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Masters of the Universe (2026) gesehen

so schlecht das er schon fast ok ist. die besetzung ist hoch­ka­rä­tig, das drehbuch bemüht, die musik 80er und man bemüht sich ernsthaft nicht allzu ernsthaft zu wirken.

ich muss zugeben, ich hab ein, zwei mal herzhaft gelacht und ich habe bis zum ende durch­ge­hal­ten. das schaffen die wenigsten wirklich schlech­ten filme — ausser ich bin in einem kino ein­ge­sperrt.

den film kann man sich gut sparen, aber genauso gut ansehen, wenn man nichts besseres mit seinem leben anfangen kann.



fi­scher­pin­te

felix schwenzel in bilder

ges­tern an der fi­scher­pin­te am plöt­zen­see stand die tür of­fen. der ort ist ei­ner­seits sehr ein­la­dend und ro­man­tisch, aber gleich­zei­tig ein biss­chen un­heim­lich. rechts auf ei­ner lie­ge hat­te sich je­mand zum schla­fen ge­legt.

zum er­halt der fi­scher­pin­te gibt es eine info-sei­te und eine pe­ti­ti­on. auf der info sei­te heisst es:

Nach dem Tod des bis­he­ri­gen Päch­ters ist die Fi­scher­pin­te ge­schlos­sen. Wann es wei­ter­geht ist eine Sa­che, die vom Amts­ge­richt ge­klärt wer­den muss – was da­nach ent­ste­hen könn­te oder blei­ben darf, dass ist Sa­che des Be­zirks­am­tes.

Wir, als An­woh­ner des Wed­ding, set­zen uns da­für ein, die Fi­scher­pin­te zu ret­ten – im Ein­klang mit dem Na­tur­schutz. Und mit den Boo­ten, so wie seit über 100 Jah­ren.


1.000.000.000 herz­schlä­ge

felix schwenzel

wie im­mer fas­zi­nie­rend: ve­ri­ta­si­um über sca­le, „Die uni­ver­sa­len Ge­set­ze des Le­bens von Or­ga­nis­men, Städ­ten und Un­ter­neh­men“ (ein buch von ge­offrey west).

  • säu­ge­tie­re le­ben un­ge­fähr 1.000.000.000 herz­schöä­ge lang (aus­nah­me men­schen und wenn tie­re in (mensch­li­cher) ge­fan­gen­schaft le­ben)
  • städ­te ska­lie­ren so, dass sie ziem­lich ef­fi­zi­ent und pro­duk­tiv mit res­sour­cen um­ge­hen (kön­nen)
  • je grös­ser eine stadt, des­to schnel­ler lau­fen die men­schen in ihr (im schnitt)

goe­the vor 200 hun­dert jah­ren:

[E]s ist jetzt al­les ul­tra, al­les tran­szen­diert un­auf­halt­sam im Den­ken wie im Tun. Nie­mand kennt sich mehr. […]
Jun­ge Leu­te wer­den viel zu früh auf­ge­regt und dann im Zeit­stru­del fort­ge­ris­sen; Reich­tum und Schnel­lig­keit ist, was die Welt be­wun­dert und wor­nach je­der strebt […]



wer be­sucht wir­res.net

felix schwenzel in über wirres

ich habe cur­sor mal mei­ne apa­che logs aus­wer­ten las­sen, wer in den letz­ten 14 ta­gen hier sei­ten auf­ge­ru­fen hat. wie man sieht, ma­chen of­fen­bar such­ma­schi­nen-in­dex­er und ech­te be­su­cher nur ei­nen sehr klei­nen teil aus. den gröss­ten bat­zen ma­chen hier täg­lich so um die 40-50 tau­send bots oder scrip­te aus. im prin­zip habe ich hier ein rie­si­ges cache-warm­ing bot­netz.

