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Montag, 6. April 2020

Ist das ein Duft............


Ich hab ja schon öfter mal erzählt, dass ich mir das Jahr in "Natur-Ereignisse" aufteile.
Ob es nun ist, dass man man sich im Januar dann freut, die ersten Magnolien ins Haus zu holen, die ersten Schneeglöckchen die Köpfe öffnen, die Fellträger das erste mal in den See springen, usw.
Und so ist es auch mit dem Bärlauch bei uns hinten im Garten. 
Der hintere Teil vom Garten hinter dem Schwimmteich wird ja eher sich selbst überlassen. Ausser Mähen passiert da nicht viel. Warum auch................ Da stehen noch die Obstbäume und dort ist unser Feuerplatz, wo abends mal ein gemütliches Feuerchen lodert oder wir noch eine Weile sitzen und einfach nur geniessen. 

 

Und dort wächst auch ein Bärlauchfeld unter Rhodedendron und wilden Rosen. Die Fläche wird jährlich größer, er scheint sich dort als pudelwohl zu fühlen. Wie er je da hingekommen ist, wissen wir garnicht. Und nun ist er erntereif.



Es ist erstaunlich, denn eigentlich mag es der Bärlauch lieber an eher feuchten Plätzen, in der Nähe von Bachläufen. Und diese Stelle ist zumindest im Sommer zwar schattig, aber eher trocken. 
Die letzten Jahre hatte ich nur für unseren Hausgebrauch dort geerntet. 
Ob nun für Saucen oder im Rühei, für Dressings oder einfach nur aufs Butterbrot. 
 Also bin ich gestern bei schönstem "Kaiserwetter" auch in den Garten gewandert und hab geerntet.
Ist schon ein Widerspruch im Moment - alles was am Boden wächst, spriesst bereits - die große Glycinie hinter dem Feuerplatz wirkt immer noch wie "leblos" - wie ein riesiges Spinnenetz. Sie wird wohl noch ein paar Wochen brauchen.

 

 Dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen: Du setzt davon mal mehr Pesto an. Dafür braucht man dann ja mehr als nur ein paar Hand voll an Blättern.
Also wurde mächtig geerntet (mehr als diese "paar Blättchen" auf dem Foto).



Rezepte für Bärlauchpesto git es ja genug im Netz und in den letzten Jahren schon für den "Hausgebrauch" hab ich das Pesto immer "nach Gefühl" gemixt.

Die Grundlagen dafür sind eigentlich ganz einfach:
Bärlauch - je frischer, desto intensiver
ein gutes Olivenöl - unseres hierfür kommt aus Spanien und ist wirklich unglaublich lecker!
etwa ein "Bund" / Handvoll auf 100 ml Olivenöl
Salz und frischen Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack - bitte keinen bereits vorgemahlenen Pfeffer nehmen, dann könnt Ihr Euch auch gleich Sägesmehl über das Essen schütten.
Alles wird mit dem Pürierstab zerkleinert - FERTIG
DAS wäre dann die "vegane" Variante.

Lecker ist es auch mit (vorher in der Pfanne gerösteten) Mandeln - dann bekommt das Pesto einen "nussigen Geschmack"
DAS wäre dann die vegetarische Variante

Oder auch sehr lecker: mit Parmesan - diese Variante mögen wir selbst am liebsten 
Es funktioniert übrigens auch mit jedem anderen lange ausgelagerten Käse wie Pecorino, u.s.w.




Und dieser Duft, der da durch die Küche "wabert" bei der Verarbeitung ist unglaublich. Jedes mal, wenn ich in der Küche Kräuter verarbeite und der Held kommt dann von draussen dazu, verdreht er verzückt die Augen und meint dann ............ hmmmmmmmmmmm, was für ein Duft. Das ist schon fast ein Ritual bei uns. 
Naja, und so hab ich mich dann gestern abend noch an die Verarbeitung vom Bärlauch gemacht. 
Ein kleines Glas Rotwein dazu - paßte irgendwie und dann wurde in einem großen Topf gemixt und  gerüht und alles kam am Ende dann in kleine Gläser zu 125ml portioniert.
Wenn man drauf achtet, dass immer eine feine Schicht Öl oben das Pesto bedeckt, dann hält sich das Pesto über Wochen im Kühlschrank ohne sein Aroma zu verlieren oder zu "kippen".




