag wert waren:
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Und wie immer geht es als Erstes mal wieder um die Politik, die auch diese Woche wieder einige Aufregerthemen parat hatte. Unseren Kanzler bespielsweise, der sich selbst in seiner grossen Sommerpressekonferenz mit süffisantem Lächeln als „lernfähiges System“ bezeichnete, das „jeden Tag dazulernt“. Aber offenbar ist es mit seiner Lernfähigkeit doch nicht soweit her, wie er selbst das einschätzt. Seine gross angekündigten Reformen jedenfalls treffen bei der Bevölkerung dieses Landes auf wenig Gegenliebe:
Unzufriedenheit mit der Arbeit von Bundesregierung und Bundeskanzler Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Einigung auf die Reformmaßnahmen zwischen Union und SPD keinen Befreiungsschlag für die Regierungsparteien darstellt. Weiterhin meint eine fast unveränderte Mehrheit (68 Prozent; eher gut: 27 Prozent), dass die Bundesregierung ihre Arbeit eher schlecht macht. Mit 70 Prozent sind immer noch sehr viele mit der Arbeit des Bundeskanzlers unzufrieden (zufrieden: 27 Prozent).
Was sich – ganz logisch – auch im Ergebnis der Sonntagsfrage widerspiegelt:
Mittlerweile kommen die Regierungsparteien dabei nur noch auf eine Zustimmung von etwas mehr als einem Drittel der Wähler, während alle Opositionsparteien (mit Ausnahme der Kackblauen ) dazugewinnen…. Würde also morgen wirklich gewählt, dann sähe es wohl zappenduster aus, wenn um eine Regierungsbildung gehen würde. Rein rechnerisch bleibt da im Moment ja kaum noch was übrig, was ohne die Kackblauen möglich wäre…
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Aber nicht nur der Kanzler sorgt mit seinem Verhalten für Unmut in der Wählerschaft, sondern auch sein Adlatus Spahn, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der Unionsparteien im Bundestag. Und so sehr ich ihm sein privates Kinderglück auch gönne, so sehr ist zu bedauern, was er mit seiner Doppelzüngigkeit an Flurschaden in der politischen Landschft unsers Landes anrichtet. Hatte er doch als Politiker den Gedanken an Leihmutterschaft immer weit von sich gewiesen, um nun als Privatmann genau diesen Weg trotzdem zu gehen.
Mag zwar sein, dass der Umweg über die USA dabei sogar legal ist, aber glaubwürdiger wird Spahn als Politiker damit nicht. Insoweit sind die Rücktrittsforderungen sicher mehr als berechtigt, die jetzt sogar schon aus Reihen seiner eigenen Partei kommen – auch angesichts der Landtagswahlkämpfe, bei denen diese Nachricht sicher noch weitere Minuspunkte für die CDU zur Folge haben wird, zusätzlich zu denen, die der Kanzler den Wahlkämpfern schon eingebrockt hat. Alleine schon deshalb wäre Spahn gut beraten, wenn er schleunigst selbst die Konsequenzen zieht und nun nicht erst noch darauf wartet, was die Fraktion im September (also womöglich direkt vor den Wahlsonntagen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt) beschliessen wird…
(und während ich hier sitze und darüber schreibe ruft meine Liebste an, um mir mitzuteilen, dass der Kanzler nun doch ein Machtwort in Form einer Aufforderung zum Rücktritt an den glücklichen Vater ausgesprochen hat….. Und inzwischen soll der tatsächlich zurück getreten sein)
Dass nun ausgerechnet Jens Spahn vor der Frage stehen würde „Kind oder Karriere“, das hätte ich Anfang dieser Woche auch noch nicht auf dem Zettel gehabt
Zitat aus einem (FB?)-Fundstück, dass meine Liebste mir eben geschickt hat
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Aber nun genug mit dem Trauerspiel deutscher Politik. Schauen wir doch mal über den grossen Teich, auf den orangefarbenen Mann, mit dem die Amerikaner geschlagen sind. Nicht nur, dass der es nicht schafft, das zu einem guten Ende ohne weiteres Blutvergiessen zu bringen, was er mit dem unsäglichen Krieg gegen den Iran angefangen hat, sondern auch was seine Grossmanns-Sucht und seine masslose Selbstüberschätzung angeht, die er mit „ganz grossartigen“ steinernen Zeugnissen untermauern will: Angefangen mit dem Ballsaal über einen bombastischen Triumpfbogen bis hin zum Wunsch, das sein Gesicht am Mount Rushmore in den Stein geschlagen werden möge. Immerhin aber haben wenigstes einige Amerikaner noch Humor – wie der Schöpfer dieses Videos:
„He’s a Jerk – Er ist ein Trottel“ lässt er die Altvorderen da singen. Und recht hat er. Sowas würde ich mir bezogen auf unsere Politiker auch mal wünschen
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Und sonst so? Nun, „durchwachsen“ würde ich sagen. Die Waage steht wie festgenagelt immer beim gleichen Gewicht und meine Finger sind zwar wieder etwas besser, aber leider immer noch nicht so gut, dass ich mir damit längere Rollertouren zutrauen würde… Dennoch hoffe ich natürlich, dass das in den nächsten Tagen noch wird, schon weil die Liebste jetzt Urlaub hat und wir auch mal gemeinsam unterwegs sein könnten….
