anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 17. Mai 2026
Dunkle Wolken
Heute war das Wetter nur so mittelgut, K hat es aufmerksam beobachtet und wir hoffen jetzt, dass die Vorhersagen für morgen stimmen, da soll es nämlich schon wieder besser werden und d.h. dass es hoffentlich auch flugtauglich wird.

Wir müssen nämlich morgen zurück aufs Festland, weil wir für Dienstag verschiedene Termine auf der Baustelle gemacht haben und außerdem drängt mich natürlich auch die Neugier, wie es jetzt aussieht, wenn der Estrich drin ist.

Weil das für Bixa damit heute ihr letzter Tag am Strand ist, haben wir sie noch mal ausführlich toben lassen. Leider ist in der gesamten Zeit kein anderer Hund zum Spielen erschienen, weshalb wir sie mit einem Ball beschäftigt haben, besser als gar nichts.

Bixa spielt Ball

Auf dem oberen Bild sieht man sehr schön, dass Galopp ein Dreisprung ist, es ist immer ein Bein auf dem Boden und drei in der Luft.

Während wir am Strand Ball spielten, wurde es überm Wasser immer düsterer

Der Himmel wird schwarz

wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb wir so komplett alleine am Strand waren.

Außer uns gab es nur noch ein Speedboat, das wirklich mit einem Affenzahn in der Fahrrinne vorm Strand langjagte

Speedboat

K schaute ihm ganz versonnen hinterher und meinte: "Das muss auch Spaß machen, so mit Vollgas durchs Wasser zu schießen."
Wenn er nicht mehr fliegen darf, will er einen Bootsführerschein machen, mir schwant da schon Schreckliches
...

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Samstag, 16. Mai 2026
Happy Birthday und Chipstoast
Bixa hat heute Geburtstag und ist ab sofort ein Jährling.

Um ihren Geburtstag zu feiern, haben wir erst eine Radtour mit ihr gemacht, wo sie sich lauftechnisch auspowern und nicht im Wagen sitzen musste, sondern nebenher laufen durfte.
Klappte gut.

Der Hund läuft am Fahrrad und ich probiere den Comic-Filter aus

Dass ich außerdem irgendwelche witzigen Geburtstagsfotos herstellen wollte und mit Fotoapps rumspielte, merkt man kaum, oder?

Anschließend waren wir noch am Hundestrand und sie rannte zum Abkühlen etwas durchs Wasser

Bixa am Strand

Durch Zufall fand ich heute ein Video, in dem ein Wiener Comedian seinen berühmten Chipstoast zubereitet und außer, dass mich sein Gebabbel schwer an CW erinnerte, der genau in dem Stil sehr gerne seine Wiener Verwandtschaft nachmachte, fand ich die Rezeptidee durchaus ausprobierenswert, weshalb es heute Chipstoast bei uns zum Abendessen gab

Chipstoast

Das Urteil meines Westfalenmannes: Kannste noch mal machen. Also ungefähr vier von fünf Sternen.

Ich habe dann auch noch nach diesem Kochbuch gegoogelt, von dem mehrfach in dem Video die Rede war und fand eine Rezension von Katharina Höhnk und ich glaube, ich habe da jetzt einen ausdrücklichen Geburtagswunsch. Zaunpfahlwink an die mitlesenden Kinder, aber bitte sprecht Euch ab, ein Exemplar reicht mir
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Freitag, 15. Mai 2026
Slip-on Sneaker
Die Frau von dem Doodle-Pärchen, mit dem wir letzte Woche Zeit verbracht haben, hatte jeden Tag so ein Paar dieser modernen Riesen-Sneaker an, also das, was in meiner Boomer-Sprache immer noch "Turnschuhe" heißt, allerdings mit einer superdicken Schaumgimmisohle, die so eine Art eingebauten Trampolineffekt bewirkt oder zumindest einen ungemein hohen Tragekomfort bietet, weil jeder Schritt gründlich abgefedert wird.

