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'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort.'
Joseph von Eichendorff


Diese Worte üben auf mich immer wieder einen ganz besonderen Zauber aus.
Magische, verheißungsvolle Worte.
Begeben wir uns auf die Suche nach dem 'Zauberwort', erschließt sich uns die Schönheit in der Welt und inspiriert uns zu eigenem Schaffen.


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Dienstag, 9. Februar 2016

Blau

Im Alltag trag ich nie Nagellack. Nur zu bestimmten Gelegenheiten, wenn ich ausgehe z.B. 
Irgendwie ertrage ich auch keine grellen oder dunklen Lacke auf meinen Nägeln. Immer nur zarte und dezente Töne. Und schon gar nicht käme ich auf die Idee, mir die Nägel blau zu lackieren - niiiiiiienicht!!!

Aber dann entdeckte ich zwischen Faschingsschminke diesen blauen Nagellack. Nicht einfach nur blau. Nein, ein spezielles lichtes Blau, wie ich es gerne mag. 
Und an Fassenacht darf Frau ja auch mal ihre Prinzipien über den Haufen werfen!


So herrlich blau wie meine Lieblingstasse ...


 ... und die blauen Streifen der Vase, in der
die rosa-roten Tulpen immer so hübsch aussehen.


Aber daß hier keiner auf die Idee kommt, ich wär 'blau'! 
Am Aschermittwoch ist alles vorüber ... und dann verschwindet auch der blaue Nagellack wieder.

Sonntag, 7. Februar 2016

Helau 2016 !

Wer schon länger bei mir liest, der weiß, daß ich durchaus Spaß hab' am Verkleiden und an Fassenacht (wie man bei uns im Meenzer Dunstkreis sagt)
- wie man hier und hier und hier  sehen kann.
Wenn man in dieser Gegend lebt, dann gibt es sowieso nur zwei Möglichkeiten in der sogenannten 5. Jahreszeit:
Mitmachen oder Auswandern während der tollen Tage.
Nun ja, ganz so toll wie in jungen Jahren treib ich es heute nicht mehr, aber ich feier schon noch gerne mit.

In diesem Jahr hatte ich so überhaupt keine Idee. Da ich aber gestern, am Fassenacht-Samstag, mit dem Herzallerliebsten fassenachtsmäßig ausgehen wollte, mußte irgend ein Kostüm her.
Also - ein Besuch in der Drogerie und die Idee war geboren: ich geh als "Frau Saubermann".

Die bunten Haushaltsartikel in der Drogerie locken mich nämlich sowieso immer. Dazu muß ich gestehen, man kann mir den allergrößten Blödsinn verkaufen, wenn er nur die "richtige" Farbe hat - denn  ich bin ein absoluter "Farb-Mensch". Da muß ich wirklich sehr aufpassen.

Das geniale an dieser Verkleidung: alle Utensilien kann ich anschließend im Haushalt benutzen und eine Schürze  (natürlich selbstgenäht!) hab ich selbstverständlich auch. Ein Kostüm quasi zum Nulltarif. Das könnte man ja fast als "nachhaltig" bezeichnen - Helau!

Und so sieht das dann aus:


 Wer also noch einen schnellen Tipp für Rosenmontag braucht, quasi "last-minute-geeignet" - folgende Utensilien braucht man dazu:
Schürze - ist klar
Bunte Wäscheklammern werden auf eine passende Schnur geklammert und als Collier getragen.

 
Spülbürste  und Staubwedel


Spültuch/Staubtuch und Gummihandschuhe


Und für den Kopfputz ein paar von diesen silbrigen Tofpkratzern sowie ein paar bunte Küchenschwämme.


Die werden auf  Hutgummi gefädelt und mittels diverser Haarspangen/-klammern auf dem Kopf drapiert.


Alles sehr simpel!

Ganz sicher ist diese Idee noch ausbaufähig - vielleicht könnt ihr Frau Saubermann ja noch weiter ausstaffieren!


Allen Fassenachtsfans wünsche ich 
noch ein paar fröhliche tolle Tage - 
HELAU!!!


