Dienstag, 12. Mai 2026

Mein Arenaquilt

Vor ein paar Tagen hatte ich ja erzählt, dass ich im Netz einen tollen Quilt gesehen hatte und mir dafür die Blöcke gezeichnet habe. Am Wochenende nun habe ich die weiteren Blöcke genäht. Beim Ausschneiden der Vorlagen hatte ich tatkräftige Unterstützung von Katharina.

Das Nähen der Blöcke ging relativ schnell. Ich hatte im Vorfeld gemessen, wie groß die Stoffe ungefähr sein müssen, die ich brauche, um die Blöcke zu nähen und so hatte ich mir die vorab zugeschnitten. Das ist für mich beim Nähen auf Papier eigentlich völlig untypisch, da ich da sonst immer eher der Typ "Stoffverschwender" bin. Ich muss aber sagen, dass es so zügiger ging. Es waren ja auch immer die gleichen Teile, die ich brauchte, da ist es zeitsprender, die vorab schon grob zuzuschneiden.

Ich habe immer sieben Blöcke für eine Reihe genäht und wenn die fertig waren, habe ich sie gleich zusammengenäht. Schon bei der ersten Reihe war die Dreidimensionalität gut zu erkennen:

Bei zwei Reihen ist der Effekt schon noch besser zu erkennen. 

Ich habe einen ganzen Nachmittag intensiv genäht und habe alle Blöcke fertig bekommen. Diese habe ich dann zusammengenäht. Die Blöcke sind ja schräg und damit ich nicht so viel Verschnitt habe, habe ich immer zwei Reihen zusammengenäht und diese Zweierreihen dann um einen Block versetzt aneinander genäht. Ob das so richtig war, weiß ich nicht, für mich fühlte es sich richtig an. Oben und unten habe ich mein Top dann noch mit Streifen ergänzt. Und dann war mein Top des Arena-Quilts fertig:
Arenaquilt deshalb, weil ich mich das Aussehen an das Colosseum von Rom erinnert (ich war da zwar noch nie, aber für mich sieht das so aus), es könnte aber auch ein großes Fußballstadium von außen sein und die dunklen Stellen sind die Eingänge zum Innenraum. 
 

Sonntag, 10. Mai 2026

Im Netz gesehen

Ja, ich bin zu viel im Netz unterwegs, ich weiß das. Das Problem ist aber dieser blöde Algorithmus. Ich lese was, lasse eine Reaktion da und bekomme sofort Beiträge zu ähnlichen Themen angezeigt. Oh, das ist interessant, da muss ich mal gucken, hey, die macht tolle Quilts... Naja, die ein oder andere von euch wird es kennen. Und so bekam ich kürzlich auf Instagram die Seite von Sarah Ruiz vorgeschlagen. Und weil ich ein braver Bürger bin, habe ich mir die Seite natürlich angesehen und bin dabei auf ihren "Rise over Run" Quilt gestoßen. 

Der gefiel mir und so habe ich ein wenig auf ihrem Blog und in ihrem Shop gesucht, ob es dazu eine Anleitung gibt. Gab es nicht. Aber den Quilt wollte ich schon gern nähen und so habe ich ihn mir genauer angesehen und habe gesehen, dass er keine Y-Nähte enthält. Auf ihrem Blog habe ich dann gesehen, dass sie den Quilt auf Papier genäht hat. 

Also habe ich mich daran gemacht, und versucht, mir den Block zu zeichnen. Mein erster, nicht wirklich intensiv ausgeführter Versuch in EQ8 scheiterte. Die Blöcke sind nämlich nicht gerade, sondern schräg und das konnte ich nicht zeichnen. Ich hätte mich damit wohl nur mehr beschäftigen müssen, aber dazu fehlte mir die Lust. Ich wollte ja nähen. 😂

Also habe ich es ganz klassisch mit Papier, Lineal und Stift versucht und das funktionierte auch ganz gut. Meine Zeichnung sah tatsächlich wie die Blöcke im Quilt aus (dass ich mal wieder nicht daran gedacht habe, dass ich die Vorlage spiegelverkehrt hätte zeichnen müssen, sage ich jetzt mal nicht). 