Seitdem K mit dem Fersensporn Ärger hat, habe ich mich für Schuhe mit gepolsterter Sohle interessiert und festgestellt, dass es die Dinger mittlerweile in Massen gibt und dass sie auch noch hochmodern sind - also zumindest, wenn man das, was gefühlt jeder zweite an den Füßen hat, als modern bezeichnen will.

Ich selber habe mir ja vor knapp sechs Jahren den Fuß einmal derart gründlich zerfetzt, dass ich seitdem auch nur noch flache Schuhe tragen kann und den Komfort dieser Giesswein-Schuhe, die ich ja inzwischen in Mengen besitze, sehr zu schätzen lernte.
Nach dem der Gips ab war und ich mit dem kaputten Fuß wieder laufen durfte, habe ich mir offensichtlich eine neue Lauf- oder Aufsetz-und Abrollhaltung angewöhnt, die inzwischen dazu führte, dass ich auf hartem Boden überhaupt nicht mehr barfuß gehen kann und dass sich alle Socken nach kurzer Zeit vorne um die Zehen wickeln und nicht mehr richtig am Fuß sitzen.

Beides sehr unschön.

Das Sockenproblem habe ich inzwischen dadurch gelöst, dass ich nur noch Kompressionsstrümpfe trage, die sitzen so fest, dass sie nicht verrutschen und nach dem ich herausgefunden hatte, dass es die auch in bunt und hübsch und vor allem in bezahlbar im Internet gibt, habe ich einmal einen Großeinkauf getätigt und damit ist jetzt wenigstens das Thema "Socken, die sich um die Zehen kringeln " erledigt.

Schuhe mit einer weichen, gepolsterten Sohle tragen sich auch für mich deutlich angenehmer als die klassischen Chucks von Converse, in denen unterm Fuß so gut wie nichts gepolstert ist. Nachdem ich ausreichend Giesswein-Schuhe gekauft hatte, habe ich alle Chucks, die ich besaß (und das waren eine Menge) einem guten Zweck gestiftet (der Flohmarktdame geschenkt, die sie gut verkauft hat) und dachte, ich hätte auch das Schuhthema perfektioniert.

Dann habe ich mir vor zwei Jahren aber in Berlin ein Paar weiße Sneaker gekauft, die sogar noch bequemer waren als die Giessweinschuhe und dann hatte K diesen Fersensporn und ich wusste, dass es dafür passende Schuhe geben musste.
Also habe ich irgendwann aktiv nach Schuhen mit besonders weicher Sohle gegoogelt und naja, so entstand also mein Interesse für diese Art von Schuhen.
Ich hatte solche Monster-Sneaker schon häufiger bei anderen Leuten gesehen, hatte sie aber bis zu dem Zeitpunkt stets als derart hässlich und damit schon aus rein ästhetischen Gründen als vollkommen untragbar abqualifiziert, dass ich mich nicht weiter damit beschäftigt hatte. Aber wenn man aus medizinischen Gründen gezwungen ist, orthopädische Schuhe zu tragen, nun, dann verliert der Schönheitsaspekt zunehmend an Bedeutung.

Zu Weihnachten hatte N uns allen jeweils ein Paar Schlappen von Pammys geschenkt. Die haben auch diese wunderbar federnde Gummisohle, aber das waren natürlich nur Schlappen. Dann sah ich irgendwo, dass Pammys auch Riesen-Sneaker anbietet, dann gab es ein Sonderangebot, zwei Paare zum Preis von einem und kurz darauf besaßen K und ich jeweils ein Paar Pammy Monster-Sneaker. Riesig, hässlich, aber saubequem.
Das, was mir daran am besten gefällt: Es sind sogenannte Slip-on Sneaker, d.h. es gibt zwar optisch Schnürsenkel, in echt muss man die aber nicht binden, sondern kann einfach so in die Schuhe schlüpfen. (Okay, Schuhanzieher ist hilfreich, aber man muss halt keine Schleife mehr machen)

