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Donnerstag, 3. Februar 2022

Selbstverwandlung

Die Arbeit am Tagebuch (am handgeschriebenen)- die jahrelange Arbeit, gleicht dem Schaffensprozess des Alchemisten am Schmelzofen. In der alchemistischen Glut des Denkens und der Niederschrift der Gedanken beginnt die Selbstverwandlung, die in eine höhere Seinsebene führt. 
Ein morgen im Februar 
Nebelverhangen 
harmonischgrau 
im Labyrinth 
findest du den Weg 
der dich führt 
in eine andere Zeit. 
hukwa 

Montag, 24. Januar 2022

Leben

 Das Leben sollte ein verschlungener Waldpfad sein und keine Sackgasse oder Autobahn auf dem wir dahinrasen und das Wesentliche nicht mehr bemerken. 
hukwa

Freitag, 6. November 2020

Dämonie des frühen Morgen

 In  den frühen Morgenstunden beginnt der Akt des "sich-Einschreibens". Es ist der Moment wo die Realität zwischen Traum und Wirklichkeit sichtbar wird. Jetzt herrscht jene Dämonie vor die es ermöglicht in die Dämmergründe der Seele zu schauen. 
hukwa

Samstag, 24. Oktober 2020

Wie Gedichte entstehen

 Der frühe Morgen, die erste Stunde des anbrechenden Tages, sind ganz dem Schreiben gewidmet. Ich schaue vom Arbeitstisch aus dem Fenster, sehe wie die Vögel vorbeifliegen, ein Herbstblatt löst sich von den Zweigen der alten Buche, all das kann Inspiration sein. Während ein Blatt zu Boden fällt, eine Meise im Holunder vorm Fenster piepst, löst sich etwas in mir. Das Ergebnis dieses Erweckens ist dann oft ein Gedicht. Während ich es niederschreibe in tiefer meditativer Versunkenheit, löst sich etwas aus meinem Unbewussten. Es fließt ein in den Text. So entstehen Gedichte. 

Die dunklen Symbole 
dringen wie tiefe Schatten zu mir 
es scheint als höre man Stimmen 
aus dusterem Geflimmer 
wie ein Ruf aus der Unendlichkeit 
dringt das Gedicht in den Tag hinein. 
hukwa

Dienstag, 20. Oktober 2020

Auf dem Weg sein

 Ausgangspunkt des schreibens von Tagebüchern sind mir in erster Linie die Empfindungen, also all das was mir meine Sinne und Übersinne zutragen. Im Schreiben liegt auch immer der Versuch etwas zu Konkretisieren, die Wirklichkeit zu erfahren die hinter den erscheinungen steckt. Hierzu eignet sich besonders gut die Technil der Lyrik.  
Ich schreibe schreibe 
mit den Jahren füllen sich die Tagebücher 
die Formen meines schreibens ändern sich 
wie die Formen meines Geistes 
nichts bleibt gleich 
alles ist in  
Veränderung 
Bewegung 
das Ziel ist es 
auf dem Weg zu sein. 
hukwa

Mittwoch, 7. Oktober 2020

In dieser Welt

 Gestern schöner, grauer Regentag. Ganz der Verinnerlichung mich hingegeben. Anschließend gezeichnet. Proust gelesen. Am abend in der Monographie von Virginia Woolf gelesen. Heute morgen um 5 Uhr aufgewacht. Kreative Tage. Warum schreibe ich? Gute Frage, einfache Antwort: Weil Kreativität für mich die größte Energiequelle ist. Warum denke ich philosophisch? Weil ich über das einfache Sein hinaus denken will. Weil es im Leben einen Mehrwert geben muss und es eine Aufgabe des Menschseins ist dies in dieser Welt ausfindig zu machen.  
hukwa

Freitag, 25. September 2020

Gewebe der Lüge

Es lastet eine Stumpfheit über der Gesellschaft, so als hätte es für diese Menschen, die sich in Orks verwandelt haben, nie eine Kindheit gegeben. Phantasie u8nd Träume sind verloren gegangen. 
Ein Gewebe von Lügen  
verdunkelt das Sein der Masse  
ihre verschmutzte Aura 
umhüllt die Schönheit der Erde 
das geheimnis der Urzeit 
haben sie nie gekannt 
es bleibt den Reinen nur der Wille  
im Dunkel weiter zu gehen. 
hukwa
 

Sonntag, 20. September 2020

Ich denke also wähle ich

Ich wähle die Pflanzen und Tiere  
einen metaphysischen Hintergrund für mein Dasein der Möglichkeiten 
ich wähle nicht den Menschen sondern die Erde 
in dem ich mich entscheide gebe ich meinem Leben einen Sinn. 
hukwa
 

Mittwoch, 2. September 2020

Morgengedanken

Wenn es, wie Descartes behauptet, zwei Arten von Substanzen im Universum gibt, nämlich geistige Substanz, deren Essenz Denken oder Bewusstsein ist und physische Substanzen, deren Essenz Ausdehnung ist, dann suche ich in der Regel bei Spinoza eine Antwort.  
hukwa

Freitag, 21. Februar 2020

Jeden Tag...

