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Sonntag, Januar 03, 2021

2020 - ein Rückblick


Das neue Jahr hat schon mächtig Fahrt aufgenommen. Noch ist Zeit, um einen letzten Blick auf das letzte Jahr zu werfen - es war ja nicht alles schlecht. Dank der vielen neuen Zeit habe ich genäht wie noch nie - dabei sind 35 leere Rollen zu den Garnwächtern ins Glas gewandert.






Daraus nähte ich unter anderem siebzehn Quilts - drei große Decken, acht Frühchenquilts und sechs  größere Babysquilts. 





Ein großes Thema waren für mich Taschen. Begonnen hat der Spaß als ich mit den roten und blauen Resten spielte. 





Aber so richtig infizierte ich mich,  als ich den Blog von Tilkunviilaaja entdeckte. Ihr Restenähen, traf genau meinen Nerv. Siebzehn Taschen dieser Art sind fertig geworden. Schade, dass nun alle in meiner Verwandtschaft versorgt sind. Zum Glück geht es weiter. Ende des Jahres erreichte mich ein Wunschauftrag.







Etwas Gestricktes ist auch fertig geworden. Leider sind zwei größere Projekte auf der Strecke geblieben. Mit einem Muster wurde ich überhaupt nicht warm. Nun suche ich nach einer Alternative.

 Mein zweites Projekt ist eine dünne graue Strickjacke. Das Rückenteil ich fertig. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob sie mir noch passen würde. Ich müsste mal messen, grusele mich allerdings vor dem Ergebnis.





Ausgelesen:



36 Bücher - ich liebe es in Geschichten einzutauchen und lese jeden Abend.

Meine Favoriten sind:

"Herzfaden" von Thomas Hettche - Geschichte der Augsburger Puppenkiste

"Distelfink" von Donna Tartt - Ein Gemälde ist der Aufhänger für die Geschichte von Theo

"Noch so eine Tatsache über die Welt" von Brooke Davis - Wie verarbeiten ein kleines Mädchen, ein alter Mann und eine alte Frau Verlust und Einsamkeit.







So viele gesellschaftliche Aktionen gab es leider nicht, vieles musste ausfallen, doch noch im Januar konnte ich zu Helena fahren um gemeinsam zu Werkeln. 





Der Siebdruckkurs im Juli war unbedingt ein kreativer Höhepunkt und 





im September kam Helena zu mir um das Drucken mit der Gelieplatte auszuprobieren. 




Kräuter sind eine neue Leidenschaft, die mich im letzten Jahr gepackt hat. Im Spätsommer war noch Zeit zum Sammeln und Trocknen. Viele Pflanzen sind von Natur aus antiviral. Jetzt genießen wir den Sommer in verschiedensten Teemischungen. 





Wegen Corona waren wir an vielen Wochenenden unterwegs auf Schusters Rappen. Bei 52 aufgezeichneten Touren lief ich 668 Kilometer. Und dieses Jahr geht´s weiter :)






Samstag, Dezember 12, 2020

Amalies Äpfel

 


Anfang Dezember war ich mit meiner Schwester und meiner Nichte am Bahnhof Michendorf verabredet. Ich hatte im September Geburtstag und jetzt sollte es ein Geschenk geben. Das machen wir oft, dass wir uns gemeinsame Zeit schenken. Diesmal war ich völlig ahnungslos, denn eigentlich gehört noch mein Bruder in die Runde ... aber was soll ich grübeln ... ich freute mich auf den Nachmittag mit den Beiden.


Da unser Treffpunkt der Bahnhof war, dachte ich mir schon, es gibt eine kleine Rätselrunde. Trotzdem wunderte ich mich, eine gute Tradition ist, irgendwo einzukehren, um etwas Schönes zu essen. Auch da wurde ich ruhig gestellt, die Beiden wollten hinterher bei mir zu Hause Bratäpfel essen ... gut.


Und dann war ich fast sprachlos ... ich bekam einen eigenen Geo-Cache geschenkt. 

Meine Schwester ist inzwischen Profi im Suchen. Wenn sie in den Urlaub fährt, guckt sie erst mal was so los ist in der Gegend. Das eine oder andere Mail sind wir schon zusammen losgezogen. Es macht Spaß sich auf die Suche zu begeben. Oft findet man so verborgene Orte mit interessanten Geschichten. 

Jetzt hat sie zusammen mit Laura "mein" Michendorf erkundet und eine wirklich außergewöhnliche zusammen gestellt. Vieles kannte ich natürlich, so groß ist Michendorf nun auch wieder nicht, doch führten mich die Rätsel an Stellen, die ich so noch nicht angesehen habe. Zum Beispiel entdeckte ich Michendorf´s neue Einkaufsstraße. 