Es sind mehr Gläser entstanden, als wir je aufessen können - wer mag, schreibt mich also gerne an unter zuluberlin@gmx.de - sie können auch gerne verschickt werden - der Erlös kommt zu 100% dann in die Tierschutzkasse.

Und noch etwas ist in den letzten Tagen ziemlich spontan entstanden:
"Trösterchen "
nur für den "Hausgebrauch" - aus Resten vom Stoff der Mundmasken. 
Wir haben gemerkt, wie nah die ganze Situation auch unseren (Enkel)Kindern geht. Meistens wirken sie fröhlich - aber immer wieder "blitzen" dann Fragen der Kleinen auf, die unsere Tochter nur schwer erklären kann. Sie fragen nach Oma und Opa und warum sie dies oder jenes nicht mehr dürfen. 
Und so waren schnell zwei "Trösterchen" aus den Resten genäht, mit kleinen "Henkeln" dran. 
Was haben die Zwei sich gefreut. Sie sind nicht groß - eben für die Kinderhände gedacht und unsere Tochter meinte schon: Mama, die schleppen sie jetzt überall mit hin, mit der Begründung: die sind von Oma ............ boah, das geht dann schon nahe............. zeigt aber auch, dass grad die Kleinsten sich auch mehr Gedanken machen, als wir Großen wahrhaben wollen.



Übrigens, was mir ja auch aufgefallen ist:
Nicht nur, dass der Himmel klarer ist, sondern dass die Vögel lauter zwitschern - freuen die sich nun, dass im Moment der Mensch sich weiter zurückzieht oder ist das so, weil es wieder mehr werden?
Oder hören wir einfach nur wieder intensiver hin?
Und wenn wir wieder intensiver hinschauen, hinhören, dann wäre das doch etwas, was wir uns mit in die Zeit "danach" nehmen sollten.  Egal, ob gegenüber Menschen oder den Tieren um uns rum.

DAS wäre dann noch ein Foto zum schmunzeln, nach dem Motto: finde den Hund.................. aber paßt auch gut zu meinen Gedanken grad.

 

Kommt alle gut in die Osterwoche, paßt auf Euch auf und bleibt gesund - Eure Jacqueline


Montag, 22. Mai 2017

eine vergessene / ungeliebte Knolle, fliegender Besuch und alles wächst und gedeiht.............

So lange hab ich noch nie für einen Post gebraucht. Eigentlich wollte ich den schon in der letzten Woche schreiben - aber, wie das dann so ist. Wie wohl bei uns allen, immer kam was dazwischen und ich hab mir einfach nicht die Zeit genommen - nun wird es wieder ein "Viele-Themen-in-einem"-Post............


............ Vor Jahren mal hatte ich einen Horst Topinambur für den Gemüsegarten geschenkt bekommen mit dem Hinweis: die blühen im Herbst wunderschön (gelb). Na, ich war ja "begeistert", als das "Zeugs" dann blühte. Ist doch gelb so garnicht meine Farbe. Und wuchern tat es auch noch - ohne Ende. Da konnte man (aus)graben, so sorgsam man wollte - irgendwelche Knollen blieben immer im Boden .
Auch in diesem Jahr kündigte sich die Topinambur wieder durch regen Austrieb an! Und durch einen puren Zufall bin ich vor ein paar Tagen auf ein Rezept für TOPINAMBUR gestoßen - ein Gratin. Und Gratins essen wir wirklich gern! Und mir fiel wieder die vermalledeite Stelle ein, wo ich den regen Austrieb gesehen hatte. das Areal sieht auf den Fotos so fipsig aus - aber es ist mehr/größer, als man glaubt............
 

