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Freitag, 29. November 2013

Aufgeweckt / 11

...und wieder geht ein Lebensjahr zu Ende ...


*Wecke die Wurzeln in dir*

Gerade noch zum Ende des Monats hier das Kalenderbild meines persönlichen Jahreskalenders. Wie schnell dieses Jahr verflog! Beim Anblick des Bildes stellt sich eine Frage, die immer wieder auftaucht: Wo sind meine Wurzeln? Wie sehen sie aus? Wie bin verankert, in mir, in der Welt? Ich bin so gestrickt, ich muss immer wieder Fragen stellen. Und wenn ich sie nicht stelle, kommen sie manchmal aus dem Blauen heraus und stellen sich mir in den Weg. Schau uns an, fordern sie und finde deine Antworten! Tja, manchmal wünschte ich, einfacher zusammengesetzt zu sein...

Draußen in der Natur scheinen alle Fragen überflüssig zu werden, etwas Selbstverständliches strömt aus allem: Steinen, Staub, Erde und allem, was daraus hervorgegangen ist. Vielleicht ist es das, was wir unbewusst vermissen, wenn wir uns die meiste Zeit unseres Lebens in geschlossenen Räumen aufhalten, in hermetisch von den Streicheleinheiten der Natur abgeschoteten Bereichen. Von unten Betonplatten oder Gummisohlen und Licht von künstlichen Quellen. Wasser aus großen Reservoirs, müde gemacht. Hier den positiven Fokus zu halten bedarf einer besonderen Anstrengung. Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird mir das jedes Jahr schmerzlich bewusst.



Dieses Kalenderbild schließt thematisch am Julibild an. Und ja, wir sind hier immer noch auf *kleine freude* (auch wenn es manchmal ein bisschen nachdenklich zugeht auf diesem Blog). Mein Blick geht zum Novemberbild und ich muss lächeln über den Elefantenfuß dieses Mammutbaums, einer der größten in unserem weiteren Umkreis. Er steht in meiner Geburtsstadt in Ungarn. Ich stelle mir vor, wieweit seine Wurzeln reichen. Meine reichen auch tief, manchmal unterbrochen oder verletzt. So wie das Leben sie geformt hat, es sind meine und sie erzählen meine besondere Geschichte. Dankbar blicke ich auf all die Jahre zurück, die ich nun schon lebe. Immer wieder gibt es Überraschungen, aber auch konstante Größen, Vorlieben verändern sich, gehen und kommen wieder. Dieses Foto erzählt auch von einer Liebe. Bäume rufen mich. Immer und immer wieder.


Hier könnt ihr alle bisher erschienenen Seiten meines diesjährigen Jahreskalenders nachlesen.

   

Donnerstag, 14. November 2013

Aufgeweckt / 10

*Wecke die großen Träume in dir*

Mehr als ein ganzes Monat ging ich am Oktoberbild meines diesjährigen persönlichen Jahreskalenders vorbei, ehe ich erkannte was es mir erzählen wollte. Zum zweiten mal hatte ich letztes Jahr Stonehenge besucht, dieser Ort, der das erste mal ganz unerwartet tiefe Spuren in mir hinterlassen hatte. Eines der Rätsel der Menschheit stupste mich immer wieder an zu schauen, was in diesem Leben noch in der Hinterhand versteckt ist. Nicht die kleinen Dinge, wie Socken stricken und den Urlaub planen. Die Dinge, die so groß erscheinen, dass man erst gar nicht daran denkt zu beginnen...

To dream ... the impossible dream...

Don Quichote hat mich schon in meiner Jugendzeit fasziniert. Heute eher unsexy (salopp gesagt), die Geschichte von einem Typ, der seine Ziele schlecht formuliert hat, sodass er mit seinen Anliegen nur scheitern konnte. Hätte man auf die Uni schicken müssen. Wirtschaft studieren hätte er sollen oder wenigstens Marketing, dann hätte er sich vielleicht ein bisschen besser verkaufen können und wäre nicht so sinnlosen Träumen nachgerannt.
 


