>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".
Translation button on the right side >>>>
Hello, ihr Lieben!
🍁🍁🍁
Ich danke euch herzlich für all eure Blogbesuche und lieben Kommentare zum vorigen Kapitel meines Reiseberichts, in dem wir eine Entscheidung treffen mussten... Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben und die uns in eine ganz besondere Gegend geführt hat: das Okanagan Valley.
Wenn ich mir vorstelle, dass hier knapp ein Jahr später schlimme Waldbrände wüten, wird mir ganz schwer ums Herz 😥. Ich weiß, dass das sonnige, verhältnismäßig trockene Gebiet und seine Bewohner schon häufiger mit Bränden umgehen mussten, doch in diesem August erlebte die Region eine der zerstörerischsten Brandkrisen der vergangenen Jahre. Glücklicherweise hat sich die Situation inzwischen weitgehend stabilisiert - und ich hoffe und wünsche den Menschen, die in diesem schönen Tal leben und so vieles verloren haben, dass sie sich wieder gut davon erholen 💛💚.
1. Oktober 2025 - Kelowna
Ich habe nicht die geringste Erinnerung mehr daran, was wir an unserem ersten Morgen in Kelowna gegessen haben, aber ich schätze mal, es war eins dieser eher unbefriedigenden Frühstücke, die es in manchen Hotels gibt.
| Diese Kaffeehäferln sind (neben anderen Getränken) für Elizabeth' T Stands For Tuesday, |
Mission Creek Greenway
| Dieser Specht kopft an Astrids Mein Freund, der Baum |
| Oben Oregon Grape, unten Spazierweg, Bärenwarnschild und Mission Creek |
| Das "Kackebild" links ist das, das ich der KI zur "Analyse" gab 😆 |
Offenbar hatte hier jemand eine Vorliebe für Nüsse ... Und wer weiß - vielleicht hatte der Bär, der diese Hinterlassenschaft produziert hat, kurz zuvor ebenfalls von den zahlreichen Beeren der Oregon Grape genascht ...? 🐻💩😉
🍁
Als wir von diesem schönen Vormittags-Ausflug zu unserem Mietwagen zurückkehrten, hatte sich ein anderes, noch etwas kleineres Tierchen auf der Tür des Mercedes niedergelassen: eine Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis), die offenbar gern von uns in eine andere Region gefahren werden wollte... Wir fanden jedoch, dass sie lieber in ihrer vertrauten Umgebung bleiben sollte, anstatt nach Downtown Kelowna mitzukommen...
Zurück im Stadtzentrum
Weil es am Vortag so schön gewesen war, wollten wir am Nachmittag noch einmal zur Uferpromenade bzw. in den Rotary Marsh Park gehen. Auf dem Weg dorthin begegnete uns auch moderne Kunst - wie dieser „Turm“ mit dem Titel Gold, Silver & Lead, eine Arbeit des Künstlers Jed Lind, die mich an einen Autofriedhof erinnerte.
Die Plastik On the Beach von Geert Maas begegnete uns direkt am Wasser. Und wie ihr sehen könnt, gab es dort tatsächlich nicht nur Badende aus Bronze, sondern auch sehr mutige Menschen:
| Natur für den Nature Thursday, Wasser für Roentare H2O |
Die schönste Überraschung kam aber erst noch: In der Nähe des Gebäudes, in dessen Fenstern sich das Himmelsblau so schön spiegelte, befindet sich der Hügel, auf dem wir am Vortag den jungen Kojoten gesehen hatten. Als wir dort vorbeikamen, hörten wir ein Rascheln im Gebüsch... und dann ... sah uns ein neugieriges kleines Gesicht an 🦊💚😍:
Ich glaube, auf diesen Bildern erkennt man ganz gut, dass wir es noch mit einem eher jungen Tier zu tun hatten. Der Kojote erstarrte zuerst in seiner Bewegung, sah uns an und fragte sich wahrscheinlich, ob von uns Gefahr ausging. Dann machte er einen mutigen Schritt nach draußen (was Edi sogar noch fotografisch festhalten konnte), überlegte es sich aber mitten in der Bewegung anders - und verschwand wieder in den Büschen 😅.