Um jetzt zum Anfang der Geschichte zurückzukommen: Ich besitze nicht nur längst so ein Paar Moonboot-Sneaker, ich bin auch wirklich dafür sensibilisiert, darauf zu achten, was es noch für andere Marken gibt, die ähnliches anbieten und vor allem bin ich längst über den Zustand hinaus, wo ich mich dafür schäme, solche Schuhe zu tragen.
Und diese Doodle-Frau trug auch solche Schuhe, sie besaß sogar verschiedene Paare in unterschiedlichen Farben, und alle von derselben Marke, die gut lesbar an der Seite aufgedruckt war, es war also davon auszugehen, dass sie mit dieser Marke sehr zufrieden war.
Ich kannte die Firma zwar nicht, aber sowas lässt sich ja googlen und die offiziellen Preise standen dann auch daneben und ließen mich leicht schlucken. Allerdings hatte ich einen gehobenen Preis schon erwartet, denn das Doodle Pärchen hatte ganz eindeutig ausreichend Geld, das merkte man an vielen Stellen.

Aber wofür gibt es ebay und genau dort fand ich dann ein Paar für ein Viertel des Listenpreises, in extrem guten Zustand, also fast wie neu und natürlich kaufte ich die sofort, weil ich neugierig war, wie bequem nun diese Schuhe sind.

Sneaker mit Riesensohlen

Dass die Schuhe etwas dreckig sind, liegt daran, dass ich sie jetzt schon seit drei Tagen trage und viel mit dem Hund im Garten gespielt habe. Als sie hier ankamen waren sie wirklich so gut wie neu, ich bin sehr zufrieden mit diesem Kauf.

Das einzige, was mich ärgerte, waren die Schnürsenkel, denn die waren so eingefädelt, dass man sie mit einer Schleife zubinden musste und die ging bei mir dann ständig auf und ich fand es extrem lästig.
Bis ich heute morgen einen Geistesblitz hatte, denn mir fiel ein, dass ich doch mal irgendwo so ein Video gesehen hatte, wie man solche Sneaker zu Slip-on Sneaker umfunktionieren kann, man muss nur die Schnürsenkel richtig einfädeln.
Kurze Suche bei YouTube und gleich das dritte Video ein Treffer, ich fädelte also die Schnürsenkel nach Anleitung anders ein und voilá, ich habe jetzt Slip-on Sneaker

Schnürsenkelschnürung  ohne Schleife

Von oben fotografiert finde ich sie auch gar nicht mal soo hässlich
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Donnerstag, 14. Mai 2026
Backen
Obwohl ich wirklich ausreichend und gut schlafe, bin ich ständig müde und nach anderthalb Stunden Spaziergang über den Strand und durch die Dünen so erschöpft, dass ich am liebsten auf den letzten 500m eine Pause gemacht und mich kurz in den Dünen schlafen gelegt hätte.
Habe ich nicht, denn ich fand mich albern, aber ich habe ernsthaft darüber nachgedacht.

Interessanterweise geht es K genauso, er klagt auch darüber, dass er sich ständig völlig k.o. und zerschlagen fühlt, obwohl wir nichts machen.
Alt werden ist echt anstrengend.

Am Nachmittag überkam mich ein Backtrieb. Früher habe ich fast jeden Tag ein Brot gebacken, da waren wir allerdings auch fünf Leute im Haushalt und so ein frisches Brot ist dann ruckzuck weggeatmet.

Als die Kinder alle ausgezogen waren, lohnte sich das irgendwie nicht mehr, das selbstgebackene Brot wurde immer öfter hart und ich entdeckte bei Lidl ein Brot, das mir sehr gut schmeckte, deshalb gab ich das Brotbacken irgendwann auf und wir kauften Brot und vor allem regelmäßig frisches Baguette im Supermarkt.