Jeden Tag
ein Gedicht
eine Malerei
die Embryologie einer Zeichnung
die Geburt einer Skulptur
jeden Tag.
hukwa

Samstag, 28. September 2019

Trivialität des Alltags

Es sollte dem Menschen eine ständige Herausforderung sein an sich zu arbeiten um seine geistige Armut zu überwinden: die Armut an Imagination! Der Großteil der Menschen ist in einer Trivialität des Alltags gefangen. Er akzeptiert sein enges Bewusstsein und es kommt ihm überhaupt nicht in den Sinn nach ferneren Geisteshorizonten zu suchen. Dies ist der Zustand von Zombies und Robotern.
hukwa

Montag, 23. September 2019

Aurea hora

Uralte Sehnsucht
lagert in den dunklen Herbstnächten
die Spur in der Dunkelheit
wird zum Wegweiser des Traums
früher Morgen
erstes Licht
in der Ferne
die regungslose Nebelwand
durchbrochen
vom ersten rötlichen Dämmern
der aurea hora
der erwachende Tag
wird zum Sprungbrett
den eigenen Schatten zu überwinden.
hukwa

Im Leben darf man sich selbst nicht untreu werden. Man muss an dem Lebensplan, denn man sich in frühen Kindheits- und Jugendjahren selbst gesetzt hat festhalten. Beständigkeit macht stark, formt den Willen und schenkt eine starke Persönlichkeit.
hukwa

Montag, 16. September 2019

Andersen, Herbst, Haiku

Am frühen Morgen nach draußen gegangen. Die Luft atmet schon Herbst. Am Mittag in der Biografie von H.C.Andersen gelesen. Derzeit haben wir einen schönen Mond, der heute Morgen mystisch über dem Schloss stand. Es ist die Stille des frühen Morgen die nun verzaubert. Ich fange sie meistens mit einem Haiku ein dass mir gerade in den Sinn kommt:

Der Wind des frühen Herbstes
treibt meinen Geist
in höhere Gefilde.
hukwa

Freitag, 13. September 2019

Kein Leben aus zweiter Hand

Der frühe Morgen beim Kaffee. Die Gedanken fliegen zurück. Die frühen Morgenstunden sind die beste Zeit für künstlerisches schaffen. Ich bin nicht der Meinung dass sich der Künstler täglich neu erfinden muss, er muss sich täglich neu Ergründen. Dadurch ist man davor geschützt ein Leben aus zweiter Hand zu führen.
hukwa

Sonntag, 1. September 2019

Pünktlich zum September

Pünktlich zum 1. September ist es kühler geworden. Die Nacht war noch tropisch warm, doch am Morgen empfing mich Kühle und feierlich dazu die Septembersonne. Sie ließ die Holunderbeeren wie Edelsteine glänzen. Die Vögel schweigen, es ist die Zeit der Mauser nur manchmal gurren ein paar Tauben. Federn findet man jetzt überall in den Wiesen und am Waldrand. In Kürze werden die Schwalben ziehen, erst ende Oktober folgen die Schneegänse. Es ist die zeit von Verinnerlichung aber auch von Ausdehnung. Jetzt muss man mit Seele und Auge gleichzeitig sehen um alles aufnehmen zu können.
hukwa

Freitag, 30. August 2019

Altweibersommer

Die Schwalben sammeln sich auf den Überlandleitungen. Bald reisen sie nach Süden. Der September steht vor der Tür. Als ich in der Frühe nach Draußen ging war die Luft sehr kühl. Angenehme Temperaturen. Der Graureiher flog heute über den Garten. Die Elstern geckern den ganzen Tag und der Holunder hängt voller Früchte an denen sich die Meisen, Sperlinge und Amseln laben. Wie ein Kolibri schwärmt das Taubenschwänzschen um die Blüten: Altweibersommer.
hukwa

Dienstag, 27. August 2019

Von Weltigkeit und Waldigkeit

Ich musste mich in den letzten Tagen zu viel mit gesellschaftlichen Banalitäten herumplagen so dass ich nicht zu meinem täglichen Philosophieren kam. Jetzt flüchte ich wieder aus dieser Weltigkeit in die schützende Arme meiner Waldigkeit. Nur hier finde ich das wirkliche Sein. Diese Gesellschaft lebt in "Seinsvergessenheit", ich achte sehr sorgsam darauf, dass ich nicht in diese Fallstricke laufe.
Ich will dem Sein auf der Spur bleiben.
hukwa

Freitag, 28. Juni 2019

Verschmelzung

Der Sommer ist die Zeit in der ich intensiv in der Gegenwart lebe. Wenn ich mich durch die Natur hindurch bewege spüre ich ihre ganze Physis. Ich beobachte jede einzelne Pflanze und versuche eine Verbindung mit ihrem Wesen aufzunehmen. Es ist die Zeit da dass Spirituelle mit dem Körperlichen verschmilzt.
hukwa

Dienstag, 28. Mai 2019

Früher Morgen im Garten

Ein wunderschöner verregneter Maimorgen begrüßt mich heute. Ich bewundere die Vielfalt der Grünfarben im Schattengarten. Nach jedem Regensturz scheint es intensiver zu grünen. Die Akelei blühen und der Bergahorn duftet. Die Amsel singt für mich ein Morgenlied und die Spatzen zwitschern unterm Dach. Für manche Zeitgenossen ist dass "Nichtstun" vergeudete Zeit, für mich ist es intensives Leben.
hukwa

Freitag, 3. Mai 2019