"And I know if I'll only be true, to this glorious quest,
That my heart will lie peaceful and calm,
when I'm laid to my rest ...
And the world will be better for this:
That one man, scorned and covered with scars,
Still strove, with his last ounce of courage,
To reach ... the unreachable star ..."

Das Musical im Theater an der Wien hab ich in meinen Teeniejahren gesehen (Josef Meinrad als Don Quichote für alle Wiener in meiner Altersgruppe), es hat mich zu Tränen gerührt damals.

Habt ihr einen "unmöglichen Traum"? 
Eine Frage, auf die es nicht leicht eine Antwort gibt und doch stellt sie sich ab und zu...
Geht es um den zu verwirklichenden Traum...
und den Mut zu beginnen...


Hier könnt ihr die anderen bisher erschienenen Seiten meines diesjährigen Jahreskalenders nachlesen.

   

Samstag, 14. September 2013

Aufgeweckt / 9

*Wecke die Lebendigkeit in dir*

Nein, nein, nicht Waghalsigkeit. Nur dem Alltagstrott ins fordernde Auge sehen. Die immer gleichen Abläufe unterbrechen. Mal die Zahnbürste mit der anderen Hand nehmen oder auf einem Bein stehen? Nein, das ist Ratgeberlatein und das lesen wir alle zwei Wochen in der Tageszeitung. Jaja, kenn ich, musst du bisschen dies und jenes verändern und du bleibst jung und rostest nicht! Immer wieder mal beim Laufen das Tempo ändern und ab und an im Autoradio den Sender wechseln. Leute, das kann´s doch nicht sein!



Die Arbeit, die Freizeit, den Sport, den Urlaub, alles verplanen, alles kontrollieren. Alles absichern. Ist es das wofür wir leben? Ich fand die Vorstellung für ein Jahr im Voraus zu wissen, wo ich dann Urlaub machen werde furchtbar. Was weiß ich, was dann das Leben für mich bereit hält und was mir dann wichtig sein wird? Genauso die Illusion, dass wir nur genau alles befolgen müssen, was Stand der Technik ist und alles im Leben funktioniert wie geschmiert.

Lebenslust und Lebendigkeit hängt ein Stückchen mit Spontaneität zusammen. Etwas zu wagen, was auf den ersten Blick nicht logisch erscheint, aber sich im Moment richtig gut anfühlt. Sind nicht viele schicksalhafte Ereignisse durch vermeintliche Zufälle entstanden? Man hatte das Gefühl: Das muss ich jetzt machen, da muss ich jetzt hin. Man tat es und peng: Da wartete das Leben mit einem neuen Kapitel und alles veränderte sich. Wenn wir uns verlieben geht das ganz leicht, wie von selbst. Sich ins eigene Leben verlieben hingegen, was für eine Vorstellung! Eine Herausforderung an unser westliches Lebensmodell, das Vorhersehbarkeit an oberste Stelle setzt. Wo sehen sie sich in 5 oder 10 Jahren? Sorry, keine Ahnung! Ich gehe weiter und versorge mein Sein mit Lebendigkeit, alles andere wird sich finden. Auch nur ein wenig mehr davon zu leben, das wär doch was!


Es ist bei Weitem nicht so, dass all die Kapitel in diesem persönlichen Jahreskalender für mich selbstverständlich und leicht klappen. Gerade weil ich über das eine oder andere Thema laut nachdenke bedeutet eben, dass gerade dies eine besondere Aufmerksamkeit braucht. Die Fotos habe ich zu Jahrebeginn spontan ausgewählt und genauso spontan kommen die Themen dazu. Spannend, was da so alles auftaucht. Schön, dass ihr ihr mich begleitet und das eine oder andere mit mir teilt!


Hier könnt ihr die anderen bisher erschienenen Seiten meines diesjährigen Jahreskalenders nachlesen.

   

Montag, 12. August 2013

Aufgeweckt / 8

*Wecke die Alte Weise in dir*

Jeden Tag jetzt im August läuft mir diese Olivenbaumoma in den Blick. Mein persönlicher Jahreskalender zeigt dieses Foto vom Vorjahr von einem Besuch in einem mittelalterlichen Olivenhain auf der griechischen Insel Zakynthos.