............. Ich grub also nach den Knollen - ok, eher Knöllchen, die da zum Vorschein kamen - die größten Knöllchen etwa so groß wie Möhren und total runzelig. Ganz anders, als wie ich sie aus dem Supermarkt für viel Geld kenne (aber noch nie gekauft hatte)...........
 

.....da war ich dann doch verunsichert und hab ein Foto von den Knöllchen auf meiner FB-Seite veröffentlicht. Ich wollte ja nicht, dass ich was verkoche, was den Helden und mich dann am Ende noch gar "dahinrafft". ..........
 

....... und das war wirklich klasse - innerhalb weniger Minuten hatte ich dann verschiedene Kommentare von diversen "Gartenfeen", die mich beruhigt haben: ESSBAR - das ist tatsächlich TOPINAMBUR!
Auch ein paar Links hab ich dann bekommen! - zur Geschichte des / der TOPINAMBUR - schaut mal HIER   und verschiedene Rezepterklärungen bekommt Ihr u.a.  HIER ............



.....ich war beruhigt - wir hatten hier die "Wildform" im Garten. Also fiel ohnehin schälen bei diesen hutzeligen Teilchen / Knöllchen weg. Aber wir essen ohnehin gerne bei diversen Gemüsen die Schale mit. Das störte mich also nicht. Und es ist unglaublich spannend, was man so alles über diese alte Kulturpflanze erfährt - eine inzwischen ziemlich "vergessene" Pflanze, auch wenn ich in den vergangenen Monaten TOPINAMBUR häufiger im Supermarkt angeboten gesehen hatte. Mir hatte noch unsere Frau Sonntag letztes Jahr gesagt: Du, das kann man essen. Aber da bin ich wohl wie viele Menschen: was man nicht kennt, das isst man nicht. Auf jeden Fall hab ich meine Ausbeute dann erstmal abgespült / von der Gartenerde befreit.............
 

...........und der große Horst Brennnessel, der da auch so fröhlich vor sich hin gewuchert war, der wurde dann auch gleich mit abgeerntet. Ein wenig jungen Spinat dazu werden diese Beiden dann das "Grüne" im Gratin werden..........
 

.......und so hab ich auch gerlernt - wir haben derzeit deswegen so kleine Knöllchen, weil auch die eigentliche "richtige" Erntezeit Herbst bis Frühjahr ist.

so hab ich das Gratin zubereitet:

  • die ausgegrabenen Knollen hab ich zuerst mit einem scharfen Strahl draussen im Garten abgespritzt, damit zumindest die meiste Erde auch im Garten bleibt.
  • dann hab ich die feinen Wurzelchen mit den Fingern abgerebbelt - den Strunk oben (mit dem frischen Austrieb) abgebrochen und nochmals gut gewaschen, damit auch die letzten Erdreste ab sind. Wir essen Gemüse wie gesagt gerne mit der Schale - egal, ob Kartoffeln, Möhren oder Gurken. In allen gefundenen REzepten hieß es: Schale entfernen. Darum hab ich die Knollen danach einfach nur in kleine / feine Scheiben geschnitten. 
 

  •  Übrigens, die frischen Schnittflächen werden schnell dunkel - in verschiedenen Ratgebern hatte ich gelesen, die geschnipselten Stücke in Zitronenwasser einzulegen. Ich hatte Bedenken, dass die Topinambur den zitronigen Geschmack annehmen - darum hab ich die frisch geschnittenen Stücke sofort immer in die Milchbrühe geschüttet. 
  • Die Milchbrühe hab ich aus frischer Milch mit Instantbrühe abgeschmeckt - dazu einen guten Teelöffel Sambal-Olek für ein klein wenig "Wums".
  • 3 kleine Zehen frischen Knoblauch ebenfalls in feinste Scheibchen geschnitten dazu
  • im Verhältnis von etwa 4 Teilen Topinambur zu 1 Teil Kartoffeln hab ich das Ganze dann etwa 15 min. erst aufkochen und dann köcheln lassen. Je nachdem, wie bissfest man die Topinambur mag, etwas Zeit zugeben oder abziehen.
 

