Schwumm & Podcast

Schwimmen, am Morgen vertreibt und Sorgen. Und heute tat er richtig gut, denn das Wasser ist wieder um einige Grad kühler, und wenn man nach der Runde aus dem Wasser steigt, sind alle Lebensgeister quicklebendig.

Im Anschluss fuhr ich mit der D in ein kleines Dorf in der Mitte des Landes. Dort besuchten wir eine liebe Freundin, die uns versprochen hatte, dass sie bei uns im Podcast mitmachen würde. Mehr möchte ich noch nicht dazu verraten, der Podcast kommt erst Anfang September. Da sie seit einem knappen Jahr erst umgezogen ist, durften wir auch das neue Haus besichtigen, das wirklich sehr schön geworden ist. Sie hatte extra gekocht für uns und zu Mittagessen gab es Ratatouille, ein Gericht, dass ich morgens, mittags und abends kalt oder warm verspeisen könnte.

Wir fuhren zurück und daheim empfing mich Meisterin Proper mit Staubwedel und Co. Ich verzog mich auf den Balkon.

Am Abend war ich sehr unschlüssig, was ich machen wollte. Letztendlich blieb ich zu Hause, und lag recht früh in den Federn, obwohl ich lange nicht einschlafen konnte und dieses und jenes las.

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Tägliche Schreibanregung
Wenn du mit einer fiktiven Figur zu Abend essen könntest – wer wäre das?

Tarzan.

Autopfelge & afrikanisches Dinner

Ich war früh wach, ließ die Schwimmrunde jedoch ausfallen, da ich um 10:00 Uhr einen Termin für eine Wellness Kur mit dem Wägelchen gebucht hatte. Es wäre mit Schwimmen zeitlich sehr knapp geworden.

Also schrieb ich am Morgen das Posting von gestern fertig und fuhr im Anschluss nach Howald zum Car Protect Center. Es ist auch praktisch für mich da eine Straße weiter, die Tram alle fünf Minuten zurück in die Stadt fährt. Doch als ich dort ankam machte mir niemand die Barriere auf und der Ort schien sehr verlassen. Hä? Aber ich hatte den Termin telefonisch ausgemacht und es war die gleiche Stimme der Sekretärin wie immer. Nach einer kleinen intensiveren Recherche am Smartphone, fand ich heraus dass sie nach Wickrange ins Gridx Center umgezogen sind! Na gut, dann dorthin! Ich war schon leicht angepisst. Bis ich den Laden endlich gefunden hatte, im Erdgeschoss von dem monströsen Gebäude, war das Level der Angepisstheit noch einmal gestiegen. Ich gab das Auto ab und tröstete mich damit, dass ich bei der Gelegenheit mir den ganzen Komplex ansehen könnte. Denn von hier wieder zurück in die Stadt geht nicht. Es gibt sicherlich eine Busverbindung die dann aber nich jede Menge Dörfer gondelt. Ich fasste da schon den Entschluss dass ich das letzte Mal im Car Protect Center gewesen bin. Ich werde mir jemand anderes suchen müssen, so zufrieden ich dort immer gewesen bin. Für mich ist es reine Zeitverschwendung so weit rauszufahren nur um den Wagen reinigen zu lassen.

Als ich mir dann das Gebäude von innen ansah fand ich einen gewaltigen Foodcourt, sehr edel und sehr menschenleer. Ich fand auch ein Klamottenladen der Kette Engelhorn, der riesengroß und genau so leer an Menschen war. Ich erstand ein neues Polohemd für den Rest des Sommers von Boss, das um 50% reduziert war. Im Engelhorn selbst war ein kleines Kaffee in das ich mich setzte und hier schon mal vorschrieb.

Insgesamt ist Gridx etwas für Autofreaks und besonders schön ist der Komplex auch nicht. Es sind hauptsächlich Auto Edelmarken und Zubehörläden vertreten und man muss schon suchen, denn das ganze Areal ist riesig. Es ist auch ein Delhaize dabei, nun ja, ich bin eh kein Fan der Supermarktkette. Als ich das Auto dann wieder abholte, staunte ich nicht schlecht über die Rechnung! Satte 40€ mehr als noch beim letzten Mal. Aber hallo! Tja, das war dann wohl wirklich zum letzten Mal!

Nach dem Morgen, der so gesehen für die Katz war, denn ich hatte vor gehabt mir die englischen Maler in der Villa Vauban zwischendurch anzusehen, fuhr ich wieder heim und werkelte ein bisschen im Haushalt.

Dafür freute ich mich aber umso mehr auf den Abend. Ich hatte einen Überraschungsgast für unser regelmäßiges/unregelmäßiges Treffen mit den Freundinnen aus den 90ern mitgebracht. Es wurde ein sehr schöner Abend in einem afrikanischen Restaurant, dem Odum, in dem ich noch nie war.

Für mich gab es Hühnchen mit einem leicht saueren Gemüse, was ich on der Art noch nie gegessen hatte.

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Eine kleine Notiz an mich selbst: Nie wieder Dalacin! Seit der Einnahme dieses Antibiotikums nach der Implantat OP, bis zum heutigen Tag, war mein Darm über vier Wochen völlig aus dem Takt, oder anders ausgedrückt, ich hatte knallhartenweichen Durchfall. Nun weiß ich aus Erfahrung, dass das immer passiert, wenn ich Antibiotika bekomme, aber nach dem Absetzen des Medikamentes (hier nach acht Tagen) , ist mein Darm binnen ein oder zwei Tagen auch wieder in Ordnung und nicht erst nach vier Wochen! Und ja, ich habe während der gesamten Zeit auch probiotische Pillen geschluckt UND zusätzlich Kohletabletten UND Luvos Heilerde Granulat.

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Ich wusste nicht, dass es die Serie Portrait Artist of the year, auch in Australien gibt. Und das hier war eine sehr emotionale finale Episode.

Kleine Fische & großes Set

Die Landschaft am See bekommt langsam etwas herbstliches. Es sind nicht nur die furztrockenen Wiesen, auch die Bäume haben leichte Verfärbungen. Und interessanterweise las ich nach den Schwimmen bei der Kaltmamsell, dass auch sie einen leichten Anflug von herbstlichen Gefühlen hat. Dabei haben wir erst Juli!

Ich war munterseelen allein am See für die Schwimmrunde. Die Enten und Schwäne schwammen anderweitig. Und das blieb auch so bis fast 10:00 Uhr.

An einem Abschnitt des Ufers, dort wo dir Algen dicht an dicht stehen, sah ich winzig kleine Fischlies daran nagen:

Die obligate Tasse Kaffee in der Jugendherberge strich vom Programm, ich weil ich noch zum Markt wollte. Ich kaufte nochmal alles für ein Briam ein. Den letzte den ich gemacht hatte, war super lecker geworden und schmeckte am Tag danach kalt auch ganz vorzüglich. (Der Link führt zum Video mit dem Kochrezept.)

Mittagessen gab gleich im Anschluss gab es in der Casa Gabriele. Ich hatte Lust auf Pasta. Zwischendurch schrieb ich schon mal hier vor.

Aus der Pasta wurde dann aber ein Vitello Tonnato, das ich schon ein gefühlte Ewigkeit nicht mehr hatte.

Am Abend gab es dann noch mal eine weitere Folge von Portrait Artist of the Year.

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Am 22. Juli 2003, also vor 23 Jahren arbeitete ich an dem größten Filmset, das je in Luxemburg gebaut wurde. Es sah aus wie Venedig und es war um einiges einfacher dort zu drehen als in der richtigen Lagunenstadt, weil nichts abgesperrt werden musste. Der eigentliche Film für den das Set gebaut worden war, war schon lange abgedreht, aber man behielt es, weil es sich für andere Filme sehr gut eignete. Es war eine große Hollywood Produktion, die 2003 kurz zu Gast war.

Das Set gibt es schon lange nicht mehr.

Im Museum: Berthe Brincour

So, auf ein Neues! Ich gebe der Jetpack App heute eine letzte Chance. Es ist seit einer Woche jeden Morgen das gleiche Spiel. Sie lädt die Beiträge nicht hoch und ich muss über den Code Editor jedesmal ein Copy/Paste in den Browser machen. Das Zwischenspeichern auf dem Server geht übriges auch nicht mehr. Es nervt.

Der neue Podcast ist da! Es geht im den Film The Odyssey den die D und ich uns letzte Woche angesehen haben.

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Am Nachmittag ging ich ins Museum am Fischmarkt und schaute eine neue Ausstellung der wenig bekannten luxemburger Künstlerin Berthe Brincour (1879-1947) an. Die letzte Ausstellung von ihr fand vor 80 Jahren statt, seitdem wurden ihre Werke fast gar nicht mehr gezeigt. Kein Wunder also wenn ich nichts von ihr wusste. In ihrem Nachlass verfügte sie, dass alle ihre Werke an den luxemburger Staat gehen sollten. Und erst jetzt sind sie in einer Retrospektive zu sehen. Die Anzahl der Werke ist nicht sonderlich groß und wissen tut man auch nicht sehr viel über sie. Sie war eine der seltenen Frauen die in München an einer Kunstschule war. Das war nur möglich weil sie aus einer wohlhabenden Familie der oberen Gesellschaftsschicht kam. Sie malte Landschaften, Stillleben, aber auch Aktzeichnungen. Und davon gab es eine, die so anders war als das was man sonst zu der Zeit malte, dass sie mir direkt ins Auge sprang.

Das würde ich mir daheim sofort an die Wand hängen zumal es großformatig ist.