RSS feeds häu­fig und von über­all aus ab­zu­ru­fen ist durch­aus im sin­ne des er­fin­ders, aber wenn man das auf mi­nu­ten run­ter­rech­net, sind das im schnitt acht ab­ru­fe mei­ner RSS feeds pro mi­nu­te.

bots & scripts LLM in­dex­er hu­mans Σ
sei­ten 43.000 4.800 4.200 400 52.400
RSS 10.900 - - 1.000 11.900
.md 180 - 30 - 210
sum­me 54.080 4.800 4.230 1.400 64.510

ei­gent­lich woll­te ich se­hen, wie die mark­down-da­tei­en an­ge­nom­men wer­den. es zeigt sich: nicht schlecht, im schnitt 200 auf­ru­fe pro tag, aber nichts ge­gen den ab­ruf von 50 tau­send html-sei­ten durch bots, scra­per und in­dex­er. die „hu­mans“ zah­len sind auch eine op­ti­mis­ti­sche nä­he­rung. das ma­to­mo-pi­xel das ich in den RSS feed ge­packt habe tählt um die 400 RSS le­ser täg­lich, aber da mein ma­to­mo-host stats.wir­re.net auf ein­schlä­gi­gen ad- und tra­cker­blo­cker lis­ten steht, dürf­te 1000 le­ser un­ge­fähr und mit et­was op­ti­mis­mus pas­sen. die 400 mensch­li­chen sei­ten-le­ser sind der täg­li­che schnitt laut ma­to­mo ohne op­ti­mis­mus zu­schlag.

tl;dr: i’m blog­ging for the bots


in­ter­es­sant fin­de ich, dass re­zep­te mitt­ler­wei­le dank goog­le die meist­be­such­ten sei­ten hier sind (aus­ser der start­sei­te). die zah­len sind auch aus den letz­ten ta­gen auf die uni­que pa­ge­views pro tag run­ter­ge­rech­net.

Page Title Uni­que Pa­ge­views
wir­res.net — fach­blog für ir­rele­vanz 84
was­ser­me­lo­nen­sa­lat nach ot­to­lenghi 24
ge­rös­te­ter spitz­kohl aus der heiss­luft­frit­teu­se 22
schnel­le gur­ken­sticks mit knob­lauch 7
kraut­sa­lat aus spitz­kohl nach tim mäl­zer 6

tl;dr: goog­le schickt su­chen­de nur noch auf re­zep­te.


zwei tage in fol­ge beim mor­gen­spa­zier­gang kein vier­blätt­ri­ges klee­blatt ge­fun­den, da­für heu­te eine gur­ke.

nach­trag:

ich hat­te mir ja vor ein paar ta­gen in den kopf ge­setzt mor­gens, beim spa­zier­gang, im­mer ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt zu fin­den. zwei mal hat das ge­klappt. dann, am frei­tag, habe ich in­ten­siv ge­sucht und auch ei­ni­ge gros­se, saf­ti­ge klee-in­seln ge­fun­den. aber eben kei­ne vier­blätt­ri­ge klee­pflan­ze. das hat mich er­staun­lich stark frus­triert und na­tür­lich ist die­se an­ge­spann­te, ver­krampf­te hal­tung beim klee­blatt­su­chen wohl eher kon­tra­pro­duk­tiv. oder ganz all­ge­mein im le­ben.

auch heu­te woll­te ich ger­ne ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt fin­den, aber mir war es viel ega­ler als am frei­tag. ich hab mich wie­der or­dent­lich dem hund zu­ge­wandt und in ers­ter li­nie auf fri­da kon­zen­triert — was dann auch für gute lau­ne bei mir sorg­te. oder ge­nau­er, ich hab mich von fri­das gu­ter lau­ne an­ste­cken las­sen und mich von mei­nem ko­mi­sche, selbst­ge­stell­ten auf­ga­ben nicht run­ter­zie­hen las­sen. trotz­dem kein 🍀 ge­fun­den, aber wie­der viel dar­über ge­lernt, wei man sich ge­konnt selbst ver­ar­schen kann.


08/15

Eine ge­wöhn­li­che Erfahrung war es wohl eher nicht, dieser Waffe ge­gen­über­zu­ste­hen: Das Ma­schi­nen­ge­wehr 08 in der Version des Jahres 1915 war damals eine neuartige, tödliche Waffe und wurde zur Stan­dard­aus­rüs­tung der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg. Mit den Jahren ent­wi­ckel­te sich 08/15 zum Synonym für etwas Ge­wöhn­li­ches.