Vor zwei Jahren hatte ich dann so einen Schub und wollte mich wieder intensiver mit Brotbacken beschäftigen, ich kaufte diverse Bücher von Lutz Geißler, außerdem Brotbacksteine und was man sonst so an Zubehör braucht, wenn man alles ordentlich machen will. Nur mitten in diesen Vorbereitungen verließ mich dann wieder die Lust, ich ärgerte mich über die enge Küche in Greven und beschloss, mit dem professionellen Brotbacken zu warten, bis die Küche in Rheda fertig ist. Ich dachte ja, das dauert nur noch ein halbes Jahr…

Heute räumte ich hier die Küche auf Borkum auf und entdeckte verschiedene Mehle, die dringend verbraucht werden sollten, also beschloss ich, mal wieder ein Brot zu backen und weil ich einmal dabei war, machte ich auch gleich noch einen Flammkuchenteig.
Das Brot wurde sehr gut, das mit dem Flammkuchen muss ich aber noch üben, das nächste Mal werde ich den Teig noch viel dünner ausrollen, auch wenn er sich dagegen wehrt wie blöd und sich von alleine immer wieder zusammenziehen will
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Mittwoch, 13. Mai 2026
Erben
Auch heute habe ich den Tag sehr langsam angehen lassen und bin erst gegen Mittag aufgestanden, aber statt irgendwas zu lesen, habe ich heute Mediathek geschaut.

Wenn ich alleine im Bett liege und etwas aus der Mediathek sehen will, reicht mir mein iPad als Bildschirm völlig, es hat vor allem den Vorteil, dass die Mediathek auf dem iPad viel bequemer zu starten und zu steuern ist und ich kann es mir so dicht vor die Nase halten, dass ich problemlos alles erkennen kann.

Es gibt in der ZDF-Mediathek die Serie "Die Wahrheit über" und hier habe ich mir die allererste Folge "Die Wahrheit übers Erben" noch einmal angeschaut. Ich hatte die Doku 2021 schon gesehen, mir war aber danach, es noch mal anzuschauen.

"Die geheime Welt der Superreichen" und "Die geheime Welt des Adels" sind auch aus dieser Staffel und beide gleichermaßen beeindruckend, denn sie zeigen eine Welt, die man sich sonst eigentlich gar nicht vorstellen kann.

In der "Erben-Folge" kommen keine Superreichen vor, nur "Hochvermögende", das ist die Reichtumsklasse unter Superreich, also alle Leute mit mehr als 100 Millionen Vermögen, Superreich ist man erst ab mindestens 1 Milliarde Vermögen.

Die Hochvermögenden halten sich nicht für besonders reich, denn sie sehen ja die Superreichen, die alle noch deutlich viel reicher sind als sie, so dass sie alle das Gefühl haben, sie sind doch ganz normale Leute.

Ein Satz gleich zu Anfang hat mir gefallen, als der Reporter (Louis Klamroth) von einem Treffen mit einem erwachsenen Sohn aus so einer hochvermögenden Familie erzählte, der meinte, er führe ein ganz normales Leben, und Louis Klamroth das kommentierte mit: Sein Normal ist nicht mein Normal.

Interessant fand ich auch eine Szene, in der er mit drei Erben aus hochvermögenden Familien sprach und sie fragte, ob es etwas gäbe, was sie sich nicht leisten könnten und alle drei völlig spontan und überzeugt sofort "Ja selbstverständlich. Ständig. Unentwegt" antworteten, aber keiner etwas Konkretes nannte, sondern nur sehr fest davon überzeugt waren, dass es ganz viele Dinge gibt, die sie sich nicht leisten können.

Klamroth bohrte dann mehrfach nach und fragte nach Beispielen, alle drei wichen immer wieder aus und versuchten mit "Es gibt ganz vieles, was ich mir nicht leisten kann" eine exakte Antwort zu vermeiden.
Es endete damit, dass schließlich einer sagte:"Na, es gibt doch immer etwas Neues, das bessere Auto, ein größeres Schiff, ein Flugzeug, eine tollere Reise. Ich mache Instagram auf und dann will ich das sofort alles haben."

An der Stelle wurde mir klar, wieso ich mich, mit einem Vermögen, das auch von hochvermögend noch 100 Millionen Euro weit entfernt ist, wieso ich mich trotzdem richtig reich fühle, denn ich will das alles gar nicht haben.

Ich habe sozusagen keinen Ausgabebedarf, ich will ja noch nicht mal bei Rewe einkaufen, weil ich mich bei Lidl wohler fühler.
Ich möchte bitte nicht in Urlaub fahren müssen, essen gehen reizt mich auch nicht sehr, Anziehsachen machen mir eigentlich nur Spaß, wenn ich sie auf dem Flohmarkt kaufen kann und mein Auto werde ich fahren, bis es tot unter mir zusammenbricht, denn das gibt es nicht mehr in neu und ein anderes will ich nicht.

