Samstag, 29. August 2026

VERLÄNGERT!

Vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Beitrag, ich habe mich über jeden sehr gefreut. Ja, Kartons für Stoffe sind toll, ich habe auch ganz viele Schuhkartons, in denen ich meine Stoffe aufbewahre. Auch wenn ich meine Stoffe in meinem Leben wohl nicht mehr vernähen werden kann, ist es schön, hinter den Vorhang zu gucken und den Schatz zu sehen und ich gebe es zu, ich kaufe mir gern neue Stoffe. Ja, manchmal kommt dann das schlechte Gewissen, ob des Vernähens, aber hey... Es ist doch auch ein schönes Gefühl, aus dem Vorrat spontan einen Quilt nähen zu können. 😍

"Spontan einen Quilt nähen" bringt mich zu meinem Thema. Vielleicht hat es die ein oder andere mitbekommen, dass in einer Woche bei uns Landtagswahl ist. Eine, wie ich finde, sehr wichtige Wahl. Als ich Dienstag Abend im Bett lag, kam mir die Idee, den Votequilt noch einmal zu nähen und in meine Ausstellung zu hängen. Ich brauche ja nur das Schild, denn meinen zweiten Quilt habe ich ja mit einem Wechselschild genäht. Ich habe mich gedanklich mit meiner spontanen Idee mal wieder selbst sehr unter Druck gesetzt, vielleicht war auch das mit Auslöser für zwei weitere Kopfschmerznächte.

Egal: Mittwoch früh habe ich vor der Arbeit noch schnell den Schnitt gedruckt, Mittwoch und Donnerstag Abend nach der Arbeit genäht und dann war mein Vote-Schild fertig. Ich habe mich farblich an einem Votequilt orientiert, den ich im Netz gesehen hatte, er sollte so richtig knallen. Und ich finde, das tut er:

Gestern Nachmittag waren Steffen und ich im Café und es war ein wunderschöner Nachmittag. Wir hatten Detlef getroffen, der mich zu der Ausstellung "überredet" hat. Wir haben lange gesessen, leckeren Kuchen gegessen, guten Kaffee getrunken und erzählt. Es war ein richtig schöner Nachmittag. an meinen kleinen Quilt musste ich noch die Ecken für die Magneten zunähen. Sicherheitshalber wollte ich im Café erst testen, ob die Magneten richtig herum sind (nicht, dass der Quilt am Ende vom Hintergrund abgestoßen wird 😂). 

Bevor wir dann gegangen sind, habe ich den Quilt ausgetauscht. 

Ja, mein Quilt knallt und fällt richtig auf. er sieht schön aus und die Farben passen auch zum Hintergrundquilt. Da hatte ich zuerst so ein wenig meine Sorgen, ob blau und blau mit türkis auch zusammenpasst.
Liebe Leserinnen und Leser aus Sachsen-Anhalt: Geht am Sonntag bitte wählen, für Demokratie, Freiheit und unser aller gutes Leben und weil "Nie wieder ist jetzt!".
 
Ach ja, jetzt hätte ich fast die Verlängerung vergessen. Vor ein paar Tagen kam von Detlef die Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, die Quilts bis Ende des Jahres auszustellen. Aber ja, das kann ich mir vorstellen und ich freue mich sehr über die Möglichkeit, die mir da gegeben wird. 
 
Also: Wenn ihr Zeit und Lust habt, fahrt gern bis Ende des Jahres nach Halberstadt in das Café des Burchardiklosters, verbringt einen schönen Nachmittag, bestaunt meine Quilts und habt einen schöne Zeit. Und ja, gern könnt ihr mir schreiben, wenn ihr einen Besuch plant, ich versuche gern, ein Treffen einzurichten.

Dienstag, 18. August 2026

Gefühlt mitten in der Nacht

DAS hatte ich schon lange nicht mehr. Heute war ich mal wieder gefühlt mitten in der Nacht wach, tatsächlich war es wohl so gegen vier. Seitdem ich das Hormongel nehme, schlafe ich wirklich sehr gut. Ich muss zwar nachts einmal raus, aber dann lege ich mich hin und schlafe wieder ein, das hatte ich bis zum Beginn der Einnahme schon seit Jahren nicht mehr. Wie oft habe ich da nachts manchmal wach gelegen und das nicht erst seit vier oder halb fünf, sondern manchmal schon seit zwei, halb drei.