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Und was technisches gab es auch noch: Mein Handy, was seit dem letzten Android-Update am Anfang der Woche partout nicht mehr klingeln wollte. Und ich hatte mich schon geswundert, dass mich niemand anruft Immerhin, ein lösbares Problem, nachdem ich den Fehler festgestellt, die Symptome gegooglet und ein Work-around gefunden hatte. So lösbar, dass ich regelrecht zusammengezuckt bin, als meine Liebste auf meine Bitte hin einen Testanruf machte. Will sagen, nun bin ich auch wieder erreichbar, falls jemand etwas von mir will
Soweit also das…. Und nun habt ein feinens, erholsames Wochenende und bleibt gesund und behütet. Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der tatsächlich manchmal noch staunt, wie rasant sich Dinge verändern können, wenn der Druck nur gross genug wird
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Mahlzeit zusammen!
Meine Liebste hat in ihrem aktuellen Beitrag ein Video eingebunden, das gerade für eine heftige Debatte in den Medien sorgt, weil das ZDF die Aufführung des Liedes in der kommenden Ausgabe der Satire-Sendung „Die Anstalt“ unterbunden hat – vorgeblich mit der (fadenscheinigen) Begründung, dass damit zu Gewalt aufgerufen und damit gegen die Statuen des Senders verstossen würde:
Zugegeben: Sicher ist der Text des Liedes „Keine Angst“ des politisch links stehenden Rappers Danger Dan im Zusammenspiel mit dem jüdischen Pianisten Igor Levit in einigen Inhalten diskussionswürdig – das Lied ruft zum Widerstand gegen rechte politische Strömungen in unserem Land auf und gibt eine Gebrauchsanweisung, wie man diesen Widerstand organisieren kann – aber liest man den Text, so sind zumindest direkte Gewaltaufrufe darin nicht zu erkennen, sondern vor allem der Wille, Mut zu machen, aktiv zu werden und dabei allenfalls (in ganz wenigen seiner Textzeilen) Vorschläge, die sich in einer rechtlichen Grauzone (und womöglich auch am Rande der Legalität) bewegen. Ähnlich halt, wie auch viele rechte Gruppierungen vorgehen, ohne bisher dabei grossartige Sanktionen erleiden zu müssen.
Gleiches mit Gleichem zu vergelten, das ist es also, wozu dieses Lied (womöglich) auffordert, wenn man es partout so und nicht anders verstehen will.