Donnerstag, 19. Februar 2015

Mieder

Fasching ist jetzt rum - aber geblieben ist eine neue Idee!
So ganz auf die Schnelle hatte ich ja einen schönen, aber ausgemusterten Blazer zum Mieder umgearbeitet. Er war einfach zu eng geworden. Ein Mieder darf ja aber ein bißchen proper sitzen.
Weil es ja eher eine Faschingsaktion war, habe ich auch nicht super sorgsam gearbeitet. Das Prinzipt will ich hier noch mal ein bißchen im Detail zeigen.
Nachdem die Ärmel rausgetrennt sowie Hals- und Armausschnitte angepaßt waren, mußte ich an den vorderen Armausschnitten Brustabnäher anbringen, damit es an den Armausschnitten nicht absteht.
 
 Für die Ausschnitte habe ich 3cm breite Streifen aus Baumwolljersey geschnitten und sie einfach um die offenen Kanten gelegt und geheftet. Mit einem elastischen Stickstich und Stickgarn hab ich sie dann fixiert. Es wurden keine Ränder versäubert, die Jerseystreifen blieben offenkantig.
Damit habe ich ein Element von Alabama stitch aufgegriffen. Mittlerweile besitze ich alle drei bisher erschienenen Bücher von Natalie Chanin. Dieses und dieses und dieses.  Alles wird mit der Hand genäht - und was dabei rauskommt ist zum Niederknien! Die Bücher sind zwar alle nur in englischer Sprache erhältlich, aber es ist gut zu verstehen und durch die phantastische Bebilderung fast selbsterklärend. 
Schon lange will ich das für mich umsetzen. Alabama stitch ist mein Nähprojekt für das Jahr 2015.
 Hier ist schon mal ein kleiner Anfang.

 Der untere Rand des Blazers wurde natürlich auch gekürzt. Dabei hab ich das Futter einfach ein bißchen länger gelassen, damit es unten hervorsteht. Von außen dann die Kurbelspitze mit der Maschine im Zickzack auf die Kante genäht.
 
 
 Die Ansatzstellen sahen aber nicht wirklich schön aus - deshalb wurden sie kurzerhand mit einer kleinen Häkelblüte und einem Glasstein verdeckt. 
War ja nur für Fasching!
 Für ein neues Knopfloch fehlte die Zeit - also einfach einen Knopf auf die falsche Seite genäht und von hinten mit einer Sicherheitsnadel gechlossen ;))
Auf diesem Bild kann man noch die Falte sehen, wo das Revers umgeschlagen war. Zum Ausschnitt anpassen hatte ich also das Revers nach vorne geklappt. 

 Wie gesagt - geblieben ist die Idee. 
 Ich fand es so angenehm, ein 'Mieder' zu tragen. Man könnte auch sagen Weste, aber das trifft es nicht. Denn das Mieder liegt schön an und vermittelt ein ganz besonderes Tragegefühl. Ich fühlte mich einfach 'gehalten' und 'geformt' - in gewisser Weise sehr weiblich. Das ist nicht zu vergleichen mit einem Kleidungsstück, das zu eng ist und überall kneift, wie z.B. zu enge Jeans oder ein anliegendes Shirt, was jedes kleine Pölsterchen auf gnadenlose Weise preisgibt. Das Mieder modelliert, betont und kaschiert gleichzeitig. So habe ich es empfunden.
Das gefiel mir so gut, 
daß ich diese Idee nochmals aufgreifen will 
- etwas sorgfältiger gearbeitet und alltagstauglich.
Denn in meinem Schrank schlummern noch 2 Blazer, die ich nicht mehr trage, aus o.g. Gründen und überhaupt ...
So habe ich schon 2 Nähprojekte für dieses Jahr:
Blazer zu Mieder umarbeiten
Alabama-stitch-Techniken

Montag, 16. Februar 2015

HELAU!

Mit einem fröhlichen Helau aus dem Mainzer Dunstkreis melde ich mich am Rosenmontag zurück!
Als Wiesbadenerin darf man sowas ja gar nicht sagen
 - aber ich komm nun mal von der anderen Rheinseite - der ebsch' Seit.

Als Hexe habe ich mich in diesem Jahr geoutet
- aber seht selbst!

Den Rock hab ich schon ewig ...

... ein paar uralte Fetzen aus der Stoffgerümpelkiste wurden schnell zu einer Schürze zum Umbinden zusammengepfrimelt ... 

  
 und das Mieder war ein ausgemusterter Blazer! 
Beherzt mit der Schere zurechtgestutzt, 
die Ränder mit lila Jerseyresten und alter Kurbelspitze 
eingefaßt wird ein tolles Mieder draus!
Viel und phantasievolle Schminke, 
wilde Locken und ein bißchen Grünes ins Haar 
- fertig ist die Hex!