Dieses Bild entspannt mich auf eine seltsam unaufdringliche Weise. Wie Omas, die liebevoll und ruhig zusehen können, wie ihre Enkelkinder Dummheiten machen, wissend, dass die eigene Erfahrung alles andere schlägt. Die dann mit dem Taschentuch oder Pflaster, ihren warmen Armen oder ihrem liebenden Ohr bereit stehen, um Tränen zu trocknen, zu trösten und die Gewissheit zu vermitteln, dass es weitergeht und der Schmerz einmal der Vergangenheit angehören wird.



In einer persönlichen Entscheidungsnot, die sich über zwei Wochen hinzog, gab mir jüngst eine Freundin einen locker dahingesagten Rat. Sie schlug die Hände in einer ausladenenden Geste auseinander und rief im Brustton der Überzeugung: " Ist doch ganz einfach!" und "Probier das mal, sag es laut und schau welche Antwort auftaucht". Ich lachte, sie wirkte so unbekümmert, als sie das aussprach und ich dachte, sie machte Spaß. So breitete ich meine Arme aus, blieb stehen (wir gingen gerade durch Wien) und sagte laut nach dem Motto, ein bisschen Spaß muss sein: "Ist doch ganz einfach!!!", die Antwort kam prompt und so, dass ich mir selbst dabei zuhörte, wie ich sie mir gab. Erleichtert musste ich in der Sekunde feststellen, dass ich meine Selbstquälerei beendet hatte. Die unangenehme Sache war gegessen.
Nun, ich gebe seit Jahren meiner Intuition viel Raum, trotzdem vergesse ich doch manchmal darauf, dass die Antworten für viele Fragen in uns selbst liegen und wir uns ab und zu selbst sabotieren und uns das Leben mit "wenn und aber"s schwer machen.

Danke Eva, dass du mir eine besonders verblüffend leicht zu öffnende Tür zu meiner *Weisen Alten" gezeigt hast! 
Kennt ihr auch ein Rezept? Denn dass diese innere beruhigende und klärende Instanz existiert, steht hoffentlich außer Frage... 

Hier alle bisher erschienenen Folgen meines diesjährigen Kalenders. 

Dienstag, 23. Juli 2013

Aufgeweckt / 7

*Erwecke die Erde in dir*

Klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber: Es gibt inzwischen wissenschaftlich untermauerte Hinweise dafür, dass unseren Körpern etwas Essentielles fehlt, wenn direkter Kontakt zur Natur für längere Zeit unterbunden ist. 

Ob Sonnenlicht, Erde, Sand, Wasser, Steine, Gras oder Moos - unerheblich.
Wenn man sich unrund fühlt oder ein vages Gefühl des Mangels empfindet: Am besten raus aus den Schuhen und ab in die Botanik. Unser Verstand sucht sich ja leider oft mal das vermeintlich Naheliegende, im Falle eines "zivilisierten" Lebens eben eher käuflich zu erwerbende Dinge, um ein Fehlen zu beheben.

Kinder machen es instinktiv, wenn man sie lässt. Sie sudeln mit Erde, Sand, was auch immer herum und können über Stunden selbstversunken den Kontakt zur Erde genießen. Gartenarbeit wird für alte Menschen wiederentdeckt, wenn die Motorik nachläßt oder Altersdepression die Freude am Leben verdüstert. Viele Gartenmenschen wissen aus Erfahrung: In der Erde wühlen macht irgendwie rundherum zufrieden und glücklich. 




Andererseits hat süßes Nichtstun auch seine Qualität. Seele baumeln lassen mit Mutter Erde ohne Stress und Terminen ist für viele von uns zu einem Luxus, weil selten geworden. Jetzt im Juli: Wenn nicht jetzt, wann dann - raus aus den Schuhen und die Erde fühlen!

Vielleicht sollten wir viel öfter nach diesen einfachen Dingen suchen, die oft so leicht und manchmal doch erst mit etwas Aufwand zu bekommen sind.