Heute war es allerdings dann doch mal wieder so, dass ich nicht mehr in den Schlaf gekommen bin, auch an Halbschlaf war nicht mehr zu denken. Ach was soll's: Ich bin zwar noch so richtig, richtig müde (und heute muss ich noch einmal bis 17 Uhr 😴), aber im Bett liegen und warten, dass man einschläft, ist auch blöd. Und wenn ich schon einmal Zeit habe, kann ich ja auch mal von meiner Wochenendaktion berichten. 😊😉

Auf Arbeit sind ein paar Urkundenkästen leer geworden, weil ich den Inhalt von mehreren Kästen eines Jahrgangs in einem, maximal zwei Kästen zusammengefasst habe. In dem Büro, wo ich jetzt bin, ist nicht so viel Platz wie in dem Büro davor und so muss manches eben zusammengefasst werden. Die Urkundenkästen sind recht stabil, aber ungünstig im täglichen Gebrauch, da sie nach oben hin geöffnet werden müssen. Wenn man da Urkunden rausnehmen möchte, muss man den ganzen Kasten öffnen, bei den anderen zieht man einfach den Einschub raus. Von den Kästen, die nach oben hin aufgeklappt werden müssen, können demzufolge nur wenige Kästen übereinander stehen, denn es ist absolut blöd, wenn da zehn Käste gestapelt sind und man an den unteren muss... Egal. Die Kästen sind leer und mein Chef hatte dafür keine weitere Verwendung und so habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und gefragt, ob ich die eventuell mit nach Hause nehmen dürfte. Woher er wohl wusste, dass ich da Stoffe reinpacken will??? 

Am Freitag habe ich die ersten Kästen mit nach Hause genommen. Eigentlich wollte ich die erst in Gebrauch nehmen, wenn ich mein eigenes Nähzimmer habe, aber... Naja, ich und meine Pläne. Ich habe die mal wieder komplett über den Haufen geworfen und am Sonntag ein wenig sortiert, aussortiert und neu geordnet. Die Konastoffe aus dem Stoffabo mussten dringend mal sortiert werden. 

Sieht das nicht toll aus? Aber ich finde, momentan ist die Auswahl noch ziemlich blaulastig, da fehlt für meinen Geschmack noch ein wenig rot und orange. Egal, noch läuft das Abo ja. Ich überlege zwar immer mal wieder, es zu beenden, aber wenn ich dann die Stoffe sehe, kann ich das (noch) nicht. 😂😂😂Und außerdem stehen ja noch neun Kästen auf Arbeit, die ich noch mit nach Hause nehmen muss/darf und die können ja nun wirklich nicht leer bleiben. 😂

Ich habe meine Stoffe nach Farben sortiert, bei manchen war das gar nicht so einfach: Ist das nun gelb oder doch eher grün?  

    
Wenn ich nun die Stoffe rausnehme, muss ich nur daran denken, dass die vordere Längsseite der Kästen auch aufklappt. Passt man nicht auf, liegen die Stoffe auf der Erde. Aber da gewöhnt man sich ganz schnell daran. Katharina hat mir für die Kästen Schilder gemalt. Diese sind das absolute Highlight an meinen Urkundenstoffkästen. 
Und weil das Wiederverwertung vom Allerfeinsten ist, setzte ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei Upcycling. Damit habe ich schon 19 Kreuze setzen können, ich finde, das ist  eine ganze Menge. Und vielleicht schaffe ich ja irgendwann doch ein Bingo, in zwei Reihen fehlt mir jeweils nur noch ein Kreuz, aber das sind Themen, wo mir bestimmt nur schwer was zu einfällt. 😉

Sonntag, 16. August 2026

Meine Geborgenheit

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem letzten Blogbeitrag. Der Quilt hängt schon seit einer Woche an seinem Platz und ich liebe ihn. Jedes Mal, wenn mein Blick darauf fällt, freue ich mich und ein Gefühl von Zufriedenheit (Erklärung kommt dann weiter unten) und Geborgenheit macht sich in mir breit. Geborgenheit. Seitdem ich den Quilt genäht habe, denke ich darüber nach, was Geborgenheit ist, ausmacht. Es ist ein Gefühl, ich denke, das wird sich für jeden anders darstellen. Für mich ist es zum Beispiel auch dann Geborgenheit, dass ich wieder auf der rechte Seite liegend schlafen kann. Schon als Kind habe ich vorzugsweise auf der rechten Seit geschlafen, vor ein paar Jahren ging das nicht, weil mir dann durch das Impingement-Syndrom immer die Hand und der Arm eingeschlafen sind. Ich habe eisern morgens meine Dehnübgungen gemacht und nach einer ewig langen Zeit ging es dann wieder. Das ist zum Beispiel für mich auch Geborgenheit und deswegen habe ich das Gelmerodatattoo auch auf dem rechten Oberarm (kein Scheiß). 

