Inland

Unerfreuliche Budgetüberraschungen wegen ungünstiger Zahlen aus den Bundesländern sollen künftig der Vergangenheit angehören. Die APA verwies dazu in der Früh auf eine ihr vorliegende Verordnung zur Gebarungsstatistik, die heute von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) unterzeichnet werden soll.

Den Angaben zufolge werden mit dieser alle Länder verpflichtet, monatlich ihre Budgetlage der Statistik Austria zu übermitteln, die die Daten dann auch veröffentlicht. Die Verordnung fußt auf einer Nebeneinigung zum Stabilitätspakt.

Mehr Transparenz und Datenqualität erwartet

Marterbauer sagte den APA-Angaben zufolge in einer schriftlichen Stellungnahme, dass mit der Verordnung die Grundlage für eine bessere Planung der gesamtstaatlichen Finanzen geschaffen werde.

Die Republik wieder auf solide Beine zu stellen sei eine Aufgabe, die nur im Zusammenwirken von Bund, Ländern und Gemeinden gelinge. Nunmehr sei eine deutliche Verbesserung von Transparenz und Datenqualität gewährleistet.

Seit vielen Jahren sorgt für Ärger, dass der Bund oftmals nicht recht weiß, wie es um die Finanzen der Länder tatsächlich bestellt ist. Das kommt daher, dass bisher die Länder ihre Daten der Statistik Austria zwar melden müssen, diese aber nur aggregiert an das Finanzministerium weitergeleitet werden dürfen. Dazu kommt, dass Wien als Gemeinde aktuell nur einmal pro Quartal die Zahlen abliefern muss.

Das soll sich durch die Verordnung ändern. Diese schreibt nämlich vor, dass auch bei Wien die Budgetdaten der Gemeinde auf Kassenbasis (also reale Ein- und Ausgänge) monatlich erhoben werden müssen. Überdies werden die Ergebnisse aus den erhobenen Daten durch die Statistik Austria länderweise veröffentlicht.

Die Regierung hat sich vorgenommen, ab März die Arbeiten an der geplanten Fachkräftestrategie in Angriff zu nehmen. Mit dieser will man den demografischen und technologischen Veränderungen Rechnung tragen, wie Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) gestern nach dem Ministerrat sagte. Federführend ist Schumanns Ressort unter Beteiligung des Wirtschafts- und des Bildungsministeriums.

„Erstmals seit 1950 schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, und Österreich fehlen aktuell rund 200.000 qualifizierte Arbeitskräfte“, sagte die Arbeitsministerin. Oftmals scheitere es daran, dass Arbeitssuchende nicht die nötige Qualifizierung aufweisen können.

„Rahmenbedingungen müssen stimmen“

Wie im Regierungsprogramm vorgesehen, soll die künftige Fachkräftestrategie drei Säulen aufweisen, nämlich eine Qualifizierungsoffensive, die Stärkung der Lehre und die Hebung des Potenzials internationaler Fachkräfte als ergänzende Maßnahme.

Zudem erinnerte Schumann, dass Arbeitsmarktpolitik allein nicht ausreiche: „Es müssen auch die Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, Pflege, Mobilität und leistbares Wohnen stimmen.“ Überhaupt sei eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen der Schlüssel.

Lobende Worte kamen vom ÖGB. „Endlich wird anerkannt, dass der Fachkräftemangel kein kurzfristiges Problem ist, sondern eine strukturelle Herausforderung“, wurde ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth in einer Aussendung zitiert.

FPÖ: Regierung setzt auf „völlig falsches Pferd“

FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisierte die Ankündigung. Die Regierung setze „auf das völlig falsche Pferd“. Denn anstatt für eine echte Aufwertung der Lehre zu sorgen, wollten ÖVP, SPÖ und NEOS mit Erleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte „ausländische Arbeitskräfte importieren, was wiederum Lohndumping befördert“, so Belakowitsch.