Hier alle bisher erschienenen Folgen meines diesjährigen Kalenders.

   
 

Donnerstag, 13. Juni 2013

Aufgeweckt / 6

*Wecke die Unzufriedene in dir*

Dies ist ein anderes Bild. Im Kalender, der neben dem Schreibtisch hängt stehe ich im Junibild neben den Klippen, wo die Felsen steil zum Meer hin abfallen. Das Foto erinnert mich an meinen Unfall (nein, ich bin nicht von den Klippen gestürzt). Dann wieder denke ich, in den Juni gehört ein Bild mit Blüten, egal welchen, es ist der Monat, wo es draußen blüht wie nie. Dann sehe ich mein Archiv durch. Ein paar Bilder von mir im letzten Jahr gibt es ja noch. Dieses mag ich, keine Blüten. Es verbindet trotzdem mit der Vergangenheit. Also auch ein Klippenfoto. Jetzt bin ich zufrieden.



Willkommen in meinem persönlichen Jahreskalender, der erstmals Fotos zeigt, wo ich selbst zu sehen bin. In jedem Monat. Jetzt, im Sechsten halte ich das schon ganz gut aus (eine normale, nicht mehr ganz junge Frau, ungeschminkt, ungestylt auf einem Foto, geht das überhaupt für die Öffentlichkeit?). 

Der Juni-Titel. Unzufrieden bin ich von Zeit zu Zeit, wollte ich mir das nicht abgewöhnen? Klingt irgendwie negativ.

Ja, schon. Auf den zweiten Blick erkenne ich diese Eigenschaft als Motor, als mehrzylindrigen, in meinem Leben. Nervt ja manchmal meine Umgebung (und mich selbst). Manche nennen es Hartnäckigkeit oder was weniger Freundliches. Aber sie mobilisiert mich, lässt mich handeln, mich mit Umständen, Menschen, Dingen auseinandersetzen und zu neuen Lösungen kommen. Unzufrieden ist man aus gutem Grund und nicht einfach so.

Ich liebe Westernfilme und auch die Kulisse dazu, wenn ich auch nicht weiß warum. Ich liebe Klippen, verfallene Häuser, das Unbekannte hinter der nächsten Ecke. Geschichten und Gefühle die noch zwischen den Mauern hängen. Ich liebe mein Leben, das mich immer wieder zu neuen Erfahrungen leitet. Ich mag auch die Klippen, im Voraus und im Nachhinein.


Hier findest du alle bisher erschienenen Seiten dieser Serie.

Montag, 13. Mai 2013

Aufgeweckt / 5

*Wecke das Kind in dir*




Was, wenn ich lebe, um des Lachens Willen, nichts gebend auf die Vergangenheit und die Zukunft,
Staunend: Die Welt ist Fülle und Bewegung.

Was, wenn ich vergesse, wer ich war und ein Leben voll mit Wundern sehe.
Auf der Mauer sitzend, mit den Beinen baumelnd. 
Der nächste Schritt einen kleinen Sprung entfernt.

Vergangenheit heißt der Teppich, auf dem ich schwebe. Ich nehme ihn mit, 
mit all den ausgebleichten Teilen aus einer früheren Zeit. 
Alt und wertvoll immer noch, fliegt er seit ich entdeckte, dass Märchen für das Leben taugen.
Mal sieht er nach Trompete aus, dann gleicht er einem Schiff. 

Am liebsten flieg ich mit dem Zelt. 
Die Wände aus grünem Chiffon, Samt für die Nacht, Seide für die Bahn über den Zenit. 
Strickleiter inbegriffen. Spring!

Ich mag im Baum wohnen, mit ihm reden des Nachts, über das Wunder seines langen Lebens. Und wie er den Himmel mit der Erde verbindet.

Ich mag das Sein. 
Und das müssen lass ich. 

Am Anfang ist das Alte ins Gesicht geschrieben.
Jetzt springt das Kind, so hoch es kann. Damit ich es sehe, immer wieder. Es gibt nicht auf. Gerade eben saust es wieder um die Ecke. So ist es, das Kind.

