für uns ging mit dem Jahr 2015 ein wahres "Hundejahr" zuende - und was wir niemals für möglich gehalten haben: für uns endete das Jahr 2015 haargenauso wie 2014 und wir begrüßen auch das Jahr 2016 wie wir vor 12 Monaten 2015 begrüßt haben..........
............ - das ist schon irgendwie verrückt. Viele von Euch können sich bestimmt noch erinnern, wie ich am 30.12.2014 nach Düsseldorf geflogen bin und die schöne aber schwer verletzte Martha zu uns geholt hab. Heute (ein Jahr später) ist sie putzmunter, springt / rennt unbeschwert mit den anderen Fellträgern durch die Welt und ist unser absoluter Sonnenschein. Immer gut drauf, nie knurrig und immer schön, selbst dann, wenn sie sich irgendwo im Dreck gewälzt hat........
........ und (fast) immer an der Seite von Mr.Gin zu finden.............
.....im Sommer (Mitte Juli) wurde dann in Komotini die "kleine Wölfin" gefunden - in einer ziemlich schlechten Verfassung mit der verheerenden Diagnose: Herzwurm - für Hunde, die nicht behandelt werden, das Todesurteil. Und der Held verliebte sich in die "Wölfin", organisierte das Medikament, wir schickten es runter nach Komotini und so konnte sie behandelt werden...........
......Die Prognosen waren gut und es hieß damals, dass sie bereits Adoptanten direkt in Griechenland hat, wenn sie denn erstmal gesund ist. Und so haben wir uns natürlich für sie verantwortlich gefühlt, und Spezialfutter runter geschickt. Aber wir sind auch davon ausgegangen, dass sie in Sicherheit ist und dass sie, wenn sie erstmal gesund ist, ein tolles Leben vor sich haben würde. Und als dann schon klar war, dass Lora zu uns kommen würde, kam heraus, dass Seven große Kordinations- und Gleichgewichtsprobleme hat. In Griechenland ist man dann erstmal von ausgegangen, dass die Herzwurmbehandlung einen Schlaganfall ausgelöst hat. Und in diesem Zustand hätte sie dort Null Chancen auf eine Adoption in Griechenland und auch die Überlebenschancen im öffentlichen Shelter für den kommenden Winter waren sehr gering. Zuerst haben wir dann hochwertiges Futter, Vitamine usw. für sie runtergeschickt, denn sie war auch erschreckend dünn geworden. ........
.......nach langem hin und her, für und wider haben wir uns dann entschieden, auch sie Anastasia / die kleine Wölfin (nun Seven) zu uns zu holen. Das ist ja aus Griechenland auch nicht so einfach - zig Vorschriften müssen beachtet werden, zig Tests zu verschiedenen Krankheiten müssen gemacht werden und vor allem mußte der Amtstierarzt dort auch bestätigen, dass es eben keine ansteckende Krankheit ist, warum es Anastasia / Seven so schlecht ging. Es mußten verschiedene Flüge organisiert werden, wer sie dort abholt, denn Komotini liegt ja 3 Autostunden von Thessaloniki entfernt und natürlich auch meine Flüge, denn sie sollte in Frankfurt/M. ankommen. Dann kam eine bange Zeit, denn niemand konnte sagen, ob sie es bis zum 30.Dezember durchhalten würde. Die Griechen können nur schlecht Englisch und auch mein Englisch ist nicht auf Medizin ausgelegt. Also haben wir die ganze Zeit auch mit dem Schlimmsten gerechnet. Wir wußten aber, dass einer der Pfleger dort unten ein besonderes Auge auf sie haben würde und sie war die ganze Zeit auf der Krankenstation. Das hat uns dann doch etwas beruhigt...................
......am 30. Dezember dann bin ich mit sehr gemischten Gefühlen nach Frankfurt geflogen. Also dieser Fughafen ist nichts für mich.........so verwirrend gebaut und beschildert, naja. Jedenfalls begann dann erstmal die letzte "Wartephase", die ja die Schlimmste überhaupt ist. Ich wußte ja, dass alle "in der Luft waren" und irgendwann dann kam die erlösende Meldung auf den Anzeigebildschirmen........
.........und dann kamen sie alle heraus und wir "verkrümelten" uns in den Toilettenbereich. Dies ist übrigens Aljosha, er hatte Anastasia / Seven mit in Komotini abgeholt. Er ist eine Seele von Mann.............
.....Und dann sind wir auf die behindertengerechte Toilette gegangen. Die haben eben den Vorteil, sehr geräumig zu sein und niemand kann abhauen. Wir waren ja auf einen grossen Hund vorbereitet gewesen - also einen großen Schäferhund oder vergleichbare Größe.................