 Und so bin ich jetzt während der tolle Tage draußen unterwegs...

...mit meinem neuen Begleiter Johnny, 
der vor einem Jahr bei uns eingezogen ist - den stell ich euch aber noch mal besonders vor.

 Gestern bei strahlendem Himmel
eine kleine Wanderung am Rhein entlang 
nach Walluf zum Weinfaß...


 ... ich liebe diese wildromantischen Plätze am Rhein!

Das große Schultertuch hab ich vor über 30 Jahren gestrickt, und es hat - wie es sich für eine uralte Hexe gehört - schon viele gestopfte Löcher!
In meinem kleinen Beutel hab' ich übrigens wohlriechenden Lavendel. 
Freundliche Menschen bestreue ich unterwegs damit und verleihe ihnen meinen Schutz vor dem bösen Blick, vor allen Gebrechen und allem Unheil in dieser verrückten Zeit - Hex, Hex!

 

 Dies ist mein absoluter Lieblingsplatz
 - eine kleine Bucht am Rhein, 
die immer voller Treibholz liegt ...



Man beachte meinen unglaublichen Zauberstab!

 Endlich angekommen in Walluf am Weinfaß.
Was kann schöner sein
 - mit einem Gläschen Rheingauer Wein 
den strahlenden Sonnenschein am Rhein genießen!

 Der sehnsuchtsvolle Blick geht zu meiner alten Heimat - auf die andere Rheinseite...

Im zauberhaften Licht der Spätnachmittags-Sonne geht es dann wieder zurück nach Schierstein.


 Noch zwei richtig tolle Tage mit viel Spaß Euch Allen!
Ich bin jetzt gleich auch noch mal unterwegs - wenn ihr also einer freundlichen Hexe am Rhein begegnet
 ... seht mal genauer hin ...
Schaut mal wieder rein - hier geht's wieder weiter!

Montag, 7. März 2011

HELAU !!!

Rosenmontag - der Höhepunkt der 5. Jahreszeit - ist erreicht! Jaaaa - und wir lieben es!!!! Es macht uns immer noch Spaß, Fassenacht zu feiern, ausgelassen zu sein und sich einmal im Jahr richtig zu verkleiden.
In diesem Jahr gibt es ein ganz besonderes Rendez-vous: Minnie Mouse hat ein Date mit dem reichsten Mann der Welt! Nein, nicht mit Bill Gates. In Wirklichkeit hortet DIESER Herr das größte Vermögen:Man sieht es ihm nicht an, denn er ist sehr bescheiden (um nicht zu sagen: geizig), sein wahres Alter bleibt wohl für immer ein Geheimnis ......und wenn er auch schon seit ewigen Zeiten mit dieser Daisy dauerverlobt ist - heute hat er MICH eingeladen, ihn zu begleiten! Ob Fassenachter oder nicht - allen einen tollen Rosenmontag - und weil der liebe Gott eben auch ein Fassenachter ist, lacht heute die Sonne vom Himmel!
HELAU !!!!!!!!!!!

Montag, 18. Januar 2010

Die 5. Jahreszeit

In den letzten Tagen war ich sehr kreativ und seeeeehr beschäftigt.
Wer hier am Rhein, quasi in engster Nachbarschaft einer Fassenachtshochburg lebt, der hat nur 2 Möglichkeiten, mit der 5. Jahreszeit umzugehen: weit weg fahren oder mitmachen. Ich habe mich bisher immer fürs Mitmachen entschieden und ich habe dabei jede Menge Spaß. Ich finde es aufregend, für kurze Zeit in eine andere Identität zu schlüpfen - am liebsten in Phantasiegestalten.
Dieses Jahr lasse ich den strengen Winter und seine Gattin, die klirrende Kälte, Gestalt annehmen.
Und so sehen die Beiden aus, wenn sie sich in Schale werfen und feiern gehen:

Hier nochmal zum genauer Hinschauen:



















































Die schöne, weiße Federboa und der funkelnde Glasperlenschmuck gehören auch dazu!

























Natürlich darf der passende Kopfputz nicht fehlen:
Die türkisfarbene Federperücke sorgt für den perfekten "Gletscher-Look"...














... und der strenge Winter geht standesgemäß nie ohne Hut ...












... aber daß jetzt bloß niemand auf die Idee kommt, er hätte einen Vogel ! HELAU !