Meinen Block habe ich dann auseinander geschnitten, auf Papier geklebt und eine Nahtzugabe herum angezeichnet. Diese Vorlage habe ich dann zweimal kopiert, die Teile ausgeschnitten, wieder auf ein Blatt geklebt, damit ich nicht nur drei kleine Teile auf einem Blatt ausdrucke, und dann so oft ausgedruckt, wie ich sie brauchte. Ja, das wäre sicher auch irgendwie anders gegangen, aber so bin ich auch zum Ziel gekommen.
Hilfreich wäre es gewesen, die Teile gerade untereinander zu legen, so dass ich beim Ausschneiden einfach ein Lineal hätte anlegen und daran lang schneiden können. Daran habe ich da aber nicht gedacht und so musste ich am Ende jedes Teil mit der Schere ausschneiden. 😂

So ein Quilt wirkt, finde ich, am besten mit Unistoffen und so habe ich in den Kona Cotton gesucht. Hier habe ich seit einiger Zeit ein Abo und bekomme jeden Monat 50 cm von fünf farblich passenden Stoffen. Inzwischen habe ich schon eine schöne Auswahl und kann auch mal spontan kleinere Quilts nähen. Diese Stoffe waren meine Wahl, wobei ich noch zwischen geblich und lachs geschwankt habe.
Den lachsfarbenen Stoff habe ich dann aussortiert. Ich denke das war eine gute Wahl. So habe ich dann die ersten Blöcke Probe genäht und schon da war der Effekt einigermaßen zu erkennen:
 
Als ich diese vier Blöckchen genäht hatte, war ich schon ein wenig stolz auf mich, dass es mir gelungen war, die Blöcke zu zeichnen und dass der Effekt auch wirklich so war, wie in dem Quilt, den ich da gesehen hatte.

Samstag, 9. Mai 2026

Eine Hommage an's Weihnachtskleid

In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon angedeutet, dass der pinke Gelmerodaquilt schon nicht mehr der Neueste ist. Mein neuer Gelmerodaquilt ist eine Hommage an mein Weihnachtskleid von 2023, naja, eigentlich ist der Quilt das Weihnachtskleid. Lange Geschichte. 2023 hatte ich mir ein Kleid gekauft, welches ich unheimlich schön fand. Heiligabend habe ich es getragen, allerdings gibt es von mir kein wirkliches Foto in dem Kleid, man kann es immer nur erahnen. Und die Fotos, die es gibt, sind entweder Selfies oder welche, die wir mit Selbstauslöser gemacht haben und da gucke ich... ...seltsam.

Ja, von meiner restlichen Familie gibt es schön Fotos von Weihnachten, denn die mache ich ja. 😂Nur mich fotografiert immer keiner. Aber egal, ich schweife ab. Als wir am letzten Wochenende in Berlin im Friedrichstadtpalast waren, stand ich mal wieder überlegend vor meinem Kleiderschrank und hatte unter anderem das Weihnachtskleid in der engeren Auswahl. Aber irgendwie fand ich, dass ich in dem Kleid wie eine schwangere Weihnachtsbaumkugel aussah und so habe ich kurzerhand entschieden, dieses Kleid kommt weg. Ich habe mich darin nicht mehr wohlgefühlt. Das Kleid hatte eine Naht ziemlich weit oben und da ich doch ein wenig zugelegt habe, sah das nun eben unvorteilhaft aus. Also: WEG! Naja, nicht so ganz weg, denn das Kleid hat mich an die Fenster in der Peterskirche in Leipzig erinnert, speziell natürlich an die Fenster und die Farbe, die mich damals so sehr fasziniert hat: 

Es geht um den Hintergrund hinter den beiden Personen in der mittleren Reihe. Ich kann diese Farbe gar nicht wirklich beschreiben, ist es petrol, ein tiefes dunkelblaugrün? Aber ich kann sie fühlen, immer noch nach der langen Zeit in meinem Herzen. Sie löst eine Faszination in mir aus, so etwas hatte ich bisher noch nicht erlebt. Sehen und hin und weg sein war damals eins.
 
Zu meinem Kleid habe ich dann weitere passende Stoffe rausgesucht. Allein schon diese Auswahl hat mich irgendwie glücklich gemacht. 
 
