westfälische idiome (XVIII): schmeckt wie auf kirmes

Kirmes gehört zu den höheren Fes­tlichkeit­en in West­falen. Es herrscht allen­thal­ben gute Stim­mung, wenn die Kirme­saussteller in der Stadt sind. Einige Verzehrungsange­bote find­et man hier, die son­st nicht in der Stadt ange­boten wer­den: Heißer Back­fisch, karamelisierte Äpfel, Zuck­er­wat­te, frisch gebran­nte Man­deln.

Sollte im All­t­ag, wenn ger­ade keine Kirmes ist, etwas enorm gut schmeck­en, so dass man inne hält, und dies möglicher‑, aber nicht notwendi­ger­weise auch zu Kirmesta­gen auf ein­er Kirmes erhältlich sein, so bekommt es das Güte­siegel:

Schmeckt wie auf Kirmes!

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die anti-virale blogger-allianz

Die Anti-Virale Blog­ger-Allianz ist ein los­er Zusam­men­schluss von Schreiben­den, die bewusst gegen den Strom bloggen. Wir glauben an Texte, die mehr Sub­stanz haben als bloße Selb­st­darstel­lung, ihre Leser nicht unter­schätzen und keine Trends jagen. Unsere Inhalte sind nicht dazu gemacht, viral zu gehen – son­dern dafür, gele­sen zu wer­den. Von den Richti­gen. Vielle­icht.

Während ander­swo Klick­zahlen gefeiert wer­den, pfle­gen wir Langsamkeit, Eigensinn und Gedanken mit Halb­w­ert­szeit. Wir schreiben, weil wir etwas zu sagen haben, nicht weil ein Algo­rith­mus es ver­langt. Reich­weite ist für uns ein Neben­pro­dukt, kein Ziel.

Die Allianz ste­ht für:

  • Kohärente Inhalte statt Klick­fang
  • Tiefe statt Tem­po
  • Hal­tung statt Schein­neu­tral­ität

Anti-viral heißt für uns nicht gegen Men­schen, son­dern gegen Mechaniken: gegen Aufmerk­samkeit­sökonomie, Verkürzung und den Zwang zur Dauer­erre­gung. Unsere Texte dür­fen sper­rig sein, iro­nisch, banal, leise, gaga, unprak­tisch – und genau deshalb rel­e­vant.

Die Anti-Virale Blog­ger-Allianz ist kein exk­lu­siv­er Club. Sie ist eine Ein­ladung an alle, die schreiben wollen, ohne sich zu ver­biegen. Wer hier liest oder schreibt, tut das frei­willig, langsam und mit Absicht.

Wir ver­sprechen keine Reich­weite.
Aber vielle­icht Bedeu­tung.

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Für Mit­machende
Orig­i­nal-Grafik: dieantiviralebloggerallianz.png
Grafik für Inter­net­seit­en: avbalogoklein.png

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blogfriedenspreis 2026

Sehr geehrte Damen und Her­ren, liebe Leserin­nen und Leser, geschätzte Kom­men­tarschreiber und stille Beobachter,

das Blogfrieden­spreiskomit­tee hat getagt und ich kann stolz verkün­den, dass ich mir selb­st in diesem Jahr den Blogfrieden­spreis ver­liehen habe.

Und ja, manche mögen fra­gen: „Darf man sich einen Preis selb­st ver­lei­hen?“ Die Antwort lautet: Natür­lich. Vor allem dann, wenn es son­st nie­mand tut und der Frieden auf dem Spiel ste­ht.

Denn eines ste­ht unum­stößlich fest: Von hier aus ist noch nie ein Krieg aus­ge­gan­gen. Keine Glaubenss­pal­tung, kein Browserkrieg, kein Flame­war epis­chen Aus­maßes. Nicht ein­mal ein hand­fester Stre­it um Tabs vs. Spaces.

Stattdessen: Worte. Gedanken. Ironie. Manch­mal Kaf­fee. Und immer wieder der leise, aber bes­timmte Wille, die Welt nicht schlim­mer zu machen.

Während ander­swo Mei­n­un­gen aufeinan­der­prallen wie schlecht gesicherte Con­tain­er im Sturm, bleibt caasn stand­haft: Kein Aufruf zur Eskala­tion, keine feindlichen Über­nah­men fremder Kom­men­tarspal­ten, kein aggres­sives „Ich hab recht, du hast Inter­net“.

Und deshalb sage ich heute mit feier­lichem Ernst: Wenn Frieden dort begin­nt, wo man nicht loss­chießt – dann ist caasn ein ent­mil­i­tarisiertes Blog.

Der Blog-Friedens-Preis würdigt damit nicht spek­takuläre Helden­tat­en, son­dern das kon­se­quente Unter­lassen von Unsinn, das behar­rliche Nicht-Anzetteln von Kon­flik­ten und die bemerkenswerte Fähigkeit, Gedanken zu veröf­fentlichen, ohne gle­ich jeman­den in Brand zu set­zen.

Möge von caasn auch in Zukun­ft kein Krieg aus­ge­hen. Möge der Serv­er ruhig laufen, die Kom­mentare ziv­il bleiben und die größte Explo­sion weit­er­hin ein beson­ders gelun­gener Gedanke sein.

Her­zlichen Glück­wun­sch, caasn. Du hast dir diesen Preis redlich selb­st ver­liehen. (Hier­mit ist jed­er ange­hal­ten, sich selb­st auch den Preis zu ver­lei­hen.)

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Wir hat­ten let­ztens den Spül­maschi­nen­fritzen im Haus, da die Spül­mas­chine nicht mehr heißes Wass­er pro­duzierte. Nach der Reper­atur wollte er die Mas­chine mit einem Tab ein­mal durch­laufen lassen. Ich gab ihm eins und er knibbelte die Außen­folie ab. Ich meinte, die könne er dran lassen laut Her­steller­hin­weis. Er meinte, ja, aber das mache er immer. Und seit­dem denke ich: Weiß der was, was ich nicht weiß? Der weiß doch was!

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kochroboterrezepte

Den vielle­icht schön­sten Satz der aktuellen Only mur­ders in the build­ing hat Christoph Waltz:

Ist es nicht inter­es­sant: Nie­mand von uns wird geschriebene Rezepte hin­ter­lassen. Kün­ftige Gen­er­a­tio­nen wer­den nur noch Book­marks in Kochro­bot­ern haben.

Ich würde zumin­d­est meinen, das viele nicht mehr die Fähigkeit erwer­ben, Geschmack in Speisen so her­auszuar­beit­en, wie sie ihn wirk­lich wollen und Dinge halt nur noch zusam­men­pan­schen.

Dage­gen ist manch­mal auch nichts einzuwen­den, wie dieses schnell erledigte Rezept für einen Apfelkuchen zeigt, das ich aus der Daten­bank ein­er Kochmas­chine in ein Kochblog geschrieben habe. Geht auch.

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