Und doch denke ich, dass es trotzdem in seinem Kern und in seiner Intention absolut Recht hat, wenn es dazu aufruft, das eigene Schweigen zu brechen und sich klar und deutlich gegen AfD&Co zu positionieren. Ähnlich, wie wir es mit den Buttons in unseren Blogs ja auch beabsichtigen, wobei wir dabei natürlich andere Wege gehen, als Danger Dan sie in Teilen seines Textes vorschlägt:
Eine „Aufforderung zu Gewalt“ steht dabei wohl hier wie da erst mal nicht im Vordergrund, wenn man sich (wir uns) klar und deutlich gegen das Erstarken nationalistischer Parolen in unserem Land positionier(en)t – wobei ich aber Danger Dan ganz sicher nicht in Schutz nehmen will, wenn er selbst – bezugnehmend auf eines seiner älteren Lieder – in einer Textzeile schreibt:
Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrammt
Liedzeile aus „Keine Angst“
Doch wie auch immer: Es gibt viele Wege, Widerstand zu leisten, die (alle zusammen) hoffentlich zum Ziel führen. Wer also kann von sich behaupten, dass nur sein eigener Weg der Richtige wäre?
Und es gibt auch noch einen weiteren Grund warum mir diese Entscheidung der ZDF-Intendanz fragwürdig erscheint: Denn zumindest in den Satire-Sendungen „Die Anstalt“ und auch in der „Wochenschau“ positioniert man sich doch auch sonst recht deutlich gegen alles, was politisch von rechts kommt? Warum also nun dieser (womöglich von Angst vor der eigenen Courage?) geprägte Akt des Nicht-hingucken-wollens bei jemandem, der im Grunde das Gleiche will und es vielleicht nur etwas deutlicher formuliert, als die üblichen Darsteller dieser Sendungen es tun? Insofern glaube ich zumindest, dass man sich damit in der Riege der ZDF-Häuptlinge keinen Gefallen getan hat, zumal man an anderer Stelle selbst die schmierigsten AfD-Politiker nur zu gerne auf den Sesselkanten jedweder Talk-Show sitzen lässt und ihren hässlichen Parolen – zum Teil völlig unwidersprochen – breite Öffentlichkeit einräumt. So gesehen ist es doch ein reichlich schwaches Argument, wenn man nun ankündigt
„… sich zeitnah dokumentarisch-journalistisch mit dem Lied von Danger Dan zu befassen und an einer anderen Stelle im Programm aufzuarbeiten“.
ohne sich klar und deutlich über das Wann und Wie zu äussern.
Was die ZDF-Oberen mit ihrer Entscheidung wohl aber nicht beabsichtigt hatten, passiert jetzt nämlich ausserhalb des Senders: Es wird diskutiert – nicht nur über das Lied, sondern zu Recht auch über die Entscheidung des Senders, ihm keinen Raum einräumen zu wollen (und damit ein Stück weit der AfD auch noch voreilenden Gehorsam zu leisten). Und damit wird diese ängstliche(?) Entscheidung nun auch ein Politikum, das womöglich noch einige Kreise ziehen wird – ein Politikum, was man sich wohl hätte ersparen können, wenn man anders entschieden hätte.
Immerhin – und das sehe ich persönlich sogar als positiven Nebeneffekt: Der Text von Danger-Dan erreicht nun auf diese Art ein viel grösseres Publikum, als er sie mit seiner Darbietung in einer Nischen-Sendung wie „Die Anstalt“ je hätte erreichen können. Nun redet man also darüber…..und das ist gut so…..wobei man der ZDF-Intendanz fast schon dankbar für ihre peinliche Entscheidung sein kann, die nun für eine so breite Öffentlichkeit sorgt.
Denn jede Stimme (gegen Rechts) zählt! (auch wenn sie sich in ihrer Argumentation eventuell nicht mit den Vorstellungen einiger weniger Entscheider bei einem öffentlich-rechtlichen Sender deckt)
Keine Frage, einige Zeilen im Lied von Danger Dan sind fragwürdig: Muss man denn wirklich zum Leben im politischen Untergrund auffordern? Mit unverkennbarer Affinität zur Antifa? Wieso sollten wir Angst haben, irgendwo Fingerabdrücke zu hinterlassen? Oder auf Überwachungskameras sichtbar zu werden? Das geht wirklich in die völlig falsche Richtung.
Legitimer politischer Widerstand sollte doch gerade sichtbar sein und werden. Das eigentliche Problem besteht darin, dass dieser politische Widerstand viel zu wenig sichtbar ist. Statt sich daher moralisch zu empören, wäre etwas anderes wichtiger: Selbstkritik. Muss es erst dahin kommen, dass alle den Mut verlieren – und auf Radikalität setzen?