Ausland

Nach einer zweiten Runde indirekter Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran hält die US-Regierung ihre Drohungen aufrecht: Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte gestern in Washington, es gebe „viele Gründe und Argumente“ für einen Angriff auf den Iran. „Der Iran wäre sehr gut beraten, ein Abkommen zu schließen“, fügte Leavitt hinzu.

Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung von Oman die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden.

Grossi ortet Fortschritte

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, bezeichnete die jüngste Verhandlungsrunde als „Schritt nach vorn“. Man habe Fortschritte gemacht, „aber es gibt noch viel zu tun, und das Problem ist, dass wir nicht viel Zeit haben“, sagte Grossi dem französischen Fernsehsender LCI.

US-Präsident Donald Trump drohte indes erneut mit einem Angriff, sollte es nicht zu einer Einigung kommen. Um den militärischen Druck zu erhöhen, entsandte er unter anderem zwei Flugzeugträgerverbände in die Region.

Medien: US-Militär zu Angriff bereit

Laut US-Medien wie CBS, CNN und „New York Times“ stehe das Militär in der Region für Angriffe auf den Iran bereit. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen Angriff getroffen. Das Weiße Haus wäge derzeit die „Risiken einer Eskalation und die politischen und militärischen Folgen einer Zurückhaltung“ ab, berichtete etwa CBS.

Das US-Nachrichtenportal Axios zitierte ebenfalls namentlich nicht genannte Quellen, wonach die US-Regierung näher vor einem großen Krieg stehe, als den meisten Amerikanern bewusst sei. Er könne schon „sehr bald“ beginnen und würde „dramatische Auswirkungen“ auf die gesamte Region haben, hieß es. Bereits am Wochenende könnten die USA angreifen, so CBS und CNN.

Vorwürfe Teherans

Nach dem zwölftägigen Krieg gegen Israel im Juni, in dem die USA iranische Atomanlagen bombardiert hatten, hatte der Iran die Zusammenarbeit mit der IAEA zunächst eingestellt und den Zugang der IAEA-Inspektoren zu den betroffenen Anlagen eingeschränkt. Teheran warf der IAEA vor, die Angriffe nicht verurteilt zu haben.

Die UNO-Organisation mit Sitz in Wien ist damit beauftragt zu prüfen, ob das iranische Atomprogramm friedlicher Natur ist. Israel und weitere Staaten werfen Teheran vor, eine Atombombe anzustreben. Teheran streitet das ab, beharrt jedoch auf seinem Recht, den Atomsektor für zivile Zwecke auszubauen.

Eine US-Bezirksrichterin hat eine Entscheidung aufgehoben, die die Politik der Trump-Regierung zur massenhaften Inhaftierung von Migranten und Migrantinnen stützte.

Die Richterin im US-Bundesstaat Kalifornien erklärte gestern (Ortszeit) die Entscheidung des Berufungsgerichts für Einwanderungsfragen (Board of Immigration Appeals) für nichtig. Dieses hatte die Praxis gebilligt, Tausende bei Razzien festgenommene Menschen ohne die Möglichkeit einer Freilassung auf Kaution in Haft zu nehmen.

Die von dem früheren demokratischen Präsidenten Joe Biden ernannte Richterin bezeichnete das Vorgehen der Regierung als schamlos und warf ihr vor, sie versuche, ihre „Kampagne illegaler Handlungen“ fortzusetzen. Zur Begründung hieß es, die Regierung habe eine frühere Anordnung des Gerichts vom Dezember nicht befolgt, in der die zugrunde liegende Politik für rechtswidrig erklärt worden war.

Bereits im Dezember für rechtswidrig erklärt

Hintergrund ist eine neue Auslegung des Einwanderungsrechts. Die US-Regierung hatte die Definition von Antragstellern auf Zulassung ausgeweitet, um auch bereits im Land lebende Nichtstaatsbürger ohne die Möglichkeit einer Kaution inhaftieren zu können. Die Richterin hatte die Politik des Heimatschutzministeriums bereits im Dezember für rechtswidrig erklärt.

