Mittwoch, 5. August 2020

MMM - Manchmal kommt es anders ...

Ich liebe Strickjacken. Ich trage sie gerne, ich stricke sie gerne und ich hätte gern in jeder Farbe mindestens eine.
Rot fehlte auch noch in meiner "Sammlung". Nun ist Rot nicht die Farbe, die meine Garderobe dominiert, und ich bin mir auch immer unsicher, ob sie mit meiner Haarfarbe kompartibel ist, aber so ein schönes warmes, dunkles Rot als Jacke stellte ich mir doch schön vor. Also habe ich 500g Merino gefärbt.
Zum Glück hatte ich vor diesem Rot etwas Respekt und habe zur "Dämpfung" noch gut Schwarz mit in den Topf geschüttet. Das hat die Wolle gerettet und sie vor dem Schicksal als Feuerwehr-Schal bewahrt ;)
Mein Plan war, eine ganz schlichte Jacke zu stricken, gern kraus rechts und ohne Nachdenken. Aber dann fiel mir die Anleitung zum "Kisay-Cardigan" von Rosa P. in die Hände.


Allerdings war mein Garn wesentlich dünner als das in der Anleitung empfohlene und ich musste erst die ganzen Angaben umrechnen. Dann aber strickte sich diese Jacke herrlich entspannt. Der Clou ist, dass sowohl Rückenteil als auch die Vorderteile zur Hälfte aus rechten und zur Hälfte aus linken Maschen bestehen. Das bedeutet auch, man erspart sich die endlosen langen glatt linken Rückreihen, ein echter Vorteil dieser Anleitung!


An sich wäre die Jacke schnell gestrickt gewesen, aber dann kamen Geburtstaggeschenke und Socken dazwischen und am Ende noch eine Knochenhautentzündung im Ellenbogen, mit der an Stricken ganze zwei Wochen nicht zu denken war.
Aber nun ist die Jacke fertig und genau so geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe.


Rot lässt sich einfach schlecht fotografieren. Es ist ein warmer, dunkler, schwarz melierter Rotton und gefällt mir überraschend gut an mir.


Auch im Frühling schon hatte ich diesen Jersey bei Stoff&Stil gekauft, mit dem Plan, ein Shirt daraus zu nähen. Aber manchmal kommt es anders, das Shirt bekommt einen Rock und zack - ist es ein Kleid ;)
Hier habe ich verschiedene Schnitte gemixt: Das Oberteil ist das Carmen-Oberteil aus dem Buch "Näh dir dein Kleid", das Rockteil im Ursprung vom Kleid aus dem Buch "Ein Schnitt, vier Styles". Dazwischen habe ich ein Taillenband eingefügt, die Rockteile ziemlich verbreitert und mit je zwei Kellerfalten wieder auf die ursprüngliche Weite gebracht und Nahttaschen genäht.


Diese Kleid zu nähen, hat mich ziemlich glücklich gemacht. Es hat mir gezeigt, wie lohnenswert Anpassungen und kleine Veränderungen sind (ich habe schon im Vorfeld die Armkugel und die Schultern angepasst) und mich am Ende mit einem wirklich gut sitzenden Kleid belohnt, auch wenn es "nur" aus Jersey ist.
Und: es passt perfekt zum Kisay-Cardigan. So kann ich es bestimmt auch noch in den Herbst hinüber retten.


Jetzt freue ich mich schon sehr auf die Kleiderschau beim MeMadeMittwoch
und wünsche euch einen wunderschönen Sommertag!


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