Wo bleibt der gesellschaftliche Schulterschluss? Wo bleibt die Solidarität – gerade auch der bürgerlichen und konservativen Milieus? Die klare Absage, mit uns nicht? Und zwar auf den Straßen? Es gibt eine klare Mehrheit gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Nur muss sie sich auch zeigen – und Gehör verschaffen. Niemand muss mit der Antifa liebäugeln. Nur wäre es wichtig, jetzt langsam aufzuwachen. Denn wir schauen eben nicht „Babylon Berlin“. Es ist unsere Gegenwart.
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Guten Abend zusammen!
Ausnahmsweise möchte ich bei dieser Buchvorstellung den zwar knappen, aber besonders in seinem letzten Satz absolut zutreffenden Klappentext mal voran stellen:
Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie – Pauls „größter Fan“ – den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.
„Man fühlt sich von Zeile zu Zeile immer mehr hineingezogen, wird süchtig von der Droge Spannung.“ Die Welt
Denn genauso ging es mir damit jetzt auch wieder . (Ich hatte es – genau wie das zuletzt vorgestellte „Shinig“ vom selben Autor – schon einmal während meiner Nachtwachenzeit gelesen. Damals brauchte ich für die knapp 600 Seiten einen ganzen Nachtwachenblock, diesmal waren es nur zwei Tage und eine halbe Nacht):
Und auch die Verfilmung (mit der grandiosen Kathy Bates in der Rolle der Annie Wilkes) habe ich später noch gesehen.
Aber nochmal zurück zum Klappentext, der sich bezüglich der Handlung leider recht kurz fasst und dem Buch in diesem Punkt auch nicht wirklich gerecht wird: Denn was einem als Leser da serviert wird, ist in weiten Teilen ein reines Zwei-Personen-Stück, in Ich-Form erzählt von Paul Sheldon, einem Autor, der, seiner erfolgreichsten Roman-Figur Misery überdrüssig, diese Figur im letzten Teil einer Roman-Serie hatte sterben lassen und sich in einem neuen, gerade erst abgeschlossenen Buch einem ganz anderen Thema zugewendet hat. Dummerweise gerät er auf dem Weg zum Verlag nach einem Unfall schwer verletzt in die Hände von Annie Wilkes, einer ehemaligen Krankenschwester (die ein grosser Fan von Misery ist), der weder der Tod der Roman-Heldin noch das Thema des neuen Buches gefällt. Und so zwingt sie ihn, das einzige Manuskript des neuen Buches zu verbrennen und „ihre Lieblingsfigur“ Misery in einer weiteren Fortsetzung der Serie wieder auferstehen zu lassen. Ein Buch, das Paul ganz alleine für sie schreiben soll, gefangen im Gästezimmer ihres Hauses und ihren Anfällen von Jähzorn hilflos ausgeliefert. Und daraus entwickelt sie ein echtes Psycho-Drama, das sich (anfangs noch eher verhalten) im Lauf der Handlung mehr und mehr zuspitzt, je mehr jeder der beiden Protagonisten die Schwachstellen seines Gegenübers erkennt – und damit steigt auch die Spannung so weit, dass man das Buch bis zu seinem furiosen Ende kaum noch aus der Hand legen möchte.
Deshalb:
Bleibt noch anzumerken, dass auch dieses Buch wieder nichts für zart besaitete Leser ist – wie wohl kaum eines der Bücher von Stephan King. Da muss man also als Leser mitunter auch mal hart im Nehmen sein. Aber wenn man das kann, dann ist es eine wirklich gute Lektüre, zumal auch Kings eher sachlich bleibender Schreibstil (und die wirklich gute Übersetzung) wahre Sahnestückchen sind.
In diesem Sinne: Habt immer was feines zum Lesen vor der Nase, habt eine angenehme Nacht und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der dem Genre ( und dem Autor) auch bei seinem nächsten Buch treu bleiben wird…….
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Guten Tag, Ihr Lieben!