  
Also habe ich aus meinem Kleid, sowohl dem Oberkleid als auch dem Futterstoff und noch einigen anderen petrolfarbigen Stoffen einen Gelmerodaquilt genäht. Das ist wieder einer der Quilts, bei dem ich viel experimentiert habe. So habe ich das Dach mit Gaze genäht, darunter habe ich einen normalen Baumwollstoff gelegt, sonst wäre es zu dünn geworden. Der Kirchturm ist das Futter des Kleides, ein etwas dickerer, dehnbarer Stoff.
 
Für den Uhrenkasten habe ich mich für einen bronzefarbigen, in alle Richtungen dehnbaren Stoff entschieden. Auch der ist etwas dicker, ich kann gar nicht genau sagen, was das für ein Stoff ist, er fasst sich an der Oberfläche fast ein wenig gummiartig an. Aber die Farbe passte fast genau zu den Tupfen im Himmelbereich. 
 
Ich habe verschiedene Stoffe miteinander kombiniert, Beim Zusammennähen von Ober- und Unterteil habe ich ein Stück eines "Kreativstoffs" mitgefasst, so dass die Fransen noch zu sehen sind. Den Rest auf der Rückseite habe ich zurückgeschnitten.
 
Gequiltet habe ich diesen Quilt nur sehr sparsam, da die Stoffe für sich sprechen und das Quilting nicht ablenken sollte. Um den Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, habe ich den sehr dehnbaren, bronzefarbigen Stoff für das Binding verwendet. Das war eine echte Herausforderung (dehnbar, seeeehr dehnbar). Ich nähe einen langen Streifen und fasse damit den Quilt fast komplett ein. Anfang und Ende des Bindings lege ich dann übereinander, messe die Breite des Bindings ab und nähe von links oben nach rechts unten zusammen und schneide den Rest weg. Dann kann ich das Binding fertig an den Quilt annähen und habe einen perfekten Abschluss. Obwohl ich beim Zusammennähen schon immer ein wenig schmaler messe und schneide, als die Bindingstreifen wirklich sind, hatte ich bei diesem Quilt so viel Binding über, dass sich am Ende eine Falte ergeben hat.
Zunächst habe ich das Binding komplett angenäht, um dann am nächsten Tag zu entscheiden, dass das so nicht bleiben kann. Ich musste immerzu auf diese Falte gucken. Also habe ich mein Binding teilweise wieder abgetrennt und den Streifen noch weiter zusammengenäht.
 
Auf dem zweiten Foto kann man gut das Zuviel an Binding erkennen und das, obwohl der Streifen schon weniger war das die Strecke, die noch ein Binding bekommen musste. Naja, der Stoff war eben wirklich extrem dehnbar. Nachdem ich mein Binding dann wieder angenäht hatte, sah es viel, viel besser aus. Eine winzig kleine Falte ist noch da, aber mit der kann ich gut leben.
Dieser Quilt ist die Nummer 53 in meiner Sammlung und irgendwie etwas ganz Besonderes. Momentan mag ich diesen Quilt am allermeisten (wobei das ein Empfinden ist, welches manchmal täglich wechselt. 😉).
 
Da ich bei diesem Quilt mit dem dehnbaren Was-auch-immer-Stoff schon eine Herausforderung zu meistern hatte, die mich schon ein wenig meinen Grenzen nahe gebracht hat, setze ich im Bingo von Anni ein Kreuz bei "Raus aus der Komfortzone". 

Donnerstag, 7. Mai 2026

Ein Karton ich

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu meinem neuesten letzten Gelmerodaquilt (der Neueste ist es schon nicht mehr 😉). Ja, die Farben sind etwas Besonderes und ich sehe mir den Quilt sehr gern an. Eigentlich wollte ich auch von meinem - nun wirklich - neuesten Quilt berichten, aber da kam mir heute die Post dazwischen.

