Letzte Meldung

Der bekannte Aktivist der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, Jesse Jackson, ist tot. Er starb gestern im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie bekanntgab.

„Unser Vater war ein dienender Führer – nicht nur für unsere Familie, sondern auch für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“, hieß es in dem Statement.

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Der bekannte Aktivist der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, Jesse Jackson, ist tot. Er starb gestern im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie bekanntgab.

„Unser Vater war ein dienender Führer – nicht nur für unsere Familie, sondern auch für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“, hieß es in dem Statement.

Ausland

Eine US-Richterin hat die Wiederherstellung einer vor einigen Wochen abgebauten Freiluftausstellung in Philadelphia über die Geschichte der Sklaverei in den USA angeordnet.

Die US-Regierung habe nicht die Befugnis, „historische Wahrheiten zu verschleiern und zu verfälschen“, hieß es im gestern erfolgten Urteil der Richterin Cynthia M. Rufe. Die Großstadt im US-Staat Pennsylvania hatte gegen den Abbau der Ausstellung Klage eingereicht.

Wie in „1984“

Rufe berief sich in ihrer Entscheidung auf den Roman „1984“ des britischen Schriftstellers George Orwell über einen dystopischen, autoritären Staat. Es sei, „als gäbe es nun das Ministerium für Wahrheit aus George Orwells ‚1984‘ mit seinem Motto ‚Unwissenheit ist Stärke‘“, schrieb die Richterin in ihrem Urteil. Die US-Regierung behaupte, „sie allein habe die Macht, historische Darstellungen zu löschen, zu verändern, zu entfernen und zu verbergen“.

Die Ausstellung war im Jänner von der US-Nationalparkverwaltung (NPS) abgebaut worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Philadelphia war der Abbau der Ausstellung „vermutlich“ eine Folge eines Dekrets, das US-Präsident Donald Trump im März vergangenen Jahres unterzeichnet hatte.

Darin forderte der US-Präsident, „die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherzustellen“ und die „Verbreitung von spaltender Ideologie“ rückgängig zu machen. In dem Dekret wurde die Ausstellung in Philadelphia mit dem Titel „Freiheit und Sklaverei in der Entstehung einer neuen Nation“ als Beispiel angeführt.

Im Atomstreit zwischen dem Iran und den USA hat in Genf heute eine zweite Verhandlungsrunde zwischen Vertretern beider Länder begonnen. Wie das iranische Staatsfernsehen berichtete, begannen die indirekten Gespräche mit „dem Austausch von Botschaften beider Seiten“ durch Vermittler von Oman.

Die iranische Delegation wird staatlichen iranischen Medien zufolge von Außenminister Abbas Araktschi geleitet. Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt.

Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen baut. Die iranische Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Über andere Themen, die die USA aufgebracht haben, will die Islamische Republik nicht reden, dazu zählen eine Ausdünnung des Raketenarsenals und ein Ende der Unterstützung militanter Gruppen.

Trump „indirekt“ beteiligt

US-Präsident Trump zeigte sich gestern zuversichtlich bezüglich einer möglichen Einigung. Er werde „indirekt“ an den Verhandlungen beteiligt sein. Er glaube, Teheran wolle eine Einigung erzielen. Die Gespräche werden jedoch von hohen Spannungen überschattet. Die USA haben einen zweiten Flugzeugträgerverband in den Nahen Osten entsandt.

Bei einem Drohnenangriff auf einen belebten Markt im Sudan sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Mehrere Drohnen hätten am Sonntag den Al-Safija-Markt außerhalb der Stadt Sodari im Bundesstaat Nordkordofan beschossen, erklärte die Organisation Emergency Lawyers gestern. Sie dokumentiert Verbrechen in dem seit fast drei Jahren andauernden Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der Miliz Rapid Support Forces (RSF).

Der Markt sei zum Zeitpunkt des Angriffs voller Zivilisten und Zivilistinnen gewesen, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen, erklärte die Organisation. Die von ihr genannte Opferzahl ist den Angaben zufolge nur vorläufig, zu den möglichen Verantwortlichen machten die Aktivisten keine Angaben.

Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 heftige Kämpfe. Zuletzt hatten sich die Kämpfe zunehmend von der westlichen Region nach Nordkordofan verlagert, beide Konfliktparteien verübten dabei auch Drohnenangriffe.

Inland

Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister werden laut Angaben aus dem Rat bei ihrem heutigen Treffen in Brüssel die „nationale Ausweichklausel“ für Verteidigungsausgaben für Österreich aktivieren. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hatte das im Dezember „zur Erhaltung von Budgetspielräumen“ beantragt.

Die Klausel erlaubt, mehr Schulden für Aufrüstung zu machen, ohne dafür von der EU sanktioniert zu werden. Marterbauer betonte, dass Österreich beim Budget im Plan sei. Österreich sei im Moment dabei, seine Verteidigungsausgaben sehr, sehr maßvoll auszuweiten, sagte der Finanzminister gestern in Brüssel vor dem Eurogruppen-Treffen.