Star Trek: Strange New Worlds (S04E01) gesehen

das war ei­ner­seits alles ziemlich vor­her­seh­bar, weil ich das rezept für strange new worlds und star trek langsam in und auswendig kenne. obwohl das rezept ste­reo­ty­pe und un­ge­niess­ba­re zutaten hat, kommt am ende, auf der metaebene, doch immer was an­sehn­li­ches raus, was man zwar nicht essen will, aber schön anzusehen ist.

diese folge versucht auch explizit besondern klug zu sein und greift wieder rief in den tem­po­ra­len bau­stein­kas­ten und was am ende rauskommt ist zwar albern, aber nicht doof. irgendwie ergibt sich im ganzen ein bild, das klüger ist als die summe des addierten quatsches.

mir fiel auf jeden fall auf, dass ich diese ge­schmacks­rich­tung star trek der noch pa­thos­ge­tränk­te­ren ge­schmacks­rich­tung star fleet academy um längen vorziehe. ich habe mich gut un­ter­hal­ten gefühlt und musste mich über den quatsch und pathos nicht aufregen, weil das ge­samt­pa­ket passte.


streaks sind sträh­nen

felix schwenzel in notiert

nach­dem ich zwei tage in fol­ge je­den tag ein 🍀 ge­fun­den habe, fiel mir en­f­lich das deut­sche wort für streak ein: sträh­ne. weil man ja auch glücks­sträh­ne sagt.

vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu fin­den hat na­tür­lich nichts mit glück zu tun. we­der das fin­den, noch das was ei­nem da­nach pas­siert.

ich habe die 🍀 nicht we­gen glück oder tüch­tig­keit ge­fun­den, son­dern weil ich nach ih­nen ge­guckt habe. so wie ga­bri­el­la ger­hardt in die­sem vi­deo ge­sagt hat, man fin­det sie nicht, son­dern man sieht sie. das klappt tat­säch­lich im (lang­sa­men) vor­bei­ge­hen.

ob­wohl glück lö­sen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sin­ne von zu­frie­den­heit. es be­frie­digt mich durch­aus so ein 🍀 zu fin­den und mich dann wie­der auf den mor­gen­spa­zier­gang kon­zen­trie­ren zu kön­nen.

und ich wür­de da ger­ne eine ge­wohn­heit draus ma­chen. ein paar mi­nu­ten pro tag in so et­was sinn­lo­ses zu in­ves­tie­ren, das so be­frie­di­gend ist, hört sich für mich in­ter­es­sant ge­nug an, um mei­nen ehr­geiz zu we­cken. des­halb fol­gen hier in den nächs­ten wo­chen nicht nur un­zäh­li­ge baum­bil­der, son­dern (hof­fent­lich) auch un­zäh­li­ge klee­bil­der.


di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit

felix schwenzel in artikel

ich hab in den letz­ten mo­na­ten im­mer wie­der über­legt wie ich ar­ti­kel von hier auf in­sta­gram brin­gen kann oder um­ge­kehrt. auf in­sta­gram habe ich im­mer noch vie­le men­schen die mir fol­gen, oder bes­ser ge­sagt, die auf pflan­zen­bil­der und sel­fies von mir re­agie­ren. in­sta­gram selbst nut­ze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich im­mer är­ge­re wenn ich die app of­fen habe und ver­führt wer­de kur­ze vi­de­os in mich rein­zu­stop­fen. zack sind 30, 40 mi­nu­ten vor­bei und ich är­ge­re mich, dass ich mei­ne zeit nicht selbst­be­stimmt ver­schwen­det habe.

die schwie­rig­kei­ten die in­sta­gram ei­nem in den weg legt wenn es dar­um geht ei­ge­ne in­hal­te von in­sta­gram zu­rück­zu­ho­len sind er­staun­lich. in­sta­gramm gibt sich sehr viel mühe öf­fent­li­che bei­trä­ge nicht au­to­ma­tiert aus­les­abr zu ma­chen, aus­ser man heisst goo­gle­bot. je­den­falls hab ich mehr oder we­ni­ger auf­ge­hört auf in­sta­gram zu pos­ten, weil das ko­pie­ren der bei­trä­ge von in­sta­gram hier­her zu müh­sam wur­de und um­ge­kehrt nicht mög­lich ist.