Ich habe ja immer schon mal angedeutet, dass ich eine Ausstellung machen soll/kann/darf. So langsam aber sicher rückt der Termin näher; auf der Seite des Cafés wurde die Ausstellung schon angekündigt:

Auch wenn ich mich lange dagegen gesträubt habe, so langsam finde ich Gefallen an dem Gedanken und plane nun auch schon. Kürzlich war ich im Café und habe mir die Räumlichkeiten angesehen. Wieder zu Hause habe ich erst einmal alle Wandquilts hervorgeholt und auf einen Haufen gelegt; einige Quilts hängen ja auch noch an der Wand. Nun muss ich auswählen, welche ich Quilts ich zeigen möchte.

Wenn ich denn diese Auswahl getroffen habe, muss ich noch gucken, welche Quilts ich wo aufhängen möchte. Da ich das ja, wegen der gerade laufenden Ausstellung, schlecht vor Ort testen kann, werde ich mir demnächst im Wohnzimmer Platz schaffen und mir eine imaginäre Bilderleiste in der Größe der Leisten im Café denken und dann die Quilts sortieren und platzieren. Die ungefähren Maße hatte ich mir beim Besuch im Café notiert. Allerdings weiß ich derzeit gerade nicht, wo ich den Zettel deponiert habe... 😕 Na gut, der findet sich hoffentlich wieder an.

Aber zurück zum Ich im Karton: Wenn ich in Ausstellungen bin, nehme ich mir gern was mit, um zu Hause noch einmal etwas anzuschauen oder durchzulesen. Und so habe ich mir gedacht, wenn ich schon eine Ausstellung mache, dann  möchte ich dafür auch einen Flyer haben. Das mag jetzt vielleicht ein wenig hochtrabend klingen, aber egal. Also habe ich mich mal im Netz auf die Suche gemacht, wie man überhaupt einen Flyer erstellt und habe ein wenig probiert. Gefühlt habe ich eine halbe Ewigkeit gesessen, ehe ich einen passablen Entwurf hatte.

Den ersten Entwurf habe ich dann noch einmal überarbeitet, es ist gar nicht so einfach, etwa Schönes, nicht zu Überladenes zu machen, was die Leute interessiert und was sie zu Hause noch einmal gern in die Hand nehmen. Mein Gedanke ich, dass die Flyer im Café ausliegen und die Besucher sie dann mitnehmen können.

Bevor ich meine Flyer bestellt habe, habe ich sie natürlich erst einmal zu Hause gedruckt, beide Seiten zusammengeklebt und gefaltet und ja, das sah schon toll aus:

  

Nachdem ich zufrieden war und Steffen mir gut zugeredet hatte, habe ich sie dann bestellt. Der Druck und die Lieferung gingen wirklich schnell. Am Wochenende hatte ich bestellt und schon heute kam das Paket bei mir an. Ui, das ist irgendwie ein tolles Gefühl:

Beim Fotografieren musste ich schmunzeln, denn mein Handy hat immer gleich den QR-Code gescannt und den Link zu meinem Blog empfohlen. Ich finde die Flyer richtig schön geworden und freue mich darüber. 😊Ich habe mich beim meinen Flyern für einen Falzflyer mit Wickelfalz entschieden (ja, das habe ich gelernt) und weil man den Flyer öffnen kann, setze ich beim Bingo von Anni ein Kreuz bei "mich kann man öffnen".

Samstag, 2. Mai 2026

Zufriedenheit, das Ergebnis der Zuversicht

Habt vielen Dank ihr Lieben für eure Kommentare zu meiner kleinen Friedenstaube. Ja, wenn diese kleine Taube zum Frieden beitragen würde, würde ich jede Woche eine nähen. Ach, wenn das so einfach wäre, das wär' schön.

Heute war ein guter Tag. Ich habe ausgeschlafen, also wirklich ausgeschlafen, ich bin erst gegen halb neun wach geworden, die Sonne schien und ich hatte ganz viel Kraft in mir. Und die habe ich genutzt: Ich habe Fenster geputzt, Gardinen gewaschen, fehlende Gardinenhaken ersetzt, im Bad geputzt, im Schlafzimmer die Nähecke aufgeräumt und sauber gemacht... Und wisst ihr was? Das tat so gut. Ja, ich bin jetzt platt und mir tut gefühlt alles weh, aber es ist ein schönes Gefühl, dass ich das geschafft habe. 