Aber erst mal bekam ich am Bahnhof die Startunterlagen, ich musste ein Rätsel lösen und eine Zahl notieren. Im Plan gab es dann einen Hinweis auf die nächste Station. Ich wusste ungefähr wo das war, Ortsunkundige hilft hier die Geo-Cache-App weiter.





Der Michendorfer Apfelbaum ... bei der Restauration des Hauses wurde es zum Glück erhalten. Das alte Wappen über der Tür weist Michendorf als Obstzücherdorf aus. Entworfen wurde das Motiv 1935. Ein Verein bemüht sich seit 2015 in den Ortsteilen wieder Obstgärten anzulegen.





Rechts und links der Tür sind zwei weitere Obstbänder zu sehen. 




Neben den Äpfeln entdeckten wir Trauben, Birnen, Quitten, Spargel, Feigen .... weiter gehts ...







Seit einiger Zeit steht vor dem Gemeindezentrum dieser Findling mit Apfelbaum. Bereits 645 Jahre ist unser Ort alt, wobei im Mittelalter sicherlich nicht viel los war. Krieg und Seuchen machten es immer wieder unbewohnbar. Erst als Michendorf 1879 eine Haltestelle an der neuen Eisenbahnlinie erhielt, wurde es stärker besiedelt. 







Heute ist Michendorf ein begehrter Wohnort. Durch die schnelle Verbindung nach Potsdam und Berlin durch Eisen- und Autobahn, wollen mehr Menschen herziehen als Platz ist. 






Inzwischen sind wir in der "neuen" Einkaufsstraße angekommen. Im September gab es hier ein Trödelfest. Viele Menschen stellten Tische vor ihre Türen und verkauften Dinge, die sie nicht mehr brauchten. Ich mag sowas total gerne, irgendwann findet jedes Ding eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer. Es muss nichts Neues gekauft oder weggeworfen werden.

Manche Stände können das ganze Jahr besucht werden. An markanten Ständen krabbeln schon mal lustige Käfer den Baum hoch. Auf unsere Anregung hin, gibt es vielleicht bald (Holz)Äpfel dort zu kaufen.





Wer möchte, kann im Herbst am Wegesrand Hagebutten sammeln ... oder sich daran erfreuen :)




Folgt man dem Rätsel weiter, kommt man irgendwann an diesen reichgedecken Tisch. Äpfelbäume muss man hier nicht mehr schütteln. Sie liegen schon zum Verkauf bereit, die Äpfel. Das Angebot nahm ich gerne an, schließlich wollten wir noch Bratäpfel essen ... die waren dann wirklich lecker.





Nicht weit war es dann zum Final-Log ... so heißt der Platz, an dem die Box versteckt liegt. Diesmal war sie riesig, schließlich musste ein wirklich großes Logbuch darin Platz finden. Es werden darin Apfelrezepte gesammelt ... und wenn es voll ich, darf ich es behalten .. wie toll ist das denn:) 

Also ihr Lieben, auf, auf ... schreibt das Buch voll. Wenn ihr Lust habt, sagt vorher Bescheid, ich gehe gern mit euch eine Runde durch meinen Lieblingsort.





Eine wirkliche Entdeckung ist der Eierautomat. An einer Ecke, die ich vorher nie beachtete, (weil da nur die Umgehungsstraße ist, gehe ich da nie spazieren), steht ein Automat. Da kann man neben Eiern auch Hühnersuppe, Frikassee, Wildwürste und allerlei mehr kaufen. Bezahlt wird mit Karte oder Geld, dann bringt ein kleiner Fahrstuhl die gewünschte Ware an die Luke. Allein das ist schon ein abendteuerliches Erlebnis gewesen. 




Zur Komplettierung unserer Runde besuchten wir noch die Bücherzelle ... bring ein Buch, nimm ein Buch. Das klappt hier ganz gut. Eine Frau hat ein Auge drauf und sortiert immer mal wieder alles in die Fächer.




Ausgelesen:




Noch ein Geburtstagsgeschenk ... von meiner zweiten Nichte ... das Buch über die Augsburger Puppenkiste. Es hat mich umgehauen, so liebevoll wurde über das Entstehen dieser einzigartigen Bühne erzählt.

Unbedingt lesen!







Sonntag, August 16, 2020

Wandern im Voralpenland

 

Kurz vor unserem Wanderurlaub brauchte ich noch eine Geburtstagskarte und ließ mich von dem schönen leuchtenden Mohn inspirieren, der in diesem Jahr besonders intensiv blühte.