  •  Danach kam alles zusammen mit frischen geschnittenen Brennesseln (ähnlich wie Spinat in Geschmack und Konsistenz) und dem jungen Spinat in eine Auflaufform, wurde gut vermengt und bei 180  in den vorgeheizten Ofen (Umluft) für etwa 20 min. 
 

  • Dann geriebenen Käse drüber und nochmals so lange überbacken, bis der Käse gut zerlaufen ist - FERTIG

.........es war wirklich umwerfend LECKER! Der Held war auch ganz begeistert. Dazu hatten wir geräucherten Lachs als Kontrast. Ich bin leider keine gute "Food-Fotografin" und Abend war es auch schon, als wir endlich zum essen gekommen sind - aber einen kleinen Eindruck vermittelt das Foto auf jeden Fall.......
 

.......... wir wohnen nun schon so lange auf dem Land. Und ich weiß, hier kreucht und fleucht so manches Getier von dem man denkt, es würde ins Reich der Fabelwesen gehören. Dass sie schon längst ausgestorben sind. So hatten wir im Komposthaufen vor Jahren mal große Hirschhorn-Käfer entdeckt oder kleine Schlangen im Teich. Aber, dass ich echte Maikäfer gesehen hab, das ist schon Jahrzehnte her, da war ich selbst noch ein kleines Mädchen. ............



.......Und als ich vor ein paar Tagen morgens meinen Kaffee unter der Pergola trinken wollte, saß der seltene Gast in der Tischdeko. Wollte er dem schwarzen Salbei beim wachsen zuschauen? .........
 

........der Bereich vor der Pergola sieht derzeit ja noch etwas "wüst" aus. Vor ein paar Wochen mussten wir die alte würdige Weide per Sonderfällgenehmigung wegen akuter Umsturzgefahr kappen lassen. Es hatte in den vergangenen Jahren einfach nicht gereicht, sie immer wieder zu beschneiden - sie neigte sich immer mehr unter der großen Last. Es tat uns in der Seele weh und es klingt vielleicht bekloppt, aber man hatte wirklich das Gefühl, der Baum weint. Die Genehmigung hatten wir ja für eine komplette Fällung - aber als die Arbeiter dabei waren - ich konnte das nicht zulassen. Und so haben wir erstmal die letzten 4 Meter stehengelassen. Und, damit nun der Stumpf da nicht so traurig herumsteht, haben wir rundherum einen "Kübel-Garten" entstehen lassen. Von allem etwas haben wir reingesetzt. Rosen und Clematis, die nach oben ranken können, Lavendel und Funkien für die "untere Etage". Die Kübel wurden unten aufgeschnitten, damit die Tiefwurzler sich auch weiter nach unten in die Erde graben können. Darüber hatte ich bereits mal HIER berichtet, als wir das Rankgerüst im Garten am kleinen Haus begrünt hatten - wer mag, schaut gerne HIER.   Übrigens: die Steine in den Kübeln sind nicht wirklich zur Dekoration. Wir haben hier einige Fellträger, die mit größter Freude in frischer Erde wühlen. Und Steine auf den Pflanzen (auch in den Kübeln) haben sie da sehr bewährt!.........................



............und solch ein Riesenbaum besteht ja aus sehr viel Holz! Das meiste Holz liegt derzeit noch um die Weide herum und muss noch gespalten werden - ein weiterer Teil wurde bereits an der Rückwand vom Stall aufgeschichtet, damit es durchtrocknen kann. Denn der nächste Winter kommt und so haben wir genügend Kaminholz dann.............



.....und alles, was nicht zum verfeuern taugt, wurde gleich geschreddert - der perfekte Mulch (von dem ein großer Teil (von mir) noch verteilt werden muss)................


