Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, geschätzte Kommentarschreiber und stille Beobachter,
das Blogfriedenspreiskomittee hat getagt und ich kann stolz verkünden, dass ich mir selbst in diesem Jahr den Blogfriedenspreis verliehen habe.
Und ja, manche mögen fragen: „Darf man sich einen Preis selbst verleihen?“ Die Antwort lautet: Natürlich. Vor allem dann, wenn es sonst niemand tut und der Frieden auf dem Spiel steht.
Denn eines steht unumstößlich fest: Von hier aus ist noch nie ein Krieg ausgegangen. Keine Glaubensspaltung, kein Browserkrieg, kein Flamewar epischen Ausmaßes. Nicht einmal ein handfester Streit um Tabs vs. Spaces.
Stattdessen: Worte. Gedanken. Ironie. Manchmal Kaffee. Und immer wieder der leise, aber bestimmte Wille, die Welt nicht schlimmer zu machen.
Während anderswo Meinungen aufeinanderprallen wie schlecht gesicherte Container im Sturm, bleibt caasn standhaft: Kein Aufruf zur Eskalation, keine feindlichen Übernahmen fremder Kommentarspalten, kein aggressives „Ich hab recht, du hast Internet“.
Und deshalb sage ich heute mit feierlichem Ernst: Wenn Frieden dort beginnt, wo man nicht losschießt – dann ist caasn ein entmilitarisiertes Blog.
Der Blog-Friedens-Preis würdigt damit nicht spektakuläre Heldentaten, sondern das konsequente Unterlassen von Unsinn, das beharrliche Nicht-Anzetteln von Konflikten und die bemerkenswerte Fähigkeit, Gedanken zu veröffentlichen, ohne gleich jemanden in Brand zu setzen.
Möge von caasn auch in Zukunft kein Krieg ausgehen. Möge der Server ruhig laufen, die Kommentare zivil bleiben und die größte Explosion weiterhin ein besonders gelungener Gedanke sein.
Herzlichen Glückwunsch, caasn. Du hast dir diesen Preis redlich selbst verliehen. (Hiermit ist jeder angehalten, sich selbst auch den Preis zu verleihen.)