Die Blüten malte ich auf Vliesofix und bügelte es anschließend auf rote gefärbte Seide. Den Untergrund hatte ich gerade zu liegen, grün gefärbte Baumwolle brauche ich so oft. Die Stengel quiltete ich frei mit dem Stickfuß. Ich habe mir die Linienführung vorher auf Papier ausprobiert. Darauf arrangierte ich die Blüten und stickte die Konturen auf.  


Was ich für den Urlaub noch unbedingt brauchte, war eine Tasche für meinen Rucksack. Sie soll am Bauchgurt hängen, um wichtige Sachen griffbereit zu haben. Mir stand dafür nur ein ganz kleines Zeitfenster zur Verfügung ... 2 Stunden maximal. Ich hatte keine Zeit zum Planen und guckte erst mal meine ausrangierten Sachen auf Verwendung durch.



Das Rennen machte diese alte Wanderhose. Sie hat Schlaufen, die ich als Halterung für die Tasche integrieren konnte.




Das Zuschneiden ging ruck-zuck, ein gut abgelagerter Reißverschluss und passender Futterstoff waren schnell zur Hand. Den Oberstoff verstärkte ich mit einem dünnen Vlies und Quiltlinien. Der Reißverschluss stellte auch kein Problem dar. Durch das viele Taschennähen in diesem Jahr bin ich versiert darin. Danach war alles ein Klacks - Seiten schließen, wenden und Öffnung zunähen.




Die Tasche lässt sich einfach an die Schlaufe des Bauchgurtes knoten. Das war fix gemacht, ich musste bisher nicht nachjustieren ... die Konstruktion hält super.






Der einzige Schmuck sind die Steppnähte, mehr Schnick-Schnack baucht es auch nicht. Jetzt habe ich Handy und Taschentuch immer griffbereit und kann es schnell wieder verstauen. Ich bin total zufrieden und denke, dass mich meine kleine Bauchtasche noch lange begleiten wird.


Wir sind übrigens kein Opfer der Pandemie. Danach wurde ich letztes gefragt, als ich von unserem Urlaub erzählte. Wir haben schon im Januar gebucht. Eigentlich fahren wir im Sommer gerne an die Ostsee. Nun wollten wir mal was Neues probieren - Bahnfahren und Alpen.


Wir wollten einen gut ausgebauten Nahverkehr vor Ort und die Wandergebiete sollten in der Nähe sein. Wir fragten im Bekanntenkreis herum und bekamen die Empfehlung, dass Mittenwald als Einstieg in die Alpenwelt ein toller Ort ist ... das können wir jetzt bestätigen. 


Wer gucken möchte, was wir so gemacht haben, kann sich gerne unsere Touren bei Komoot ansehen. Dort sind noch mehr schöne Bilder zu sehen und unsere Wanderungen beschrieben.


Unterwegs in der Geisterklamm

https://www.komoot.de/tour/218394220



Der Karwendel

https://www.komoot.de/tour/218917500


Zwei Seen und ein Berg

https://www.komoot.de/tour/219617699



An der Isar

https://www.komoot.de/tour/219947852




Die Lüftlmalerei

https://www.komoot.de/tour/220380090




In den Buckelwiesen

https://www.komoot.de/tour/221027367





Am Finsbach

https://www.komoot.de/tour/221823301




Zum Barmsee

https://www.komoot.de/tour/222616262



Endlich Kaiserschmarrn

https://www.komoot.de/tour/223306792



Der Wank

https://www.komoot.de/tour/223905806



Im Geigenbaumuseum

https://www.komoot.de/tour/224538653



Wunderschön

https://www.komoot.de/tour/225128510



Barfuss durch die Kräuter

https://www.komoot.de/tour/225674465




Ausgelesen:


Ein Fantasieroman, der sich um Bücher dreht ... wurde in Anlehnung an die "Unendliche Geschichte" geschrieben. War nicht schlecht, ich hab es gelesen, aber mitgerissen hat es mich nicht. Jetzt habe ich mir von meiner Tochter das Original ausgeliehen. Darauf bin ich gespannt.



In den Urlaub nehme ich gern Bücher mit, die ich dort aussetzen kann. "American Psycho" fand ich in unserer Bücherzelle. Ich war neugierig, weil das Buch auch verfilmt wurde, kannte das Ergebnis allerdings nicht. Das Buch stand auf dem Index fand ich bei Google heraus. Na gut, ich wollte mir ein Bild machen und sage jetzt - mit Recht, so detailliert muss man Gewaltorgien nicht beschreiben. 

Patrick Batemann ist ein Investmentbanker, lebt in New York und ist mit Menschen seines Schlages unterwegs. Es war interessant in das Seelenleben dieser Leute zu gucken, wie ihre Skrupellosigkeit funktioniert, wie alle irgendwie mitmachen ... die Gewaltszenen habe ich einfach nicht gelesen. 