Selbstporträt

Auch ihre Portraits haben etwas sehr eigenes. Eine Malerin, die schon viel früher hätte zu Ehren kommen sollen. Auch wenn es nicht sehr viele Bilder von ihr gibt, ein Besuch ist die Ausstellung allemal wert.

Im Anschluss saß ich noch eine Weile auf der Terrasse des Vis-à-vis und las in dem Ausstellungskatalog, den ich mir gekauft hatte. Ich begegnete einer Bekannten, die ich letzte Woche auf der Geburtstagsfeier gesehen hatte. Sie kam aus einer Boutique, die gleich nebenan in einer kleinen Galerie mit Geschäften ist, wo ich oft dran vorbeigehe. Aber durch die Galerie selber gehe ich nie. Diese Boutique wird von einer meinen Ex-Kolleginnen geführt mit der ich vor drei Jahren noch zusammen in der Kultursendung war. Großes Hallo, als ich dort ankam. Wir hatten uns volle drei Jahre lang nicht gesehen und es gab sehr sehr viel zu erzählen. Ich versprach ihr, dass ich nun öfters vorbeikommen werde.

Wieder daheim, schaute ich mir noch eine Folge von Portrait Artist of the Year an, diesmal mit Brian Cox und lag sehr bald in den Federn.

Rascheln & Eis

Am Morgen durch heftiges Geraschel auf dem Balkon wach geworden und das ziemlich früh. Mein erster Gedanke war, dass ein Rabe sich an der blauen Tüte mit dem Wertstoffmüll zu schaffen machte. Ich sprang sofort auf und schaute nach. Aber nein, es war der Nachbar unter mir, der seine eigenen Tüten hinunterwuchtete, damit sie abgeholt werden. So gesehen war das frühe Aufwachen nicht schlecht, denn ich brachte meine Tüte dann auch gleich vor die Tür.

Ich ließ die frühe Schwimmrunde heute aus. Es gab noch einiges für den nächsten Podcast zu tun, und ich wollte das unbedingt fertig haben. Ich schnitt ihn fertig zurecht, schnipselte alle Öööh‘s, Äääh‘s und Versprecher raus und lud ihn hoch.

Gegen 9:30 Uhr fuhr ich dann doch los, aber diesmal zum Weiher für eine Schwimmrunde.

Es ist definitiv anderes im Weiher als im See. Auch die Schwimmbewegungen fühlen sich anders an, irgendwie weicher.

Wieder zurück, machte ich erst ein Nickerchen, und dann bereitete ich die Eiscreme zu. Ich hatte für den Abend ein Pistazieneis versprochen. Vom griechischen Händler vom Markt hatte ich noch ein 250 Gramm Glas ungesalzene Pistaziencreme, die ich in die selbsthergestellte englische Creme gab und mit dem Mixstab pürierte. Nach dem Abkühlen ging sie in die Eismaschine.

Das Resultat ist immer wieder spektakulär cremig, was kein Wunder ist bei dem Ölgehalt der Nüsse.

Am Abend war ich eingeladen und nahm das Eis mit, das ich zu diesem Zweck im Tiefkühler im Deep Freeze Modus extra hatte fester werden lassen. Der Modus ist gedacht um selbst Dinge schnell einzufrieren, und er kühlt dann runter bis auf -32°. Für gewöhnlich mache ich das nicht, aber hier war es praktisch, weil ich das Eis ja mitnehmen musste. In der Tiefkühltasche hielt es dann einwandfrei bis zur Ankunft.

Gegen 23:00 war ich dann zurück.

Sonntag

Das Lied des Tages gleich mal vorneweg…

… und das kam so. Da ich die letzten Tage auch wieder mehr male, schaue ich mir auch ab und an Shorts an, um andere Inspirationen zu bekommen oder auch andere Techniken zu sehen. Eine davon hatte einen Gitarrensound, der mich sehr an dieses Lied erinnerte. Und es kam, wie es kommen musste. Ich hatte das Lied im Kopf und wurde es nicht los. Das einzige was hilft, ist es mir intensiv und mit voller Konzentration einmal anhören. Nur dann geht es auch langsam wieder weg. Zu dem Lied selbst gibt es auch ein schönes Video in dem George erklärt, wie es entstanden ist.

Aber mit dem Lied kamen auch andere Dinge hoch, sehr traurige Erinnerungen, die tief vergraben waren, an Menschen, die, so wie George Michael, schon sehr lange nicht mehr da sind. Drei Menschen die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, mit denen ich am Abend davor noch gefeiert hatte, und am Tag danach waren sie nicht mehr da. Ich kann mich nur noch verschwommen an ihre Gesichter erinnern…

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Aber Gott sei Dank war der ganze Tag nicht so melancholisch. Er fing an mit einer Schwimmrunde, wie fast alle anderen Tage davor auch.

Ich versuche immer wieder neue Eindrücke des Sees mit seiner wunderschönen Landschaft abzulichten.

Am Sonntagmorgen war es empfindlich kalt draußen. Knappe 14°. Das waren fast 20° weniger als noch ein paar Tage davor. Ich schlüpfte in Windeseile aus den Klamotten und stieg sofort ins Wasser, das immer noch sehr aufgeheizt war und wesentlich wärmer als die Außentemperatur. Das brachte wieder mit sich, dass ich nach der Schwimmrunde, die ich um einiges verlängert hatte, nicht mehr raus wollte. Ich schwamm ein bisschen nach links ein bisschen nach rechts, legte mich auf den Rücken, schwamm noch mal zu dem Außensteg hin und wieder zurück, bis ich mir endlich einen Ruck gab.

Am Abend war ich zu einem Abendessen eingeladen, das aber aus Gründen im letzten Moment umgelegt wurde und bei mir zu Hause stattfand. Über die Gründe mag ich nicht reden, weil sie mich nicht betreffen. Doch ich glaube, dass in den nächsten Wochen und Monaten in meinem nahen Umfeld große Veränderungen stattfinden werden.

Ganz großes Kino

Falls jemand wissen möchte, was ich morgens so anhabe, wenn ich zur Schwimmrunde fahre, siehe Foto. Bei dem Look dachte ich, dass weiße Kniestrümpfe und Adiletten ganz gut passen würden, bis mir einfiel, dass ich überhaupt keine Adiletten habe… und weiße Kniestrümpfe auch nicht. Sind das absolute Must-haves, die jeder in seinem Kleiderschrank haben sollte? (Nicht antworten!)

Und dann erlebten die D und ich eine Premiere. Schwimmen im Nebel. Es war sagenhaft, ja fast irreal und ganz großes Kino!

Das Wasser war wärmer als die Außentemperatur, was genial war und ich wollte nicht mehr aus dem Wasser raus.

Anschließend fuhren wir zurück zum Wochenmarkt und kauften alles ein für ein Briam, den wir morgen machen werden.

Ich fand eine wunderschöne Doku auf ARTE, die noch einmal hochgeladen wurde, die ich das erste Mal verpasst hatte. Es geht um die Ghibli Studios und Hayao Miyazaki.

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Welche veraltete Technik vermisst du am meisten – und warum?

Eine Stereokompaktanlage mit Plattenspieler und Kassettenrekorder. Und die Tatsache, dass wir über Stunden hinweg daneben saßen und Mixtapes für Freunde aufgenommen haben. Wenn das keine Liebe und Freundschaftsbekundung war, dann weiß ich auch nicht.

Virton & Postkarten

Ich war in der Nacht kurz vor 4:00 Uhr wach geworden, wegen Blitz und Donner. Ich hatte am Abend davor sämtliche Balkontüren, von der Küche, vom Schlafzimmer und vom Gästezimmer aufgelassen, damit endlich ein bisschen kältere Luft in die heiße Wohnung ziehen sollte. Ich stand eine Weile auf dem Balkon und sah mir die Blitzlichter an, die bisweilen so hell waren, dass sie mich blendeten. Der Donnergroll folgte aber erst viel später, so dass ich annehmen musste, dass das eigentliche Gewitter über den Norden Luxemburg und Belgien zog. Ich hatte mal ein Video von einem ähnlichen Unwtter gemacht:

Doch keine Stunde später kam das richtige Unwetter, und es goss wie aus Kübeln.

Mit dem Schlafen war es vorbei, also konnte ich auch aufstehen. Und wieder einmal hatte die Jetpack App diesen seltsamen Schluckauf. Er verband sich nicht richtig mit dem Server und ich musste wieder Abschnitt für Abschnitt in den Browser kopieren, um den Beitrag hochzuladen.

Die morgendliche Schwimmrunde hatten die D und ich in weiser Voraussicht gestrichen. Zudem hatten wir etwas anderes vor. Wir fuhren nach Virton.

Es ist eine kleine Stadt in Belgien, deren Name ich immer ein bisschen verunglimpfe. So sage ich absichtlich immer Louis Virton, anstatt Vuitton. Eine, wie ich finde, angemessene Despektierlichkeit, die den überteuerten Taschen gut zu Gesicht steht. In Luxemburg ist diese kleine Stadt vor allem bekannt für ein Internat, das meine Eltern auch für mich einen Moment lang in Betracht zogen. Dort waren immer viele Luxemburger untergebracht. Doch ich landete schließlich in einem anderen Internat. Ob es diese Institut noch immer gibt weiß ich nicht.

In Virton dann kamen wir in ein kleines Hotel, das in einer Villa untergebracht ist. Die Villa O. Und Oh! ist das was einem dort als erstes in des Sinn kommt, wenn man reinkommt (siehe Fotos von ihrer Homepage). Es sieht fabelhaft aus. Ich selbst habe keine Fotos gemacht.