Am Sonntag, dem Geburtstag meiner Liebsten, waren wir ja für einen Tag in Nordfriesland (meine Liebste schrieb ja schon darüber) – und bei der Gelegenheit natürlich auch in Tetenbüll, dem Dorf, in dem sie Teile ihrer Kindheit verbracht hat.
Und auch ich hatte am Sonntag eine Kamera mit und habe ein paar Bilder mitgebracht vom Haus Peters, dem ehemaligen Laden des Dorfes, in dem sich heute ein kleines Museum befindet und zu dem auch ein kleiner Bauerngarten gehört, in dem es nicht nur Blumen, sondern auch ein wenig Kunst in Form von Windspielen und einigen Skulpturen gibt.
Ein paar Impressionen aus diesem Garten würde ich Euch gerne zeigen, beginnend mit dem ehemaligen Toilettenhäuschen des Hauses, heute von allen seiten ein kleiner Blickfang mit teils liebevoll arrangierten Details:
Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrössern
Aber auch sonst bietet der Garten in seiner ganzen Pracht noch viele weitere Blickfänge – angefangen von den aus Stahl und Aluminium gefertigten Skulpturen, viele davon sich windspielartig drehend und bewegend …..
…….und manche leider mit ihren Hell/Dunkel-Kontrasten auch nicht einfach auf den Chip zu bannen:
Ein paar lauschige Ecken gibt es in diesem Garten aber auch:
…..und natürlich auch Blumen, Blumen, Blumen:
Alle Bilder übrigens mit Sigma 24-105mm F1:4 DG
…..und wieder einmal merke ich, dass ich immer noch etwas aus der Übung bin, was Fotos machen angeht
Dennoch: Habt einen schönen Restnachmittag (möglichst ohne Unwetter) und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der sich schon auf nächste Woche freut, wenn seine Liebste Urlaub hat und wir nochmal nach Norden fahren
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‚Nabend allerseits!
Es gab schon mal eine Phase, in der ich bevorzugt Thriller in der Art des hier zum Thema stehenden Buches gelesen habe.
Damals war ich Dauernachtwache in einer psychiatrischen Klinik und habe in den langen Zeiten der Untätigkeit während meiner langen Arbeitsnächte derartige Literatur geradezu verschlungen, unter anderem natürlich auch genau dieses Buch, welches seinerzeit auch als Vorlage für die Verfilmung mit Jack Nicholson in der Rolle des Jack Torrance war:
Das erste Buch von Stephen King übrigens für mich und auch das erste Buch überhaupt, das ich derart spooky fand, dass ich auf meinen nächtlichen Rundgängen durch das alte Gemäuer der Klinik mitunter selbst schon dachte, auch auf meiner Station würde es spuken. Beispielsweise, wenn ich nachts die Mäuse in der Zwischendecke trippeln hörte, wenn draussen im Klinikgarten der Igel lautstark Liebe machte oder gar die Käuzchen in den alten Bäumen schrien. Und doch war dieses Buch damals eigentlich ein angenehmer Zeitvertreib, den ich – nur unterbrochen durch meine Rundgänge – schon in drei oder vier Nächten durchgelesen hatte.
Die Verfilmung dazu habe ich tatsächlich erst viele Jahre später gesehen und fand sie eher nicht so prall, zumal die Handlung des Buches mir damals doch um einiges subtiler vorkam, weil sich manches dabei halt doch nur im Kopf des Lesers abspielt.
Der Klappentext:
Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel „Overlook“ ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren. Mit Shining gelang Stephen King ein moderner Klassiker des Grauens, ein Buch, das die Ängste unserer Zeit erfasst und jeden Leser in seinen emotionalen Grundfesten erschüttert.
Immerhin: das Buch hat mich auch jetzt wieder überzeugt, nachdem inzwischen mehr als vierzig Jahre vergangen sind, seit ich es zum ersten Mal gelesen habe – und diesmal zumindest ahnend, was mich erwartet. Und es hat nichts von Spannung und seinem Flair des gepflegten Grusels verloren:
Wobei natürlich anzumerken ist, dass es trotzdem nicht für zart besaitete Leser geeignet ist – insbesondere im letzten Drittel geht es nämlich nach wie vor ganz heftig zur Sache und damit auch unter die Haut. Aber für mich war es jetzt gerade gut so, wie es ist.