Aber zurück zu meinem Quilt. Am vergangenen Sonntag habe ich mich dann gleich  mit den Details Mund,  Nase und Augen beschäftigt. Für meinen Portraitquilt hatte ich mir ja Steam-a-Seam Vlies bestellt, das habe ich (zum Glück) für die zu applizierenden Teile verwendet. Den Mund des kleinen Kindes habe ich ein wenig schmaler und die Oberlippen weniger voluminös gestaltet, ich wollte aber die Mundwinkel ein klein wenig nach oben gezogen haben, damit man das friedliche Lächeln des Kindes erkennen kann.

Nachdem ich die Teile aufgelegt hatte, sah der Kopf des Kindes irgendwie komisch aus, die Form störte mich. Ich habe dann mein Stoffstück mit der Vorlage vergleichen und habe gesehen, dass ich den hellen runden Kreis vermutlich ein wenig verdreht  eingenäht habe. Wenn dem so ist, konnte ich mir nun auch erklären, warum eine Paßmarke auf dem anderen Stoff kein Gegenstück hatte.

Also blieb mir nicht weiter über, als das Gesicht noch einmal rauszutrennen. Ja, ich hatte mein Top schon mit Sprühkleber mit Vlies und Rückseite geheftet. Aber was soll's. Das Raus- und Auftrennen ging ganz gut und als ich dann die zwei Teile anders zusammengenäht hatte, sah es schon viel gefälliger aus. Ich musste dann das Teil wieder in den Kreis einnähen, auch das ging wieder gut. Ja, es war zu sehen, dass die Änderung wichtig und richtig war.

 

(Ich weiß nicht warum die Bilder neuerdings so pixelig aussehen, wenn man im Beitrag die Bilder groß ansieht, sehen sie normal aus...). Schon so ist gut zu sehen, dass die Proportionen ganz anders und gefällitger aussehen. Beim Zusammennähen der Teile habe ich ganz penibel darauf geachtet, dass nun wirklich alle (!) ein Gegenstück haben. 😊 
Nachdem das Gesicht wieder eingenäht war, konnte ich dann auch die Details applizieren, da ich diese vorher ja schon einmal aufgelegt hatte, war ich froh, dass ich kein Vliesofix verwendet hatte, denn das hätte ich ja schon fast direkt nach dem Auflegen festbügeln müssen. Steam-a-seam klebt ja von sich aus und muss erst dann festgebügelt werden, wenn wirklich alles perfekt sitzt.
 
Gequiltet habe ich den Quilt ähnlich wie den Picassoquilt mit Echoquilting, mal frei Hand, mal mit Transporteur. Der Quilt hat wieder ein unsichtbares Binding bekommen, farblich war ich da ganz mutig und habe einen lila Stoff genommen. Wenn man auf dem folgenden Foto gaaaanz genau hinsieht, kann man das ein klein wenig erkennen.
Vielleicht hätte ich die Gesichter noch ein wenig freundlicher quilten sollen, aus der Nähe betrachtet sehen meine Personen ein wenig streng aus. Guckt man aber aus der Ferne, sehen sie einfach nur friedlich und zufrieden aus.
 
Wenn meine Ausstellung beendet ist und meine Quilts wieder zu Hause sind, möchte ich die beiden Quilts nebeneinander aufhängen. Ich muss dann nur noch einen Platz dafür finden, denn hinter der Tür ist nur Platz für einen Quilt. Aber im Blog kann ich sie ja schon einmal nebeneinander zeigen.

  

Sonntag, 9. August 2026

Geborgenheit

Vor einer Weile hatte ich auf Instagram einen weiteren Quilt von Carmen Bickle gesehen, der mich sofort in seinen Bann zog. Für diesen Quilt bot Carmen im Gildesommer einen Kurs an. Die die Plätze begrenzt sind, habe ich es wie im letzten Jahr gemacht: Erinnerung ins Handy eingegeben, damit ich ja nicht den Anmeldebeginn vergesse. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, WIE sehr ich mich gefreut habe, als ich den Kurs gebucht hatte.