Uns beiden schlug das Herz bis zum Hals vor vor Aufregung und Freude über diese zwar kurze, aber sehr nahe und unerwartete Wiederbegegnung. Und wir waren so froh, dass wir es auch beide geschafft hatten, ein paar brauchbare Fotos davon aufzunehmen 📷.
| Eins von vielen Tieren für Saturday's Critters und Gesichter für Nicoles Friday Face OFF |
Danach gönnten wir uns eine kleine Pause auf einer der Bänke im Park. Dabei gab es noch einen weiteren Kontakt - diesmal aber mit einem ganz kleinen Tierchen: Auf Edis Hand landete ein winziger Marienkäfer ohne Punkte (das kommt bei Jungtieren häufig vor).
Auf zweien der Bänke entdeckten wir übrigens wieder kleine Schilder - und solche Bänke mit Widmungen haben wir in Kanada an verschiedenen Orten gesehen. Oft erinnern sie an liebe Verstorbene, manchmal sind sie aber auch einfach ein besonderes Geschenk. Hier habe ich einige der Widmungen für euch in einer Collage zusammengefasst:
2.-5. Oktober 2025 - Ab ins Lake Country! 🍁
Nach drei Nächten in Kelowna hieß es für uns am 2. Oktober: Koffer packen und weiterziehen! Wir wollten uns in den nächsten Tagen im Lake Country nördlich von Kelowna herumtreiben.
Wo wir schlafen würden, war bereits geklärt - doch dafür hatten wir später noch Zeit. Erst einmal wollten wir sehen, was diese Gegend so zu bieten hatte. Und dabei sollte uns schon am ersten Tag ein ziemlich unverhofftes Abenteuer erwarten ... (aber noch nicht sofort 😉 - habt Geduld, ihr Lieben!)
Erster Stopp: Wood Lake
Wir fingen ziemlich gemütlich mit der Erkundung des Terrains an 😎: Wenn wir schon mal im Lake Country waren, wollten wir natürlich auch Seen sehen 💦👀! Denn wie der Name schon sagt, gibt es in dieser Gegend einige davon.
| Wood Lake mit Kanadagänsen - und ein Himmelsblick für Heidis Galeria Himmelsblick |
Unterwegs fiel uns ein Schild auf, das uns auf den Wood Lake hinwies, und auch wenn wir nicht mit einem Wohnmobil unterwegs waren, dachten wir uns, dass wir dort vermutlich eine Zufahrt oder einen Spazierweg zu diesem See finden würden.
| Schilderwald - für Tom's Signs - und Spatzenpaar in der Nähe des Wood Lake |
Und so war es dann auch, wenngleich wir uns nicht ganz sicher waren, ob der Weg wirklich für die Öffentlichkeit bestimmt war: Es stand nirgendwo, dass der Zutritt nur für Campingplatzgäste wäre, aber irgendwie wirkte es dort ein bisserl "privat".
Egal, wir waren ohnehin die einzigen Menschen weit und breit - außer uns nur Vögel 😊. In der folgenden Collage seht ihr z.B. mehrere Stockenten und in der dritten Reihe - zwischen mehreren Amerikanischen Blässhühnern (Fulica americana) - ein Rotkopfenten-Paar (Aythya americana):
Unten seht ihr - außer einem hübsch bepflanzten roten Boot - einen Renntaucher (Western Grebe - Aechmophorus occidentalis), einen Kanadareiher (sitzend und im Flug) und eine Kanadagans.
| Ein paar Vögel für Garden Affair und für den Wild Bird Wednesday |
Umweg zum nächsten unerwarteten Erlebnis
Wir folgten mal dem Navi, mal den Hinweisschildern, kamen durch eine Landschaft mit großen Apfelplantagen - und waren uns irgendwann nicht mehr ganz sicher, ob wir eigentlich noch auf dem richtigen Weg waren.
Nach einiger Zeit endete die gepflegte Straße und wurde ... sagen wir: rustikaler 😉. Ein Schild mit der Aufschrift "End of maintained public road" ließ uns den Entschluss fassen, den ohnehin etwas zickigen Mercedes hier zu parken und einfach loszuwandern. Wobei wir Wandergebiet-verwöhnten Österreicher von dem, was wir vorfanden, nicht so richtig überzeugt waren:
Zwischen trockenem Gras, vereinzelten verkohlten Baumstümpfen und Wegen, die eher nach Quadspuren als nach Wanderschuhen aussahen, fragten wir uns allmählich, ob wir vielleicht doch irgendwo falsch abgebogen waren.