Und weil ich darüber so sehr zufrieden war, was da innen drin in mir das Gefühl, dass ich einen Gelmerodaquilt nähen muss. Lange habe ich keinen Gelmerodaquilt mehr genäht, den letzten hatte ich im März genäht, das war der in leuchtend orange

Mir war heute nach den pinken Shweshwe-Stoffen, kombiniert mit Seide und einem grünen Oakshot. Zunächst war ich ein wenig skeptisch, ob das Grün wirklich passend ist, aber nun kann ich sagen: Ja, passt!

Meine Freundin hatte mal gefragt, wie lange ich für einen Quilt brauche, daher habe ich heute extra mal darauf geachtet. Für das Nähen des Tops habe ich knapp zwei Stunden gebraucht, dann noch einmal gut 1 1/2 Stunden für heften, quilten und einfassen. 

Die Farben und Kontraste lassen sich schwer im Foto darstellen, es war auch schon ein wenig dunkel, als ich das Foto gemacht habe. Aber ein wenig kann man doch von den Farben erkennen. Im Himmelbereich habe ich ja Seide verwendet. Ich muss schon sagen, das war ein echte Herausforderung, die Seide war mein Endgegner. Sie war weich und hat sich häufig verzogen, schlimmer war aber das Fransen. Ich hatte teilweise Befürchtungen, dass mein Quilt nicht mehr ausreichend groß ist.
Damit der Himmel nicht noch weiter ausfranst, habe ich denn den Quilt noch fertig gestellt (mein ursprünglicher Plan war das nicht). Beim Quilten kam mir mein Zuversicht-Quilt in den Sinn. Um die Verbindung der beiden Quilts darzustellen, habe ich den Himmelbereich ähnlich gequiltet und in dem pinken Quilt das Wort "Zufriedenheit" eingequiltet.
 
Ich muss mal zählen, aber das müsste jetzt Nummer 52 in meiner Sammlung sein. Den Kalender mit je vier Quilts pro Monat und Deckblatt könnte ich nun machen, aber aufhören mit den Gelmerodaquilts möchte ich irgendwie noch nicht - muss ich ja auch nicht.

Donnerstag, 30. April 2026

Kleine weiße Friedenstaube...

...fliege über's Land. Ok, die Noten und die Melodie müsst ihr euch jetzt selber dazu denken. Dieses Lied kam mir sofort in den Kopf, als ich die Anleitung für die Taube mit dem Olivenzweig gesehen hatte. Und ich wusste sofort, dass ich diese Taube für meinen Wechselquilt nähen wollte. 

Angefangen hatte ich mit dem Zweig, denn der war nicht so kleinteilig wie die Taube. Ich hatte von anderen Quilts noch ein paar passende Reststoffe über, die habe ich verwendet. Ich muss aber immer wieder feststellen, dass ich nicht wirklich der Restenäher bin, denn es hat mich schon ganz schön gestresst,  nicht zu wissen, ob meine Stoffe wirklich reichen würden. Um es vorweg zu nehmen: Die Stoffe haben gereicht. 😂

Die Taube zu nähen war dann doch recht aufwändig und zweimal habe ich ein Teil vom Himmel vergessen. Einmal fiel es mir auf und ich musste an der Stelle etwas korrigieren, beim anderen Mal habe ich es nicht gesehen und dort ist die eine Feder etwas höher als die anderen. Aber das ist egal. Meine Taube ist fertig und sie sieht einfach nur süß aus.

Ich finde das Foto mit dem Schatten der Gardine irgendwie schön. Gequiltet habe ich nur den Hintergrund, wobei das wieder ein wenig tricky war, denn es wurden wieder einige Stiche ausgelassen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Aurifilgarn ist nicht so gut zum freihandquilten auf handgefärbten Stoffen... Ich habe dann ein anderes Garn genommen und dann ging es kurioserweise besser. 

Ich habe dann auch gleich den Quilt am großen Quilt gewechselt. Zunächst fand ich blau und blau nicht so passend, aber inzwischen finde ich es doch ganz gut.

Ich freue mich über meinen kleinen Quilt.  