.........und dann hab ich die Tür entsichert und ein kleines Häufchen Fell lag darin. Ich holte sie heraus und da stand sie nun, schaute völlig irritiert, legte den Kopf an meinen und rührte sich nicht........
......also wieder rein in die Box, haben wir Zwei uns mit einer lieben Bekannten, die mich am Flughafen überrascht hatte, erstmal eine halbwegs ruhige Stelle am Flughafen gesucht und haben so die nächsten Stunden rumgebracht. In ihrer Flugbox schien sie sich sicher zu fühlen............
............. Es folgen noch ein paar sehr aufregende Minuten dann beim einchecken, da wir es leider mit einer völlig überforderten "Dame" an der Abfertigung zutun hatten und dann ging es ab nach Berlin. War ich froh, dort den Helden zu treffen. Rein ins Auto und ab nach Hause ins "kleine Haus", denn eine Zusammenführung mit den anderen Fellträgern mitten in der Nacht wäre dann wirklich zu viel für die arme Seele gewesen. Allerdings Usca haben wir noch dazugeholt, was wirklich gut war. Sie hat Seven beschnuppert, ihr die Nase geleckt und ihr so ein wenig Halt gegeben - auf die alte Dame ist eben Verlaß. Mit großem Appetit hat Seven dann ihre erste Mahlzeit verputzt...............
......Die Nacht dann verlief sehr ruhig und am morgen danach hat sie mit Usca den Garten erkundet. Sie gab ihr Halt. Und dann haben wir paarweise die anderen Fellträger geholt. Es war unglaublich. Sie alle merkten wohl, dass hier ein Wesen angekommen war, dass schon beim ersten Bellen umgefallen wäre. Kein giftiges Knurren, keinerlei Imponiergehabe. Nur sanftes Beschnuppern...........
.........und dann kehrte wieder Ruhe ein............
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....... den tatsächlichen Zustand von Seven könnte man so beschreiben: wie ein Hund oder Katze, die frisch aus der Narkose erwacht. Unsicher auf den Beinen, oft irritiert vor sich hinstarrend............
.............. Jede unerwartete Situation bringt sie im wahrsten Sinn des Wortes aus der Fassung. Dann steht sie lange da und scheint zu überlegen, was das bedeutet. .............
.........naja, und dann ging es rüber zum Wohnhaus. Rasen und Freiflächen scheint sie zu kennen.....
......und solange es um sie herum "gesittet" abläuft kann sie gut damit umgehen. Und als würden die anderen Fellträger das erahnen, liefen alle zwar rum - aber keiner brach in helle Aufregung aus............
.......und Seven hat den Hof erkundet............
......unsere große Sorge war dann ja der Sylvesterabend, denn auch bei uns wird viel geknallt - auch wenn unser Dorf mit 300 Einwohnern mehr Hühner und Kühe als Menschen hat. Dabei hat fast jedes Haus auch mindestens einen Hund, was aber die Bewohner bei uns nicht im Mindesten zum Nachdenken scheinbar bringt. Aber bis zum späten Abend schlief die Maus dann tief und fest auf ihrer weichen Matte. Es war zu schön zu sehen, wie entspannt sie war............
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....Die Hunde (und wohl nicht nur die / unsere Hunde, sondern alle Tiere hier im Dorf) leiden bei der Knallerei teilweise Höllenqualen. Zu unserem Entsetzen fing dann auch glatt ein Nachbar mit der Knallerei deutlich vor 24 Uhr an. Genau zu dem Zeitpunkt, als wir noch dachten: nach schnell nochmals alle raus, bevor eben geknallt wird. Na, weit gefehlt und Seven muss so entsetzt gewesen sein, dass sie einen epileptischen Anfall bekam. Sowas hatte ich in meinem Leben noch nicht gesehen - weder bei einem Menschen noch bei einem Hund. Wir beide - sie und auch ich - waren danach völlig erschöpft. Jetzt ist unsere große Hoffnung morgen der bereits bestellte Termin in der Tierklinik in Berlin. Mal schauen, was die dann uns sagen und uns raten. Ob es vielleicht dann entsprechende Medikamente gibt. Aber eines ist sicher: auch sie / Seven ist ein ganz besonderer Fellträger. Man merkt mit jeder Mahlzeit (und davon bekommt sie derzeit 3 am Tag), wie sie sich ein wenig mehr entfaltet. Ankommt. Sich versucht zu orientieren. Rituale scheinen für sie sehr wichtig zu sein. Und bereits jetzt schon ist zu merken, wie sie zumindest mich, Usca und Lora wahrnimmt. Ich freue mich schon drauf, wenn sie das erste Mal mit dem Schwanz wedeln wird! Das wird dann wie ein Geschenk sein - Eure Jacqueline