Die hübsch gemusterte Schlange - mutmaßlich eine Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis) oder Valley Gartersnake - hatte leider auch einen falschen Weg erwischt - ihr Kopf war nämlich offenbar unter Autoreifen gekommen. (Und ich möchte betonen: Nicht unter unsere!) Schade, denn diese Schlangenart ist völlig harmlos und das Tier hat sich einen so schnöden Tod bestimmt nicht verdient.
| Immerhin bot sich zwischendurch ein wunderschöner Blick auf den See (ich glaube, es war der Kalamalka Lake). |
Ab einem gewissen Punkt fragten wir uns, ob wir weitergehen sollten. Und dann erinnerten wir uns an das Schild mit dem Hinweis auf die Oyama Zipline, an dem wir vor kurzem vorbeigefahren waren. Wenn wir schon nicht so recht wussten, wo wir hier gelandet waren, konnten wir ja wenigstens einmal nachfragen...
Es verhielt sich nämlich folgendermaßen: In meinem vorigen Post zeigte ich euch eine der möglichen Canadian-Rockies-Routen... Eine andere Route hätte uns von Vancouver über Whistler nach Clearwater oder Kamloops geführt.
Vor unserer Reise hatte ich herausgefunden, dass Whistler Möglichkeiten für dieses herrliche Freizeitvergnügen bot, das Edi und mir schon in Costa Rica so viel Spaß bereitet hatte und in Neuseeland ein zweites Mal ... Als wir uns jedoch von der Rocky-Mountains-Idee verabschiedet hatten, dachte ich, dass wir vermutlich auch keine Gelegenheit mehr zum Ziplining finden würden.
Aber vielleicht gab es ja doch noch eine Chance? Fragen kostet bekanntlich nichts!
🍁
Oyama Zipline Adventure Park
Nun, stellt euch vor: Wir kamen dort ins Kassa-Häuschen, und die Frau am Schalter sagte: "Wenn ihr wollt, könnt ihr gleich mitfahren! In fünf Minuten startet eine Tour." 😀😀😀 Ist das nicht umwerfend???
Hier noch ein paar eigene Fotos:
Unser Hotel und Abendessen im Lake Country
Nach diesem tollen und absolut überraschenden Abenteuer waren wir bereit, mit Sack und Pack in unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte einzuziehen: ins Super 8 by Wyndham Lake Country/Winfield Area.
| Wie ihr seht, hatten wir wieder einen blinden Passagier - diesmal auf der Windschutzscheibe: Ob das wohl dieselbe reiselustige Kiefernwanze war wie am Vortag? Wer weiß das schon! |
🍁
Ein Mural aus Toronto
Da uns an diesen Tagen keine Wandmalereien in Kelowna oder dem Lake Country untergekommen sind, löse ich ein Versprechen ein, das ich euch zu Beginn meines Reiseberichts gegeben habe: "Ich werde euch später noch weitere Murals zeigen, die ich in den früheren Kapiteln nicht unterbringen konnte."
Dieses hier ist ein ganz besonderes „Gustostückerl“: Auf den ersten Blick erinnerte es mich übrigens an den Stil des Muralkünstlers Eduardo Kobra, dessen Werke wir in New York kennengelernt hatten. (In DIESEM Blogbeitrag könnt ihr meine Fotos davon sehen.)
| Für Heidruns Mosaic Monday und Gillenas Art For Fun Friday oder SundaySmiles |
Okuda San Miguel (Link in englischer Sprache) wurde 1980 in Spanien geboren und begann seine künstlerische Laufbahn als Street-Art-Künstler in den späten 1990er-Jahren. Seine farbenfrohen geometrischen Welten findet man inzwischen rund um den Globus.
Das 2018 entstandene Mural „Equilibrium“ erstreckt sich über die 23 Stockwerke des Parkside Student Residence an der Carlton Street in Toronto.
Okuda ist für seine knallbunten geometrischen Muster, polygonalen Formen und surrealen Figuren bekannt. Auch bei diesem riesigen Wandgemälde geht es um Themen wie Vielfalt, Natur, Wissen und das Miteinander verschiedener Menschen. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit der Torontoer Organisation STEPS und mehreren lokalen KünstlerInnen.
| Gesichter für Nicoles Friday Face OFF, Mural für Gabis Farben&Formen in der Stadt und Samis Monday Mural |
Übrigens haben wir in Wien seit kurzem ebenfalls einen „eigenen Okuda“ - dieses neue Mural werde ich euch demnächst in meinem Blog zeigen, sobald ich wieder ein Rostrosen-Alltags-Posting hier einbaue 😊.
Für heute sende ich euch herzliche Rostrosen-Grüße und hoffe, dass ihr alle einen guten Start in den September hattet.
T r a u d e