.......und NEIN, Nanni bewacht den Haufen nicht - sie schaut ob ich nicht schaue, damit sie darin herumtoben kann. Inzwischen ist ja Nanni auch kein Baby mehr, sondern mitten drin in der Pubertät. Und das ist nicht anders als bei den Menschenkindern auch - nur Blödsinn im Kopf und ausprobieren wie weit man / Nanni gehen kann...............
 

.......... Wie weit man Frauchen reizen kann, die Ohren auf  Durchzug. Einen solch "dickfelligen" (im doppelten Sinn des Wortes) Welpen / Junghund hab ich selten erlebt. Und trotzdem kann man ihr einfach nicht böse sein, wenn sie einen mit ihren großen braunen Augen anschaut..................



......Und Hilde?...........
 

..........sie ist einfach ein Phänomen. Würde das Fell am operierten Hinterteil nicht etwas kürzer noch sein, man würde es nicht mehr sehen. Sie läuft behende durch die Gegend - inzwischen bilden sich auch die Muskeln aus und so ist auch der Gang nicht mehr ganz so schlenkernd wie am Anfang...........



......Man merkt einfach auch, wie sie immer mehr "ankommt" - sich "entfaltet". Ich glaube, sie ist nochmals 2-3 cm gewachsen. Und klar, auch ihre Grenzen auslotet. Und bei einem solch großen Fellträger ist das auch teilweise wahrlich eine Herausforderung. Sie hat einfach Allüren, die rassetypisch sind. Und man / wir wachsen halt auch mit unseren Aufgaben. Sie "tickt" komplett anders als alle Fellträger, die wir bisher kannten / haben / hatten. Was sie nicht einsieht, was sie lernen soll, das braucht mindestens 3x so lange. Schlechten Angewohnheiten muß sofort Einhalt geboten werden und sie braucht sehr klare Ansagen, sonst tanzt sie einem auf der Nase herum. Man sieht einfach ganz deutlich, dass ihre Vorfahren genau so auch selektiert worden sind, selbst zu denken und zu entscheiden! Gleichzeitig strahlt sie eine solch starke Ruhe und Gelassenheit aus - das färbt dann auch wieder auf uns ab. .........
 

 ......Und nun wünsche ich Euch allen eine wundervolle sommer-sonnige Woche! Ich bin dann mal im Garten (u.a. den Mulch verteilen) - Eure Jacqueline


Donnerstag, 1. Oktober 2015

flüssiges Gold...........................


..........ja, so nennen wir unseren selbstgemachten Apfelsaft hier bei uns ..................

........und so haben wir am vergangenen Wochenende die ersten Äpfel verarbeitet. Aber, bevor verarbeitet werden kann, steht ja erstmal das Ernten an und so hat diesmal der Held den Apfelpflücker, der sonst das ganze Jahr über untätigt an der Garagenwand lehnt, geschwungen. ............

..... und ich hab alle Äpfel, die bereits unten am Boden, lagen aufgehoben - wenn ich denn schneller als die Fellträger war.............
 
.......die waren nämlich der Meinung, wenn Frauchen einen Apfel aufhebt und in den Eimer legt, dann ist das ein neues Spiel. Denn eigentlich kennen sie es sonst immer nur, Frauchen (oder Herrchen) heben Äpfel auf, werfen sie und die Herrschaften rennen um die Wette und wer den Apfel als erster hat, der verzehrt ihn (oft) auch. Und Usca ist ja nicht doof - da sie nicht immer so shcnell wie die anderen ist, hat sie sich ein paar Äpfel zusammen gesucht, während die anderen gerannt sind (klar hat Frauchen ab und an auch einen Apfel geworfen), und sich dann mitten rein in ihren Haufen gelegt, die Äpfel mit einem dumpfen Grollen verteidigt und dann genüßlich ihre Äpfel vertilgt - ich staune immer wieder über diese alte Dame ...............

