Sonntag, 20. Dezember 2020

WKSA - Finale

 Trotz einer sehr ruhigen terminfreien Adventszeit bin ich gefühlt erst auf die letzte Minute mit meinem Weihnachtskleid fertig geworden.
Obwohl - bis Heilig Abend sind es ja noch 4 Tage, also war es ja gar nicht soo knapp ...
 
Zuallererst: mein Kleid  - "Ida" aus dem "Rosa P. Kleiderschrank"-Buch - ist so geworden, wie ich es dachte.
Ob wir beide Freunde werden, bleibt allerdings abzuwarten. So eine Art Kleid hatte ich noch nie ...
Und hier ist es also:

 
Das Nähen war wie zu erwarten, keine Hürde. Allerdings überraschte mich der Stoff nach der Wäsche etwas. Ihr erinnert euch, geschenkter Stoff unbekannter Zusammensetzung? Die Brennprobe deutete auf Leinen mit Viskose hin, jedenfalls kein Poly. Nach der Wäsche hatte der vorher recht feste Stoff ziemlich "Drape" und verhielt sich beim Zuschneiden und Nähen eher wie flutschige Viskose als wie Leinen.
Deshalb hingen auch die Taschen an der original vorgesehenen Stelle - auf der Seitennaht - sehr unschön sackig herum. Also habe ich sie komplett auf das vordere Rockteil geholt. Nun hat mein Weihnachtskleid ein bisschen was von einem Schürzenkleid, aber da ich Weihnachten sicherlich viel Zeit in der Küche zubringen werde, ist das wohl in Ordnung. Ein bisschen sackig hängen die Taschen immer noch, aber um das zu ändern, hätte ich sie verstärken oder doppeln müssen. Und dazu hatte ich einfach keine Lust ...


Was mir wirklich gut gefällt: alle Ausschnitte werden mit Belegen eingefasst. Und da passte alles perfekt. 

Ich habe das Kleid ohne Änderungen in Gr.36 genäht, da ich durch meine Erfahrungen mit einem anderen Schnitt aus diesem Buch noch wusste, dass die Schnitte eher groß ausfallen. Und so war es auch bei diesem Kleid. In weiser Voraussicht habe ich seitliche Bindebänder eingefügt, damit kann ich jetzt das Kleid auf Figur bringen oder gegebenenfalls etwas nachgeben, wenn der Plätzchenkonsum überhand nehmen sollte. Ohne die Bänder hätte ich wohl einen Sack genäht ...



Die Bänder sind lang genug um das Kleid, je nach Belieben, hinten oder vorn zu binden.


Das Rockteil habe ich mit einem Rest Baumwoll-Satin gefüttert. Einige von euch dachten beim letzten Treffen, das wäre der Stoff für´s Kleid. Vielleicht wäre das auch gar keine schlechte Idee gewesen (wenn noch genug davon vorhanden gewesen wäre ...), denn als Futter ist der Stoff nur so semi geeignet. Ich habe das Gefühl, er klebt stärker an der Strumpfhose als der Oberstoff. Falls sich das bewahrheitet, werde ich also das Futter wieder raustrennen und meinen "normalen" Unterrock drunter ziehen müssen. Aber erst mal sieht es schön aus ;)


Tja, und mehr gibt es eigentlich zum Kleid nicht zu sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich auch als Sommerkleid gut tragen lässt. Und ich habe noch genug Stoff, um eine flatterige Hose daraus zu nähen.

Jetzt freue ich mich aber erst mal auf die vielen anderen Weihnachtskleider, die ab heute wieder auf dem MMM-Blog
gesammelt werden.
Vielen Dank für die Möglichkeit des gemeinsamen Planens und Nähens in dieser seltsamen Zeit, es hat mir viel Freude gemacht, durch eure Posts zu stöbern!

Ich wünsche euch einen gemütlichen vierten Advent und ein - trotz allem - fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest mit euren Lieben!






Sonntag, 6. Dezember 2020

(noch) Kein Kleid, aber ...

Heute zum Nikolaus-Treffen des WKSA kann ich vermelden:
es gibt noch keine Kleid,
aaaaaber: einen Nikolaus-Pullover ;) 
 
Die vergangene Woche war arbeits- und C-virentechnisch total verrückt. Da brauchte ich zum Abschalten und Runterkommen dringend ein schönes schnelles Projekt, am besten mit sofortiger Wohlfühl-Garantie.
Bei einer spontanen Bestellung bei 1000stoff gab es im Sale ein Reststück gebürsteter Viskosejersey. Ursprünglich dachte ich, daraus ein Shirt für meine bordeauxliebende Tochter zu nähen, aber als ich den Stoff auspackte, war klar, der MUSS bei mir bleiben. So einen weichen Stoff habe ich, glaube ich, noch nie vernäht!
Eigentlich wollte ich mir die Tunika "New Boheme" aus einer älteren Ottobre nähen, aber dazu reichten die 1,2m nicht. Schade.
Aber für den Schnitt "Everyday Lux" aus der Ottobre 5/14, den Frau Alltagsaufhübscherin 
schon oft genäht und gezeigt hat und den ich auch schon immer mal ausprobieren wollte, reichte der Stoff. Also habe ich spontan genäht.
 
