Fußball

Der FC Bayern München hat mit einem Arbeitssieg beim FC Augsburg seine komfortable Führung in der deutschen Fußball-Bundesliga abgesichert. Die Münchner, bei denen Konrad Laimer in der Startelf stand, gewannen am Freitag das bayerische Derby mit 3:1. In der Tabelle liegt der Rekordmeister vorläufig neun Zähler vor Titelverteidiger Bayer Leverkusen, der am Samstag in Heidenheim antritt.

Torschuss von Harry Kane (Bayern München)
Reuters/Angelika Warmuth

Dimitrios Giannoulis hatte die Augsburger in Front gebracht (30.), kurz vor der Pause gelang Jamal Musiala sehenswert das 1:1. Die Entscheidung brachte ein Platzverweis nach einer Stunde gegen den FCA-Verteidiger Cedric Zesiger, der nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah. Aus dem folgenden Freistoß fiel das 2:1 der Bayern durch Harry Kane (60.), der per Kopf sein 23. Saisontor erzielte. Ein unglücklich von Chrislain Matsima abgefälschter Schuss von Leroy Sane machte in der Nachspielzeit (93.) den Deckel drauf auf die Partie.

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Mats Hummels beendet nach dieser Saison seine Karriere. Das gab der 36-jährige Weltmeister von 2014 bei Instagram bekannt. „Nach über 18 Jahren und so vielen Dingen, die mir der Fußball gegeben hat, beende ich diesen Sommer meine Karriere“, sagte Hummels in einer Videobotschaft, in der viele Momente seiner Laufbahn eingespielt wurden.

„Wenn ich das alles sehe, weiß ich noch mehr, wie viel diese ganze Reise, dieser ganze Weg mir bedeutet hat, wie außergewöhnlich das war, das erfahren zu dürfen.“

Hummels wurde mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund sechsmal deutscher Meister und viermal DFB-Pokal-Sieger. Zuletzt spielte der Innenverteidiger für AS Roma, gehörte dort aber nicht mehr zur Stammformation. Sein Vertrag endet im Sommer.

WM 2014 als Karrierehöhepunkt

Seinen größten Erfolg feierte der langjährige Teamspieler 2014 mit dem Weltmeistertitel in Brasilien. Dabei köpfte er im Viertelfinale gegen Frankreich das 1:0-Siegestor, zuvor hatte er bereits beim 4:0-Auftakterfolg gegen Portugal per Kopf zum 2:0 getroffen.

Mats Hummels 2014 bei der Siegerehrung mit dem WM-Pokal nach dem Sieg von Deutschland gegen Brasilien
IMAGO/Laci Perenyi

In 78 Länderspielen erzielte er fünf Tore. Verwehrt blieb ihm der Titel in der Champions League, 2013 unterlag er im Londoner Wembley-Stadion im Finale mit Dortmund Bayern München 1:2.

Antonio Rüdiger und Kylian Mbappe sind nach unsportlichen Aktionen nach dem Einzug von Real Madrid ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League glimpflich davongekommen. Beide wurden für ein Europacup-Spiel gesperrt, die Sanktion wurde allerdings beginnend mit Freitag bedingt für ein Jahr ausgesprochen.

Rüdiger muss zudem eine Geldstrafe von 40.000 Euro zahlen, der französische Stürmerstar muss 30.000 Euro hinblättern. Zudem muss Dani Ceballos 20.000 Euro abgeben.

Real hatte sich am 12. März in einem Rückspielkrimi gegen den Stadtrivalen Atletico Madrid im Elfmeterschießen durchgesetzt und anschließend ausgelassen gefeiert. Atletico und die Fans des gastgebenden Clubs fühlten sich davon provoziert und beleidigt.

„Kopf-ab“-Geste von Antonio Rüdiger (Real Madrid)
IMAGO/ZUMA Press Wire/David Canales

Laut Medienangaben hatte Reals Stadtrivale der UEFA Videoclips mit den Gesten der Real-Stars übermittelt. Rüdiger hatte im Eifer des Gefechts mit seinem rechten Daumen die bekannte Kopf-ab-Geste gemacht. Alle drei Akteure wurden „wegen Verstoßes gegen die Grundregeln guten Verhaltens“ sanktioniert. Vinicius Junior kam ohne Strafe davon.

Damit kann Real-Trainer Carlo Ancelotti durchatmen, stehen die wichtigen Akteure nun doch am Dienstag im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse auswärts gegen Arsenal zur Verfügung. Dabei hofft auch ÖFB-Star David Alaba auf Einsatzminuten.

Belgiens Mittelfeldstar Kevin De Bruyne wird den englischen Meister Manchester City am Saisonende nach zehn Jahren verlassen. „Nichts davon ist leicht zu schreiben, aber als Fußballspieler wissen wir alle, dass dieser Tag irgendwann kommt. Dieser Tag ist da – und ihr verdient es, es zuerst von mir zu hören“, ließ der 33-Jährige in einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Statement verlauten.

