Seit 2002 der jüngere meiner beiden Lieblingssöhne eingeschult wurde, verbringen wir jedes Jahr in den Herbstferien 5 Tage im Harz. Immer mieteten wir für uns eine kleine Ferienwohnung.
Dieses Jahr wird es wohl zum letzten Mal gewesen sein, denn im Herbst 2014 ist der Sohn - so Gott will - kein Schulkind mehr und allmählich mag er auch nicht mehr mit Mama verreisen.
Wir waren bereits in Hahnenklee, Bad Suderode, Braunlage (2x), Wernigerode, Drübeck, Öhrenfeld, Elbingerode - und dieses Jahr in...
... Quedlinburg!
Unsere Urlaube waren jedes Jahr geprägt, von Ruhe, Lesen, Entspannung, Wanderungen, Besichtigungen, Natur - Zeit nur für uns zusammen.
Und natürlich davon, die
Walnussernte einzubringen ;o)
Liebgewordene Rituale haben sich für diese Urlaube herausgebildet.
Im Verlauf der Jahre veränderte sich vieles, denn es ist ein gewaltiger Unterschied, damals allein mit einem kleinen Kind zu verreisen, oder jetzt mit einem jungen Mann unterwegs zu sein.
Natürlich habe ich Unmengen von Fotos gemacht. Um euch nicht zu erschlagen, stelle ich die hier im Blog mal lieber in Etappen ein...
Am Anreisetag fuhren wir gemütlich los, machten Zwischenstop in Wernigerode (Im
August erst war ich mit dem Liebsten dort.) und kamen schliesslich gegen Abend in unserer Ferienwohnung in Quedlinburg an.
Während unseres Urlaub vor Jahren in Bad Suderode hatten wir dieses Städtchen schon besucht und in guter Erinnerung behalten. Heute wissen wir, es ist noch sehr viel schöner, als wir erwartet hatten.
Von Judy vom Blog "Judys dies und das" hatte ich zuvor auch bereits ein paar Insider- Tipps bekommen. - Nochmal danke dafür, du Liebe.
Der Marktplatz mit dem schönen Rathaus war nicht direkt ein Ort der Freude, denn dort wird z. Zt. gerade gebaut...
Eine Stadtrundfahrt brachte uns jedoch die schönen Orte der Stadt näher. Und das Beste war: von unserer Ferienwohnung aus waren sie alle bequem zu Fuss erreichbar.
(Übrigens soll die Baustelle am Marktplatz wohl bereits im November fertig gestellt sein.)
Die alte Apotheke, in deren Fassade (oben neben dem linken Fenster) noch eine Kanonenkugel aus dem Jahre 1477 steckt... auf dem nächsten Foto sieht man sie:
Halt, STOP, nicht platznehmen: Noch ist es zu früh, für eine Pause ;o)
Ein grosses, hölzernes Tor. Wo es wohl hinführt?
Nein, nicht in die...
Wir durchquerten den Tunnel und...
... erreichten unbeschadet ein kleines, entzückendes Fachwerkgässchen.
Ich war im Quartier 7 - einem Kunsthandwerkerhof (keine bezahlte Werbung!). Schon der Durchgang ist sehr sehenswert.
Es gibt: Bruno den Hofkater ;o) und ein Langbein, das sich vor ihm gerade noch in der Herbstdeko in Sicherheit bringen konnte...
... einen Glasbläser, eine Töpferei mit der Möglichkeit dort Kaffee zu trinken, Silberschmuck, Filzwaren-, besondere Mode.
Aus der roten "Büchereizelle" (Foto unten) im Hof habe ich mir ein Buch (es wurde 1935 aufgelegt) in altdeutscher Schrift mitgenommen, um aus den Seiten zu basteln. Ich habe gelernt - und auch meine Kinder gelehrt, Respekt vor Büchern zu haben und sorgfältig mit ihnen umzugehen. Nun liegt es hier. Es widerstrebt mir so dermaßen, das Buch zu zerreißen. Und noch dazu bei so einem alten Buch. - Seuftz. Mal schauen, was daraus wird.
Im Haus befindet sich die Buch Bar. (Keine bezahlte Werbung!)
Alles für die Lust am Lesen, wirklich alles außer Bücher.
Also Inspirationen, was man mit Buchseiten noch so anfangen kann:
Mitten durch die Häuser in der Stadt fliesst die Bode.
Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht, das Brückengeländer zu umhäkeln.
Und immer wieder gab es Muße den Herbst zu geniessen, in der Sonne zu sitzen.
Und dann waren wir noch an der Rappbodetalsperre und haben die Staumauer bei Wendefurth besichtigt.
Fortsetzung folgt...