Will sagen: den nächsten Thriller von Stephen King habe ich tatsächlich schon auf dem Reader
In diesem Sinne: Bleibt gesund und bleibt behütet – und schlaft gut heute Nacht und habt habt angenehme Träume: (ich zumindest werde sie haben) Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der sicher auch irgendwann wieder etwas weichgespülteres lesen wird ……..
Veröffentlicht am von Der Wilhelm
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Guten Tag, liebe Lesende!
Wie immer zum Wochenende ein kurzer Rundumschlag mit allem, was es zu dieser Woche noch so anzumerken gab. Und möglichst kurz werde ich mich heute tatsächlich fassen – warum, erkläre ich weiter unten.
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Fangen wir also an, wie immer mit einem Blick auf die Politik: Und tatsächlich gäbe es hierzu noch einiges zu schreiben, obwohl ich mich auch Anfang der Woche schon dazu ausgelassen habe. Mit Themen wie der Hauruck-Aktion, mit der in der letzten Sitzung des Bundestages gestern die ersten Reformgesetze durchgepaukt wurden, oder dem Berliner Bürgermeister Wegener, der – beim Lügen – ertappt – nun lediglich auf die Spitzenkanditatur für die Wahlen im September verzichtet, aber ansonsten doch keine Konesquenzen aus seinem Fehlverhalten ziehen möchte.
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Wobei ich zu ersterem nur den Kopf schütteln kann, denn da ist ja wohl trotz „umfangreichen Abstimmungen“ (vulgo „Mauscheln hinter den Kulissen“) in der Koalition immer noch viel mit der heissen Nadel gestrickt – und ich fürchte, in ihrem ganzen Aussmass werden wir die Folgen der Krankenkassenreform wirklich erst zu spüren bekommen, wenn diese Gesetze Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. Das könnte also noch ziemlich teuer für uns Kassenpatienten werden (und die Kackblauen werden sich einmal mehr die Hände reiben).
Was aber auch kein Wunder ist, wenn eine Analyse des Spiegels stimmt, in der es um die Machtverhältnisse innerhalb der CDU geht:
Hinter den Kulissen schwindet die Macht des Kanzlers
……… »Friedrich Merz ist kein Kanzler«, sagtein einflussreicher CDU-Strippenzieher, »denn Friedrich Merz ist nur Friedrich Merz.« Wie nun? Der Kanzler soll kein Kanzler sein? »Kanzler wird man durch sein Team«, antwortet der CDU-Mann, »und Merz hat kein Team.«
Er ist nicht der einzige mächtige Mann in der Union, der in diesen Tagen mit Merz hart abrechnet. Die Kritikpunkte sind immer die gleichen. Politik, sagen sie, bestehe aus der Kombination aus Überzeugungen, Prozessen und Kommunikation. Überzeugungen könne man Merz sicher nicht absprechen, auch wenn die oft nicht so gefestigt seien, wie es seine kategorische Rhetorik suggeriere.
Aber Prozesse und Kommunikation seien bei ihm eine Katastrophe. Von einem Plan oder gar einer Strategie sei schon gar nichts zu erkennen. Die Geschichten, wie der Kanzler innerhalb von Minuten seine Meinung um 180 Grad drehen kann, offenbar ohne es selbst zu merken, sind in der Koalition Legende.
Merz sei oft schlecht vorbereitet, nerve alle mit seinen außenpolitischen Vorträgen und chaotisiere die Prozesse, kritisieren sie. Er habe zwar die große Gabe, gut zuhören und Ideen aufnehmen zu können. Aber was sei die beste Idee schon wert, wenn man sie als Kanzler nicht anschließend in einen gut funktionierenden Prozess einspeisen könne? ………
Eine glaubhafte Analyse, wie ich finde – denn vieles daraus deckt sich mit dem, was auch das Bild des Sauerländers in der Öffentlickeit ausmacht…..