Wir fliegen, der Teppich hält. 
Nächster Stopp: Wo Träume ankern.

   

Dies ist das zweite Maiblatt meines persönlichen Jahreskalenders. Es ist ein zusätzliches, denn das ursprüngliche Bild ist schon in der ersten Folge zu sehen. 

Hier findest du alle bisher erschienenen Seiten dieser Serie.  

      

      

Freitag, 5. April 2013

Aufgeweckt / 4

*Wecke die Königin in dir*  

Die Archetypen haben es mir angetan. Nicht nur C.G. Jung beschäftigte sich mit Grundmustern in der Persönlichkeit, auch andere forschten inzwischen weiter daran, was im Menschen zugrunde liegt, um sich in die eine oder andere Richtung zu entfalten und zu entwickeln.
Im Zuge dieses Kalenders tauchten sie wieder auf. Einfach, indem ich Fotos näher betrachtete. Archetypen führen immer zu grundlegenden Fragen des Lebens. 
Da sitze ich nun auf einem Thron, dass es ein Baum war, fühlte sich gut an.


Entscheidungen treffen und dazu stehen. Verantwortung übernehmen für den eigenen Weg, für alle Abzweigungen, Erfolge und Misserfolge. Nicht jammern, nicht klagen. Weitblick haben, Konsequenzen von Entscheidungen antizipieren und verantworten. Die eigene Unvollkommenheit mit Würde leben, sich selbst verzeihen und weitergehen. Andere mit Respekt behandeln. Sich nicht um des lieben Friedens Willen unterordnen, sich nicht selbst verleugnen. Sagen, was frau meint: walk your talk. Mut, die eigene Schönheit auszustrahlen und anderen deren Schönheit zu spiegeln. Fülle im Leben wahrnehmen und sie leben. Aufrechte Haltung, entspannte Schultern (wir tragen als Königinnen kein Joch), klarer Blick. 
So sehen meine Assoziationen zur Königin aus...
Theorie und Praxis klaffen ja meist auseinander, aber diese Theorie mag ich!

In dem Moment, als ich da saß, fühlte es sich gut an. Ein bisschen mehr davon im Alltag? Ja! Unbedingt. Bis ich das nächste Mal auf einem Thron zu sitzen komme, kann es lange dauern. Wie also die Praxis leben...
Die Königin braucht keinen Thron, sie ist es auch ohne ihn! 
Nun, das Ziel ist hochgesteckt, eine Aufgabe fürs ganze Leben, vorwärts schreiten. Nicht klein anfangen, den Ton von oben ansingen. Puhh.

Üben, üben. An meinen Schultern arbeite ich schon lange. Nichts geht über das Üben. Was meint ihr?


Hier  geht es zu den bisher erschienenen Seiten dieses Kalenders.


    

Sonntag, 17. März 2013

Aufgeweckt / 3

*Erwecke deine Talente*
*Erwecke deine innere Führung*
 “Always be a first rate version of yourself, rather than a second rate version of someone else.” Judi Garland


Neue Erkenntnisse der Positiven Psychologie zeigen es auf: Je mehr wir unsere eigenen Stärken entwickelt haben und leben können, umso sinnerfüllter und glücklicher empfinden wir unser Leben. Ihr seht mich hier am Fuß des Leuchturmes am Sheep´s Head in Irland. Dieses Foto ist seit Anfang März auf meinem persönlichen Jahreskalender aufgeblättert. 