Und dann hieß es warten, dass es endlich der 8. August wird. Gestern war es dann soweit. Da ich seit einiger Zeit ein Stoffabo mit Konastoffen habe, musste ich keine neuen Stoffe bestellen, denn ich habe in den Stoffen genau die Farben gefunden, die mir vorschwebten. Farblich wollte ich mich am Beispiel von Carmen orientieren, allerdings habe ich mich für einen dunkelgrauen Hintergrund entschieden.

Bevor es gestern losging, musste ich erst einmal noch die ganzen Vorlagen ausschneiden, die ich auf Freezer Paper ausgedruckt hatte. Im letzten Jahr hatte ich kein Papier, welches ich bedrucken konnte, da war Katharina so lieb, die Vorlage abzuzeichnen und für mich auszuschneiden. Da ich im letzten Jahr  nicht wusste, wie Katharina die ausgeschnittenen Vorlagen sortiert hatte, bin ich im Kurs teilweise ganz schön in's Straucheln gekommen, habe ewig Vorlagen gesucht und doch immer mal wieder überlegt, ob ich das alles hinbekommen kann. Das hing damals sicher auch mit meiner persönlichen Situation zusammen.

Dieses Jahr hatte ich mich für Blätter entschieden und habe diese dann bedruckt. Das ging auch sehr gut. 
 

Ich hatte wegen der Vielzahl an Vorlagen und wegen der Erinnerung an den Picasso-Kurs doch einige Bedenken, ob ich das schaffen kann. Zwischendurch kam immer mal wieder die Erinnerung an den letzten Sommer in mir hoch und verursachte mir ein beklemmendes Gefühl. Aber: Meine Sorge war unbegründet, es ging alles richtig gut und nachdem ich dann wieder wusste, wie die Nahtzugabe angezeichnet bzw. angeschnitten werden kann, lief alles.  Ich bin im Kurs wirklich sehr gut voran gekommen, sicher kam mir dabei auch zugute, dass ich schon den Picassokurs gemacht hatte und mit der Arbeit mit Freezer Paper und Carmens Anleitung vertraut war.

Obwohl ich sehr penibel die Passmarken übertragen habe, musste ich doch hin und wieder trennen, weil die Übergänge nicht ganz genau gestimmt haben.
 
Das Trennen hatte sich immer wieder gelohnt, auch wenn ich den Übergang im ersten Foto insgesamt dreimal auftrennen musste. Am Ende aber passten die Übergänge richtig gut und ich war zufrieden. Manche Teile waren doch recht klein, aber durch die gut überlegte Nähreigenfolgte fügte sich alles perfekt zusammen. Am Ende habe ich jedoch überlegt, ob ich von Carmens Nähreihenfolge irgendwie abweichen sollte, denn das Kindergesicht wurde in einen geschlossenen Kreis eingenäht. Ich wusste nicht, ob mir das gelingen würde. Letztendlich habe ich mich doch dazu entschlossen, der Reihenfolge von Carmen zu folgen, das war auch gut. Das Einnähen in den Kreis ging erstaunlich gut.
 
Gut, mein Quilt ist nicht ganz eben geworden, die ein oder andere Beule ist da, aber ich habe ihn mit ganz viel Dampf gebügelt und gestern Abend gleich noch geheftet. 😉Nun muss ich mich noch um die Details wie Mund, Nase und Augen kümmern und dann kann ich meinen Quilt quilten. Das ist auch dringend nötig, denn nun hängen schon vier angefangene Sachen im Wohnzimmer und im Schlafzimmer liegen auch zwei fertige Tops. 🙈

Und weil das so ein schönes und gut zu nähendes Muster war, setzte ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei "Muster" und verlinke meinen Beitrag zum Bingo 2026.

Donnerstag, 6. August 2026

Schritt für Schritt

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem weiteren Feiningerquilt. Da habe ich mich sehr darüber gefreut, besonders freut es mich immer, wenn ich durch meine Beträge andere inspirieren kann oder auch stille Mitleser einen Kommentar schreiben. Ja, mit dieser Variante kann man sicher das ein oder andere Gemälde nacharbeiten, allerdings denke ich, dürfen sie nicht zu "kleinteilig" sein. Aber solche Bilder in der Art von Lyonel Feininger oder auch kubistische denke ich, sollten machbar sein. 

Mein Top hing ja eine ganze Weile am Schrank und es zeigte sich mal wieder, dass der Sprühkleber doch sehr temporär ist. Seit dem ersten Feiningerquilt weiß ich das ja und so habe ich immer gleich mit Stecknadeln geheftet. Als erstes habe ich erst einmal wieder in meinen Garnen gesucht, welche für meinen Quilt passend sein könnten. Aber wie es immer so ist, es kommen immer wieder weitere Garne hinzu. 