Dort nahmen wir den Podcast auf der in drei Wochen erscheinen wird. Ich denke er ist ganz gut geworden.

Wieder zurück gönnten wir uns ein Mittagessen in der Maison B.

Oben: Graved Lachs mit rohem Gemüse/ Unten: Poularde.

Im Anschluss fuhr ich noch ins Renert weil Meisterin Propper daheim bereits angetreten war, und ich dann nicht in Ruhe arbeiten kann. Um dort nicht ewige Stunden zu verbringen, schaute ich auch kurz im Rainbow Center vorbei.

Ich schaute mir aber auch die neue alljährliche Fotoausstellung der Fotothek an, die dieses Jahr vom Thema her wirklich gelungen ist: More than a Postcard

Aus dem Begleittext: Seit dem 19. Jahrhundert etabliert sich Luxemburg als eine faszinierende Reiseziel. Die Fotothek der Stadt Luxemburg verfolgt diese Spuren in Bildern: von der Ankunft bis zum Bummel durch die Stadt, von der Entdeckung der Sehenswürdigkeiten bis hin zur Entspannung und Beobachtung, bis zur Suche nach dem perfekten Foto oder dem Schreiben von Postkarten. Die Fotografien sind nicht nur Zeugnisse klassischer touristischen Aktivitäten; sie spiegeln auch die Veränderungen der Stadt und ihrer Besucher wider. Während im 19. Jahrhundert ausländische Besucher noch selten waren, ermöglicht die schrittweise Einführung des bezahlten Urlaubs in den europäischen Ländern zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr Menschen das Reisen.

Leider hatte ich völlig verpasst Fotos zu machen, weil ich total fasziniert war, doch das hole ich die nächsten Tage nach.

Muscheln & Fäden

Idylle pur

Auf dem Steg bei der morgendlichen Schwimmrunde fand ich Muschlen. Alle sehr groß und dick gefüllt. Wahrscheinlich hat sie jemand gestern von den Pfeilern des Steges geklaubt.

Ein „Buddha“ beim Trocknen in der Sonne nebst ein knallgelb trockenen Wiese.

Wieder daheim nahmen die D und ich eine Podcastfolge auf die schon nächste Woche kommen wird. Das bedeutet auch, dass ich beim Editing nicht trödeln darf.

Danach folgte der letzte Zahnarzttermin dieses Jahres. Juhuu! Ich bekam sämtliche Fäden gezogen von der OP. Zudem arbeiteten wir einen Plan aus, wann die nächsten Termine stattfinden. Das wird alles Anfang nächsten Jahres sein.

Ich fühlte mich in Hochstimmung und ging noch einmal in die Innenstadt. Dort saß ich eine Weile mit Freunden im Renert und anschließend hatte ich Lust auf ein Eis. Es gab eines von der Konditorei Namur, von der gewusst ist, dass sie ihren großen Laden mitten in der Stadt schließen wird. Mit diesem Ort sind viele Erinnerungen verbunden. Ein paar davon habe ich schon im Blog aufgeschrieben, aber vielleicht sollte ich es einmal in einem zusammenfassen.

Der Himmel zog sich immer mehr zu, und die Hitze wurde immer schwerer und feuchter und unerträglicher. Ich machte mich auf den Rückweg, denn daheim stand noch ein Wäscheständer voll mit Zeug zum Trocknen auf dem Balkon. Doch für die paar wenige Tröpfchen, die nur fielen, hätte ich mich nicht so beeilen müssen.

Daheim lag ich dann kurz vor 8:00 schon in der Horizontalen, weil mich eine unbarmherzige Müdigkeit überfiel.


Im Kino: The Odyssey

Vom Vortag bleibt zu berichten, dass ich ein Problem mit dem hochladen des Postings hatte. Irgendetwas hatte sich selbst korrumpiert. So heftig, dass ich Abschnitt für Abschnitt in den Browser kopieren musste, um es dann von dort aus hochzuladen. Und damit erschien das Posting schon kurz nach Mitternacht.

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Ich erwarte erst 20 Minuten vor Abfahrt zum See. Huch! Das gab mir nur die Gelegenheit für eine schnelle Tasse Kaffee, und das Badezeug einzupacken.

Nach der Schwimmrunde bei der uns diesmal keine Schwäne oder Nilgänse Gesellschaft leisteten, ging es danach gleich wieder zurück. Daheim erledigte ich ein bisschen Haushalt.

Am späten Nachmittag saß ich dann zusammen mit der D und der V in der ersten Vorstellung des neuen Chris Nolan Film Odyssey.

Eines gleich vorab, es ist kein Heldenfilm! Der Trailer gibt nur winzige Einblicke, in was der Film eigentlich ist. Es ist ein 3 Stunden Spektakel, bei dem ich aber wie schon vor drei Jahren bei Oppenheimer, nicht ein einziges Mal auf die Uhr geschaut habe. Ich hatte große Bedenken, weil der griechische Stoff (wir erinnern uns an die extrem peinliche Verfilmung von Troja im Jahr 2004 mit Brad Pitt) kann leicht zu etwas werden, das vor Pathos, Kitsch und Muskeln nur so trieft und damit zu etwas sehr Unverdaulichem. Das ist absolut nicht der Fall. Ich hatte auch große Bedenken, dass Matt Damon dem nicht gewachsen sei. Falsch gedacht! Er spielt die Rolle des Odysseus erstaunlich nüchtern und bedient dabei die Geschichte und lässt nicht sein Talent raushängen. Ganz großartig ist Robert Pattinson als Fiesling. Und Samantha Morton brennt mit ihrem kurzen, aber unglaublich prägnanten Auftritt als Circe regelrecht Löcher in die Leinwand! Wenn ihr die Gelegenheit habt, den Film in einem Imax Kino zu sehen, dann tut es bitte.

Nolan schafft es wieder einmal einen klassischen Stoff so zu verfilmen, dass er den Zuschauer langsam aber sicher packt und man am Ende voller Spannung da sitzt, obwohl man den Stoff ja kennt und die Geschichte so ausgeht, wie sie ausgehen muss.

Die Kontroversen die zur Zeit von sehr dummen Menschen über den Film in den sozialen Medien zu finden sind, kann man getrost vergessen. Der Film ist großartig.

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Wenn du für eine Woche ein Tier sein müsstest – welches wärst du und warum?

Ich wäre wahnsinnig gern ein Vogel, weil ich wissen möchte wie es sich anfühlt selbstständig fliegen zu können. Und nur so gefühlshalber denke ich, dass es das ist, was die meisten geantwortet haben. Einmal im Leben fliegen können.

Weiher & Interview

Mit Bestürzung las ich am Morgen dass der neuseeländische Schauspieler Sam Niel verstorben ist. Er spielte in einem meiner liebsten Filme mit: The Piano. (den ich mir mal wieder ansehen sollte)

Ich war sehr unschlüssig, was ich an diesem Morgen machen sollte. Zum Malen hätte ich Lust gehabt, aber es wurde eine Schwimmrunde daraus. Ich fuhr zum Weiher in Remerschen. Es war wie immer schön bis gegen 13:00 als die Horden mit Boomboxen kamen.

Ein schnelles Mittagessen gab es nebenan im Chalet. Zuhause fiel ich dann wieder kurzerhand um und gab dem Körper nach der unbedingt ein Nickerchen machen wollte. Zudem herrschte am Bachmittag wieder diese sehr unerträgliche Hitze. Am Abend regnete es, was ein wahrer Segen war. Leider nicht lange, aber es brach die Hitze.

Die Abendunterhaltung war so manches was nicht weiter erwähnenswert ist, aber ein Interview fand ich dann doch interessant. In All Out in dem bekannte queere Persönlichkeiten ein 1:1 ein Gespräch haben, sah ich Jim Parsons (der Sheldon Cooper von Big Bang Theory) Es gibt drei Umstände die wir gemeinsam haben. Wir gehören beide der queeren Community an und wir haben beide unseren Vater beerdigt als er 52 war. Und wir sind beide über das Alter von unserem Vater hinaus, was ich ja als sehr seltsam empfand.

Schwäne & Malen

Heute vor 8 Jahren war ich mit det D in der Alten Heimat und postete dieses Foto vom Marktplatz:

Dem Text nach den ich dazu schrieb, wurde damals die Ruine des Hotels mitten auf dem Marktplatz erst kürzlich abgerissen. Dieses Loch ist heute immer noch da und es ist noch nichts Neues gebaut worden.

An diesem heutigen Montag fuhr ich mit der D in die alte Heimat, aber nicht bis ins Zentrum, sondern nur bis zum See.

Dort hatten wir zwei Begleiter im Wasser:

Zwei Schwäne auf der Suche nach Fressbarem, die, als wir im Wasser waren, unbeirrt und das ziemlich nah an uns vorbeischwammen. Tierische Begegnungen im Wasser sind uns ja nicht neu, siehe hier.

Danach die obligate Tasse Kaffee. Ich fand, dass ich sie heute schöner als sonst abgelichtet hatte:

Wieder zurück machte ich zuerst mal einen Einkauf in dem sehr großen Supermarkt, wo ich aber nicht das fand für sich eigentlich wollte.

Es wurde heute ziemlich unerträglich heiß und das motivierte mich nicht mehr weiter noch nach draußen zu gehen. Ich kramte meine Malsachen hervor und fing nach Monaten endlich wieder einmal an zu malen. Ich hatte mir ja vor einigen Tagen schon eine kleine neue Aquarell Farbpalette gekauft, die ich günstiger erworben hatte, mit Farben von Windsor and Newton. Aber hallo! Da merkt man schon den Unterschied! Zudem hatte ich auch ein paar neue Pinsel von Da Vinci dazu gekauft, die ein völlig neues Gefühl im Farbeauftragen vermittelten. Ich malte ein Bild für die Serie der einsamen Männchen mit schwarzen Köpfen. Davon habe ich bereits eine ganze Reihe und es macht immer noch Spaß die Serie zu erweitern. Ich habe auch eine Idee, was ich damit anstellen könnte, aber dazu muss ich noch sehr viele weitere malen.

