Wetter, das zugibt, dass es sich irrt

Jede andere Wetterseite zeigt dir eine Zahl. Diese zeigt dir, wie sehr die Modelle sich streiten — und was aus ihrer eigenen Vorhersage von letzter Woche geworden ist.

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So liest du diese Seite

Die meisten Wetterseiten zeigen dir eine Zahl und tun so, als wäre sie sicher. Diese hier zeigt dir, wie sicher sie wirklich ist — von oben nach unten:

  1. Jetzt. Was eine echte Messstation in der Nähe gemessen hat — kein Modellwert. Liegt die Station weit weg oder viel höher als dein Ort, sagt die Seite es dazu.
  2. Die Spanne statt der Zahl. Elf Wetterdienste rechnen dasselbe Wetter und kommen zu verschiedenen Ergebnissen. Liegen sie eng beieinander, ist die Vorhersage belastbarer; streiten sie, ist die einzelne Zahl kaum mehr als eine Vermutung. Einig heißt aber nicht automatisch richtig — wie gut es wirklich war, steht gleich darunter.
  3. Was wir dir versprochen haben. Wie weit unsere eigenen Vorhersagen der letzten Tage von der echten Messung entfernt lagen. Je weiter voraus, desto größer der Fehler — das führen wir an uns selbst vor, statt es zu verschweigen.

Mehr dazu, woher jede Zahl kommt, steht unter Methodik & Quellen.

Jetzt

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Heute und morgen, Stunde für Stunde

Der Temperaturverlauf als Linie — damit du siehst, wann es warm und wann es kühl wird, statt nur einer Tageszahl. Darunter die Regenwahrscheinlichkeit.

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Warnungen des DWD

Amtliche Warnungen für deinen Ort. Was hinter den vier Warnstufen steckt und wie der DWD bei welcher Lage warnt, erklären die Wetterlagen — von Gewitter bis Glätte. Wie viel gerade in ganz Europa gewarnt wird, zählt die Warnlage Europa: die Meldungen von 38 nationalen Wetterdiensten, aus den MeteoAlarm-Feeds geholt und nach Land, Gefahrenart und Warnstufe aufgeschlüsselt. Das ist eine Zählung aus einem bis zu sechs Stunden alten Schnappschuss und ausdrücklich kein Warndienst — ob für deinen Ort gerade eine Warnung gilt, steht hier und nicht dort. Was die Stufen bedeuten, wie dich eine Warnung erreicht und was du dann tun solltest, steht unter Warnungen verstehen.

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Die nächsten Stunden

Der DWD rechnet bei Gewitter- und Starkregenlagen im Fünf-Minuten-Takt, was gerade passiert und was in den nächsten Stunden kommt (NowCastMIX). Bei ruhiger Lage steht hier nichts — das ist keine Störung, sondern die ehrliche Antwort. Warum das gerade bei Gewittern so wichtig ist, steht in der Wetterlage.

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Die Spanne statt der Zahl

Elf Wetterdienste aus zehn Ländern und einer europäischen Organisation (ECMWF) rechnen dasselbe Wetter aus und kommen zu verschiedenen Ergebnissen. Wo die Balken breit sind, ist die Vorhersage ein Vorschlag, keine Aussage. Mit vier Modellen sah dieselbe Vorhersage einiger aus, als sie ist — nicht weil die Welt sich einig wäre, sondern weil wir weniger gefragt haben. Wer die elf Modelle sind und wie so eine Vorhersage überhaupt entsteht, steht im Wissen-Teil. Noch einen Schritt weiter geht der Ensemble-Fächer: dort rechnen sieben Ensembles dieselbe Woche mit über 200 Startzuständen durch, und jede einzelne Rechnung ist als Linie zu sehen.

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Was wir dir versprochen haben

Dieselbe Vorhersage, gestellt vor 1, 2, 3, 5 und 7 Tagen — verglichen mit dem, was die Messstation des DWD tatsächlich gemessen hat. Kein Modell gegen Modell, sondern Versprechen gegen Wirklichkeit. Wie falsch die Vorhersagen über Wochen wirklich lagen, rechnet der Feldbericht nach; wie eine Vorhersage im Tagesverlauf noch wandert, zeigt der Vorhersage-Verlauf.

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Ein Tag ist Zufall. Sieben sind eine Aussage.

Die Sektion darüber zeigt einen einzigen Tag — und der kann lügen. Am 12. Juli lag die Fünf-Tage-Vorhersage auf genau null Grad Fehler; hätte diese Seite an dem Tag nur den einen Tag gezeigt, hätte sie ihre eigene These widerlegt. Deshalb hier dasselbe über die letzten sieben Tage gemittelt. Den vollen, datierten Nachweis führt der Feldbericht. Und weil die Spanne darüber selbst eine Behauptung ist, wird sie nachgezählt: wie oft die Messung wirklich in der Spanne lag, nach Vorlaufzeit getrennt. Wie schwer eine ehrliche Spanne ist, kannst du selbst ausprobieren: im Spannen-Quiz.

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Unsere Bilanz über 25 Städte

Die Nachkontrolle darüber gilt für deinen Ort und die letzten sieben Tage. Hier steht dasselbe im Großen: Seit Juli legt diese Seite für 25 deutsche Städte jede Vorhersage ab und misst sie später an der DWD-Station nach. Das Ergebnis ist nicht geschönt — wo es schlecht aussieht, steht es genauso da. Wie gerechnet wird, erklären Faustregel, Trefferquote und Regenprobe.