aus­ser man wan­delt sein in­sta­gram­kon­to in ein pro­fes­sio­nel­le kon­to um, mel­det sich bei face­book als ent­wick­ler an, ver­knüpft sein face­book und in­sta­gram­kon­to und stellt an ei­ni­gen stell­sch­raben rum. nach lan­gem zö­gern hab ich das jetzt ge­macht und kann bei­trä­ge von hier ein­fach auf in­sta­gram pos­ten — per knopf­druck im kir­by ba­ckend.

im in­die­web nennt man das pos­se: „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“

ich ver­öf­fent­li­che also hier ein foto und von hier dann zu mast­o­don, blues­ky, stan­dard.site — und jetzt auch zu in­sta­gram. und jetzt wo ich über meta/face­book auch ein­ge­schränk­ten zu­gang zur API habe, kann ich auch kom­men­trae von in­sta­gram hier­her­ho­len.

so nut­ze ich zwar meta/face­book/in­sta­gram, aber wenn die mich mor­gen sper­ren sol­ten oder ich sie oder meta ver­en­det oder nur noch span­ner-bril­len ver­kauft ist mir das egal — weil ich nix ver­lie­re.


ich bin kein freund da­von zu be­haup­ten sei ir­gend­was oder gar al­les bes­ser ge­we­sen. aber den zu­stand der isn­ta­gram-app, bzw. der in­sta­gram-time­line, wür­de ich schon ger­ne be­kla­gen. al­les ist un­über­sicht­lich ge­wor­den, stän­dig will mir je­mand was ver­kau­fen oder mich hyp­no­ti­sie­ren und mei­ne auf­merk­sam­keit ab­sau­gen.

wie wohl­tu­end ist da zum bei­spiel grain: ein ver­ti­ka­ler, scroll­ba­rer srei­fen mit fo­tos, nichts als fo­tos. und: dark mode, herz­chen zum drü­cken und … fo­tos. ich schlei­che zwar seit wo­chen durch die AT­mo­sphe­re, aber auf grain hat mich heu­te noch­mal pxlnv.com ge­stupst.

weil grain auf dem AT­pro­to­koll ba­siert und die fo­tos und me­ta­da­ten auf mei­nem, bzw. dem PDS von blues­ky spei­chert, kann ich kir­by auch ein­fach bei­trä­ge auf grain pos­ten las­sen (in­dem kir­by eing­ach im rich­ti­gen for­mat/sche­ma me­ta­da­ten und ei­nen blob spei­chert). auch das geht aus dem kir­by-ba­ckend per knopf­druck und sieht dann so aus.


war­um nicht pi­xel­fed? ich wür­de sa­gen weil es mei­nem ver­ständ­nis von di­gi­ta­ler un­ab­hän­gig­keit wi­der­spricht mir ein wei­te­res so­cial me­dia kon­to an­zu­le­gen nur um ei­nen wei­te­ren aus­ga­be­ka­nal für das zu ha­ben was ich hier auf wir­res.net und mei­ner ei­ge­nen fe­di­ver­se go­to­so­cial in­stanz schon habe. bei grain hin­ge­gegn mel­de ich mich mit mei­nem vor­han­de­nen blues­ky-kon­to an und dort, auf dem blues­ky PDS wird das auch al­les ge­spei­chert und ich kann mit den da­ten ma­chen was ich will. kei­ne rei­bung, kein zu­sätz­li­cher log­in, kein zu­sätz­li­cher API key, ein­fach ein wei­te­rer ka­nal.


weil es so ein­fach ist bei diens­ten mit­zu­ma­chen, die auf dem AT­pro­to­koll auf­set­zen, hab ich mir ge­dacht mal alle pro­fi­le die ich im lauf der zeit an­ge­legt habe auf­zu­lis­ten. das ist auch ganz ein­fach, in­dem ich in mei­nen PDS gu­cke.


ich weiss nicht ob mein ver­ständ­nis von un­ab­hän­gig­keit rich­tig ist oder der rei­nen leh­re ent­spricht, aber die­ses pos­sen fühlt sich gut an. al­les zu­hau­se an ei­nem ort zu ha­ben und da wo es geht, da wo es viel­leicht wen in­ter­es­siert, auch mei­nen quark hin­schie­ben zu kön­nen. oder eben auch nicht. wie­die­wied es mir ge­fällt.