Es wirft die Frage auf, von welchen Motiven ich mich im Alltag leiten lasse und ehrlich gesagt, diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Viele Jahre durch ein System gegangen, das ein anpassen an einen allgemein anerkannten gesellschaftlichen Konsens gefordert und gefördert hatte, befinde ich mich seither in einem Prozess des wieder zurück Findens zu den eigenen Kraftquellen und Ressourcen. 
Schule machte tüchtig für ein braves Leben, in dem wir funktionieren. Weniger allerdings für ein Leben, in dem wir unsere kreativen Kräfte entdeckten und auslebten. Die eigenen Talente zu entwickeln, empfinde ich nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit. Je eher wir es schaffen, Kinder von Anfang an in ihren Stärken zu fördern und sie in ihrer individuellen Persönlichkeit anzuerkennen, umso eher könnte die Welt Antworten auf anstehende Herausforderungen finden. Wir sollten aufhören, dauernd auf die Schwächen zu schauen und diese zu bewerten!
Meine Erfahrung geht dahin, dass gesunde Menschen sich gerne für eine Gemeinschaft einsetzen. Die Angst, es würden lauter Egoisten gezüchtet, die auf Kosten der Allgemeinheit gut leben wollen ist unbegründet. Hoher gesunder Selbstwert führt zu mehr Freude und Hingabe an den eigenen Auftrag, an Menschen oder eine Sache. 

Dieses Bild erinnert mich daran, mich im Alltag immer wieder darauf zu besinnen, was mir Freude macht. Kleine und größere Auszeiten helfen dabei, die innere Stimme zu hören und das eigene Leitsystem zu erkennen. Das Leben wird leichter, weniger Umwege und eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung mein Weg führt, bestärken mich darin, meinem eigenen Leuchtfeuer zu folgen.

Hier  geht es zu den bisher erschienenen Seiten dieses Kalenders.

   

Dienstag, 19. Februar 2013

Aufgeweckt / 2

*Erwecke die Winterfee in dir*

So, nun ist er da, der Titel für den monatlichen Post meines persönlichen Jahreskalenders mit Selbstgesprächscharakter und Erlaubnis zum Schlüssellochgucken.
Januarbild gibt es dann zweitausendundvierzehn, war einfach zu spät dran. 

Aufgeweckt. Ihr kennt vielleicht Buchtitel wie: "Erwecke die ... in dir". Jedes Monat also ein Bild mit mir, das (schonungslosem) Assoziieren ausgeliefert ist. Hier schon mal gleich zu Beginn ein Aufruf zum Winter-lieben. Manchen von euch ist es sicher aufgefallen, ich mag sie ja nicht besonders, die kalte Jahreszeit. Dieses Bild macht mir allerdings Freude und weckt schöne Erinnerungen, aber halt: Nicht Erinnerungen hätscheln, wir leben jeden Tag und täglich auf den Frühling zu warten fühlt sich öde an! Ich versuche also jedem Wintertag outdoor etwas Positives abzugewinnen, es gelingt immer wieder mal, mit frisch gefallenem Schnee ganz leicht!


Dieses Foto ist vom vorigen Jahr im Februar, wieder zurück am Weissensee dem Rahmen, 2013 kommt Bewegung in die Sache.

Es schneite viel diesen Winter, der letzte Schnee ist erst vor Kurzem weggetaut. In Österreich ist der Februar noch so richtig dem Winter zuzurechnen. Was jetzt draußen blüht ist meist weiß, Schneeglöckchen und Schneerosen (unter der Schneedecke)...


Im Rahmen bleiben, aus dem Rahmen fallen, einen Rahmen vorgeben, den üblichen Rahmen sprengen, den Rahmen enger fassen.

Redewendungen, die mit sozialer Anpassung verbunden sind. Öfter mal ein wenig aus dem (gewohnten) Rahmen zu fallen finde ich befreiend, es tut einfach gut. Spielen, Spaß haben, kreativ sein. Wer sagt, dass Erwachsene nicht auch spontan und mit immer wieder neuem Blick auf die Welt im Alltag unterwegs sein können. Schwieriger wird es, wenn ehrlich und authentisch zu sein etwas Mut erfordert, weil eingefahrene Wege auch ihre Bequemlichkeiten haben. 
Sich selbst treu zu bleiben und auch mal was zu wagen. Ausprobieren, was schon lange anklopft und sich Gehör verschaffen will.

