Gibt es etwas schöneres am Sonntag, als Essen auf dem Herd stehen zu haben, das sich im Prinzip von alleine kocht und so dass man Zeit für andere Dinge hat, wie zum Beispiel ein gediegenes Nickerchen im Sessel? Gulasch ist so einer dieser pflegeleichten Kandidaten. Etwas schnippeln, in den Topf damit, Deckel drauf und die nächsten Stunden einfach seinem Schicksal überlassen. Bei Gulasch - sorry liebe Österreicher und besonders Wiener - denke ich zunächst an Ungarn. Da unterscheidet man grob zwischen dem namensgebenden Gulyás, das eher eine Gulaschsuppe ist und Pörkölt, das unsere Vorstellung von Gulasch nahe kommt. Zwar gibt es auch hier regionale Unterschiede, aber die Verwendung von Paprika, Paprikapulver, Fleisch und Tomaten dürfte überall im Land der Magyaren gleich sein. Zumeist wird Gulasch im großen Kessel über offenem Feuer gegart, ich habe hierfür stattdessen meinen schweren Schwedenbräter aus dem Schrank geholt.
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Sonntag, 25. Oktober 2020
Mittwoch, 20. Mai 2020
Lángos - ungarische Brotfladen
Seit mich die Familie Anfang März, als das noch möglich war, auf das "Mystica Hamelon", ein Volksfest in der Rattenfängerstadt, das Fantasy und Mittelalterkitsch gewidmet ist, geschleppt hat und wir dort auch etwas zu uns nahmen, liegen mir meine Damen mit dem innigen Wunsch in den Ohren, auch mal so ein Langos (sprich: langosch) zuzubereiten. Ich habe ja sonst für derartige Märkte nicht so viel über - Gründe können erfragt werden, ich werde sie gerne darlegen - aber wenn es darum geht, dem Blog etwas "Neues" hinzuzufügen, bin ich immer bereit. Das Brot an sich ist ja auch unschuldig und kann nichts für verwirrte Geister in voller Ritterüstung, bei denen eine Nickelbrille unter dem Visier hervorlugt. Lángos sind ein ungarischer Klassiker, der irgendwie den Weg auf die Jahr- und Weihnachtsmärkte dieses Landes gefunden haben. Nun sind sie auch auf meinem Blog angekommen und ich heiße sie freudig willkommen. Üdvözöljük!
Dienstag, 10. Oktober 2017
Paprikatopf mit Huhn
Der eine oder andere Beitrag in diversen Kochgruppen hat in mir den Wunsch nach etwas ungarisch angehauchtem erweckt, vorzugsweise geschmort. Bei uns läuft das ja alles als Gulasch, der Magyare macht da feinere Unterschiede und kann unter anderem mit gulyás, pörkölt, paprikás oder tokány aufwarten. Vermutlich wäre das heutige Essen durch die Zugabe von Sahne und Crème Fraîche am ehesten ein paprikás, aber dieses Fass will ich hier jetzt nicht aufmachen, deshalb spreche ich ganz einfach von "Paprikatopf". Authentisch ist das sicher nicht, aber mir schmeckt es so und solange ich das Ganze nicht als etwas verkaufe, was es nicht ist, gibt es auch nichts zu meckern.
Freitag, 17. Oktober 2014
Gulasch
Gulyás, Pörkölt, Paprikás - da macht der Magyare, sprich der Ungar, feine Unterschiede. Ausschlaggenend ist hier zum Beispiel, ob das Fleisch nur geschmort oder vorher angebraten wird oder ob man mit saurer Sahne verfeinert oder nicht. Auch das Mengenverhältnis der Zutaten ist für die Unterscheidung wichtig.
Donnerstag, 15. Mai 2014
Paprika-Auberginen Gemüse mit Ei nach Art des Letschos
Es gibt Tage, da kommt man zu gar nichts - wie zum Beispiel gestern. Deshalb herrschte hier auch Funkstille. Diese ist jetzt offiziell wieder beendet. Wie man an den letzten Einträgen vielleicht erkennen kann, habe ich mir vorgenommen, unter der Woche gesünder zu leben, also mehr Gemüse zu mir zu nehmen. Damit dass nicht langweilig wird, ist Abwechslung angesagt.
Das hier nun vorgestellte Gericht ist recht wandelbar und orientiert sich etwas am ungarischen Klassiker Letscho (oder ungarisch: Lescó). Es handelt sich hier um eine Art Resteessen der nicht ganz so betuchten Gesellschaftsschichten. Wichtigste Zutaten sind Paprika - als Frucht und in Pulverform. Ursprünglich hat man in Ungarn wohl vorzugsweise gelbe Spitzpaprika verwendet, ich bevorzuge jedoch die rote bauchige Variante - zum einen, weil diese mehr Fruchtfleisch als die dünner-wandigen Spitzpaprikas haben, zum anderen, weil ich gerade in diesem Gericht die Süße der roten Variante schätze. Aber letztlich bleibt die Wahl der Paprika Geschmackssache.
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