.......und für uns blieben ja auch noch genügend übrig. Diesmal haben wir die Äpfel in alten Zinkzubern eingesammelt - die lassen sich auch befüllt für mich besser tragen als die riesigen Holzstiegen, die wir sonst immer verwendet haben. Wie die Apfelsorten bei uns im Garten heißen, konnte uns leider niemand mehr sagen - diese grüne Sorte ist eine mittelfrühe, saftige und eher süßere Sorte...........
 
......dann bequem mit der Schubkarre hoch zum Haus gefahren und dort wurden die Äpfel erstmal am Arbeitsplatz zwischengelagert. Diese roten Äpfel sind eine eher spätere Sorte, mehr säuerlich und hier haben wir erstmal nur das Fallobst eingesammelt. Was noch am Baum hängt, braucht noch ein paar Tage Sonnenschein............

.......und dann ging es los. Unser Flaschenvorrat wurde vom Dachboden geholt und nochmals heiß ausgespült..............

.....und die Äpfel abgespült. Immer so viel, wie wir auf einmal im Topf verarbeiten konnten. Was man auf dem Bild nicht sehen kann - wir haben die grünen und roten Äpfel gemischt später beim entsaften.............

......und alles, was sonst noch notwendig ist, lag (anfangs noch) fein säuberlich bereit, denn kurze Zeit später sieht die Küche dann nicht mehr so aufgeräumt auf, sondern gleicht eher einem Schlachtfeld!.......

........und das ist unser Prunkstück - unser Entsafter. Es ist ein Modell von Gastroback. Wenn der die Äpfel ausschleudert, kommt hinten der Trester wirklich nahezu staubtrocken raus - dann sind nichtmal die Felträger mehr daran interessiert. Dafür macht die Maschine auch einen ziemlichen Lärm - man hat das Gefühl, neben einem Airbus zu stehen............
 
...........Trotzdem sind manche Äpfel dann noch zu groß für den Einführstutzen (heißt das so?) und müssen zumindest halbiert dann werden. Die Äpfel können übrigens tatsächlich mit Stumpf und Stil geschleudert werden - vorne kommt nur der reine Saft heraus. Das erleichtert die Arbeit ungemein..........

......Was man auf den Bildern nicht sehen kann: Trotzdem schmeißt die Maschine natürlich auch etwas Fruchtmark mit aus - das mag ich persönlich im Saft nicht - natürtrüb ja, aber bitte nicht mussig. Also drücken wir den gewonnenen Saft nochmals durch ein Leinentuch - eine Arbeit, die wirklich keine Freude macht. Am Ende tun einem alle Finger und die Arme dann weh. Ist genügend Saft zusammen, kommt alles in einen großen Topf und wird auf 80°/90° erhizt - dafür haben wir uns vor Jahren bereits ein richtiges Einkoch-Thermometer angeschafft. ...........
 
........Und wenn dann die richtige Themperatur erreicht ist, wird der Saft durch einen Trichter in die Flaschen gefüllt, Deckel drauf und (wie beim Marmelade kochen) erstmal ein paar Minuten umgedreht abgestellt. Und ja, wir nehmen dafür tatsächlich immer unsere alten Flaschenträger - die eignen sich dafür perfekt. Denn je Topf bekommen wir im Schnitt 6 Liter heraus............
 
................später werden die Flaschen dann zum abkühlen wieder richtig herum aufgestellt - da muss man dann nur aufpassen, dass man sich die Finger nicht verbrüht, denn die Flaschen sind ja noch heiß..........

.....und fertig ist unser "flüssiges Gold". Wir lagern es dann dunkel im Vorratsschrank ein und der Vorrat würde sich mindestens ein Jahr halten - wenn wir ihn nicht vorher schon trinken würden..........