Kevin De Bruyne (ManCity) jubelt
Reuters/Hannah Mckay

„Der Fußball hat mich zu euch allen geführt – und zu dieser Stadt. Ich habe meinen Traum verfolgt, ohne zu wissen, dass diese Zeit mein Leben verändern würde“, schrieb der Kapitän der Citizens: „Diese Stadt. Dieser Verein. Diese Menschen … haben mir ALLES gegeben. Ich hatte keine andere Wahl, als ALLES zurückzugeben! Und wisst ihr was – wir haben alles gewonnen.“

Nach seinem Wechsel 2015 vom VfL Wolfsburg prägte der Belgier eine Erfolgsära bei ManCity. Mit dem Club gewann er unter anderem sechs Meistertitel und 2023 die Champions League. Zuletzt hatte er unter Startrainer Josep Guardiola aber seinen Stammplatz beim kriselnden englischen Meister verloren. Sein Ende Juni auslaufender Vertrag wird nicht verlängert, De Bruyne ist damit für andere Clubs ablösefrei zu haben.

Nächste Karrierestation noch offen

Die Wolfsburger boten dem Belgier mit einem launigen Tweet bereits eine Rückkehr an. „Lieber Kevin, erinnerst du dich? Du und ich vor zehn Jahren? Wie wäre es erneut mit uns beiden?“, schrieb der Club. De Bruyne spielte in der Bundesliga auch eine Saison auf Leihbasis für Werder Bremen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass es den Mittelfeldspieler am Ende seiner Karriere nach Saudi-Arabien oder in die USA zieht.

Curling

Österreich hat die Curling-WM in Kanada mit zwei Niederlagen beendet. Das rot-weiß-rote Team musste sich am Freitag in Moose Jaw erst Norwegen 2:8 geschlagen geben, zum Abschluss gab es gegen die Gastgeber, die als Rekordweltmeister und Rekordolympiasieger den WM-Titel anpeilen, ebenfalls eine 2:8-Pleite. Damit schließt die Truppe um Skip Mathias Genner die Gruppenphase bei der ersten WM-Teilnahme seit 23 Jahren nach zwölf Spielen mit einem Sieg ab.

Das 11:4 gegen Südkorea am Mittwoch war der erste Erfolg auf höchster Curling-WM-Ebene für Österreich seit 1983. Das „Round Robin“-Format mit 13 Teilnehmern beendeten die ÖCV-Männer, die als großer Außenseiter ins Turnier gegangen waren, am Tabellenende.

Baseball

Am Samstag öffnet die heimische Baseball-Bundesliga wieder ihre Pforten. Und die Meisterschaft beginnt so, wie die letztjährige aufgehört hat. Titelverteidiger Diving Ducks Wiener Neustadt empfängt daheim (14.00 Uhr) die Vienna Metrostars zur Neuauflage des Finales. Die Highlights der Partie sind am Dienstag (19.00 Uhr) in ORF Sport + zu sehen.

Baseballer Julian Faulhaber (Diving Ducks)
GEPA/Johannes Friedl

Für die Ducks soll die erste Partie der Startschuss zum dritten Titel in Folge sein. Einen „Three-peat“ gab es in der heimischen Liga zuletzt 2005 bis 2007, als sich ausgerechnet die Metrostars zum bisher letzten Mal dreimal en suite die Meisterkrone aufsetzten. Drei aufeinanderfolgende Meisterschaften gelangen ansonsten nur noch den Vienna Lions, dem Vorgängerteam der Metrostars, die zwischen 1985 und 1989 überhaupt gleich fünfmal triumphierten.

Sechs Herausforderer

„Unser Ziel ist der Meistertitel“, machte Ducks-Catcher Elias Kreska auch klar, dass der Weg zum Thron nur über Wr. Neustadt führen soll. Prominentester Neuzugang ist der japanische Pitcher Shogo Ichimura (Japan). „Wir sind selbstbewusst, haben sehr viel trainiert und stehen insgesamt noch besser da als in der Vorsaison“, so Kreska.

Neben den Metrostars, die auf ihren 16. Titel hoffen, sind vor allem die beiden Vorarlberger Clubs Dornbirn Indians und Hard Bulls die großen Gegner der Ducks. Dazu hoffen auch die Vienna Wanderers, die Blue Bats aus Schwechat und die Traiskirchen Grasshoppers nach 24 Spielen pro Team im Grunddurchgang auf einen Platz im Semifinale. Die K.-o.-Runde wird jeweils im „Best of five“ entschieden.

Segeln

Olympiasieger Valentin Bontus geht bei der Segelregatta „Trofeo Princesa Sofia“ vor Palma de Mallorca als Zweiter in das Große Finale im Formula Kite. Damit ist ein Top-Vier-Rang bei diesem ersten Grand-Slam-Event des Jahres sicher. Laura Farese/Matthäus Zöchling sind vor dem Medal Race der Nacra 17 bereits fix Vierte, Lukas Haberl/Clara Stamminger wurden in dieser Klasse Elfte. Für das 49er-Duo Keanu Prettner/Jakob Flachberger schaute Platz zwölf heraus.