Die Abendunterhaltung bestand aus einem Krimi aus der Serie. Kein Mucks! – Die Mördergrube. Eine sehr bizarre Geschichte.

Ich lag verhältnismäßig früh zu den vorigen Tagen in der Horizontalen. Aber schlafen ging erst sehr viel später.

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Welches Buch hast du öfter gelesen als jedes andere?

Als ich die Frage sah, beschäftigte sie mich eine Weile, denn ich bin jemand der Bücher selten mehrfach liest. Ein ganz spezielles Buch kam mir dabei nicht in den Sinn. Und wenn, dann müsste es ein Buch sein aus meiner Jugend oder Kinderzeit. Da lass ich die Bücher häufiger als einmal. Dabei fiel mir die Serie der Fünf Freunde ein oder auch die Comicbände meines Vaters, wie Asterix oder Tim und Struppi, Lucky Luke oder weniger bekannt, Yoko Tsuno.

Sonntag mit Spaziergang & Links

Ich wurde spät wach und fühlte mich ein wenig gerädert.

Ich fand etwas in den täglichen Erinnerungen:

Heute vor 9 Jahren postete ich dieses Foto, was aber ein paar Monate davor gemacht wurde. Es war meine Küche im alten Zustand, so wie meine Tante sie hatte installieren lassen.

Mir wurde wieder bewusst wie komplett anders sie damals aufgeteilt war. Aber jetzt beim Ansehen des Fotos finde ich, dass die Küche von früher einen Vorteil hatte. Sie hatte mehr offenen Raum, was jetzt durch die Theke nicht mehr der Fall ist.

Für den Rest des Morgens las ich was andere Blogger so geschrieben haben.

Ich surfte wahllos auf Spotify herum und fand eine Playlist inspiriert durch eine Serie, die auf Netflix läuft, die ich mir nicht ansehen werde, da ich Netflix schon lange nicht mehr habe. Aber die Playlist mit den fast ausschließlich italienischen Liedern ist sehr schön und sehr sommerlich. Summertime.

Ich musste dann einen Film denken, den ich Ende der Neunziger Jahre oder Anfang 2000 auf den Filmfestspielen in Cannes gesehen hatte. Es war einer dieser Filme, der von seiner Geschichte her nicht sehr großartig war. Er versuchte das Sommerfeeling einer Gruppe von Menschen wiederzugeben, die jedes Jahr den Sommer in einer Villa in der Toskana verbrachten. Den Titel weiß ich nicht mehr, auch die Schauspieler haben keine Gesichter mehr. Ich habe nur noch Bilder im Kopf dieser wunderbaren Landschaft von dort, und es hatte mich so inspiriert, dass ich einmal hin wollte. Es kam bis jetzt nie dazu.

Dann sah ich zu meiner Verwunderung, dass einer meiner emotionalsten Texte im Blog, an dem ich mit sehr großen Pausen immer wieder schrieb und der 2021 rausging, zur Zeit die zweit meistaufgerufene Seite, neben der Startseite ist. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich sie letztens verlinkt habe. Und über Pingbacks oder anderweitige Verlinkungen war nichts zu finden.

Am Nachmittag ging ich raus.

Auf die Idee zum Tretbecken zu gehen war ich nicht selbst gekommen. Die D war schon früher am Morgen da und jetzt ich! In dem Fall war sharing wirklich caring.

Es ist immer wieder lustig Touristen oder Menschen die ein Tretbecken nicht kennen, zuzusehen wenn sie zum erstenmal reinsteigen und dass es eiskalt ist. Als ich ging, hatte das Becken regen Zulauf.

Daheim kochte ich mir zum ersten mal Milchreis, weil ich Lust darauf hatte. Ich hatte zu diesem Zweck extra Milchreis gekauft. Ich kochte ihn nach einem Rezept von Papilles et pupilles, und er misslang. Selbst nach Abkühlung und drei Stunden im Kühlschrank wurde er nicht fest. Im Anschluss las ich auf der Packung das man viel weniger Milch nehmen sollte. Meine Frage: Kann man Milchreis auch mit Arborio Reis machen?

Die Abendunterhaltung bestand aus zwei Folgen Letzte Spur Berlin. Eine Serie, die ich mir noch nie angesehen habe, die aber von den zwei Folgen her, nicht so besonders war. Von den Plots her war mir das alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

Markt und Geburtstagsfeier

Es bleibt noch etwas von gestern zu berichten. Auf der Pride, die sich ja auf der Place Guillaume abspielte, waren auch Infostände. Einer davon war neu. Es geht um eine Initiative, die aus England kommt. Ask for Angela. Ich kannte diese Initiative überhaupt nicht, finde sie aber großartig. Diese Initiative hilft Menschen, diskret nach Unterstützung zu fragen, in Bars, Cafés oder Clubs oder auf sonstigen Events, die sich belästigt oder unsicher fühlen. Die D war so begeistert davon, dass sie aktiv mitmachen möchte.

Die Berichterstattung vom Samstag:

Die Schwimmrunde ließen wir ausfallen. Es war schließlich Samstag und Wochenmarkt und ich wollte ein bisschen frisches Obst fürs Wochenende. Es gab einen Kaffee im Renert, und wir staunten nicht schlecht, wie die Marktstände sich nebst der großen Bühne und all den Infostände noch dazwischen geschoben hatten. Es war aber gleich am Morgen schon sehr heiß und wir beschlossen, den zweiten Tag Pride nicht mitzumachen.

Am Abend waren ich bei der J eingeladen auf ihren Geburtstag und zugleich einer Feier für all ihre bestandenen Examen.

Es war eine wunderbar lauschige Nacht, und ich habe viele Menschen wieder gesehen, die schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte.

Lernst du dein Leben lang weiter?

Ja, man lernt ein Leben lang. Ob man will oder nicht. Sei es der letzte Tratsch von den Nachbarn, oder schlechte Nachrichten aus der Zeitung, oder man lernt ganz bewusst etwas Neues in dem man liest oder jemandem in einer Weiterbildung zuhört; irgendwas lernt man jeden Tag. 

Schwimmen & Pride

Manchmal sehe ich Dinge, so wie diese Brücke mit Dach, die der Eingang ist zur Insel ist, wo sich die Stege zum Schwimmen befinden. Ich habe sie schon so oft fotografiert, dass es mir redundant vorkommt. Aber heute stand die Sonne so perfekt:

Die D und ich sind mittlerweile nicht mehr die einzigen, die jeden Morgen eine Schwimmrunde hinlegen. So waren wir heute Morgen gefühlt zu zehn, die das gleiche taten. Alle sehr ruhig und nur ein Ziel im Kopf, ein oder zwei Runden zu schwimmen. Das Planschvolk mit viel aufblasbaren Geräten, kommt später.

Wieder daheim, finalisierte ich einen Beitrag für Queer.lu mit allen Fotos und zurrte für den frühen Nachmittag einen Termin in der Staatsbibliothek fest,wegen einem weiteren Foto eines Dokumentes, dass die Bibliothek nur einmal hat und dass sich nur unter Aufsicht ansehen durfte. Soviel kann ich verraten, es ist die original Partitur eines Liedes das für Luxemburg vor sehr sehr langer Zeit den ESC gewann.

Derweil tobte sich Meisterin Proper in den vier Wänden aus. Sie war früher gekommen, was mir nur recht war.

Am späten Nachmittag machte ich mich auf dem Weg zu den ersten Pride Veranstaltungen für dieses Wochenende. Es ist zum ersten mal seit fünfzehn Jahren, dass die Pride wieder in der Hauptstadt stattfindet. Sie war in all den Jahren davor in Esch-sur-Alzette.

Eva-Marija die 2026 im ESC für Luxemburg sang und leider nicht ins Finale kam. Eine großartige Sängerin, die das falsche Lied erwischt hatte, denn das was wir von ihr auf der Bühne hörten, war richtig gut.
Zusammen mit der S aus dem Rainbow Center und dem G.

Auf einen letzten Absacker ging es noch ins Dipso, bevor ich daheim wie ein Stein ins Bett fiel.

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Welches Kapitel deines Lebens würdest du „Die harten Jahre“ nennen – und was hat dich da durchgebracht?

Die richtig harten Jahre waren von 1992-1996. Durchgebracht, um bei dem etwas seltsamen Wort zu bleiben, waren Durchhaltevermögen, Nervenstärke und nicht zuletzt eine gewisse Resilienz, gegenüber Menschen, die ich mich finanziell wie emotional ausgebeutet haben, von denen ich aber weiß, dass das Leben sie späterhin angemessen „bestraft“ hat, was mir eine gewisse Genugtuung verschaffte, auf die ich nicht stolz bin, aber dafür schämen tue ich mich auch nicht.

Schwäne & Löffelglück

Zwei Fotos die den gestrigen Tag ganz gut beschreiben.

Zwei Schwäne am See

Damit könnten auch die D und ich gemeint sein.

Im Anschluss:

… ein Kaffee in der Jugendherberge.