Sie begründete ihr schärferes Vorgehen nun damit, dass die oberste Einwanderungsrichterin ihre Kollegen angewiesen habe, das Urteil zu ignorieren und sich weiterhin an die Entscheidung des Berufungsgerichts zu halten.

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat per Dekret eine Generalamnestie für Inhaftierte angeordnet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA gestern berichtete, gilt sie für alle Straftaten, die vor dem Datum der Verkündung begangen wurden.

Nach Angaben des Präsidialamts umfasst das Dekret vor allem Strafminderungen. Lebenslange Freiheitsstrafen sollen in zeitlich befristete Haftstrafen von 20 Jahren umgewandelt, werden. Lebenslange Zwangsarbeitsstrafen sollen auf 20 Jahre reduziert werden. Unheilbar Kranke und über 70-jährige Inhaftierte sollen von ihrer Haftstrafe befreit werden.

Ausgenommen seien jedoch ausdrücklich Straftaten, die schwere Menschenrechtsverletzungen gegen das syrische Volk darstellen. Auch schwere Verbrechen und schwerwiegende Missbräuche blieben eine Ausnahme.

Blatt: USA ziehen sämtliche Truppen ab

Die USA ziehen indes einer Zeitung zufolge ihre gesamten Streitkräfte aus Syrien ab. Der Abzug der rund 1.000 Soldaten von den verbliebenen Stützpunkten solle in den kommenden zwei Monaten erfolgen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf drei US-Regierungsvertreter.

In der vergangenen Woche hatte das US-Militär die Räumung eines strategisch wichtigen Standorts bekanntgegeben und diesen an die syrische Armee übergeben. Das galt als Anzeichen für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und Damaskus, was einen umfassenderen Rückzug ermöglichen könnte.

Zahlreiche Staaten haben den Vorschlag der israelischen Regierung, Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland zu erleichtern, kritisiert. „Wir verurteilen entschieden einseitige israelische Entscheidungen und Maßnahmen, die darauf abzielen, Israels völkerrechtswidrige Präsenz im Westjordanland auszuweiten“, heißt es in der Erklärung, die der palästinensische UNO-Botschafter Rijad Mansur gestern in New York stellvertretend für 85 Staaten verlas.

Auch Österreich unterstützte die Erklärung. „Die Entwicklungen im Westjordanland sind mehr als nur beunruhigend“, so Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) auf X. „Wir wiederholen unsere klare Verurteilung der jüngsten Entscheidungen und Maßnahmen der israelischen Regierung im Westjordanland und appellieren eindringlich an Israel, diese Schritte rückgängig zu machen.“

„Schwere Eskalation“

Der „illegale Schritt“ bedeute „eine schwere Eskalation“, erklärten zuvor bereits u. a. Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien, die Türkei, Indonesien und Pakistan. Man verurteile ihn scharf. Das Völkerrecht verbietet einer Besatzungsmacht, Teile der eigenen Bevölkerung in besetzte Gebiete zu transferieren.

Die Vereinten Nationen warfen Israel vor, das Westjordanland mit einer Reihe von Maßnahmen faktisch und schleichend zu annektieren. „Wir werden Zeugen der schrittweisen De-facto-Annexion des Westjordanlands, indem einseitige Schritte Israels stetig die Landschaft verändern“, sagte die UNO-Spitzenvertreterin Rosemary DiCarlo in New York.

Israel: „Falschinformationen“

Das israelische Außenministerium sprach von „Falschinformationen“. Die Regierung habe lediglich eine „verwaltungstechnische Maßnahme im Bereich des Zivil- und Sachenrechts“ genehmigt, hieß es in einer Mitteilung. „Diese Maßnahme soll Ordnung in die Verfahren der Grundstücksregistrierung bringen und eine transparente sowie gründliche Klärung von Rechten ermöglichen, um Rechtsstreitigkeiten zu lösen.“

Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ergebnisse nach den zweitägigen Verhandlungen mit russischen Vertretern in Genf über ein Kriegsende als unzureichend kritisiert. „Die Ukraine ist an einem Resultat interessiert. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht sagen, dass das Ergebnis ausreichend ist“, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft gestern.

