Am 12.5.2026 fand die diesjährige Hauptversammlung des deutschen Börsen-Stars, der Rheinmetall AG statt. Erneut nur virtuell. (Danke FDP, Danke Herr Buschmann für nichts!)
Ebenso erneut berichten wir hier – wenn auch nur punktuell und knapp und zeitlich deutlich verspätet – über einige Fragen und Antworten und Informationen aus dieser Hauptversammlung, bei der jede*r Aktionär*in das Recht hat, Fragen zu stellen und – in gewissem Rahmen – beantwortet zu bekommen.
Eine ausführliche Übersicht über gestellte Fragen und Antworten findet sich in unserem Wiki, deshalb nachfolgend nur einige Punkte, die uns rein subjektiv besonders bedeutsam erscheinen. Über die finanzelle ausgezeichnete Lage und deutlich zweistellige Zuwachsraten von Umsatz und Gewinn bei Rheinmetall soll hier nicht berichtet und diskutiert werden.
Also in Stichpunkten und unsortiert interessante Informations-Bruchstücke:
- Ein Auftrag zur Serienfertigung des neuen Panzers mit dem umstrittenen Namen „Panther“ ist bald unterschriftsreif. (Stand Mai 2026)
- Es gibt einen Rahmenvertrag (mit Deutschland?) über die Lieferung einer dreistelligen Zahl des Panzerfahrzeugs „Survivor R“ (wird gerne von Polizeien und Paramilitärs genutzt).
- Rheinmetall entwickelt, fertigt und verkauft Kamikazedrohnen an verschiedene Länder, ohne genauere Angaben dazu machen zu wollen.
- Verkauf von Luna-Drohnen (ehemals EMT) nicht nur an Deutschland, sondern auch in die USA.
- Die autonom tötende Panzermunition SMART-155 wird aktuell für die Bundeswehr neu aufgelegt bzw. weiterentwickelt! Mit Aussicht auf einen Auftrag. 10 Muster wurden schon gebaut.
- Anders als in den Jahren zuvor will Rheinmetall seine Auskunft zu Mikrowellen-Waffen nun nicht mehr explizit auf Mikrowellen-Anlagen zur Fernauslösung oder -unschädlichmachung von Sprengfallen beschränken. Kann also bedeuten, dass Mikrowellen-Waffen entwickelt werden.
- Konkret bestätigt Rheinmetall, dass es Schallwellenwaffen entwickelt!
- Ende 2026 gibt es einen Serienauftrag zur Herstellung von Hochenergielaser-Waffen (HEL) für die deutsche Marine.
- Rheinmetall entwickelt und produziert gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Destinus einen neuen Marschflugkörper mit Reichweite von 700 bis 2000 km in Neuss.
- Rheinmetall-Mörser-Waffen haben „ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis“ als Mörsersysteme anderer Hersteller. Makaber ist hier der „Leistungs“-Begriff, geht es doch um die Zerstörung von Dingen und die Ermordung von Menschen.
- Neu ist die Verweigerung der Auskunft zum Umsatz mit Aerostat-Überwachungs-Fesselballons. Das kann (muss aber nicht) auf einen neuen Umsatz dazu hinweisen.
- Rheinmetall baut Teile der megateuren-F35-Kampfjets für Deutschland. Und meint behaupten zu können, dass es „keinerlei Anzeichen“ dafür gibt, dass in diesen US-Militärflugzeugen eine Software-Hintertür oder gar ein Kill-Switch eingebaut sein könnte.
- Zur gemeinsam mit Australien gebauten Kampfdrohne MQ-28 möchte Rheinmetall nicht sagen, welchen monetären Umfang das Projekt hat.
- Wie teuer die Werft Naval Vessels Lürssen (NVL) war möchte Rheinmetall auch nicht verraten.
- Rheinmetall behautet, die Fanszene des BVB Dortmund hätte inzwischen ein gutes Verhältnis zum Rüstungskonzern aufgebaut.
- In Unterlüss arbeiten 3.750 Menschen für Rheinmetall (Stand Mai 2026).
- Rheinmetall entwickelt zusammen mit dem israelischen Unternehmen Elbit ein neues Haubitzensystem.
- Das Umsatz-Wachstumsziel für 2025/2026 lautet 40%!