Die Nachwehen der OP von vorgestern sind soweit verschwunden. Also noch nicht ganz aber fast. Richtig kauen, geht auf den vielen Einschnitten im Oberkiefer noch nicht. Es war also noch mal ein Tag, an dem es Pudding und Suppe gab. Pures Löffelglück. Wenn es noch mehrere Tage anhält, wird aus dem Löffelglück ein Löffeltrauma.

Am Nachmittag schrieb ich noch einen kompletten neuen Beitrag für queer.lu, weil der andere, den ich davor geschrieben hatte auf die nächste Ausgabe beziehungsweise die übernächste, verschoben wurde.

Die Abendunterhaltung bestand aus zwei Folgen einer Casting Serie, die ich schon seit einer Weile jetzt schaue und nicht wirklich davon berichtet habe. Es gibt im britischen Fernsehen die Castingsendung Portrait Artist of the Year. eine Sendung so richtig nach meinem Geschmack. Erstens kann man den Malern zuschauen, wie Sie ihre Werke erstellen und zweitens gehen alle Künstler, wie Modelle und Juroren, sehr respektvoll miteinander um. Es ist also keine Casting Show für Malte-Kevin und seine Schwester Britney-Chantal.

Ich habe hier eine Sendung verlinkt, die ich mir gestern angesehen habe. Es gibt aber auf dem gleichen YouTube Kanal schon sehr viel mehr zu sehen.

Wie ein Hamster

In der gestrigen Überschrift stand Podcast.Es sei mir bitte verziehen, dass ich ihn nur in der Überschrift erwähnt habe, ohne ihn zu verlinken aber ich war echt durch gestern. Hier ist er.

Ich erwachte sehr früh wie immer und schaute in den Spiegel. Mir blickte einem Hamster entgegen. Die Oberlippe sah wie aufspritzt aus und die Wangen waren auch geschwollen. Wie schön! Dann weiß ich jetzt auch wie das ausschaut, wenn ich Madonna und Co. zum Vorbild hätte… Nein, ich habe kein Foto gemacht!

Nach einer ersten Tasse Kaffee, die ich mit Eiswürfel runtergekühlt hatte und der Einmahne der Medikamente, war ich sehr unschlüssig was ich machen sollte. Ich hatte große Lust schwimmen zu gehen. Ich fuhr los und hatte zwar ein klein wenig ein schlechtes Gewissen dass ich die D nicht benachrichtigt hatte. Aber ich wollte sehr früh los, weil ich wirklich allein sein wollte, niemandem begegnen wollte und auch nicht sprechen wollte. Und so war ich bereits kurz nach 7:00 am See und im Wasser. Ich war alleine mit Ausnahme von zwei Arbeitern, die den Steg und die Insel vom Unrat der Menschen von gestern, säuberten. Sie grüßten nur kurz und wollten keinen Plausch halten, was ich sehr begrüßte. Die Runde war fabelhaft und ich legte zusätzlich noch eine zweite Runde ein.

Die obligate Tasse Kaffee in der Jugendherberge ließ ich weg, denn der Zahnarzt hatte mir warme Speisen oder Getränke wegen der Schwellung untersagt.

Später im Supermarkt kaufte ich das von dem ich mich schon bei der letzten Zahn OP in den ersten Tagen ernährt hatte; Pudding in allen Varianten und Geschmacksrichtungen. Joghurt geht bei mir ja nur sehr bedingt weil ich diese Bakterienkulturen nichts sonderlich gut vertrage. Dabei kam mir die Idee dass ich ihn auch selbst machen könnte.

Auf dem Rückweg hörte ich mit einen historischen Krimi nach einer wahren Begebenheit an, von einem Mr.Beck dessen Fall dazu geführt dass in England endlich das Berufungsgericht eingeführt wurde. Spannende Story.

Daheim, weil ich ja sonst nicht viel an So­cia­li­zing tun konnte und wollte, machte ich Haushaltsdinge die von Nöten waren und schrieb die ersten Zeilen hier vor.

Über die Mittagsstunden hinweg ging die Schwellung langsam zurück. Uff! Am späten Nachmittag wagte ich es die kleine Prothese wieder einzusetzen. Ja, das klappte einigermaßen. So konnte ich zumindest wieder klar und deutlich sprechen. Aber bis hin zum Abbeissen wird es noch eine Weile dauern.

Am Abend kam die N vorbei und erkundigte sich nach meinem Wohlergehen. Wir saßen eine Weile auf dem vorderen Balkon den ich selten nutze, doch auf dem hinteren war es zu heiß. Es ist seltsam wie anders die Stimmung auf dem Balkon ist, verglichen mit dem großen hinter dem Haus. Die N blieb nicht sehr lange und auch ich war zeitig in der Horizontalen.

Sommerhit, Podcast & Implantate

Fangen wir mit etwas Schönem an. Mein Sommerhit für dieses Jahr:

Ich fand das Lied vorgestern schon, als ich aus Gründen die Playliste mit 1961er Songs von ESC zusammenstellte. Ich war total geflasht. Plein Soleil von Gilbert Bécaud im Remix von Saint Honoré. Das Lied ist schon sehr alt, der Remix aber erst ein paar Tage. Ich postete das auf Mastodon. Doch da Geschmäcker absolut verschieden sind, pflichtete man mir dort nicht bei und man bevorzugte das Original.

Doch beginnen wir von vorn. Punkt 7:30 fuhren die D. und ich zum Schwimmen an den See. Die Sauerstoffzufuhr der großen Maschinen, die ich vor ein paar Tagen zeigte, scheint zu helfen, denn das Wasser ist weniger trüb und frischer und es riecht nicht mehr moorig.

Wir waren bei Zeiten zurück, denn um 12:00 hatte ich einen Friseurtermin.

Diesmal hatte die L. es sehr kurz geschnitten, aber die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Sie ist ja schon angekündigt, wenn auch nicht so heftig wie die letzte. Zudem wachsen meine Haare atemberaubend schnell. Die L. meinte das was sie bei mir abschneidet, scheidet sie bei anderen in 6 Wochen.

Danach gab ging es wie die letzten Male auch hinüber zum Dumpling. Diesmal nahm sie ich Dan Dan Noodles, die ok waren, weil ich mal was anderes wollte, aber das nächste mal wieder Dumplings.

Und dann harrte ich der Dinge aus, die da kommen sollten. Es steht in der Überschrift. Implantate. Um 16:00 Uhr war der Termin.

Anderthalb Stunden später fühlte ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht. Die meisten der implantierten Teile waren kein Problem, aber eines tat beim Einfügen höllisch weh.

Ich ging zur Apotheke und nahm sofort eine Schmerztablette.

Die abendliche Unterhaltung bestand aus wahllos irgendwelchen Dingen, weil ich mich auf nichts konzentrieren konnte.

Der Himmel bot am Abend dieses seltsame Farbenspiel zwischen weiß, blau und gelb, das man nie so malen kann in Aquarell, weil dann gerne grün entstehet:

Irgendwann am späten Abend schluckte ich noch eine Tablette bevor ich zu Bett ging. Die half dass ich wenigstens einschlafen konnte.

***

Wenn du irgendwo auf der Welt leben könntest, wo wäre das?

Das letzte mal dass ich einen Ort kam der mir zu dem Moment völlig unbekannt war und ich nach zwei Tagen dachte, ich könnte dort leben, war in Hobart in Tasmanien.

Eine Chaosfrage

Der Tag war in seiner Gesamtheit ein bisschen Bäh und nicht wirklich würdig, dass man ihn beschreibt.  Darum gibt es heute lediglich eine Tagesfrage:

Tut uns ein bisschen Chaos vielleicht sogar gut?

Vor 20 Jahren und davor hätte ich mit Ja geantwortet. Inzwischen nicht mehr. Damals entstand Chaos wenn ich auf der Suche nach etwas war, sei es im Kopf oder auf dem Arbeitstisch vor mir, oder überhaupt in allem Lebenslangen. Dieses Ungeordnete war mein ständiger Begleiter und hatte rückblickend seine Wichtigkeit und Zweck. Dieses Chaos war gut, um dann die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden, was es spannend machte und das Glücksgefühl sie zu finden, war ohnegleichen. Heute funktioniere ich anders, weil ich älter bin und die jahrelange Erfahrung mich nicht mehr so viel suchen lässt, weil ich es einfach weiß. Und wenn ich suche, entsteht kein Chaos oder zumindest ein geordnetes Chaos, weil ich weiß, wo ich suchen muss. Chaos ist letztendlich sehr anstrengend.

Wenn ich heute junge Menschen in beruflichen Dingen ein wenig chaotisch daherkommen sehe, erinnern Sie mich häufig an meine jüngeres Ich.

Schreiben & Schwimmen

Nein, nicht beides zusammen, das ginge nur mit einer Art aufblasbaren Vorrichtung. Vielleicht sollte ich danach Aussschau halten.

Als erstes war Schreiben. Als ich erwachte war ich sehr motiviert den nächsten queer.lu Artikel fertig zu schreiben. Es geht um den ESC und ein Lied das für Luxemburg gewann. Der Sänger publizierte in den 80ern seine Memoiren, durch die ich mich graben wollte. Da ich sie glücklicherweise als E-Book fand, waren sie schnell erworben. Doch leider gaben sie für das was ich suchte nichts her; nur einen einzigen Satz, der auch noch in Klammern stand. Und so schrieb ich einen Teil des Textes um weil ich mich zu sehr darauf verlassen hatte, dass ich in diesen Memoiren etwas finden würde. Selber schuld. Aber so ist das manchmal mit Recherche.

Danach fuhr ich schwimmen.

Die Schwimmrunde tat gut, doch es waren sehr viele Menschen da, mit viel Grill- und noch mehr Schwimmzeug und als ich mich auf den Weg zurück machte, hörte ich die ersten Boomboxen.