„Etwas mehr Flexibilität“

Es gehe um ein paar hundert Millionen Euro pro Jahr. „Wir hätten auch gar nicht die Budgetmittel, sehr viel mehr zu investieren in unsere Verteidigung“, so Marterbauer. Aber „wir haben etwas mehr Flexibilität durch diese Ausweichklausel, und die wollen wir uns einfach eröffnen“. Das sei aber nicht so zu interpretieren, dass „wir Schwierigkeiten hätten, die Fiskalkriterien zu erfüllen“.

Für 16 EU-Mitglieder wurde bereits die Ausweichklausel aktiviert. Die Klausel gilt für einen Zeitraum von vier Jahren ab 2025 und bietet einen Spielraum von maximal 1,5 Prozent des BIP. Das laufende EU-Defizitverfahren gegen Österreich wird dadurch nicht beeinflusst.

Die EU-Kommission hatte Österreich 2025 empfohlen, die Ausgaben für Verteidigung zu erhöhen. Die Ausweichklausel wurde im Rahmen der Reform der EU-Schuldenregeln geschaffen. Die EU hat sie im Vorjahr aktiviert, da Russlands andauernder Angriffskrieg gegen die Ukraine „höhere Produktionskapazitäten der europäischen Verteidigungsindustrie“ erfordere.

Ukraine-Krieg

Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland heute in Genf hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern vor einem umfassenden russischen Angriff auf Energieanlagen in der Ukraine gewarnt.

„Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die ukrainische Delegation sei bereits am Verhandlungsort Genf in der Schweiz eingetroffen.

Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. „Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort“, so Selenskyj. Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.

Schnellere Nachschublieferungen

Die westlichen Verbündeten bat er um rechtzeitige Lieferungen von Flugabwehrmitteln. „Es ist notwendig, dass das, worüber wir in München mit den Partnern gesprochen haben, zeitnah umgesetzt wird“, hob der Staatschef hervor. Ein Lieferverzug vergrößere nur die von den Angriffen verursachten Schäden.

Seit dem Herbst hat Russland Angriffe mit Kampfdrohnen und Raketen auf ukrainische Energieanlagen intensiviert. In einem der härtesten Winter seit Jahren leiden Millionen Ukrainer und Ukrainerinnen unter Strom-, Heizungs- und Wasserausfällen.

Wirtschaft

Die Stromversorgung in Österreich ist bis 2040 gesichert, wird aber zunehmend wetterabhängig. Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht der Regulierungsbehörde E-Control.

Während Österreich 2024 dank viel Wasser Strom exportierte, musste 2025 wieder importiert werden. Um diese Schwankungen in Zukunft auszugleichen, sei eine Verdreifachung der Speicher notwendig. Preislich gibt es Entwarnung, das billige Vorkrisenniveau kehrt aber nicht zurück.

„Die Versorgungssicherheit im Strombereich wird von uns laufend analysiert und ist unter den angenommenen Szenarien bis 2040 gesichert“, sagte gestern E-Control-Vorstand Alfons Haber.

Hohe Volatilität

Die Transformation des Systems zeigt sich jedoch in der Volatilität: Im „guten Wasserjahr“ 2024 verzeichnete Österreich einen Exportüberschuss. Dieses Bild drehte sich 2025 aufgrund unterdurchschnittlicher Wasserführung und steigenden Bedarfs. Österreich wurde wieder zum Nettoimporteur.

Um diese Schwankungen langfristig auszugleichen, ist laut Johannes Mayer, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft, ein starker Ausbau der Stromspeicher nötig. Die Modellrechnungen ergeben einen Bedarf von rund 18 Gigawatt (GW) an Speicherkapazität bis 2040. „Das ist ungefähr das Dreifache von heute“, so Mayer.

Bei den Energiepreisen dämpft die Behörde Hoffnungen auf eine Rückkehr zu den niedrigen Tarifen der Vergangenheit. Für das Jahr 2027 rechnen die Terminmärkte mit einem Großhandelspreis von rund neun Cent pro Kilowattstunde. Für Privatkunden und -kundinnen bedeute das einen reinen Energiepreis (ohne Netzkosten und Steuern) von rund zehn, elf Cent pro Kilowattstunde.

Die Enthüllungen um Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwingen eine weitere prominente Figur der US-Geschäftswelt zum Rückzug. Milliardärserbe Thomas Pritzker gab den Vorsitz im Aufsichtsrat des Hotelkonzerns Hyatt ab und wird das Gremium verlassen.

Er wolle mit dem Schritt angesichts seiner Kontakte zu Epstein und dessen verurteilter Vertrauten Ghislaine Maxwell Hyatt schützen, teilte der 75-jährige Pritzker gestern mit. Er bedaure seine Epstein-Verbindungen zutiefst.