 
Dieser Schnitt ist genau so, wie es mir gefällt. Er bietet viel Raum für Kreativität und eigene Ideen und das habe ich gnadenlos ausgenutzt:
Das Vorderteil habe ich ca. 1cm im Bruch verbreitert und dann eine Biese genäht, statt Kapuze gab es einen verbreiterten Ausschnitt und einen hohen Kragen:


... und die Ärmel habe ich auch nach unten hin ziemlich gerade auslaufen lassen und mit einem engeren Bündchen eingefasst. Das hätte sogar noch ein bisschen enger sein können, aber so ist es auch sehr angenehm.
 
 
Der Pulli ist genau so geworden wie ich gehofft habe und soooo weich ... Ich möchte ihn gar nicht mehr ausziehen! 
Ich verrate euch jetzt lieber nicht, dass ich entgegen meiner wirklich festen Vorsätze diesen Stoff in noch zwei anderen Farbstellungen nachgekauft habe ...
 Zu meiner Ehrenrettung kann ich euch aber trotzdem noch einen Weihnachtskleid-Zwischenstand präsentieren:
 

 Zugeschnitten habe ich nämlich immerhin schon. Und auch schon ein paar Nähte genäht. Einer spontanen Eingebung nach (ja, spontan kann ich!) habe ich aus dem Blätter- Baumwollsatin-Rest noch einen Futterrock genäht, ich glaube, dass könnte gut werden.
Und bis zum Finale schaffe ich es bestimmt ;)
 
Die anderen Weihnachtskleider-Zwischenstände werden ab heute wieder auf dem MMM-Blog
gesammelt, vielen Dank dafür!
 
Habt einen schönen restlichen zweiten Adventssonntag! 

Mittwoch, 2. Dezember 2020

MMM - Kleiderliebe

 

Zum Herbstbeginn habe ich in diesem Jahr viele Kleider aussortiert. Aus manchen war ich "rausgewachsen", manche waren einfach durch´s viele Tragen nicht mehr schön. Manche habe ich als "Couch-Kleider" aufgehoben, aber die Kleidermenge in meinem Schrank war sehr überschaubar geworden. 
Das ist an sich ja nicht schlecht - Stichwort Capsule Wardrobe - , aber dann überkam mich doch der dringende Wunsch nach einem neuen Kleid. Ich trage sie einfach echt gerne ...
Am Stoff sollte es nicht scheitern, davon gibt es hier immer noch mehr als genug. Aber welcher Schnitt? Mal was Neues ausprobieren? Oder doch lieber was Bewährtes nähen? Ich schaute mich in gängigen Online-Shops um, welche Jersey-Kleid-Schnitte Frau in diesem Winter trägt und stellte fest: ich habe ja einen Schnitt, daraus kann ich eigentlich (fast) alles nähen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich ihn schon genäht habe, für mich, für meine Freundin, für Sommer, für Winter, mit Taschen und ohne, im Stoffmix, mit Kellerfalten, verändertem Ausschnitt, ... Sogar das Kleid meiner Mama für ihre goldene Hochzeit habe ich nach diesem Schnitt genäht: nach dem Kleiderschnitt aus dem Buch "Ein Schnitt, vier Styles" von Rosa P.
Der Schnitt war also klar. 
Dann bekam ich von einer Bekannten einen Meter Jersey mit diesem Blättermuster geschenkt. Aber ein Meter? Für ein langärmeliges Kleid? Egal. Ich hab´s versucht und überraschenderweise hat der Meter tatsächlich gereicht. Nur an den Ärmeln musste ich noch ein schmales Bündchen ansetzen, damit ich auf die Länge kam.
 

Weil ein Kleid ohne Taschen zwar möglich, aber unpraktisch ist, habe ich welche zum Schnitt hinzu gefügt. Die Taschen sind keine Seitennahttaschen, sondern mit einem schmalen sichtbaren Eingriff. Ich habe bei den Nahttaschen oft das Problem, dass der Stoff in diesem Bereich beult, das habe ich so vermieden. 
 
 
Ansonsten habe ich dieses Mal nichts weiter am Schnitt verändert. Nur die Empire-Naht habe ich mit einer Spitze betont und ein Samtband oberhalb des Rocksaums angenäht. Alles ältere Bestände aus meinem Fundus ...
 
 
Mein roter Kisay-Cardigan
passt wunderbar dazu, aber ich hab mich sehr gefreut, dass auch mein Yooko-Cardigan ein guter Kombi-Partner ist:
 

Dieses leichte Jäckchen mag ich total sehr. Ich habe es bereits im Frühling gestrickt, als Teststrick für Rosa P., allerdings nicht aus der Orginal-Wolle sondern aus der Brushed Alpaka von Drops.
 

Erst war ich mir nicht sicher, ob ich so eine fluffige Jacke tragen mag, aber im Laufe des Jahres stellte sie sich als ein wirklich praktisches Kleidungsstück heraus: passt zu Kleidern und Hosen gleichermaßen, wärmt ohne zu warm zu sein und geht auch festlich - ich habe sie sogar zur Hochzeit unserer Tochter im September getragen.
Und jetzt also über meinem neuen Kleid:
 
 
Eigentlich hätte ich diese Jacke auch gern noch in ein, zwei anderen Farben ... Und Jersey für noch ein, zwei, ... weitere Kleider liegt auch hier. Also, wer weiß?
 
Was landauf, landab an diesem ersten Dezember-Mittwoch getragen wird, kann man wieder auf dem MMM-Blog
bewundern. 

 

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