Der Ich-Erzähler lebt als Kind eines Lumpenhändlers in ärmlichen Verhältnissen in einer niederländischen Kleinstadt. Seiner musikalische Begabung kann er schwer nachgehen. Als Heranwachsender wird er Zeuge eines Mordes. Der Täter wird nicht gefasst, doch die Ereignisse überschatten sein ganzes Leben. 

Ich mag das langsame Beschreiben der Dinge und Menschen im Romans. Es ist nichts zum Verschlingen. Interessant sind einige Details, die ich aus dem Roman "Die Netzflickerin" kannte. Eine Figur aus dem "Wüten der ganzen Welt" wurde später die Hauptfigur in der "Netzflickerin".




Dienstag, Juni 04, 2019

Familienwanderzeit



Einmal im Jahr fährt unsere Familie zusammen weg - zum Wandern und Spielen.

Ein geeignetes Quartier fanden wir in Thomsdorf  - ein einfaches Gästehaus mit vielen Zimmern, großem Gemeinschaftsraum, komfortabler Küche und riesigem Außenbereich. Die Essens- und Einkaufsplanung machten wir schon zu Hause. Schließlich mussten 12 Personen versorgt werden. 



Thomsdorf liegt sehr idyllisch an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern am Rande der Feldberger Seenlandschaft. Am ersten Tag umrundeten wir den Krüselinsee. 



Der See liegt im Naturschutzgebiet und ist der klarste See der Feldberger Seen. Vielleicht fühlt sich der Biber deshalb hier so wohl. Einige große Bäume sind seinem Nagezwang zum Opfer gefallen.




Ein paar Meter weiter fanden wir die Biberburg. 





Am zweiten Tag umrundeten wir den Dreetzsee.



In Carwitz hatten wir etwa die Hälfte unser Wanderung geschafft. Gleich drei Seen rahmen den Ort ein. Hier blicke ich auf den Schmalen Luzin. Wir liefen weiter in den Ort hinein und fanden das Grab von Hans Fallada mit Blick auf den Carwitzer See.



Rast machten wir am äußersten Ende - auf Bohnenwerder. 




Die Wege sind durchweg gut markiert - viele Hinweisschilder machen Lust auf mehr. Die Fridolinwanderung merke ich mir schon mal fürs nächste Jahr.

https://www.komoot.de/tour/69785603 - Tour am 01.06.2019




Die "Heiligen Hallen" besuchten wir am Sonnabend. Dieser alte Buchenwald ist Kernzone im Landschaftsschutzgebiet. Hier wird nichts verändert, nur die Wanderwege werden passierbar gehalten. Unter dem riesigen Blätterdach geht ein leichter kühlender Wind spazieren. Wir sahen Buntspecht und Erdkröte, hörten unendlich viele Vögel und genossen an einem warmen Sommertag die angenehme Kühle unter den riesigen Bäumen.

https://www.komoot.de/tour/70023014





In Thomsdorf kann man auch ein bisschen shoppen - Kunst und Keramik, Collagen aus Stoff und Papier, Holz- und Metallwerkstücke. Der Kunsthandwerkerhof bietet all die schönen Dinge an. Da kann man schwach werden, auch wenn man eigentlich nichts braucht.




Und dann gibt es den Kunstkaten - ausgestellt sind gerade u. a. Arbeiten von Arnim Müller-Stahl. Alles ist wunderschön arrangiert und lädt zum Staunen und Kaufen ein. Auch der Garten wurde reizvoll gestaltet und man findet viele liebevoll gestaltete Ecken.




Am Sonntag war Abreisetag mit Zwischenstopp in Boitzenburg.

Für einen Stadtrundgang war es viel zu heiß - so liefen wir durch den Fasanengarten und genossen den schönen Ausblick zum Schloß - https://www.komoot.de/tour/70282597



Ausgelesen:


Der zweite Teil der Hamburger Triologie:
Über den ersten Teil "Töchter einer neuen Zeit" habe ich schon berichtet. Zum Glück hatte meine Mutter den zweiten Teil zu Hause und ich konnte gleich weiterlesen.
Inzwischen ist der Krieg zu Ende und alle müssen sich neu einrichten, Wohnung, Arbeit, Leben ...
So nebenbei wird wieder Hamburgs Geschichte beschrieben - der Wiederaufbau nach dem Krieg, die schreckliche Sturmflut ... aber auch über Politik, Mode und Zeitgeist erfährt man vieles.
Die Geschichten sind nicht mehr ganz so spannend, aber sehr unterhaltsam. Ohne viel Gedöns geht das Leben weiter.
Nun warte ich auf den dritten Teil. Meine Schwester hält die Augen auf, sie hat einen guten Draht zu rebuy. Man muss ja nicht immer alles neu kaufen.