Goldman-Sachs-Chefjuristin zurückgetreten

Jüngst veröffentlichte Unterlagen aus den Epstein-Ermittlungen legten offen, dass Pritzker über Jahre häufig Kontakt zu Epstein hatte. Erst vergangene Woche war die Chefjuristin der Bank Goldman Sachs, Kathryn Ruemmler, wegen ihrer Verbindungen zu Epstein zurückgetreten.

Der Vater von Thomas, Jay Pritzker, hatte die Hyatt-Kette ab den 1950er Jahren auf Basis eines Hotels in Los Angeles aufgebaut, die Familie hat weiterhin weitgehende Kontrolle im Konzern. Thomas Pritzker war zeitweise auch Hyatt-Chef und hielt mehr als 20 Jahre den Vorsitz im Verwaltungsrat.

Chronik

Ein Brand im Zentrum in Neapel hat heutigen Agenturangaben zufolge auch das traditionsreiche Teatro Sannazaro erfasst. Das Gebäude sei schwer beschädigt, unter anderem sei auch die über dem Zuschauerraum liegende Kuppel eingestürzt, wie die Nachrichtenagentur ANSA heute am frühen Vormittag berichtet.

Auch angrenzende Gebäude seien betroffen und mehrere Personen mit Rauchgasvergiftungen ins Spital eingeliefert worden. „Wir sind seit fünf Uhr morgens wach“, zitierte ANSA einen vom Brand betroffenen Anrainer.

Italienische Medienberichte spekulierten über einen Kurzschluss als Brandursache. Das Sannazaro-Theater befindet sich in der Via Chiaia im Zentrum der süditalienischen Stadt. Es wurde im Dezember 1847 eröffnet.

IT

Die irische Datenschutzkommission (DPC) hat eine formelle Untersuchung des KI-Chatbots Grok von Elon Musks Kurznachrichtendienst X wegen der Verarbeitung personenbezogener Daten und wegen sexualisierter KI-Bilder und Videos, darunter auch von Kindern, eingeleitet.

Ziel sei es festzustellen, ob X seinen Verpflichtungen gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Bezug auf die verarbeiteten personenbezogenen Daten nachgekommen sei.

Die Entscheidung, die Untersuchung einzuleiten, sei X gestern mitgeteilt worden, teilte die DPC in einer Erklärung mit. Die DPC ist die federführende EU-Aufsichtsbehörde für X, da das US-Unternehmen seine Geschäfte in der Europäischen Union von Irland aus betreibt.

Gemäß DSGVO kann sie Geldstrafen in Höhe von bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens verhängen.

Kultur

Nach dem Tod von Hollywood-Star Robert Duvall haben ehemalige Kollegen und Kolleginnen den Schauspieler gewürdigt. „Was für ein Schlag, vom Verlust Robert Duvalls zu erfahren. So ein großartiger Schauspieler“, schrieb Regisseur Francis Ford Coppola auf Instagram. Duvall spielte in Coppolas Filmen „Der Pate“ und „Apocalypse Now“.

Schauspieler Al Pacino, der ebenfalls in „Der Pate“ mitspielte, teilte dem Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ mit: „Es war eine Ehre, mit Robert Duvall gearbeitet zu haben. Er war, wie man so sagt, ein geborener Schauspieler.“

„Gott segne Bobby“

Robert De Niro, mit dem Duvall in „Der Pate – Teil II“ vor der Kamera stand, erklärte dem Blatt: „Gott segne Bobby. Ich hoffe, ich werde auch 95. Möge er in Frieden ruhen.“

Michael Keaton, der mit Duvall in der Komödie „Schlagzeilen“ (1994) spielte, beklagte auf Instagram den Verlust eines Freundes: „Wir verbrachten einen wunderbaren Nachmittag gemeinsam auf meiner Veranda und sprachen über Pferde“, schrieb er.

Aber auch viele andere erinnerten an den Oscar-Preisträger, unter ihnen die Schauspielerinnen Jamie Lee Curtis und Viola Davis, Schauspieler Adam Sandler und Schriftsteller Stephen King. King teilte Duvalls berühmten Satz aus „Apocalypse Now“: „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen.“

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Panorama

Eine seltene Pokemon-Sammelkarte ist gestern in den USA für den Rekordpreis von fast 16,5 Millionen Dollar (13,9 Mio. Euro) versteigert worden. Verkäufer der Karte mit dem Namen „Pikachu Illustrator“ ist der Influencer und Wrestler Logan Paul, Käufer ist der Risikokapitalgeber AJ Scaramucci, wie das Auktionshaus Goldin aus dem US-Bundesstaat New Jersey mitteilte.

Nach dessen Angaben handelt es sich um die teuerste, jemals auf einer Auktion verkaufte Sammelkarte. Das sei durch das Guinness-„Buch der Rekorde“ bestätigt worden.

Die Auktion hatte gut 40 Tage gedauert. Erst am letzten Tag hatten sich die Gebote überschlagen. Gestern verdreifachte sich die gebotene Summe. Paul hatte die Karte mit einer Diamantkette bei der Wrestlemania 38 im Jahr 2022 getragen. Auch die Kette ging an den Höchstbietenden.