„Die Militärs haben einige Fragen ernsthaft und inhaltlich diskutiert. Sensitive politische Fragen, Fragen zu möglichen Kompromissen und das notwendige Treffen der Staatschefs sind noch nicht ausreichend erörtert worden“, sagte Selenskyj. Er hatte gefordert, dass in Genf über ein Treffen zwischen ihm und Kreml-Chef Wladimir Putin gesprochen werde. Putin hat solche direkten Gespräche zwar angeboten – aber nur in Moskau, was Selenskyj ablehnt.

Zudem habe er für Genf die Aufgabe gestellt, humanitäre Fragen wie den Austausch von Gefangenen und Zivilisten zu klären, sagte Selenskyj. Die Ukraine hoffe nun auf weitere Verhandlungen noch im Februar. Zuvor hatte die russische Seite mitgeteilt, dass es die nächsten Gespräche in Kürze geben solle.

Die von den USA vermittelten Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine waren zuvor in Genf ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Lesen Sie mehr …

IT

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat in einem potenziell folgenschweren US-Prozess um das Suchtpotenzial sozialer Netzwerke die Vorgehensweise seines Unternehmens verteidigt. So sagte Zuckerberg, dass der Facebook-Konzern Meta keine Ziele für Nutzungszeiten seiner Apps mehr setze, wie das „Wall Street Journal“ aus dem Gerichtssaal in Los Angeles gestern berichtete.

Der Meta-Chef räumte auch ein, dass auf Dienste des Konzerns wie Instagram zum Teil auch Nutzerinnen und Nutzer unter 13 Jahren zugreifen, obwohl das gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Ihre Accounts würden entfernt, wenn das auffalle, sagte er dem Fernsehsender CNBC zufolge.

Depressionen und Angstzustände

In dem Prozess wirft eine 20-jährige Klägerin, die unter den Initialen KGM auftritt, Onlineplattformen vor, sie hätten ihre Dienste absichtlich so gestaltet, dass Nutzer süchtig danach werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Funktion, bei der man immer weiter zum nächsten Beitrag scrollen kann. Die Frau fing ihren Angaben zufolge bereits als Kind an, die Plattformen zu nutzen und führt ihre Depressionen und Angstzustände darauf zurück.

Zu Prozessbeginn hatten die Meta-Anwälte argumentiert, die psychischen Probleme der Klägerin gingen auf Misshandlungen und instabile Verhältnisse in der Familie zurück. Meta verweist auch auf über die Jahre eingeführte Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer wie spezielle Accounts für Teenager und Aufsichtsfunktionen für Eltern.

Potenziell wegweisender Prozess

Die Klage richtet sich aktuell gegen Googles Videoplattform YouTube und den Foto- und Videodienst Instagram, der zum von Zuckerberg geführten Konzern Meta gehört. Die Unternehmen hinter den ursprünglich ebenfalls geklagten Konkurrenten Snapchat und TikTok waren durch einen Vergleich dem Prozess entgangen.

Der Ausgang des Verfahrens könnte wegweisende Wirkung für Hunderte weitere Klagen ähnlicher Art haben.

Wirtschaft

Der europäische Flugzeugproduzent Airbus muss das Produktionsziel für seinen Verkaufsschlager A320 erneut verschieben. Der französisch-deutsche Konzern gab dafür heute dem US-Zulieferer Pratt & Whitney die Schuld, der bei der Produktion von Triebwerken mit der Münchner MTU Aero Engines zusammenarbeitet.

„Bei der A320-Familie hat die Unfähigkeit von Pratt & Whitney, die Zahl der von Airbus bestellten Triebwerke zuzusagen, negative Auswirkungen auf die Prognose für dieses Jahr und das Tempo des Hochlaufs“, hieß es in der Mitteilung.

Airbus werde es deshalb bis Ende 2027 nur auf 70 bis 75 A320 pro Monat bringen, erst danach werde sich die Zahl auf rund 75 einpendeln – den Wert, den Airbus sich eigentlich für 2027 vorgenommen hatte. Zurzeit sind es rund 60 Maschinen.