Ich besuchte einen mir völlig fremden und überfüllten Supermarkt an der Autobahn Ausfahrt. Warum ich mir das antat, ist mir immer noch schleierhaft. Danach fuhr ich zurück.

Am Nachmittag finalisierte ich den Beitrag für queer.lu. Es fehlt noch eine Playlist, die ich schon teilweise zusammengestellt habe, doch ich hatte wenig Lust sie fertig zu stellen. Stattdessen hörte ich mir ein Lied von Charles Trenet an das irgendwie ein Ohrwurm war.

Danach las ich ein wenig hier und da und verfiel dem Doomscrolling. Nun ja…

Die letzte Vorstellung

Es kommt nicht so oft vor dass ich bis in den Juli hinein noch reguläre Vorstellungen habe. Für gewöhnlich ist schon Ende Juni Schluss.

Die Intendanz gibt die Hoffnung nicht auf, dass das Stück vielleicht noch einmal zurückkommt, wenn auch nicht nächste Spielzeit. Also packten wir alles noch mal so ein und es wurde so verstaut, dass es für eine eventuelle Tournee noch einmal rausgekramt werden kann.

Doch ich greife dem Tag vor.

Am Morgen strich ich die Schwimmrunde vom Tagesprogramm. Einmal in der Woche muss es auch ohne gehen. Ich hatte jede Menge Papierkram zu erledigen und das hatte Vorrang. Der Wochenmarkt wurde ebenfalls gestrichen, weil ich nicht weiß, was nächste Woche auf mich zukommt. Der Tag aller Entscheidungen wird am Dienstag sein. Am Dienstagnachmittag bekomme ich die Implantate eingesetzt. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.

Ich schaute mir einen etwas seltsamen Film von Bette Davis an. Of Human Bondage Es war der Film, mit dem sie ihren Durchbruch hatte, und zum ersten Mal eine Oscar Nominierung. Es wird die Art von Rolle werden, für die sie später ihre Bekanntheit erlangen wird. Bitte Davis hatte nie Angst vor Hässlichkeit im Gegenteil, sie forderte es in gewissen Rollen heraus. Der Film, der auf den Entwicklungsroman mit dem gleichen Titel beruht, hat eine Menge Schwachstellen im dramaturgischen Sinn. Sehenswert ist er trotzdem.

Später legte ich mich noch für eine kurze Weile in die Sonne auf dem Balkon, bevor die Diensthunde los ging.

Es gab am Ende noch eine kleine Feier, die ich aber kurz vor Mitternacht verließ. Es war schön, doch ich war sehr müde.

Nebelschwaden

Kleine dünne Nebelschwaden über dem See der Alten Heimat:

Der Vorteil vom Weiher von gestern: Er ist näher als der See und das Wasser ist kühler und klarer. Der Nachteil: Man kommt erst um 10:00 Uhr dort rein.

Der Vorteil von See: Man kann schon ab 7:00 Uhr reinspringen. Zu der Zeit ist es sehr ruhig, außer der Putzkolonne ist niemand da und im See bin nur ich, und das Federvieh das darauf schwimmt. Der Nachteil: Er ist inzwischen sehr trüb und riecht noch mooriger als vor zwei Tagen.

Es fehlt dem See an Sauerstoff. Zu diesem Zweck hat man ein paar Maschinen aufgestellt:

Dabei fiel mir auf dass ich den großen Springbrunnen, der letzten Jahre, noch nicht in Aktion erlebt habe. Gibt es den noch?

Und während ich in der Sonne lag zum trocknen flog ein Flieger über mir:

Ein Norvegian Air Shuttle von Oslo nach Nizza, so zumindest gab es die Plane Finder App an.

Nach dem obligaten Kaffee in der Jugendherberge fuhr ich noch zum Supermarkt und dann wieder zurück.

Das Mittagessen war ein Salat mit kaltem Hühnerfleisch und Tomaten.

Es schwirrte ein Lied im Kopf herum wie so oft. Diesmal war es eines aus längst vergangener Zeit von Joe Dassin – A toi. Inzwischen frage ich nicht mehr warum solche alten Melodien plötzlich auftauchen und mich über Stunden hinweg nicht mehr loslassen, bis ich sie mir ganz bewusst einmal anhöre. Es ist einfach so.

Danach legte ich mich eine Weile hin, denn der Abend sollte durch die Dienstrunde wieder lang werden.

Wurde sie auch. Es war die vorletzte Vorstellung. Er herrschte eine entspannte Stimmung und einer der Hauptdarsteller schlug vor nach der Vorstellung noch ins Le Gleck zu gehen. Es war einer dieser entspannten Abende wo wir uns alle auch einmal außerhalb der Arbeit erleben, was nicht so oft vorkommt.

***

Heute vor neun Jahren starb die Freundin, der ich es zu verdanken habe, dass ich zehn Jahre lang die Filmfestspiele von Cannes besuchen konnte. Ihr verdanke ich all mein Wissen über Kino und Film.

Weiher & Gedanken

Der Morgen fing erfreulicherweise ohne Kopfschmerzen an. Ich war wieder am See, beziehungsweise am Baggerweiher, suchte mir aber dieses Mal eine andere Stelle um hinein zu steigen. Ich umwanderte ihn dieses Mal komplett, um zu sehen, ob man auch noch in anderen Ecken ins Wasser gehen kann. Ich hätte das noch nie getan. Aber die Ecke, wo ich mich da niederließ, war sehr geräuschvoll. Dort schepperte der kleine Kahn durchs Wasser und holte die Algen heraus, und diese Maschine macht einen Höllenkrach. Nach einer Weile ging ich zurück an die gewohnte Stelle und schwamm eine große Runde. Es war heute sehr Menschenleer zu meiner Freude.

Ich nahm noch einmal den Mittagstisch im Chalet mit. Ein Bauernsalat mit pochiertem Ei und viel drumherum.

Danach fuhr ich nach Hause und bediente ein paarmal die Waschmaschine, damit morgen allerhand trocken ist für Meisterin Proper. Zudem kommt sie sehr früh.

***

Ich las heute in mehreren Blogs, denen ich regelmäßig folge, die Feststellung, dass wir die erste Hälfte des Jahres hinter uns haben. Die einen wundern sich darüber, wie schnell das ging, die andern schreiben sie hätten es „geschafft“. Letzteres ist ein seltsames Konzept für mich. Klar, es hängt davon ab, in welchen Lebensumständen man gerade steckt, aber es kommt mir so vor, als ob man die Zeit abarbeitet, und das ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann. Man arbeitet seine Zeit doch nicht ab, was bleibt einem dann noch? Es hört sich an, als ob die Zeit eine Pflicht, eine To Do Liste oder eine Last wäre. Doch was, wenn das eigentliche Ziel das Hier und Jetzt ist? Der Satz ignoriert den Moment und reduziert die Zeit auf ein Mittel zum Zweck. Wofür? Was ist in der zweiten Jahreshälfte? Was muss man da abarbeiten?

Versteht mich nicht falsch, ich habe Projekte, die ich abzuarbeiten habe, die manchmal schwierig, manchmal leicht von der Hand gehen. Manchmal kommen sie mir elend lang vor, manchmal gehen sie zu schnell vorbei. Doch ich sage nie, dass ich die Zeit abarbeite oder geschafft habe. Ich habe das Projekt geschafft. Wenn ich das mit der Zeit täte, käme ich mir fremdbestimmt vor. Es gibt einen Satz im Stoizismus: „Konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst – den gegenwärtigen Moment.“ Ja klar, bei mir klappt das auch nicht immer, vor allem dann, wenn ich gerade mich mit schwerwiegenden oder komplizierten Dingen beschäftigen muss. Den gegenwärtigen Moment als solches zu empfinden ist gar nicht so einfach. Aber jetzt zum Beispiel, der Moment in dem ich das hier schreibe, ist so ein Moment, den ich sehr bewusst erlebe.

Wenn ihr Lust habt zu philosophieren, schreibt doch mal, wie ihr darüber denkt.

Ein anderer See

Der Tag begann später als die Tage davor und mit Kopfschmerzen, warum auch immer. Da ich beschlossen hatte den anderen See in Remerchen für die Schwimmrunde aufzusuchen, der Eintritt verlangt und erst um 10:00 öffnet, fügte sich alles schön ineinander, auch die Einnahme der Kopfschmerztablette, die kurz vor 10:00 ihre Wirkung zeigte.

Auf dem Weg dorthin hörte ich ein Krimihörspiel von Kein Mucks, die ja jede Woche alte Schätze ausgraben. Diesmal Rebecca von Daphne Du Maurier. Es ist ewig lange her, dass ich den Film und die Geschichte überhaupt gesehen oder gelesen hatte, dass mir alles sehr neu vorkam.

Das Wasser ist klarer und kühler, als im See der Alten Heimat und seltsamerweise fühlt sich die Haut sehr seidig an. Hat das mit dem Kalkgehalt im Wasser zu tun? Wahrscheinlich. Ich nehme nicht an dass sie Weichspüler in den See laufen lassen.

Mittagstisch gab es nebenan im Chalet.

Feuilleté de viande sauce champingnon, frites et haricots

Danach fuhr ich heim und legte mich kurz mit einer weiteren Schmerztablette eine Weile hin. Es scheint ein Kopfschmerztag zu sein. Und in der Tat forderte der Körper eine Ruhezeit von satt, 3 Stunden ein. Ich weiß nicht, warum das manchmal so ist, aber es war bestimmt nicht nur der Kopfschmerz, mein Körper arbeitete auch noch an etwas anderem. Nach den 3 Stunden war ich wieder hergestellt.