Mein Poster habe ich in Blickrichtung von der Nähmaschine aufgehängt, so kann ich immer wieder gucken, wo ich was am besten wie quilte. (Wow, was für ein Satz! 😂)

Zunächst habe ich erst einmal alle offenen Kanten gequiltet, dabei hat sich manches Stoffstück ein klein wenig verschoben. Da ich aber ausreichend Nahtzugabe an allen Kanten hatte, war das zum Glück kein größeres Problem.

Bei diesem Quilt war es mir wichtig, bestimmte Linien doch so zu quilten, wie sie im Gemälde zu finden sind. Ich habe daher überlegt, diese Linien auf dem Quilt vorzuzeichnen. Meine Frixion-Stifte waren leider alle leer, aber mir fiel ein Kalkstift von Bohin in die Hände. Damit habe ich dann die Linien aufgezeichnet, das ging gut (ich hoffe nur, dass die Linien, sofern sie nicht komplett überquiltet sind, dann auch wieder weggehen)... Mit einem feuchten Tuch konnte ich sie nur so semi wegwischen.

 

Ich habe überlegt, ob ich die Details, die ich noch auf das Top aufbringen möchte (Fenster, Türen usw.), aufquilte oder Stoffe aufnähe. Diese Frage habe ich Steffen auch gestellt. Seine Antwort hat mal wieder eindeutig bewiesen, dass Männer im Allgemeinen und meiner im Besonderen nicht multitaskingfähig sein. Auf meine Überlegung, ob ich Stoffe aufnähe oder die Details quilte hat er geantwortet: Das glabue ich. Er hat dann wohl selber mitbekommen, dass die Antwort nicht auf meine Frage gepasst hat und meinte dann so halb entschuldigend: Wie war nochmal die Frage...

Ich habe mich dann für eine Mischung aus Stoff und Quilten entschieden. Ich quilte jeden Abend ein bisschen, ich muss immer ein wenig Abstand zum Quilt haben, so alles in einem Rutsch geht hier irgendwie nicht.

Mal gucken, ob ich noch ein klein wenig weiterquilte, noch ist eine Menge zu tun. 

Samstag, 1. August 2026

Vollersroda

Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass im Wohnzimmer momentan drei Gelmerodaquilts hängen und dazwischen ein anderer und dass das überhaupt nicht zueinander passt. Also habe ich in meinem Urlaub überlegt, welcher Quilt dazu passen würde. Ich habe in meinen Büchern geblättert und dann fiel meine Wahl auf "Vollersroda":

Ich habe das Bild aus einem Buch abfotografiert, so hatte ich es mit dem rosa Gelmerodaquilt auch gemacht. Die Poster bestelle ich mir immer bei Cewe, die haben nämlich genau so eine Größe, wie Feininger die Gemälde gemalt hat. Ich habe mein Bild noch ein wenig bearbeitet, damit die Konturen stärker sichtbar sind.

Angefangen habe ich mit meinem Quilt am letzten Urlaubswochenende. Das Aussuchen, Schneiden und Auflegen der Stoffe ging relativ schnell. Allerdings war ich in den Farben schon recht eingeschränkt, denn auch diesen Quilt wollte ich aus Oakshotstoffen nähen und da kann ich ja nichts mehr nachbestellen, sondern muss nehmen, was ich habe.

Mmh, ich glaube, der grüne Hintergrundstoff war jetzt nicht ganz so optimal, aber das war der einzige Stoff, den ich in ausreichender Größe hatte. Und den Himmel konnte ich farblich auch nicht ganz so gestalten, wie ich es zuerst geplant hatte. 

Meine Vorgehensweise war wie bei den anderen drei Quilts auch: Stoffe aussuchen, Formen aufzeichnen, ausschneiden, auf den Stoff stecken, ausschneiden und auf den Hintergrund legen. Ich bin gut voran gekommen, mein Bild habe ich an dem einen Tag fertig bekommen. Meine Stoffe habe ich mit Sprühkleber aufgeklebt. Mein Top habe ich dann auch gleich mit Vlies und Rückseite versehen und mit gefühlt hunderten Stecknadeln geheftet.

Tja, und seit nun schon 14 (!😔) Tagen hängt das Top im Wohnzimmer am Schrank, fällt immer mal wieder runter, piekst, wenn man zu nah rankommt und wartet geduldig auf seine Fertigstellung... Mal schauen, ob ich mich an diesem Wochenende aufraffen kann, endlich mein Top zu quilten.

