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Cake day: November 29th, 2024

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  • Na klar ist das immer ein Regulierungsproblem. Aber ich meine ja: das ist nur der Anfang von AI Vermüllung der Justiz (und Verwaltung generell). Gerade wurde ja auch das Limit für die Anwaltspflicht bspw. erhöht. Erstmal geil, um Justiz auch ohne großen Geldbeutel zugänglich zu machen. Ich möchte aber kein Zivilrichter am Amtsgericht sein, der jetzt zukünftig halt durch mehr ChatGPT Klageschriften lesen muss.

    Mein Vadder (Anwalt) erzählte neulich von einem Kollegen folgendes: der meinte, er gibt eine Steuererklärung ab. Wenn das Finanzamt irgendwas bemängelt, lässt er irgendein LLM 40 Seiten Blödsinn schreiben, der irgendwie danach klingt, als hätte es mit der Sache zu tun. Meistens gäbe das Finanzamt dann schon Ruhe, aber wenn sie nochmal nachhaken lässt er halt 80 Seiten generieren und dann sei die Steuererklärung bislang immer akzeptiert worden.

    Das wird halt richtig scheiße, der Hauptschuldige: “AI”. So lange, wie Regulierung immer braucht, wird das jetzt mindestens 10-15 Jahre scheiße. Wer sich heute schon wundert wie langsam Behörden, Justiz etc. arbeitet: dat wird nicht besser. Und irgendwann kommen dann die Schlangenölverkäufer und wir werden Justiz/Verwaltungscopilot erleben.











  • Ein Ehrenamt ist die Wahrnehmung eines öffentlichen Amtes oder einer gesellschaftlichen Aufgabe im Gemeinwohlinteresse ohne Einkunftserzielung, gegebenenfalls mit Möglichkeiten zum Erhalt einer Aufwandsentschädigung. Die Übernahme eines Ehrenamts ist in der Regel freiwillig.

    “in der Regel”. Die Schülys sind nun die berühmten Ausnahmen von der Regel. Die unfreiwillige Feuerwehr kann man praktischerweise auch in gefährlichere Einsätze schicken 🫡.

    Ich meine, als Übersicht wie man sich betätigen könnte, fände ich das gar nicht so verkehrt. Wenn man jetzt da überall mal durchrotiert ist das ja horizonterweiternd. Wenn man da ein Jahr ins Seniorenheim watscheln muss, nach drei Terminen merkt “das ist nicht mein Feld”, nicht wechseln kann und noch benotet wird…dann klingt das eher kontraproduktiv.






  • Normalerweise bekommen die Personen die Resourcen, die den größten Gewinn damit erzielen können.

    Das ist ja nur die Hälfte der “Wahrheit”. Die Allokation ist ja ein Zusammenspiel nicht nur von den Gewinnaussichten, sondern auch des zu erwartenden Risikos. Wenn Märkte aufgrund ihrer Beschaffenheit ein Ungleichgewicht der Akteure mitbringen, dann muss man regulatorisch eingreifen, um die Marktmechanismen zu nutzen.

    Im Falle des Wohnungsmarktes also potentiell das Risiko für Vermietung unter bestimmten Umständen erhöhen, aka Strafen androhen, falls Gesetze missachtet werden. Ob das jetzt die feinfühligste und zielgerichtetste Regulatorik ist, sei mal dahingestellt. Wir sehen ja schon bei der Mietpreisbremse, dass die handwerklich nicht so geil ist, wenn die Betroffenen sich selbst wehren müssen, aber schon nicht die notwendigen Informationen bekommen. Märkte funktionieren ja auch nur bei gleicher Informationslage der Akteure.

    Aber, um den Bogen noch weiter aufzumachen: sollten Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Heizen, Anziehen) überhaupt einer Marktlogik unterworfen werden, bzw. bis zu welchem Grad?