Nach fünf erfolglosen Verhandlungsrunden für einen neuen Kollektivvertrag in der IT-Branche hat es gestern eine Annäherung zwischen den Sozialpartnern gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft GPA legten die Arbeitgebervertreter erstmals ein Angebot für die Ist-Gehälter vor. Mit zwei Prozent fiel dieses für die Arbeitnehmerseite aber „weiterhin unzureichend“ aus, hieß es in einer Mitteilung. Der IT-Kollektivvertrag gilt für rund 90.000 Mitarbeitende.

Nach Betriebsversammlungen am vergangenen Montag soll nun mit den Betriebsratsvorsitzenden der Branche über die weitere Vorgehensweise beraten werden, so die Gewerkschaft. Kampfmaßnahmen seien nicht ausgeschlossen. „Dass nach fünf Verhandlungsrunden erstmals ein Angebot zur Erhöhung der IST-Gehaltssumme vorgelegt wurde, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber wir sind immer noch weit von einem fairen Abschluss entfernt“, betonte GPA-Verhandlungsleiterin Sandra Steiner laut Aussendung.

Die Arbeitnehmer fordern eine Erhöhung der Mindest- und Ist-Gehälter um 3,5 Prozent. Für die Mindestgehälter bieten die Arbeitgeber laut GPA ein Gehaltsplus von 2,5 Prozent. Ein Termin für die siebente Verhandlungsrunde ist noch nicht fixiert.

Chronik

Im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens acht Wintersportler bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Ein weiterer Skifahrer wurde noch vermisst, wie die Polizei von Nevada County gestern mitteilte. Die Suche nach den Tourengehern hatte am Vortag begonnen, sie gestaltete sich wegen starker Schneefälle schwierig.

Das Unglück hatte sich auf dem Berg Castle Peak in der Sierra Nevada nordöstlich von Sacramento ereignet. Dort wurde eine insgesamt 15-köpfige Gruppe von der Lawine mitgerissen. Sechs Skifahrer konnten verletzt geborgen werden, zwei von ihnen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Kalifornien war seit Sonntag von einem Sturm heimgesucht worden. Er führte südlich von Los Angeles zu starken Regenfällen und in den Bergen im Norden des Bundesstaates zu starken Schneefällen.

Keine Spielteilnehmer und kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs Richtigen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Fünffachjackpot werden zusätzlich zum ersten Rang der nächsten Runde 4.720.097 Euro erwartet.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

8 24 29 31 33 45 / Zusatzzahl 9

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

11 18 40 41 42 45

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

3 5 8 3 1 5

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Taylor Swift hat im vergangenen Jahr erneut die Spitze der weltweiten Verkaufscharts errungen. Kein anderer Künstler und keine andere Künstlerin habe 2025 mehr Geld mit Musik eingenommen, teilte gestern der Internationale Musikindustrieverband (IFPI) mit.

Swift setzte sich gegen die südkoreanische Gruppe Stray Kids durch, die den zweiten Platz belegte. Auf Platz drei folgte der kanadische Rapper Drake. Zahlen zu den von den Künstlern und Künstlerinnen erzielten Einnahmen werden vom IFPI traditionell nicht veröffentlicht.

Für Swift war es das vierte Mal in Folge und insgesamt das sechste Mal, dass sie den Verkaufsthron erklomm und damit den Preis als „Global Artist of the Year“ einstrich.

Reuters/Jennifer Gauthier

Der Erfolg der 36-Jährigen wurde durch eine Dokumentation über ihre rekordverdächtige „The Eras“-Welttournee angefacht sowie durch die Veröffentlichung ihres neuesten Albums „The Life of a Showgirl“ im Oktober. Dazu kam die offiziell zelebrierte Liebesgeschichte zwischen Swift und dem US-Footballspieler Travis Kelce, mit dem sie sich diesen Sommer verlobte.

Als Reaktion auf einen offenen Brief mehrerer Filmschaffender zum Nahost-Konflikt hat Berlinale-Chefin Tricia Tuttle Zensurvorwürfe zurückgewiesen.