Das einzige, wofür ich grade ziemlich viel Geld ausgebe, dass ist der Bau des Hauses - aber wenn es fertig ist, spare ich mir dafür eine Menge Miete und dann sinken meine monatlichen Ausgaben wahrscheinlich auf einen dreistelligen Betrag, weil es einfach nichts gibt, was ich sonst noch so kaufen wollen würde.

Ob man sich reich fühlt bzw. wie reich man sich fühlt, hängt wohl vor allem davon ab, mit wem man sich vergleicht und woran man sich orientiert.

Ich kann mir auf alle Fälle alles kaufen, was ich haben möchte und das ist doch schon fast mehr als superreich, oder?

Das Thema "Erben" sehe ich vor allem seitdem ich die Folge mit dem Adel geschaut habe, noch viel kritischer als eh schon immer.
Diese Adelsfritzen meinen doch ernsthaft, es gäbe so etwas wie ein "Geburtsrecht" und sorry, aber das finde ich derart abstrus, dass ich mich nur schaudernd abwenden kann
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Dienstag, 12. Mai 2026
Intensives Nichtstun
Das war ein sehr ruhiger Tag heute, bis weit nach Mittag habe ich mich in Nichtstun geübt und sehr zufrieden einfach nur im Bett gelegen.
Es gibt ein neues iOs, ich habe also auf allen Geräten Updates laufen lassen, nebenher entspannt vollkommen blödsinniges Vormittagsfernsehen geschaut, außerdem bin zwischendurch auch immer mal wieder für ein paar Minuten weggedöst und habe den Zustand der Verpflichtungslosigkeit intensiv genossen.

Am Nachmittag habe ich mich an den PC gesetzt, ein bisschen Buchführung gemacht und begonnen, einen Zeitstrahl mit wichtigen Ereignissen für den Bau des Hauses zu notieren.
Anfang 2021 hatten wir unseren ersten Termin beim Architekten, also vor mehr als fünf Jahren. Damals planten wir die Fertigstellung des Hauses ja noch für Ende 2024 und dachten, wenn wir uns mit vier Jahren Vorlauf einen Architekten suchen, ist das locker früh genug. Im Gegenteil, wir überlegten uns auch, was wir tun, wenn das Haus deutlich eher fertig würde und waren der Meinung, das wäre nicht so schlimm, zur Not wären wir auch ein Jahr von Rheda nach Münster zur Arbeit gependelt - Little did we know.

Lustig auch, dass wir den ersten Termin beim Küchenbauer auch schon Ende 2021 hatte, d.h. der begleitet uns nun auch schon seit viereinhalb Jahren. - Nach uns hört er allerdings auf, wie er uns jetzt erzählt hat, d.h. er verkauft seinen Betrieb und wir sind so ziemlich das letzte größere Projekt, was er noch selber abwickelt, aber immerhin hält er durch, bis unser Haus fertig ist, hat er uns versprochen.

Die Firma, die ursprünglich die Eingangstür einbauen sollte, hat ja im April dieses Jahres schon final geschlossen, ohne Nachfolger, da mussten wir uns sehr kurzfristig ein anderes Unternehmen suchen, was diese Arbeit ausführt. Der Estrichbauer hat seine Firma auch verkauft und wir mussten von jetzt auf gleich mit seinem Nachfolger alles noch mal neu planen.
Auch die Trockenbaufirma wurde grade aufgekauft, hier haben wir zwar von Anfang an mit dem neuen Eigentümer verhandelt, der war aber noch nicht so richtig informiert, was die von ihm grade gekaufte Firma überhaupt so alles kann. Es war also mühsam und wir haben bis heute kein Angebot, dafür hat die Firma aber schon den gesamten Trockenbau erledigt, der vor dem Estrich eingebaut werden musste. Ich bin sehr gespannt, welche Preise dafür irgendwann aufgerufen werden.