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Und der Berliner Bürgermeister? Man fragt sich ja, was der nun glaubt, wie sein halbherziger Verzicht auf die Öffentlichkeit und auf die kommenden Landtagswahlen auswirken wird, bei denen die Felle seiner Partei ohnehin schon schwimmen? Ganz freiwillig war dieser Entschluss ja wohl auch nicht mehr, nachdem ihm seinen Parteibasis ganz unverholen die Pistole auf die Brust gesetzt hat und selbst viele Unionsmitglieder angekündigt haben, ihn nicht mehr wählen zu wollen. Mag sein, dass sich daran mit einem neuen Spitzenkandidaten vielleicht sogar noch was ändert, mag aber auch sein, dass sich diese Affaire auch weiterhin sehr negativ auf das Bild auswirkt, was die CDU bei ihren Wählern macht. (ähnlich wie bei der Wiederwahl des Orangenen Mannes in den USA, wo Bidens Rücktritt auch viel zu spät kam und Kamala Harris die entscheidenden Wählerstimmen gekostet hat….) Vermutlich wäre es deshalb auch besser gewesen, wenn Wegener viel früher und komplett den Rückzug angetreten hätte, um seiner Partei das Desaster zu ersparen, was sich jetzt schon in den Umfragen abzeichnet.
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Und dann war da ja auch noch ein gewisser Herr Spahn, der meinte, die Diskussion um ein Verbot der Kackblauen mit einer ganz besonderen Lösung bereichern zu müssen: Wenn man schon die braunblaue Partei nicht verbieten könne wolle, dann könnte man doch vielleicht einem gewissen Herrn Höcke das passive Wahlrecht entziehen?
Gilt nicht nur für Herrn Spahn, sondern auch für die weiter oben namentlich benannten Politiker
Mal abgesehen davon, dass solch ein Verfahren sehr, sehr hohe Hürden hätte und bis zur nächsten Landtagswahl in Thüringen ohnehin kaum zu einem Ergebnis führen würde, hat der Herr Spahn bei seinem Vorschlag wohl kaum bedacht, dass man damit wohl dem Herrn Höcke auch gleich die Rolle eines Märtyrers zuweisen und einmal mehr ganz viel Mimimi und den Protest bestimmter Wählerschichten beschwören würde. Wenn also etwas verbieten, dann doch bitte endlich die ganze Kackblaue Partei und nicht nur einen ihrer herausragenden Köpfe, weil schon diese Einzefall-Lösung nachher auch noch ausserhalb der Parlamente für viel mehr Unruhe sorgen könnte…. (und vielleicht auch jetzt schon – alleine auf Grund dieser unausgegorenen Idee – nach sich ziehen wird)
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Und sonst so? Nun, so richtig tofte ist es mit mir gerade nicht.
Denn die Medikamenten-Änderung, die ich vor ein paar Wochen so gefeiert habe, schlägt inzwischen doch deutlicher durch, als ich es vermutet hätte: Zwar (bisher noch) nicht mit einem richtigen Rheumaschub, aber doch mit mehr Steifigkeit (und leider auch Kribbeln) meiner Finger, die mir zumindest vormittags feinmotorische Tätigkeiten wie Schreiben doch etwas vergällen und zudem auch wieder mal mit einiger Lustlosigkeit andere Dinge betreffend verbundensind. Rollerfahren z.B. geht deshalb auch gerade nur auf kurzen Strecken….. Das wird dann zwar im Lauf des Tages besser, aber im Moment eben auch leider nicht richtig gut, auch wenns vermutlich nur ein vorübergehendes Phänomen ist…. Schaunmeralsomal, wie das jetzt weiter geht und ob ich nicht eventuell doch wieder auf die höhere Metex-Dosierung zurückgehen muss…..
Insofern erklärt sich aber vielleicht auch, warum ich gerade bloggerisch nicht sonderlich aktiv bin….
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Erfreulicher hingegen die Aussicht auf morgen: Ein Ausflug nach Eiderstedt und ans Meer – das kann nur gut werden!
Dennoch: Habt auch Ihr ein feines Wochenende und bleibt gesund und behütet! Wir lesen uns
Euer Wilhelm,
der (in Etappen) nun doch viel mehr geschrieben hat, als er eigentlich wollte……
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