Es stimme nicht, dass sie Filmemacher „zum Schweigen gebracht“ oder „eingeschüchtert“ hätten, sagte Tuttle der dpa. Sie sei von dem Brief überrascht worden und es sei „unglaublich hart“ gewesen, ihn zu lesen. Einige der Unterzeichner kenne sie und sie habe sich gewünscht, dass sie sie zuerst kontaktiert hätten.

Das Branchenblatt „Variety“ hatte einen offenen Brief Dutzender Filmschaffender veröffentlicht, in dem Künstler wie Tilda Swinton der Berlinale eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorgeworfen hatten. Sie seien entsetzt über das „institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern“. Israel weist zurück, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen.

Tuttle kritisiert Umgang mit Wenders’ Aussagen

Die Unterzeichner des Briefs hatten auch Jurypräsident Wim Wenders kritisiert, der bei einer Pressekonferenz zur Positionierung im Nahost-Konflikt befragt worden war. Der Regisseur („Perfect Days“, „Paris, Texas“) hatte gesagt, sie könnten sich nicht auf das Feld der Politik begeben. Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik.

Tuttle kritisierte, es sei nur ein Ausschnitt herausgegriffen worden, was sie traurig mache. „Denn dieser Mensch zeigt seit 50 Jahren mit unglaublichen Filmen eine immense Empathie für die Menschen. Er hat uns Menschen sehen lassen, die vielleicht sonst unsichtbar geblieben wären. In seinen Werken steckt immer ein politisches Element.“

Sie halte es für ungerecht, dass Leute einen „Ausschnitt herausgreifen, ihn falsch darstellen und daraus eine virale Kampagne machen“, sagte Tuttle.

Panorama

Die „Unidos do Viradouro“ hat gestern in Rio de Janeiro mit ihrem Umzug im Sambodrom den Wettbewerb als beste Sambaschule gewonnen. „Das ist der Karneval des Sambisten. Gewonnen hat der Samba“, sagte der geehrte Moacyr da Silva Pinto nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. Der 69-Jährige leitet seit 38 Jahren die große Trommlergruppe der Schule, die ihn mit ihrem Auftritt würdigte.

Reuters/Ricardo Moraes

Es ist der vierte Titel für die Schule aus Niteroi, der Schwesterstadt von Rio, die ausgezeichnet wurde. Eine Jury vergab dafür Noten in neun Kategorien, darunter Kostüme, Harmonie und Handlung.

Die zwölf Topschulen waren in den vergangenen Tagen mit exotischen Kostümen, spektakulären Wagen und Lichteffekten jeweils bis in den frühen Morgen durch das Samba-Stadion gezogen. Zu den Höhepunkten gehörten Darstellungen von Persönlichkeiten, kulturellen Traditionen und Geschichten der afrobrasilianischen Bevölkerung.

Er stand nicht auf der Startliste: Ein Hund hat im olympischen Langlaufstadion gestern für kuriose Bilder gesorgt. Während der Qualifikation im Team-Sprint tauchte das Tier plötzlich auf der Zielgeraden in Tesero auf. Der Hund verfolgte die Argentinierin Nahiara Diaz und die Kroatin Tena Hadzic bis hinter die Ziellinie.

Als Diaz anhielt, stoppte auch der Hund und beschnupperte die Sportlerin. Die besten Athletinnen aus der ersten Startgruppe waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Ziel.

Bei dem Hund handelt es sich um den zweijährigen Wolfshund Nazgul. Er war aus der Wohnung seines Besitzers ausgebüxt, indem er zwei Türen selbst öffnete.

IMAGO/NTB/Terje Pedersen

Nach dem Lauf fing laut „Bild“-Zeitung FIS-Streckenchef Michel Rainer den Hund im Zielbereich ein und brachte ihn aus dem Skistadion – und Nazgul entwischte prompt erneut. Im Nachbarort wurde er schließlich endgültig eingefangen und nach Hause gebracht.