Aus ganz persönlicher, anekdotischer Evidenz leite ich also ab, dass im Handwerk grade richtig massive Umbrüche und Veränderungen stattfinden, immer mehr alte Handwerksunternehmen haben keinen Nachfolger mehr aus der eigenen Familie und werden deshalb verkauft oder aufgelöst. Ich bin heilfroh, wenn unser Haus fertig ist und alle jetzt noch beteiligten Handwerker bis zum Schluss durchgehalten haben.

Am Abend stellte ich fest, dass mir ein paar Zutaten für das geplante Abendessen fehlen, aber weil es draußen goss wie aus Kübeln, wollte K nicht mit dem Fahrrad einkaufen fahren und ein Auto haben wir hier grade nicht, weil wir ja mit dem Flieger gekommen sind. Also schmiss ich mich in Regenhose, Ostfriesennerz und Südwester und fuhr durch den Regen. Wenn man so wasserfest bekleidet ist, macht so eine Regenfahrt richtig Spaß.

Bei Lidl waren die Eier schon wieder ausverkauft, vollständig, genauso wie der griechische Joghurt und der Lachsschinken (beides auch schon seit über einer Woche), so langsam fühlt es sich an, wie eine schlecht verwaltete Mangelwirtschaft. Ich überlege, ob ich mir noch eine größere Gefriertruhe kaufe und dazu übergehe, meine Vorräte im großen Stil aufzustocken und immer alles kaufen, was ich kriegen kann. Haben ist eindeutig besser als brauchen.

Der Hund steht vor der Terrassentür und trippelt von einem Bein aufs andere, sie muss sehr dringend Pipi, aber draußen ist es so nass. Eindeutig kein Dalmi-Wetter. Ich schätze, wir sollten ihr noch einen überdachten Pipistand bauen
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Montag, 11. Mai 2026
Das Wetter wird wild
Das Doodle-Pärchen reist morgen ab, also hatten wir für heute ein Abschiedstreffen am Südstrand vereinbart.
Das Wetter hatte sich allerdings sehr Richtung Sturm, also viel Wind mit kalt und nass, verändert, so dass es keinen Spaß machte, sich länger am Strand aufzuhalten und auch in der Milchbude war es nicht wirklich gemütlich.
Also zogen wir um und setzten uns bei uns im Haus zusammen, ich hatte noch Jagertee vom Winter übrig, der passte heute hervorragend, wir waren gut durchgefroren und hatten so einen wunderbaren Vorwand, schon wieder vor 18h Alkohol zu trinken.
Die Hunden spielten erst im Garten, dann drinnen, insgesamt für alle ein angenehmer Nachmittag.

Ab morgen müssen wir uns alle wieder eine andere Unterhaltung suchen, ich freue mich allerdings auch schon darauf, ein paar komplett unterhaltungslose Tage nur für mich bzw. für uns und unser aktives Verlotterungsprogramm zu haben, ich habe schon viel zu lange nicht mehr ausführlich Nichts getan.

Dass mir jemals langweilig werden könnte, weil ich nichts mehr zu tun habe, habe ich schon nicht befürchtet, als ich noch täglich offiziell etwas zu tun hatte, aber auch jetzt, anderthalb Jahre nach der Beendigung meiner offiziellen Tagesbeschäftigung, habe ich mich nicht nur bisher noch keine Minute gelangweilt, sondern erwarte das auch nicht für die nächsten 10 Jahre. Ich werde einfach nicht fertig mit dem Nichtstun, mir kommt da ständig etwas dazwischen.

Der Architekt schickte ein paar Fotos von der Baustelle und die gute Nachricht, dass alles genau nach Plan läuft.
Die Estrichbauer haben heute begonnen, den Estrich zu gießen, Mittwoch soll alles fertig sein, über das lange Wochenende kann der Estrich dann ungestört in Ruhe aushärten. Nächste Woche ist er schon begehbar, dann laufen auch die Aufheizphasen und noch zwei Wochen weiter kann der Fliesenleger hoffentlich anfangen.

In der Mediathek habe ich den Film Olivia geschaut, hat mir sehr gefallen, kann ich empfehlen
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