Ich ich wurschtelte eine Stunde lang herum und fragte mich, was ich tun sollte. In der Zwischenzeit rief die D an, die aus St.Jean zurück war.

Die Abendunterhaltung bestand aus der Verfilmung von Leonie Swanns Buch Glennkill – Ein Schafskrimi, den ich vor sehr vielen Jahren gelesen hatte. Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig, und ich hätte nie gedacht, dass die Story jemals verfilmt werden würde.

***

Was ist für dich der beste Weg, mit negativen Gedanken umzugehen?

Das hängt von der Schwere der dunklen Gedanken ab. Schwimmen hilft, wenn wir schon dabei sind, es macht den Kopf frei. Interessanterweise hilft schlafen auch manchmal. Wenn mir zu vieles im Kopf herum trottet, was nicht gut ist, ist schlafen nicht die schlechteste Idee. Wie das funktioniert und warum, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich beim aufwachen dann meistens die Ursache der dunklen Gedanken gefunden habe, sei es in Form einer Lösung, oder ich hab sie einfach weg geträumt. 

Schwimmen & Sandalen

Ich kann ja nicht anders und gestern hatte es mir zu sehr gefehlt. Ich war fast alleine und die Schwimmrunde war eine Wohltat, aber der See ist noch nicht abgekühlt und er ist inzwischen sehr trüb und riecht ein wenig nach Moor. Morgen werde ich an den Weiher an der Mosel fahren.

Als ich los wollte, kam eine riesige Gruppe Kinder mit drei Lehrern auf die Insel. Ich dankte dem Himmel dass ich beschlossen hatte wieder zurück zu fahren. Doch als ich los wollte, fragte mich eine der Lehrerinnen ob ich ein so nett wäre um ein Gruppenfoto zu machen. Machte ich. Ich bin ja kein Unmensch.

Nach der obligatorischen Tasse Kaffe in der Jugendherberge…

… fuhr ich zurück.

Angedacht sind seit ein paar Tagen schon ein paar neue Sandalen. Die alten hatte ich bereits in St.Jean entsorgt, war aber dort nicht fündig geworden. Und es scheint sehr sehr schwer zu sein ein paar schlichte Männersandalen, die nicht aussehen wir Crocs oder die unsäglichen Birkenstock Latschen. Ich glaube ich hatte im meinem ganzen Leben ein einziges Birkenstock Paar, die ich aber nach dem Sommer wieder ganz fix aussortiert habe wahrscheinlich kurze Zeit später entsorgt. Nett, im Sinne von, ‚Kleine Schwester von…‘ finde ich Espadrilles, und es sind keine Sandalen. Davon hätte ich mit 1000 Paar in St.Jean kaufen können, wollte ich aber nicht, weil irgendwie laufe ich da gar nicht gut drin. Und wenn Espadrilles einmal aus Versehen nass werden, kann man sie zdP bringen. Es bleiben noch Adiletten, die man gesetzlich verbieten müsste, oder diese seltsamen verstellbaren Sandalen mit mehreren Klettverschlüssen, von denen ich einmal ein Paar von Camper hatte, die aber bei aller Verstellungsliebe vom Fußbett her nicht passten. Ich möchte SANDALEN, Römerlatschen oder meinetwegen auch Jesuslatschen. Gibt es nicht. Also doch, gibt es schon, aber halt im Internet, wo ich grundsätzlich keine Schuhe kaufe.

Mit diesen Gedanken fuhr ich zurück.

Den Nachmittag lesend auf dem Balkon verbracht.

Am Abend eine Dienstrunde, die ohne Zwischenfälle verlief.

Ich sah mir noch eine Folge Grandchester an, bei ich aber auf dem Sofa entschlief.

***

Was liebst du heute, das du früher gehasst hast?

Kann ich die Frage auch andersrum beantworten? Was hasst du heute, was du früher geliebt hast? Na ja, geliebt ist das falsche Wort, gemocht trifft es besser.

Als ich die Frage sah, beschäftigte ich mich gerade mit dem Umstand, dass ich in manchen Blogs, denen ich folge, beziehungsweise Blogs, die ich vorgeschlagen bekomme, weil irgendein Algorithmus glaubt, dass ich das lesenswert finden könnte; dass ich dort immer wieder ganz fürchterlichen KI Bildern als dekorative Untermalung der Texte begegne. Bitte, bitte, BITTE, lasst das sein! Ich weiß, ich muss mir selber Asche auf das Haupt streuen, da ich es zu Anfang, als alle im generativen KI Fieber waren, auch tat. Aber es ist so kontraproduktiv und allen Kunstschaffenden verpasst man damit eine schallende Ohrfeige. Es gibt so viele Fotos, Kunstwerke und Zeichnungen, die unter CC Commons laufen, oder Bilder z.B. bei Pixabay, die ebenfalls frei zugänglich sind, wenn ihr sie nicht kommerziell benutzt. Nehmt die, oder werdet selbst kreativ!

Dienstreisen

Der erste Tag in der ich die sehr lange Reihe von Schwimmtagen unterbrach. Es gab sehr viel daheim zu tun. Unter anderem musste ich dienstliche Dinge vorbereiten. Es gibt nämlich ein Stück, das nicht meines ist, beziehungsweise ich habe das Stück nie betreut, weder in seiner Kreationsphase, noch in seiner Wiederaufnahme, für das ich jetzt das ganze Maskenbild in Produkten zusammenstellen sollte, damit es vier Wochen in Avignon auf dem Festival gespielt werden kann. 

Zu diesem Zweck musste ich ins Deutsche benachbarte Ausland fahren, zu dem kleinen Dorf beziehungsweise kleine Stadt, in der weltgrößte Drogeriemarkt einer bestimmten Kette beheimatet ist.

Da es über die Mittagsstunde hinweg war, versuchte ich zum ersten Mal den kleinen Asia Imbiss, der sich gleich nebenan befindet. Er war erstaunlich günstig, aber wirklich nicht lecker. Das Fleisch sowohl wie die gebratenen Nudeln waren so trocken, wie ich es selten in einem Asia Restaurant bekam.

Ich bekam am Ende einen Glückskeks:

Nimm dir mehr Zeit für dich.

Noch mehr? Aber vielleicht ist es auch einfach die Aufforderung im Kopf endlich den Urlaub einzuläuten, auch wenn das bis Ende nächster Woche noch nicht der Fall sein wird.

Im Anschluss ging es noch in eine Shopping Mall in der Stadt, und dann zum Theater und ein letzte Mal in die andere Richtung ins Ausland zum Pflanzengießen bei der N.

Am Abend schaute ich mir eine sehr schöne Doku an. Wenn man an italienische Schauspielerinnen denkt, dann denkt man an Gina Lollobrigida, Sophia, Lauren, oder auch noch Claudia Cardinale (die aber keine Italienerin war). Man denkt nicht an Monica Vitti, die in ihren letzten 20-30 Jahren völlig aus der Öffentlichkeit verschwand, und dadurch in Vergessenheit geriet. ARTE, hat zur Zeit eine wunderbare Doku über diese Ausnahme Schauspielerin, die ihren Weg in den Sechzigern und siebziger Jahren alleine bestimmte, und immer das Glück hatte, mit Männern zusammen zu sein, die sie in ihrem Tun und Werken unterstützten.

***

Ich weiß nicht, warum, aber die größten Stars der Welt öffnen immer dem Vogue Team alle Türen und Tore für eine Home Story. Das letzte Mal, dass ich so eine verlinkt habe, war mit Lenny Kravitz, der sein großes Apartment in Paris zeigte, das mit sehr viel Geschmack eingerichtet war. Madonna, von der ich ja gestern schon berichtete, tat das gleiche mit ihrer Wohnung in London. Ihr Gesicht ist inzwischen so durchoperiert und mit Fillern aufgeplustert, dass sie unkenntlich ist. Ich war früher ein großer Fan von ihr, heute sehe ich sie weitaus distanzierter. Sie zeigt uns ihre Kunstwerke. Ich wusste nicht, dass sie nicht nur ein sondern zwei Frida Kahlo Bilder hat. Und während dem Interview, merkte ich, dass diese Frau mich immer noch fasziniert.

Schwimmen, Gießen & Dienst

Um 5:30 Uhr war ich bereits wach. Schlafen ging nicht mehr. Angedacht war, dass ich heute die Schwimmrunde ausfallen lasse und stattdessen zur N fahre, um noch einmal die Pflanzen zu gießen. Aber wenn ich so früh wach war, konnte ich auch schwimmen gehen. Ich packte mein Zeug zusammen und fuhr in die alte Heimat.

Es menschelte schon wieder arg auf dem Steg, und das, obwohl ich sehr früh da war. Eine der Besucherin begrüßt mich. Ich hatte sie die Woche davor mehrfach gesehen. Das Wasser ist immer noch sehr aufgeheizt. Ich schwamm zwei Runden. Danach die obligatorische Tasse Kaffee in der Jugendherberge.

Von dort aus ging es dann Richtung benachbartes Ausland auf der anderen Seite von Luxemburg. Ich brauchte ungefähr 1 Stunde für hinzufahren. Ich war hoch erfreut, als ich sah, dass die Tomaten ein gutes Stück weitergekommen, und nicht eingegangen sind.

Wieder zurück, war es kurz nach 11:00 Uhr und ich nutze die Gelegenheit, um noch schnell im Supermarkt etwas für ein spätes Frühstück zu kaufen.