Bontus erspart sich mit der Direktqualifikation am Samstag Viertel- und Semifinale, der Niederösterreicher steckte wegen Flaute eine mehrstündige Unterbrechung weg. „Trotz der Herausforderungen ist es mir gelungen, den zweiten Platz zu halten – das ist hervorragend. Die volle Konzentration liegt nun auf morgen“, meinte der Goldmedaillengewinner vor Marseille im Sommer 2024. Bester der Opening-Series war Maximilian Maeder aus Singapur.

Ski alpin

Die Tirolerin Stephanie Brunner hat am Freitag bei den alpinen Meisterschaften in Göstling/Hochkar erstmals den RTL-Meistertitel geholt. Die 31-Jährige verwies die Vorarlbergerin Katharina Liensberger und die Tirolerin Franziska Gritsch um 0,56 bzw. 0,87 Sekunden auf die Plätze.

Stephanie Brunner während RTL
GEPA/Matthias Hauer

Seinen dritten nationalen Titel im Slalom sicherte sich der 27-jährige Tiroler Simon Rueland vor Joshua Sturm (+0,41) und Dominik Raschner (0,60). Die Titel in den Speed-Bewerben werden am Freitag und Samstag nächste Woche in Kärnten am Mölltaler Gletscher vergeben.

Simon Rueland während Slalom
GEPA/Matthias Hauer

Bundesliga

Der Einzug des TSV Hartberg ins Finale des Uniqa-ÖFB-Cups hat Auswirkungen auf den Spielplan der Qualifikationsgruppe der Admiral Bundesliga. Das Heimspiel der 29. Runde der Steirer gegen den SCR Cashpoint Altach wird aufgrund der „Zwei-spielfreie-Tage-Regelung“ um einen Tag auf Sonntag, den 4. Mai (14.30 Uhr), verschoben.

Am 1. Mai kämpfen die Hartberger im ersten Endspiel der Vereinsgeschichte in Klagenfurt gegen den WAC um den Cuppremierentitel, den auch die Wolfsberger ins Visier nehmen.

Tennis

Im Viertelfinale beim ATP-Challenger auf Menorca ist am Freitag für Sebastian Ofner Endstation gewesen. Der 28-jährige Steirer verlor gegen den als Nummer sieben gesetzten Litauer Vilius Gaubas (ATP-179.) nach 106 Minuten mit 6:7 (2/7) 2:6 und verpasste damit wie auch schon in der Vorwoche in Girona das Semifinale. Ins Halbfinale zog dafür Lukas Neumayer ein, der den Dänen Elmer Möller nach etwas mehr als eineinhalb Stunden 6:3 6:4 bezwang.

Ofner vergab im ersten Satz bei 5:4 drei Satzbälle, im zweiten Durchgang gab er zum 1:2 und 2:5 den Aufschlag ab. Nächste geplante Station ist nun der Challenger nächste Woche in Madrid. Zuvor kämpft er allerdings noch im Doppel am Samstag im Finale um den Titelgewinn.

Neumayer will das Endspiel im Einzel erreichen, als letzte Hürde auf dem Weg dorthin steht ihm am Samstag (2. Partie nach 11.00 Uhr) der 25-jährige Spanier Pol Martin Tiffon im Weg, der sich im Ranking als 240. in ähnlichen Sphären wie der ÖTV-Akteur (208.) befindet.

Pferdesport

Max Kühner hat am Freitag beim Weltcup-Finale der Springreiter in der Prüfung mit Stechen den zweiten Platz belegt. Mit Elektric Blue musste er sich in Basel beim fehlerfreien Ritt in 42,32 Sekunden nur dem Schweizer Martin Fuchs (Leone Jei/40,77) beugen. Auf Platz drei landete Alessandra Volpi (USA/Gipsy Love/45,78). In der Zwischenwertung führt der Franzose Julien Epaillard, Kühner ist Achter. Am Sonntag stehen die entscheidenden zwei Umgänge an.

Basketball

Nicht zum ersten Mal hat NBA-Star Ja Morant mit einer Gewehrgeste gejubelt, jetzt wurde er bestraft. Der Basketball-Profi der Memphis Grizzlies ist von der Liga mit einer Geldstrafe von 75.000 Dollar belegt worden. Die Liga bezeichnete den Waffen-Jubel demnach als „unangemessen“ und ergänzte, dass Morant zuvor vom Ligabüro gewarnt worden sei, dass diese Geste negativ interpretiert werden könnte.

Morant hatte nach einem gelungenen letzten Wurf zum 110:108 gegen die Miami Heat zum wiederholten Male den Jubel gezeigt, bei dem er ein Gewehr imitierte – dabei zielte er auf seine eigenen Mitspieler. Ligaoffizielle hatten daraufhin angekündigt, Untersuchungen einzuleiten. „Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt seit zwei Jahren der Bösewicht“, sagte der 25-Jährige nach dem Spiel. Beim Spiel gegen die Golden State Warriors hatte er wenige Tage zuvor noch auf Gegenspieler Buddy Hield gezielt und schon damit eine Ermittlung der NBA ausgelöst.

Morant stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Mittelpunkt von Ermittlungen. Die NBA sperrte ihn in der vergangenen Saison für 25 Partien, weil er wiederholt in der Öffentlichkeit mit einer Waffe hantiert hatte.