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Regenradar

Direkt vom Deutschen Wetterdienst, in Fünf-Minuten-Schritten. Der Zeitregler reicht von den letzten rund vier Tagen bis knapp zwei Stunden voraus (am 01.08.2026 aus den WMS-Capabilities gemessen: 4,2 Tage zurück, 1,9 Stunden voraus; die Spanne wandert mit) — dieser vordere Teil ist die Kurzfrist-Vorhersage des DWD (das RV-Produkt heißt im Original „Niederschlagsradar und -vorhersage“), kein gemessenes Bild mehr. Er ist im Zeitregler als Vorhersage gekennzeichnet. Die Karte startet beim neuesten gemessenen Bild; „Abspielen“ zeigt in einer Schleife die letzten rund zwei Stunden und die Vorhersage dahinter. An dieser Stelle stand bis zum 30.09.2026 „Die Animation reicht von den letzten rund vier Tagen“ — das stimmte, war aber unpraktisch: Abgespielt wurde ab dem ältesten Bild, vier Tage zurück, und bis zur Gegenwart dauerte es rund neun Minuten; beim Laden stand die Karte außerdem auf dem letzten Vorhersagebild statt auf der neuesten Messung. Seit dem 30.09.2026 gilt die Spanne von vier Tagen nur noch für den Regler.

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Der Fluss sagt es selbst

Unsere Hochwasserzahl kommt aus einem Modellraster. Daneben steht, was der echte Pegel misst — alle 15 Minuten, von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Zwei Kilometer neben dem Fluss sagt das Modell etwas völlig anderes als auf dem Fluss. Auch das steht hier. Warum das Modell zwei Kilometer weiter etwas völlig anderes sagt — für Karlsruhe 0,7 gegen 479 m³/s — und wie man dem Rasterwert ansieht, ob er überhaupt zu einem Fluss gehört, zeigt Flussabfluss für deinen Ort. Wann aus Dauerregen Hochwasser wird, erklärt die Wetterlage Hochwasser & Starkregen.

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Regenwahrscheinlichkeit, mit sichtbarem Nenner

Jede App sagt dir „30 % Regen“ und verschweigt, woraus die Zahl gemacht ist. Sie kommt daher, dass man dasselbe Wetter viele Male durchrechnet und zählt, wie oft es regnet. Hier steht der Bruch, nicht nur das Ergebnis. Was die Zahl meint und was nicht, zeigt Was heißt 30 % Regen? Woher die Läufe kommen, die diesen Nenner bilden, zeigt der Ensemble-Fächer: dort steht nicht nur, wie viele es sind, sondern auch, wie weit sie auseinanderlaufen — und dass ihre Zahl mit dem Vorlauf sinkt, weil nicht jedes Modell gleich weit rechnet. Was vom Regen im Boden ankommt, steht unter Bodenfeuchte in vier Schichten: Die oberste Schicht folgt jedem Schauer, einen halben Meter tiefer passiert fast nichts — ohne Ampel „trocken“, weil dafür die Bodenart nötig wäre, die in den Daten nicht mitgeliefert wird. Ob diese Brüche im Nachhinein stimmen — ob es an Tagen, für die 30 % der Läufe Regen hatten, auch an rund 30 % geregnet hat —, zählt die Regenprobe am eigenen Archiv nach.

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Sonne und Mond

Wann heute die Sonne auf- und untergeht, wie lang der Tag ist — und in welcher Phase der Mond steht. Die Sonnenzeiten gelten für deinen Ort; die Mondphase ist berechnet, keine Messung, und deshalb auch so ausgewiesen. Dass am kürzesten Tag des Jahres weder die Sonne am frühesten untergeht noch am spätesten aufgeht, zeigt der Sonnenlauf für deinen Ort — samt der Erklärung, die man im Diagramm mitverfolgen kann.

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Wissen des Tages

Hinter jeder Zahl auf dieser Seite steckt ein Stück Physik, Statistik oder Messtechnik. Jeden Tag steht hier ein anderes davon — und darunter, was neu dazugekommen ist.

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Neu auf der Seite

Alles andere

Luftqualität, UV, Ensemble, Klima und mehr. Was die Zahlen bedeuten, erklären Luftqualität, UV-Strahlung, Pollen und Wetter und Klima. Wie viel die Bewölkung vom UV-Wert tatsächlich wegnimmt, rechnet Was die Wolken vom UV-Index wegnehmen aus — zwei Kurven, der Abstand dazwischen ist die Aussage. Wie weit sich das Klima an deinem Ort über die Jahrzehnte verschoben hat, zeigen die Klimastreifen: ein Farbstreifen je Jahr seit 1950, dazu Kenntage wie heiße Tage und Frosttage und dieselbe Reihe für den Niederschlag. Die Werte stammen aus der ERA5-Reanalyse, also aus einer Modellrechnung und nicht aus einem Thermometer — was das bedeutet, steht dort im ersten Kasten. Ob früher wirklich mehr Schnee lag, zählen die Schneetage für dreißig Winter nach. Wohin es geht statt woher, zeigt die Klimaprojektion bis 2050: sieben Klimamodelle rechnen dieselbe Zukunft für denselben Ort und kommen zu verschiedenen Ergebnissen — einig über die Richtung, uneinig über die Größe. Die Böe in den Detailwerten ist ein einzelner Moment; aus welcher Richtung der Wind bei dir gewöhnlich kommt, beantwortet die Windrose aus dreißig Jahren Tageswerten, verteilt auf 16 Sektoren und nach Jahreszeit umschaltbar. Gezeigt wird das Tagesmaximum der Windgeschwindigkeit in zehn Metern Höhe, nicht die Spitzenböe — das steht dort auch so dabei.

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