Daheim gab es dann eine dicke Scheibe von dem Rosinen-Mandel Stutenzwilling den ich gestern auf dem Markt gekauft hatte, mit ordentlich Butter und Käse.

Am späten Nachmittag, eine weitere Dienstrunde.

Wieder daheim schaute ich mir ein Interview an mit Madonna das sie Graham Norten gab im Rahmen ihres neuen Albums. Sie ist fast nicht wieder zu erkennen. Sie hat sich diesmal viel Hilfe von anderen Stars geholt. Kylie, Stromae, Sabrina Carpenter…

***

Imperator Palpatine hat freie Wahlen für einen neuen Imperator angekündigt – und Darth Vader nominiert. Du darfst einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken: Wen nominierst du?

Keine Ahnung…Captain Kirk?

Schwimmen & Dienst

Obwohl gestern durch das Unwetter eine,wenn auch kleine, Abkühlung kam, so bekam ich aber die Hitze nicht richtig aus der Wohnung, da es anschließend wieder völlig windstill war und Durchzug mit aufgerissenen Fenstern, nichts brachte.

Am frühen Morgen dann, als die Sonne zum Vorschein bekam, wurde es sofort wieder heiß.

Ich fuhr wie gewohnt zeitig zum See und hatte ein paar Überraschungen. Die Insel mit dem Steg sah sehr zugemüllt aus. Ich fand mehrere Obdachlose die über die Insel verteilt herumlagen und schliefen. Und es war schon eine Mutter mit drei sehr lautstarken Knirpsen unterwegs, etwas das ich ja versuche soweit wie möglich zu vermeiden und warum immer so früh komme. Ich blieb nur eine kurze Weile bis ich einigermaßen getrocknet war in der Sonne und machte mich wieder auf den Weg zurück.

Da Samstag war, fuhr ich gleich zum Wochenmarkt und kaufte ein bisschen Obst. Ich werde eh am Sonntag eine Dienstrunde haben und nicht so viel Zeit im in der Küche zu werkeln. Aber allein der Gedanke schon wieder in die kuschelig brütend warme Wohnung zurück zu müssen, ließ mich ein wenig Trübsal blasen. Bis mir einfiel dass ich ja auch noch zur N. hinaus fahren muss, um die Begrünung zu gießen. Oh ja! Dann kann ich nochmal im klimatisierten Auto sitzen! Aber mit der Aktion schoss ich mir selbst ins Bein. Was ich nicht wusste, war, das die französische Autobahn komplett geschlossen ist und der ganze Verkehr über die andere Autobahn läuft, die ich nehmen sollte. Mist, Mist, Mist.

Als ich dann wieder in der Wohnung war, schlief ich erst mal ein und stellte mich lange unter die Dusche.

Am Abend dann eine Dienstrunde zu der ich freiwillig früher erschien weil das Gebäude nun mal klimatisiert ist. Es lief alles glatt ohne Vorkommnisse.

Im Anschluss gab noch einen kleinen Umtrunk und ich gönnte mir ein Glas Wein, obwohl bei der Hitze… aber ok.,

Früh zu Bett.

Eine ersehnte Abkühlung

Am Morgen, so wie gestern, eine Schwimmrunde mit anschließender Kontemplation der Natur. Ich hatte mein Smartphone vergessen und konnte keine Aufnahme machen. Es war letztendlich nicht weiter schlimm, es gibt vom Steg und dem See, sehr viele Fotos im Blog. Ich konnte aber auch, während ich auf dem Badetuch lag zum trocknen, nichts anderes tun. Das war eine nicht unbedingt neue Erfahrung, aber eine, die eher selten vorkommt. Ich hörte den Vögeln zu, vor allem den Schwalben die zirpend umher schwirrten. Es flogen ein paar Nilgänse vorbei, ansonsten passierte nicht viel. Ich glaubte auf dem Rückweg zurück zum Wagen, das Pärchen Gänse entdeckt zu haben, das ich schon letztes Jahr und das Jahr davor mir ihren Kücken sah. Nur Küken waren noch keine dabei.

Am Nachmittag dann eine Dienstrunde, die bis spät am Abend ging. Und während ich im Keller des klimatisierten Theaters meinen Dienst verrichtete, ging draußen ein gewaltiges Donnerwetter mit Platzregen und Hagel nieder. Als ich wieder hochkam und zum Künstlereingang ging, war es auf einen Schlag viel kühler.

Daheim riss ich dann alle Fenster auf und versuchte zu lüften, so gut es ging.

Mittelgute Abkühlung bei der Schwimmrunde

Die Hitze in der Wohnung weichte nur sehr bedingt, durch die aufgelassenen Fenster während der Nacht, doch ein richtiger Durchzug stellte sich nicht ein, denn es ist war windstill.

Eine Schwimmrunde am frühen Morgen im See der Alten Heimat, dessen Erfrischung nach den letzten heißen Tagen zu wünschen übrig lässt.

Die D. die noch in St. Jean ist, schickte mir eine Möve:

Ich schickte ihr das Konterfei dieser Region, den Raben weiter oben.

Vom See aus fuhr ich ins benachbarte Ausland. Zuerst in den kleinen Drogeriemarkt und von dort aus zur N der ich versprochen hatte, dass ich ihre Pflanzen während ihrer Abwesenheit gieße. Sie hat übrigens tolle Erdbeeren und ich durfte mich bedienen:

Ich fuhr noch in einen größeren französischen Supermarkt, fand aber dort nicht was ich suchte und fuhr wieder heim.

Das ich so viel im Auto saß, kreuz und queer durchs Land fuhr war nicht von ungefähr. Das Auto hat eine Klimaanlage, die Wohnung nicht.

Doch irgendwann musste ich zurück. Ich legte mich eine Weile hin, und schlief sogar ein für eine Weile und machte die Stunden wett, die ich in der Nacht nicht geschlafen hatte.

Am Abend, dann eine letzte Vorstellung eines Stückes, was sich bereits vor der Reise gemacht hatte, das nicht so kompliziert war. Ich hätte nach der Vorstellung absolut keine Lust nach Hause zu gehen und fuhr noch einmal in die Innenstadt. Dort setzte ich mich eine lange Zeit auf die Terrasse vom Renert. 

Ich begegnete dem P. Jemand, den ich immer nur aus der Ferne kannte. Er kannte mich, ich kannte ihn, doch so richtig miteinander geredet haben wir noch nie. Das war schön und schon sehr lange fällig. Er machte mir ein Kompliment über einen Artikel, den ich vor längerer Zeit geschrieben hatte und auf den ich sehr stolz war.

Als ich wieder daheim war, war die Sonne bereits untergegangen, und ich riss alle Fenster auf. Im Bett lag ich dann auch irgendwann, beziehungsweise auf dem Bett.

Ein Reisetag & neuer Podcast

Der neue Podcast ist da! Wir haben einen Gast und wir reden über Resilienz.

***

Am Morgen eine Schwimmrunde, eine gute halbe Stunde früher als die Tage davor. Man sieht es am Sonnenstand:

…und am Schatten.

Ich habe mich schon oft gefragt was , wenn man für die Rückreise auf einen Zug oder einen Flieger angewiesen ist, besser ist. Im aller Frühe fahren/fliegen, oder den Tag noch vor Ort mitnehmen und erst Abend zu reisen? Beides hat seine Vor- und Nachteile; ich kann mich nicht entscheiden.

Mein Flieger zurück ging pünktlich um 13:00. und kam auch sehr pünktlich an.

Von den Temperaturen her war es denn in Luxemburg nicht sehr viel weniger als in Biarritz. 33° um 15:00 Uhr. Und sie stieg noch.

Als ich dann in meiner Wohnung ankam, war sie brütend heiß, weil die Putzhilfe ein Fenster auf Kipp stehen lassen, und die ganze Hitze zog in die Wohnung. Mist!

Ich machte mich langsam daran die ganzen Hemden und T-Shirts, die ich mitgenommen hatte, zu waschen. Nichts war wirklich dreckig, nur verschwitzt. Das einzig Gute an dem heißen Wetter ist, dass alles binnen 30 Minuten bis zu 1 Stunde, trocken ist. Mit dieser Aktion war der ganze Koffer mit drei Waschmaschinen im Express Modus innerhalb 4 Stunden gewaschen und getrocknet.

Die Abend Unterhaltung bestand aus einer Folge Wilsberg, die ich mit aber so nebenbei anschaute, richtig darauf konzentrieren konnte ich mich nicht.

***

Welche Sprachen sprichst du – und wie hat das dein Leben beeinflusst?

Ich habe die Frage schon mal in einer anderen Form beantwortet. Aber bitte, hier noch einmal. Ich bin von Geburt halb Luxemburger, halb Franzose bzw. Elsässer. Ich konnte also vor Schulbeginn Luxemburgisch, Französisch, Elsässisch und Deutsch, das dem Luxemburgischen sehr nahe ist. Später kam dann auch Englisch dazu. Die Frage wie die Sprachen mein Leben beeinflusst haben, kann ich so nicht beantworten, weil ich es von kleinauf nicht anders kenne. Aber ich denke, dass ich dadurch einen leichteren Zugang zu anderen Menschen, Kulturen und Umgangsformen hatte, als andere, die nur mit einer Sprache aufwuchsen. Ich spreche ganz bewusst von leichterem Zugang. Einen erweiterten Horizont und Verständnis für andere und anderes, wird zwar durch die Mehrsprachigkeit erleichtert, aber man muss es auch zulassen! Es gibt nämlich sehr rechtsgerichtete, kurzsichtige und vor allem dumme Luxemburger, die in genau wie ich aufgewachsen sind, und das nicht haben.