Kultur

Benoit Menut komponiert für Beethoven Frühling

Benoit Menut ist erster „Beethoven Frühling EU Composer in Residence“. Der französische Komponist erhält einen Kompositionsauftrag für ein neues Orchesterwerk, das im Beethoven-Gedenkjahr 2027 bei der Eröffnung des Festivals am 20. Mai in Baden uraufgeführt wird.

Die Residency ist ein gemeinsames Projekt des „Beethoven Frühling“ und der Delegation der Europäischen Union bei den internationalen Organisationen in Wien. Zum 200. Todestag Ludwig van Beethovens 2027 werde damit sein kulturelles Erbe und europäische Ideen mit zeitgenössischer Musik und neuen Perspektiven auf Europa zusammengebracht.

Der Beethoven Frühling stehe von Anfang an „für Innovation und neue Ideen“, sagte die Gründerin und künstlerische Leiterin Dorothy Khadem-Missagh. Die Residency sei „eine konsequente Weiterentwicklung unseres Festivals“. Damit „wird unser gemeinsames kulturelles Erbe zum Beethoven-Gedenkjahr 2027 mit einem neuen Werk verbunden“, betonte Carl Hallergard, Leiter der Delegation der Europäischen Union bei den internationalen Organisationen in Wien.

Bernard Martinez
Benoit Menut

Höhepunkt für Menut

Das Format soll nach Möglichkeit weitergeführt und langfristig als europäisches Kompositionsprojekt etabliert werden. Der Composer in Residence wird zu einem Aufenthalt an die historischen Beethoven-Orte in Niederösterreich eingeladen. Menut wurde aus zahlreichen Bewerbungen aus mehr als zehn europäischen Ländern ausgewählt, wurde anlässlich einer Pressekonferenz am Mittwoch mitgeteilt.

Für Menut stellt der Kompositionsauftrag einen Höhepunkt zum Abschluss seiner mehr als zehnjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem berühmten Komponisten dar, hieß es. Sein Schaffen reicht von Kammer- und Orchestermusik bis zur Oper. Zu seinen wichtigen Auftraggebern und künstlerischen Partnern gehören die Opera de Paris, die Philharmonie de Paris und Radio France sowie führende französische Orchester.