Ein Blick durch die Archive dieses Blogs bringt die harte, ungeschminkte Wahrheit ans Licht: Samoa war bisher noch nicht im Fokus meines Interesses. Das mag die 200.000 Einwohner der im süd-westlichen Pazifik gelegenen parlamentarischen Inselrepublik vermutlich wenig erschüttern, ich hingegen bin immer höchst erfreut, wenn ich einen weiteren weißen Flecken auf meiner kulinarischen Weltkarte farbig ausmalen darf. Heute also Samoa und so exotisch es auch klingen mag, treffen wir dort einen alten Bekannten. Es zeigt sich nämlich, dass eins der beliebtesten Gerichte auf Mālō Saʻoloto Tūtoʻatasi o Sāmoa (so die Eigenbezeichnung) ein Nudelgericht ist, dass sich Sapa Sui nennt. Der Name lässt es schon vermuten: es handelt sich hier um eine Chop Suey-Variante. Ob das Gericht nun aus dem benachbarten und unter amerkanischer Herrschaft stehenden Amerikanisch-Samoa in den unabhängigen Staat Samoa kam oder seine Wurzeln doch im chinesischen 杂 碎 (Zá Sui - "verschiedene Reste" oder auch "Innereien") zu finden sind - auf das das vermeitlich von Exilchinesen in den USA erfunden Chop Suey wohl auch zurückgeht - konnte ich noch nicht ermitteln, ich bleibe aber an der Geschichte dran.