Hegseth will US-Truppenpräsenz in Europa prüfen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine umfassende Untersuchung der US-Truppenpräsenz in Europa angekündigt. Dazu werde es eine sechsmonatige Prüfphase geben, sagte er heute beim Treffen der NATO-Verteidigungsministerinnen und -minister in Brüssel.
Hegseth kritisierte, es gebe Rückschläge bei der Stärkung der NATO, auch wenn einige Staaten ihr Engagement und ihre Militärausgaben deutlich gesteigert hätten. „Und deshalb verstärken wir unsere Bemühungen, die NATO zu dem zu machen, was sie immer sein sollte: ein ausgewogenes Bündnis, in dem Europa die Führung für seine eigene Verteidigung übernimmt: NATO 3.0“, sagte er.
Hegseth drohte in Brüssel damit, die US-Beiträge zur Finanzierung der NATO zu kürzen, sollten nicht alle Verbündeten die auf dem NATO-Gipfel in Den Haag verabredeten Ziele bei den Verteidigungsausgaben erreichen. Das Budget der NATO beträgt für dieses Jahr 5,3 Milliarden Euro, die zu verschiedenen Teilen von den Mitgliedsstaaten aufgebracht werden.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte gestern in Brüssel, dass die USA künftig weniger militärische Ressourcen für Abschreckung und Verteidigung unter NATO-Kommando in Bereitschaft halten werden.