Ach ja, kürzlich habe ich einen Bericht über Hamburg gesehen und da wurde auch über die Kunsthalle berichtet. Ich sage jetzt nicht, dass dort Vollersroda hängt, ich schon davor stand und das Bild fotografiert habe. Ich hätte also auch ein vernünftiges Foto als Vorlage für mein Poster nehmen können. 😳

Auf dem Foto sind auch die Farben ganz andere, als auf meinem Foto. Das ist mir schon häufiger mal aufgefallen, dass die Farben in den unterschiedlichen Büchern auch unterschiedlich gedruckt sind. Gut, ich muss mich nicht grämen, denn türkis, was ich eigentlich für den Himmelbereich nehmen wollte, hatte ich in ausreichender Menge sowieso nicht mehr und so passt der Quilt farblich dann auch besser zu den schon vorhandenen drei Quilts (wenn er denn mal fertig wird).

Sonntag, 26. Juli 2026

Wenn man sich verliest

Eigentlich wollte ich einen Beitrag zu meinen ganzen Projekten schreiben, die ich derzeit in intensiver Arbeit habe - das sind vier und drei davon hängen im Wohnzimmer an den Schränken -, aber ich habe gerade gesehen, dass ich einen Kommentar von Rela falsch gelesen habe. Sie schrieb mir nämlich zu meinem Lavendelsommer, dass ich eventuell ein paar weniger helle Hexagons nehmen soll. Das weniger habe ich überlesen und so helle Hexagons rausgesucht und auf meinem Quilt angeordnet.

Ich habe sie dann gestern Abend zusammengenäht und auf meinen Quilt gesteckt. Da der Lavendelsommer einer der drei Quilts ist, die im Wohnzimmer hängen, konnte ich die Hexies immer wieder umstecken. Ich weiß gar nicht, wie viele Versionen nicht probiert habe. Immer war etwas, was mich gestört hat.

So sieht mein Top derzeit aus:

Jetzt habe ich gerade Regains Kommentar noch einmal richtig gelesen, sie schrieb doch, so wie ich es meinte gelesen  zu haben, "wenige helle Hexagons". Aber egal, wie sie es nun meinte oder wie ich es gelesen habe, der Kommentar brachte mich heute dazu, die Hexies noch einmal zu überdenken, denn wenn ich Dinge auf das Top nähe, die so gut wie gar nicht zu sehen sind, kann ich es auch gleich lassen. Ich habe gerade spontan entschieden, die Hexies so nicht auf den Quilt zu nähen, da man sie ja gar nicht sieht. Dumm ist nur, dass ich ja schon das Papier entfert habe und einige Hexies dabei sind, die ich einzeln auf nähen wollte. 

Nun brauche ich dafür mal den Rat aller versierten Handnäherinnen: Kann ich die einzelnen Hexagons ohne Papier auch noch weiter verwenden? Zusammennähen wird da eher sicher nicht gehen, oder? 😦
 
Nachtrag: Während ich mal wieder warten musste, bis ich das obige Bild vom Handy runterladen konnte (ich weiß nicht, warum das immer so ewig dauert, ehe alle Fotos auf dem Handy erkannt worden sind) hab eich meine Hexies noch einmal neu sortiert. So sieht mein Top nun aus:
Ich lasse es - sicherheitshalber - erst einmal noch am Schrank hängen, bevor ich die Hexies aufnähe, mal schauen, ob es mir in ein paar Tagen auch  noch gefällt. Momentan bin ich mit der derzeitigen Anordnung doch ganz zufrieden. 
 
Im Urlaub haben wir dann doch noch ein paar Balkonpflanden gekauft. Eigentlich wollte ich das in diesem Jahr nicht, da das Gießen und die Pflege der Blumen auch wieder eine Arbeit ist, die mir obliegt, aber irgendwie sah der Balkon ohne Blumen traurig aus. Also sind wir vor gut 14 Tage noch schnell in's Gartencenter gefahren und haben ein paar Pflanzen gekauft. Großwar die Auswahl nicht mehr, wir mussten nehmen, was noch da war. Aber egal, es sieht nun doch schön aus. Auch eine Lavendelpflanze ist mit dabei (passend zu meinem Lavendelsommer) und die bekommt schon reichlich Besuch von einer kleinen Hummel:
 
Und da das alles zum Bingothema "Sommerliebe" passt, setzt ich endlich mal wieder ein Kreuz im Bingo von Anni.