......bei uns in der Gegend haben noch viele Höfe Obstbäume stehen und die Meisten bringen ihre Ernte zu sogenannten Lohn-Mostereien. Die eine Mosterei nimmt nur die Ernte an und man bekommt als "Gegenwert" Saft von anderen Bauern wieder - da weiß man aber nie, ob man nicht auch Saft von gespritzten Äpfeln bekommt. Oder es gibt auch eine Mosterei hier, die aus den eigenen angelieferten Äpfeln mostet und dann bekommt man solche 5Liter-Schläuche wieder. So macht es "unsere" Frau Sonntag - diesen Schlauch hat sie uns zum probieren geschenkt..........

................ Das ist natürlich eine praktische (und hübsche) Lösung - aber wir wollten unseren Saft einfach gerne selbst herstellen. Wenn man unseren Saft pur trinkt, dann hat man tatsächlich das Gefühl, man beißt in einen Apfel rein und man kann schnell, wenn man zuviel davon trinkt, den dringenden Wunsch nach einer Toilette bekommen. Darum verdünnen wir immer etwa 1zu3 mit Mineralwasser und selbst dann ist der Geschmack noch zigmal intensiver als jeder gekaufte Bio-Apfelsaft - zumindest ist das unsere Erfahrung. Ich hoffe, dass ich Eure Fragen zum Apfelsaft einkochen alle beantworten konnte und kann nur noch sagen: na, dann Prost - Eure Jacqueline

Übrigens, ich trinke den Apfelsaft tätsächlich gerne mit ein paar frischen Minze-Blättern aus dem Garten!
 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Von neuen Beeten und Rhabarber-Sirup..............

Guten Morgen an Euch alle da draussen im "Bloggerland"! Ich geniesse ja das derzeitige Sommerwetter sehr - meinetwegen könnten wir solch ein Wetter 12 Monate im Jahr haben. Dafür würde ich sogar in kauf nehmen, dass der Tannenbaum zu Weihnachten mit frischen Rosenblüten aus dem Garten geschmückt wäre. Bei diesem Wetter würd ich ja am liebsten den ganzen Tag draussen im Garten verbringen, in der Erde buddeln, Pflanzen stutzen, gefühlte 798 Säcke Rindenmulch oder Blumenerde durch den Garten karren - schmutzige Finger und Fingernägel dann inklusive. Umso mehr freut es mich, dass so viele von Euch scheinbar diese "Garten-Leidenschaft" mit mir teilen. Das hab ich ja am letzten Akelei-Post gesehen - danke für Eure vielen tollen Kommentare dazu! Liebe Conny/(Luxusbienchen216), tut mir leid, aber gelbe Akeleien hab ich leider nicht. Was mich auch nicht erstaunt, denn ich mag gelbe Blumen nicht so sehr - darum haben sich wohl auch keine Samen von gelben Akeleien zu uns verirrt. Dafür kann ich aber viele von Euch trösten, die keinen Garten haben - Akeleien fühlen sich auch in Kübeln wohl. Die hier hatte sich ganz alleine in einem Kübel im Hof ausgesäat, ist über einen Meter hoch und blüht, als würde sie einen Preis dafür bekommen.........................

..........und nein, auch unseren Garten halten wir leider nicht "mit links" in Schuss - ich hab mir allerdings angewöhnt, jeden Tag mindestens eine Stunde durch den Garten "zu toben", entweder mit der Heckenschere bewaffnet, um die kleinen Buchs-Hecken in Form zu halten oder ich springe durch die Beete und hole dort das Unkraut raus. Der Held meint immer sehr belustigt, es würde wirken, als würde da ein Huhn scharren, wenn ich dann da kopfüber in einem Beet stehe und dann kommen Pflanzenteile aus dem Beet geflogen (die ich dann mit stoischer Gelassenheit liegen lasse, bis der Held sich den Unkrauthaufen erbarmt, um sie zusammenzuharken und wegzukarren). Das ist übrigens das weisse Beet, dass wir erst von ziemlich genau einem Jahr angelegt hatten - es ist zu schön, wie toll sich die Pflanzen bereits entwickelt haben..........
 