Gefreut habe ich mich auch vor zwei Tagen, als ich von der Arbeit nach Hause kam und eine Karte von der Kirche in Gelmeroda auf dem Küchentsich gesehen habe. Erst habe ich überlegt, ob mir diese Karte aus irgendeinem Buch oder so gefallen ist. Dann hatte ich kurz überlegt, ob mir jemand aus Weimar geschrieben hat. Aber nein, ganz anders: Eine stille Blogleserin hat mir geschrieben, dass sie meinen Blog gern liest und wegen meiner Schwärmerei, als sie in Thüringen war, in Gelmeroda gewesen ist. Und von diesem Besuch hat sie mir die Karte geschrieben.

Liebe U., habe vielen, lieben Dank für diese tolle Überraschung. Leider kann ich Dir  nicht anders danke sagen, als über meinen Blog, da ich keine Kontaktdaten von Dir habe. 

Samstag, 25. April 2026

Mein Überraschungsbaum

Mein Baum ist schon seit Anfang April fertig und wenn ich noch länger damit warte, ihn im Blog zu zeigen, ist das Laub schon wieder abgefallen. 😂 Ich habe die Osterfeiertage genutzt und an meinem Quilt gearbeitet.

Hier hatte ich das fast fertige Top ja schon gezeigt und auch geschrieben, dass ich die Übergänge, die nicht so gut passen, noch kaschieren werde.  Ich hatte ja noch einige der Stickquadrate über, die habe ich noch applziert, es waren auch noch zu viele freie Stellen im Quilt. Schon zu Beginn des Projekts hatte ich mir Stempel mit verschiedenen Blattmotiven bei Judisein gekauft. Damit habe ich dann mein Quilttop noch bestempelt. Und im unteren Bereich habe ich dann noch die Schnecke und den Salamander appliziert und dann fand ich den Baum irgendwie perfekt:

Ich habe zunächst den Baum und die Zweige gequiltet und hatte überlegt, es dabei zu belassen. Ich hatte aber Sorge, dass der Quilt eventuell nicht glatt hängt und so habe ich mich entschieden, den gesamten hellen Hintergrund im Stippling zu quilten. Das war eine reine Fleißarbeit. Die sich aber gelohnt hat, denn es sah einfach schöner aus, als wenn nur der Baum gequiltet war.

Ich habe wirklich jeden hellen Zwischenraum gestippelt, auch die zwischen den einzelnen Blättern. Die Tiere und Blätter selbst habe ich nicht gequiltet. Das hat, bis auf die Eule an der rechten Seite auch gut geklappt. Die Eule ist ein wenig schief, das ist offenbar beim Applizieren schon passiert.
 
Ichh abe mich für ein cremefarbiges Binding entschieden, das war eine gute Wahl und seit Ostersamstag hängt mein Überraschungsbaum nun beim uns im Wohnzimmer.
In meinem Baum lebt die Vielfalt, es ist ein Gewusel in dem Quit und es gibt vieles zu entdecken. Ich freue mich, dass mein gedanklicher Plan so gut aufgegangen ist. Irgendwann fiel mir auf, dass in dem Baum die Eule aus Plauen noch fehlt. Die musst natürlich auch noch auf ihren Platz. Da es immer ein wenig schwierig ist, die Quilts über der Couch zu wechseln, habe ich das auf eher unkonventionelle Art und Weise erledigt:
 
Wenn ich den Quilt abnehme, werde ich die Eule noch richtig befestigen, aber erst einmal muss es so reichen. 😉 Ich plane, auch diesen Quilt mit in die Ausstellung zu nehmen. Am Mittwoch habe ich ein Treffen dort, um zu sehen, wie viel Platz es wirklich ist und dann kann ich in die tatsächliche Planung einsteigen.
 
Jetzt habe ich noch ein paar Fotos (Achtung viele) von meinem Quilt:






Seitdem der Quilt nun bei uns im Wohnzimmer hängt, fällt mir auf, dass der Stoff der Stickquadrate durch den hellen Hintergrund durchscheint. Die hätte ich ein wenig zurückschneiden müssen. Da ich es nun sowieso nicht mehr ändern kann, ist es auch egal und ich versucht, da nicht immer drauf zu gucken (klappt mehr oder weniger gut.). Da sich auf meinem Quilt ganz viele Tiere tummeln, verlinke ich den Beitrag zum Bingo von antetanni und kreuze das Feld "tierisch" ab.