Regenprobe: stimmt „x von n Läufen sagen Regen“?
Die Startseite schreibt nicht „20 % Regen“, sondern „10 von 51 Läufen sagen Regen“ — dieselbe Zahl, aber man sieht, woraus sie gemacht ist. Eine Wahrscheinlichkeit ist trotzdem eine Behauptung, und sie lässt sich prüfen: Von allen Tagen, für die 30 % der Rechnungen Regen hatten, sollte es an rund 30 % auch geregnet haben. Nicht an keinem, nicht an allen. Das heißt Zuverlässigkeit, und hier wird sie nachgezählt.
Was hier verglichen wird
- Das Ereignis: Am Zieltag fallen an der nächsten DWD-Station mindestens 0,1 mm — die kleinste Menge, die ein Regenmesser zuverlässig meldet. Gezählt wird nur ein Tag, an dem jede Stunde einen geprüften Messwert dieser Station hat; fehlt eine, fällt der Tag heraus, statt geschätzt zu werden.
- Die Wahrscheinlichkeit: der Anteil der 51 Rechnungen des ECMWF-Ensembles — dasselbe Ensemble wie auf der Startseite —, deren Tagessumme 0,1 mm erreicht.
- Nicht ganz dasselbe wie die Startseite. Dort wird je Stunde gezählt und jede Rechnung mit mehr als 0 mm. Eine einzelne Stunde gegen einen Regenmesser zu prüfen, der erst ab 0,1 mm anschlägt, wäre unfair gegen die Vorhersage. Die Idee ist dieselbe, das Ereignis ein anderes. Wie man die Zahl überhaupt liest, erklärt Was heißt „30 % Regen“?
- Die Faustregel: an jedem Tag dieselbe Wahrscheinlichkeit, nämlich die Regenhäufigkeit der ausgewerteten Tage. Wer sie nicht schlägt, hätte sich die Rechnung sparen können — mehr dazu auf Faustregel.
Die Nachzählung
Die Auswertung wird geladen …
Was diese Zahlen nicht sagen
- Ein Regenmesser ist ein Punkt. Ein Schauer, der drei Kilometer neben der Station niedergeht, ist für diese Auswertung ein trockener Tag. Die Rechnung dagegen meint eine Gitterzelle. Bei Schauerwetter wird die Vorhersage dadurch schlechter dargestellt, als sie ist — bei Landregen spielt es kaum eine Rolle.
- Die Faustregel weiß zu viel. Sie kennt die Regenhäufigkeit der ausgewerteten Tage im Nachhinein — eine Wetter-App wüsste sie vorher nicht. Sie ist damit eher zu gut als zu schlecht, und die Vorhersage muss sie trotzdem schlagen.
- Regen wird erst seit dem 26.09.2026 archiviert. Bis dahin speicherte das Archiv nur die Höchsttemperatur. Die Probe wächst also von null; die hohlen Punkte im Diagramm sind Klassen mit weniger als 30 Fällen und noch keine Aussage.
- Stundenwerte, nicht die amtliche Tagessumme. Summiert werden die stündlichen Werte, die Bright Sky liefert. Der Tag reicht dabei von 23 Uhr des Vortags bis 23 Uhr, weil jeder Wert die vorangehende Stunde meint — auf beiden Seiten gleich, aber nicht exakt der Kalendertag.
Selbst nachrechnen
Das Ergebnis liegt offen unter /data/regenprobe.json
(Stand 30.09.2026: entsteht noch. Die Datei gibt es erst, wenn genug Fälle mit
Vorhersage und gemessenem Niederschlag beisammen sind; solange sie fehlt, liefert der Link
„nicht gefunden“, und /data/index.json führt
regenprobe als null. Ob es sie inzwischen gibt, zeigt verlässlich der
Abschnitt oben: Er liest die Datei bei jedem Aufruf neu, dieser Satz stellt sich nicht von selbst
um. Bis zum 30.09.2026 stand dieser Satz ohne diesen Hinweis hier), die Rohdaten ebenso: die Ensemble-Stände unter /data/ensemble/ (Feld
regen), die Modellwerte unter /data/forecasts/ (Feld
niederschlag) und die Messung in /data/measured.json.
Wie oft die Temperatur-Spanne stimmt, zeigt die Trefferquote; ob die Vorhersage überhaupt besser ist als „wie gestern“, die Faustregel. Wie aus vielen Rechnungen ein Fächer wird, erklärt Der Ensemble-Fächer, wie Niederschlag gemessen wird, Niederschlagsmessung.