............so sah es im Apreil letzten Jahres noch aus:............
 .....und heute Morgen dann konnte ich den ersten weissen Storchschnabel aus diesem Beet für die Vase schneiden, .........
............ohne dass man hinterher gesehen hätte, das da ein paar Stile fehlen..........
.....und nun hoffe ich ja sehr, dass unser neuestes Projekt dann in einem Jahr genauso üppig aussehen wird, denn derzeit wirkt alles noch recht mickerig.........
...........überhaupt hab ich bei jedem neuen Beet das Gefühl, es wäre das Bermuda-Dreieck, ..........
..........denn EGAL, wieviele Pflanzen ich im Vorhinein kaufe,..........
............ sie reichen wohl grundsätzlich nicht - und ja, es ist richtig: ich kaufe, wenn ich weiss, da wird ein neues Beet angelegt, gerne ERST die Pflanzen, und dann beginnt die Arbeit - ich finde, das motiviert ungemein! Als erst die Arbeit und dann das Vergnügen des Pflanzenkaufs! Wobei, Pflanzen kaufen wir, oder eher ich, das ganze Jahr mit großer Freude und der Held hat es mittlerweile aufgegeben zu fragen, WOHIN denn nun noch dieser Rosenstock, jener Grasbüschel oder diese Hortensie dann noch soll. In den letzten Tagen habe ich mich sogar "erbarmt", mal wieder die Baumscheiben vor unserem Haus neu zu bestücken - die Nachbarn sollen ja auch was zu schauen haben.................

.........ist schon witzig: bei uns könnte man sich auf die Straße legen und würde eher verhungern, als überfahren zu werden - aber wenn ich im Vorgarten versuche, etwas Ordnung reinzubringen, dann ist bei uns auf der Straße richtig was los! Da hat man dann das Gefühl, die Nachbarn fahren dreimal dran vorbei - das ist scheinbar auf dem Dorf so!..............
......Ihr fragt ja oft, wie wir das alles machen - das wäre ja ein Park unser Garten. Ja, der Garten ist wirklich groß, wenn auch für hiesige Verhältnisse eher klein. ABER wir haben Hilfe von "unseren" Sonntag's - ohne sie würden wir wohl noch im Mondschein Rasenmähen usw.. In der Tat, ohne Hilfe würden wir das wirklich nicht schaffen! UND sogar großes Kind und Schwiegerkind erbarmen sich und helfen dann mit - und das ohne zu murren! Vor allem das Schwiegerkind mit der Begründung: "na, ich schneide mir ja auch mal Blumen für die Vase und nehme Salat mit nach Hause!" Apropos Salat: Gestern hab ich den ersten Rhabarber aus dem Garten geholt ...........
..........bei uns wird der Rhabarber eher selten für den Kuchen geerntet........
.............sondern ich koche davon dann immer Sirup - da freut sich der Held das ganze Jahr drauf. Ich schneide Rhabarber klein (klar wird er vorher noch gewachsen und grob geputzt), fülle den Topf mit Wasser auf, dass die Rhabarberstücke einen Daumen breit mit Wasser bedeckt sind, eine Vanilleschote dazu und aufkochen lassen, ca. 5-10 Minuten "simmern" lassen und dann abkühlen. Das ganze schütte ich dann durch ein Leinentuch und drücke es dann aus. In den Saft gebe ich  noch nach Gefühl Zucker und den Saft von einer halben bis ganzen Zitrone, wieder aufkochen lassen und in Flaschen abfüllen - FERTIG ist der Sirup.........

......wir mischen den Sirup entweder mit kaltem Wasser oder mit Sekt oder Prosecco - super erfrischend! - na, dann Prost!...............

......Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sommertag - Eure Jacqueline

die Hundsrose oder Kartoffelrose

Ein echtes Highlight jedes Jahr ist ja die Rosenblüte bei uns. Also, wenn die ersten Rosen ihre Knospen öffnen. Meist beginnt das ja eher un...