Ich bin überzeugt davon, dass am Lebensende bereut wird, was man nicht getan, nicht gewagt hat, obwohl *das Herz darauf gepocht hatte*. Manche Menschen werden mit dem Alter spontan, lebenslustig, ein wenig frech und direkt. Ist euch das auch schon aufgefallen? Sie *scheißen sich nix*, wie wir hier in Ostösterreich sagen.

Den Autopilot abschalten, das Leben zum Lebendig-sein nützen. Neugierig sein auf jeden neuen Tag.


Montag, 4. Februar 2013

Plädoyer für das Weibliche / 5

*Wecke die Schönheit in dir*

Es gibt wahrscheinlich wenige Worte, die uns Frauen mehr unterschwelligen Stress bereiten können, als dieses. Mal Hand aufs Herz: Würdest du dich als schön bezeichnen? Wenn es gut geht, dann vielleicht in manchen Aspekten, in der Regel kommt sofort nach dem Ja ein Aber: Meine .... sind zu dünn, zu dick, zu faltig. Zu alles, was es nur an Adjektiven geben kann. Männer, besonders diejenigen, die uns lieben, sind da viel weniger kritisch. 

Ein Thema, das hinlänglich bekannt ist, aber tun wir etwas dagegen? Wir wissen, dass wir uns an Fotogeshoptem messen und können uns trotzdem nur schwer entziehen.



Sich hässlich zu fühlen wertet ab und so werten wir uns, wenn auch nur in einigen Aspekten ständig ab. Ich frage euch: Gibt es etwas Dümmeres? Ich frage mich: Warum führen wir das immer noch fort?

Wenn ich an meine Großmutter denke, die in ihrem neunzigsten Lebensjahr gestorben ist, erinnere ich mich an ihr wunderbares Lachen, mit dem sie so jung erschien. An ihre Art da zu sein, ihre Liebe, die sie ohne viel Worte fühlbar machte. Sie wirkte lebendig und neugierig, sie war für mich trotz ihres fortgeschrittenen Alters schön.

Mit dieser Folge von Plädoyer für das Weibliche starte ich einen Aufruf an uns alle, meine lieben Geschlechtsgenossinnen. Nützen wir unseren Blick in den Spiegel, um festzustellen, wie schön wir sind! Nicht exklusive, sondern inklusive! Lasst uns unsere selbstkritische innere Stimme, die immer etwas zu meckern hat, immer wieder zum schweigen bringen! Ich verspreche euch, wenn wir das regelmäßig machen, werden wir häufiger Komplimente bekommen. Nicht, weil das so wichtig wäre, aber wir strahlen unser Selbstbild aus und bekommen entsprechende Rückmeldungen. Nicht zu reden davon, wie es sich für uns selbst anfühlt. Wir wissen das alle und trotzdem sabotieren wir uns fleißig Tag für Tag bei jedem Blick in den Spiegel...


Auf diesem Bild seht ihr mich dankbar und fröhlich, ich war in Irland in einem Garten unterwegs und hatte wunderbares Wetter...

Mein persönlicher Kalender für dieses Jahr ist aus Bildern zusammengestellt, auf denen ich selbst zu sehen bin. Es brauchte einige Überwindung dazu, schließlich freute ich mich über eine Auswahl an Fotos, mit deren Hilfe ich nicht zuletzt an diesem Thema arbeiten kann! Hier seht ihr das Foto vom Mai. Ganz schön mutig, sich neben eine Statue einer Schönheit hinzustellen, nicht wahr? Ich schreibe das natürlich mit einem kleinen Augenzwinkern, aber ihr merkt sicher die Absicht. Sich einen Monat lang mit dem eigenen Bild auseinanderzusetzen mit der Absicht, immer öfter ja sagen zu können ist eine gute Schule! 

Keine Kleinigkeit. Je mehr wir mit uns selbst in Frieden sind und dazu gehört  auch die Zu - frieden - heit mit dem eigenen Aussehen, um so mehr Schönheit bringen wir in die Welt. 

Schönheit - ein großes Thema für uns Frauen. Wie heißt es so schön: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. So ist es!

Kommentare gerne auch von Männern ;-)
       
Hier der Link zu allen Posts der Serie.

    
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